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Samstag, 6. September 2014

Das Tagebuch meines Urgroßvaters

Dieser lebte von 1861 bis 1946 und erhielt das Tagebuch als Geschenk zu Weihnachten 1879. Vermutlich begann er auch zu diesem Zeitpunkt, also um das 18. Lebensjahr herum, darin zu schreiben. Auf der zweiten Seite erzählt er:

"Aus dieser Zeit erinnere ich mich noch recht lebhaft eines Vorfalls, bei welchem ich beinahe mein junges Leben verloren hätte. Da wir nämlich nicht weit von der ? entfernt wohnten, so gingen wir im Sommer öfter dorthin, um uns zu baden. Nun geschah es eines Tages, als wir uns mit noch anderen badeten, - ich war ungefähr neun Jahre alt -, daß ich mich wohl zu weit ins Wasser gewagt hatte, genug, ich verlor den Boden unter den Füßen und schwamm nun ziemlich inmitten des Flusses; ich wollte schreien, aber ich konnte nicht. Da endlich merkten es die anderen, daß ich nicht da war und sahen nur noch die Haare meines Kopfes im Wasser schwimmen, bei welchen mich dann mein Bruder August mit zwei Fingern ans Land zog; noch wenige Minuten und ich wäre tot gewesen, aber es war nicht Gottes Wille, daß es so mit mir ein Ende nehmen sollte."

Tagebuch Urgroßvater

Und hier noch ein Foto dieses Urgroßvaters, allerding bereits im hohen Alter:

Urgroßvater väterlicherseits

Donnerstag, 4. September 2014

Auf Befehl Seiner Majestät des Königs

bezeugt die General-Kommission in Angelegenheiten der Königlich Preußischen Orden hierdurch, daß Seine Majestät dem Totengräber J.G.P. zu R.
das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen geruht haben. Zur Beglaubigung ist dieses Zeugniß unter unserer Unterschrift und Siegel angefertigt worden.
Berlin, Mai 1888
(nur mit der Lupe zu entziffern)

Ich habe also einen mit Orden dekorierten Totengräber in der Familie. Dieser lebte von 1809 bis 1889 und wurde, wie man hier sieht, ungefähr ein Jahr vor seinem Tod mit achtzig Jahren, schnell vom König für sein "Lebenswerk" ausgezeichnet. Das handhabt man ja heute noch genauso.

Auf Befehl seiner Majestät des Königs

Mittwoch, 3. September 2014

Historischer Brief vom Ende des zweiten Weltkriegs

Eine ganze Kiste voll uralter Dokumente und Unterlagen aus dem Nachlass meines Großvaters, die im Nachlass meines Vaters gelandet sind, durchwühle ich gerade. Mit darunter Ahnenpässe, Briefe, Zeugnisse, Hochzeitszeitungen, königliche Befehle und einiges mehr. Unter anderem fand ich diesen Brief, offensichtlich von einem Kind nach dem zweiten Weltkrieg geschrieben. Es ist einer der wenigen Briefe aus diesen Mappen, den ich richtig lesen kann, denn der junge Briefeschreiber hat sich wirklich Mühe beim Schönschreiben gegeben:

"Lieber W.!
Sei froh, daß du wieder in eure Wohnung ziehen konntest. Bei uns sind immer noch die Russen drin. Sie haben mir fast alle Spielsachen weggenommen, auch meine Schulmappe...."

Schlimm, schlimm!

Historischer Brief

Dienstag, 2. September 2014

Pfirsichträume

Während hier vor meinem Blog anscheinend ebenfalls schon jeder vor Respekt erstarrt, träume ich seit Tagen davon, mal wieder einen echten, wirklichen, heimischen reifen Pfirsich zu essen. Es dürfte an die zwanzig Jahre her sein, daß ich dies getan habe. In meiner Kindheit gehörten Pfirsiche zu meinem Lieblingsobst. In den letzten Jahren kaufte ich mir manchmal Pfirsiche aus dem Supermarkt, um zumindest an ihnen zu schnuppern, wenn sie auch nicht mehr schmeckten. Letztens kaufte ich mir Pfirsiche, die nicht einmal mehr nach Pfirsichen GEROCHEN haben, geschmeckt sowieso nicht. Ich frage mich, ob ich den echten Geschmack eines Pfirsichs wohl in meinem Leben noch mal erleben werde. Wenn man auf den Handel angewiesen ist und niemanden mit Garten und Pfirsichbaum kennt, sehen die Chancen schlecht aus. Im Prinzip kann man ja schon froh sein, daß das EU-Parlament den umstrittenen Vorschlag für eine neue Saatgutverordnung gekippt hat, nach welcher alte und seltene Obst- und Gemüsesorten verboten werden sollten, denn dann wären nur noch die Pseudo-Pfirsiche legal. Ich stelle mir gerade Dealer vor, die illegal in dunklen Ecken die verbotenen Früchte anbieten. Es wundert mich gar nicht, wenn heutzutage die Kinder nicht mehr viel von Obst und Gemüse halten, wenn es nach überhaupt nichts schmeckt. Und ich wette, daß viele Kinder heute noch nie einen heimischen reifen Pfirsich gegessen haben. So gesehen bin ich privilegiert, den echten Geschmack in meinem Leben kennengelernt zu haben, der sich mir wie die Süße des Paradieses eingeprägt hat und durch meine Träume zieht.

