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Samstag, 18. Mai 2013

Schwere Entscheidung

Seit Tagen, ach was Wochen, ringe ich jetzt schon innerlich mit mir und überlege hin und her, ob ich meinen Luchterhand-Mystery-Thriller als Ebook veröffentlichen sollte. Da sich mein Einkommen kürzlich um die Hälfte verringert hat, wäre so ein kleiner Nebenverdienst gar nicht schlecht, allerdings sind die Chancen sehr gering, überhaupt etwas daran zu verdienen. Bei Bookrix kann man ein Ebook zwar kostenlos publizieren lassen, aber gerechterweise wollen sie beim Verkauf eine Beteiligung. D.h., wenn ich das Buch z.B. für 6,99 EUR veröffentliche, bleiben Netto noch 2,45 EUR Gewinn. Da braucht man schon eine Menge Leser, wenn man sich vom Gewinn nicht nur ein paar Briefmarken kaufen will, und auch das ist fraglich, ob man die findet. Außerdem bedeutet dies, daß ich das ganze Ding noch einmal überarbeiten muß, weil es für käufliche Leser wahrscheinlich zu spaßgesteuert ist. Es ist dasselbe Phänomen wie bei Filmkomödien, bei denen Schauspieler und Regisseure irre viel Spaß haben, aber die Zuschauer dumm aus der Wäsche gucken. Weiterhin hasse ich es eigentlich, mich mit gelegten Eiern von gestern zu beschäftigen. Es sollte, wenn ich es doch anpacke, bis zur Reise über die Bühne gehen, hinterher wird es wahrscheinlich erst recht nichts mehr. Andererseits bringt mir natürlich so ein Buch in der Schublade noch viel weniger ein, nicht einmal Erfahrung. Ach, ich steh allein im Wald und kann mich einfach nicht entscheiden.

Freitag, 17. Mai 2013

Es ist jetzt bewiesen.

Ich habe nicht nur eine Meise, sondern gleich ein ganzes Nest voll. Wenn man das Ohr nah an den Nistkasten legt, kann man sie darin nach Futter brüllen hören.



Jetzt wundert es mich nicht mehr, daß die Meise arg gehetzt von den hungrigen Mäulern sogar ein- und ausfliegt, während ich auf dem Balkon sitze. So mutig sind sie sonst nicht.

Meisennest

Donnerstag, 16. Mai 2013

Ins kalte Wasser springen

Auf einem kleinen zerklüfteten Felsvorsprung, welcher hinter mir durch eine Tür abgeschnitten ist, blicke ich in die Tiefe. Es geht schätzungsweise vierzig bis fünzig Meter steil hinab in einen klaren See aus türkisblauem Wasser. Die Tür hinter mir habe ich blöderweise so zugezogen, daß sie nicht mehr aufgeht und mir keine andere Wahl bleibt, als zu springen, wenn ich auf dieser Klippe nicht versauern will. Doch der Blick hinunter ist schwindelerregend und ich habe Angst. Das ist seltsam, denn ich weiß, daß ich erst vor kurzem hier schon einmal heruntergesprungen bin, ohne Angst, mit ganz viel Vertrauen und ohne daß mir etwas passiert wäre. Warum schaffe ich das jetzt nicht mehr? Während ich nach einem Ausweg suche, stelle ich erleichtert fest, daß die Tür zu dem Raum hinter mir sich doch wieder öffnet. Er ist spartanisch eingerichtet, wie eine Klause, mit weißen Wänden und einer kleinen Lampe. Wenigstens kann ich mich jetzt dorthin zurückziehen, sicher fühlen, ohne ständig am Abgrund zu stehen und darauf hoffen, daß mein Mut zurückkehrt. Denn springen werde ich irgendwann müssen, da hilft alles nichts.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Das Universum

ist schon witzig manchmal. Nach vielen tiefenpsychologischen Betrachtungen und neuen Erkenntnissen darüber, wo die Gründe dafür liegen, daß mir gewisse Dinge immer wieder begegnen, meinte ich gelernt zu haben. Ich wußte, würde solch eine Situation erneut auftreten, würde ich mich völlig anders verhalten und hatte auch eine genaue Vorstellung davon im Kopf, wie das sein würde. Und kaum hat sich diese Überzeugung bei mir ausgebildet, tritt genau die betreffende Situation ein weiteres Mal ein, so als würde jemand sagen: "Du meinst, du hast gelernt? Na dann wollen wir das gleich mal testen!" Nach der Theorie sollte eben die Praxis folgen, je schneller desto besser. Und man stellt fest, daß es doch nicht so einfach ist, genau wie in seinen Vorstellungen zu reagieren, allerdings auch, daß man tatsächlich Fortschritte macht. Glücklicherweise ist meine gute Laune zur Zeit kaum zu erschüttern, sicher mit ein Ergebnis meiner strengen privaten Internetzensur unbekannte Blogs betreffend. Aber ebenfalls, weil ich mich gesundheitlich wieder besser fühle als in den Wintermonaten. Jedoch befürchte ich, in Belastungs- und Überforderungssituationen in alte Denk- und Verhaltensweisen zurückzufallen. Als ich mit der Psychologin darüber sprach, sagte sie zu mir, daß man sich in entspannten Phasen generell viel einfacher neue Denkmuster angewöhnen kann, während man in Belastungssituationen tatsächlich schnell mal zurückfällt. Das sei aber nicht wirklich schlimm, denn das Neue werde nicht automatisch gelöscht, sondern sei weiterhin da und könne später trotzdem wieder abgerufen werden. Gut zu wissen. Dann geh ich jetzt weiterüben.

Dienstag, 14. Mai 2013

Das genetische Beratungsgespräch

Wie zur passenden Einstimmung auf diesen Termin, erfuhr ich vormittags aus den Medien, daß sich Angelina Jolie ihre Brüste amputieren ließ, da sie wohl eines der Risiko-Gene in sich trägt.
Beim Gespräch wurden mir zunächst die vom Computer errechneten Risiko-Prozentzahlen mitgeteilt, allerdings kann ich die nicht wirklich ernst nehmen, so wie alle Statistiken. Ich weiß zwar nicht genau, wie diese Prozentzahlen vom Computer errechnet werden, aber da nicht nach der Lebensweise meiner Vorfahren gefragt wurde, fehlen für meine Begriffe einige Teile im Puzzle. Meine Vorfahren haben größtenteils auf dem Land gelebt, mit sauberer Luft und frischer Nahrung. Selbst mit mutiertem Gen sind da die Chancen wahrscheinlich größer, gesund zu bleiben, als wenn man in einer völlig anderen, chemisch verdreckten Umgebung lebt. Mal ganz abgesehen davon, daß die Erkrankungszahlen während des Krieges und davor auch noch andere waren, nämlich viel geringer.
Dann kam es zu dem für mich spannenden Teil, den Gentest an sich, für den mir Blut abgenommen wurde. Allerdings will man nicht nur nach den beiden bekannten Genen suchen, dem BRCA1 und BRCA2, sondern auch nach zwei anderen, BRCA3 und Check, die erst vor kurzem entdeckt wurden und zu denen man deshalb noch nicht viel Genaues sagen kann. Dazu muß ich mir einen extra Überweisungsschein vom Gynäkologen holen und dann wird das vom Institut bezahlt, ohne daß ich eine weitere Kostenübernahme von der Krankenkasse brauche. Mir soll es recht sein.
Mein abgenommenes Blut wird dauerkonserviert, für die Ewigkeit sozusagen. Ein seltsamer Gedanke ist das schon, daß irgendwann in ferner Zukunft rein theoretisch ein Klon von mir hergestellt werden könnte. Man weiß ja nie, was so alles passiert. Vielleicht landen eines Tages Außerirdische, finden die Blutkonserven und es gibt mich in tausend Jahren irgendwo auf dem Sirius noch einmal. Ich glaube, meine Phantasie geht gerade mit mir durch.

Wie immer nutzte ich die Gelegenheit für einen Spaziergang, diesmal um den Plötzensee und im Volkspark Rehberge. Ich bin dort noch nie gewesen. Es ist erstaunlich, wieviele Orte es in Berlin gibt, die man niemals gesehen hat. Gleichzeitig sollte es auch ein Testlauf für die neue Kamera werden, die ich extra für die Reise gekauft habe, da mir die Brennweite der alten Kamera zu kurz ist. So völlig überzeugen mich die Bilder nicht, vielleicht bin ich einfach noch nicht richtig gewöhnt an die obligatorischen Macken, die jede Kamera hat, aber das Zoom ist wirklich gewaltig - wow. Ich konnte sogar die Uhr im Freibad auf der anderen Seite des Sees ablesen (ich hatte keine dabei), und der See ist nicht gerade klein. Für eine Seereise mit weiten Entfernungen sehr praktisch. Auch eine Panoramafunktion und eine 3D-Funktion hat die Kamera. Die 3D-Bilder kann ich leider auf dem PC nicht öffnen und bearbeiten, also Mist. Vielleicht muß ich nur irgendwas an den Grafikkarteneinstellungen ändern. Das hier ist ein Test-Panoramabild vom Plötzensee:

Plötzensee Panorama

Löwenzahn

Flieder

Rhododendron

Montag, 13. Mai 2013

Hand-Übungen

Das erste Bild stammt aus meinem Kunstunterricht der 12. Klasse. Das zweite ist im letzten Monat in meiner bevorzugten Zeichentechnik entstanden - einfach drauf los und nur nicht zu lange aufhalten. Und die letzte, heutige Zeichnung ist rudimentär, also sehr rudimentär dürermäßig. Man könnte natürlich noch viel mehr herausmodellieren, aber dazu reicht mein Geduldsvorrat nicht.

Hand1

Hand2

Hand3

Freitag, 10. Mai 2013

Navigation

.
.
Kunstwärts,
zwischen schicklich und geschickt
bangen Werke um das Licht der Welt

Herzwärts,
in allen Poren regt sich Lava,
gestert Erinnern durch die Venen

Heimwärts
zieht der Stift auf dem Papier

Adoption

Als Vater und Mutter
mir keine guten Eltern
sein konnten,
da nahmen die Bäume, der Himmel,
die Wolken und die Sterne
sich meiner an,
nahmen mich in ihre Mitte,
unter ihre Windfittiche,
in ihren Regenschoß
Seelengrün wachsen zu lassen
und den Kern zu schützen
das brachten sie mir bei,
sangen mir Lieder und Geschichten
und noch heute sind sie
mein Zuhause

Indische Astrologie

Gerade habe ich eine Seite für indische Astrologie gefunden, auf der man auch einige kostenlose Horoskope bekommt, und lache mich beim Lesen kaputt.

Z.B.:
"you have strenuous hobbies and pastimes. Games like cricket, football, tennis are very interesting for you. You will toil at business all day, and in the evening, play tennis, golf, badminton or such king of games. You have great interest in participating athletic sports. You might have won many prizes in sports. Your vitality is amazing as far as sports concerned."

Das muß jemand anderer sein, von dem sie da reden.

Oder:

"The 4th house belongs to Moon, a friend of Jupiter, who stands exalted in this house. Hence Jupiter here gives very good results and provides the native the powers of deciding the fate and fortune of others. He will possess money, wealth and large properties along with honour and favours from the government. In times of crisis the native will receive divine help. As he grows old his prosperity and money will increase. How so ever if he has built a temple at home Jupiter will not give the above mentioned results and the native will have to face poverty and disturbed married life.

Remedies
(1) The native should not keep a temple in his house.
(2) He should serve his elders.
(3) He should offer milk to snake.
(4) He should never bare his body before anyone."

Ok, einen Altar hatte ich noch nie in meiner Wohnung, aber das mit dem Entblößen kommt wohl etwas zu spät, selbst wenn ich irgendwo eine Schlange auftreibe, die ich mit Milch füttere.

13.

Auf den Weg in die Kirche kommen ich und meine Begleiterin in einen nächtlichen Schneesturm, was uns allerdings relativ wenig besorgt, obwohl uns der Wind tüchtig die Schneeflocken ins Gesicht pustet. Viel wichtiger scheint der 13. zu sein, ein Tag, der nebulös für irgendeinen Abschluß oder Höhepunkt steht. Ohne ihn genau einordnen zu können, sage ich (oder sagt es jemand zu mir?), daß man vor dem 13. keine Angst haben muß. Unterwegs sehen wir auf einer Vortreppe ein kleines, grau getigertes Kätzchen miauen. Meine Begleiterin geht sofort hin, um es zu streicheln, während ich schon denke - die nehmen wir mit, um uns in der Kirche an ihr zu wärmen.

Nach dem Aufwachen wunderte ich mich, daß ich doch eigentlich, was die 13 betrifft, noch nie abergläubisch gewesen bin. Und dann fiel mir ein, daß ich am 13. um 13:30 Uhr den nächsten Nachsorgetermin habe. Bisher hatte ich mir deshalb keine Sorgen gemacht, bin ja auch immer viel zu beschäftigt, aber die Träume bringen einen direkt wieder 'drauf'.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Akeleienfotografie

Mal wieder. Das müßt ihr jetzt aushalten.

Akelei

Sonntag, 5. Mai 2013

Unkraut vom letzten Jahr

Unkraut vom letzten Jahr

und der Glücksklee hat selbst Anfang Mai noch keinen einzigen Fühler aus der Erde gestreckt.

Die Steigerung von sein Essen fotografieren ist übrigens sein Essen zu zeichnen, aber so schlimm ist es noch nicht, keine Angst. Außerdem wird es dann kalt, wie z.B. dieser warme Pellkartoffelsalat und Zander mit Pumpernickelkruste:

Donnerstag, 2. Mai 2013

Kopflos und einbeinig

Im Traumbewußtsein reflektiere ich darüber, daß mein Vater an einem Gehirnschaden gestorben ist. Später finde ich mich vor meinem geöffneten Kleiderschrank wieder. Siedendheiß fällt mir ein, daß der abgetrennte und verwesende Kopf meines Vaters im Kleiderschrank in einer Reisetasche liegt. Ich sollte ihn endlich mal entsorgen, damit ihn nicht irgendwann jemand findet und ich Ärger bekomme. Andererseits fühle ich mich gerade nervlich nicht in der Lage, mich mit ihm zu konfrontieren. Deshalb verschiebe ich es, und überhaupt bin ich mir nicht einmal sicher, ob ich ihn nicht bereits längst entsorgt habe.

In einer Sportgruppe sollen wir als Übung eine Art Waage turnen, auf einem Bein stehend, die Arme ausgebreitet. Während ich in dieser Stellung balanciere, bekomme ich mit, wie die anderen hinter mir die Stellung wieder aufgeben und sich darüber streiten, wie man sie richtig macht. Während des Durcheinanders vergißt die Kursleiterin anzusagen, wann die Übung vorbei ist. Weil mich die Auseinandersetzungen hinter mir nicht interessieren und ich kein 'Stop' höre, stehe ich weiter und weiter auf einem Bein, wie es scheint ewig und drei Tage. Bis endlich die Kursleiterin vor mich tritt und mir eine Silbermedaille um den Hals legt. Anscheinend hätte ich bei diesem einbeinigen Stehen fast den Rekord gebrochen.