Die erste Zumbastunde nach der Sommerpause

Es ist wieder soweit: Zumba! Es ging gleich richtig zur Sache, die Zumbatanzmeisterin schien über den Sommer jede Menge Energie getankt zu haben. Da mir noch das sommerliche lazy life in den Knochen steckte, hatte ich erst nicht so recht Lust, war aber sofort erneut angefixt. Viele alte Gesichter, aber auch viele neue waren anzutreffen. Für Zumba hatte ich mir extra so ein Dry Dings Sportshirt angeschafft, weil es hieß, darin bleibt man trockener, aber ich fühlte mich hinterher genauso naßgeschwitzt wie in einem normalen Baumwollshirt. Der einzige Unterschied ist, daß sie, wenn der Schweiß schließlich getrocknet ist, nicht so stark riechen wie Baumwollshirts. Wahrscheinlich sind diese Sportshirts nur etwas für Gelegenheitssportherumsteher.

(Entschuldigung für den Text. Ich leide gerade etwas unter Wortfindungsstörungen, wobei ich ja die Ergebnisse bei diesen gestörten Wortfindungsdingsen machmal reizvoll finde.)

Und hier noch einige spätsommerliche Impressionen:

Spätsommer

Freitag, 29. August 2014

Ärgernisse wohin man blickt

Irgendwie ist zur Zeit mal wieder der Wurm drin, allerdings nicht nur bei mir. Das scheint gerade so eine allgemeine Zeitqualität zu sein, zumindest in meinem unmittelbaren Umfeld. Während unserer Reise gab es bei einer Tante von mir ganz großen Ärger, was genau, das erfahre ich erst morgen beim Gulaschessen mit Feuerwerk, zu dem ich eingeladen bin. Bei meiner Mutter ging es schon vorher los, als ihr eine Sprechstundenhilfe am Thresen im Vorbeigehen sagte, sie hätte einen Tumor in der Blase. Sie rief ziemlich geknickt bei mir an und es stellte sich heraus, daß die Sprechstundenhilfe diese Diagnose eigenmächtig aufgrund eines Tumormarker-Urintests gestellt hatte. Ich erklärte ihr erstmal, daß solche Tests nie hundertprozentig genau sind und gerade bei einer hartnäckigen Blasenentzündung, wie sie vorher hatte, die Ergebnisse auch verfälscht sein können. Außerdem soll sie sich nur nicht, falls doch etwas gefunden wird, unter Druck setzen lassen. Mit Achtzig kann sie sich genug Zeit nehmen, um genau zu überlegen, was sie tun will oder nicht. "Hach, du hättest Ärztin werden sollen. Du weißt so gut bescheid" meinte meine Mutter darauf. Kunststück! Am Mittwoch hat sie Blasenspiegelung, aber ich bin recht zuversichtlich, daß sie nichts finden. Warum ich so sicher bin, das weiß ich nicht, aber auf meine Intuition kann ich mich meistens recht gut verlassen. Dennoch finde ich es ein Ding der Unmöglichkeit, daß sie in dieser Arztpraxis alte Frauen erschrecken, indem die Sprechstundenhilfen im Vorbeigehen solche "Diagnosen" stellen und den Patienten an den Kopf werfen. Wenn die Ärztin schon keine Lust hat, die Befunde selbst mit den Patienten zu besprechen, dann sollte sie wenigstens ihre Mitarbeiter medizinisch schulen. Ein Ärgernis ganz anderer Art hatte dagegen eine Bekannte meiner Mutter auf einer Beerdigung, als sie mit "junge Frau" angesprochen wurde. Zugegeben, wenn man auf die Achtzig zugeht, klingt das nicht besonders überzeugend, aber warum man sich darüber aufregen kann, das verstehe ich nicht. Viel schlimmer ist es doch, wenn man, wie zum Beispiel ich gerne, mit "junger Mann" angesprochen wird! Jedenfalls scheint es mir, als hätte ich noch Glück damit gehabt, daß ich ein Schrott-Handy für 500 EUR gekauft habe und mich "nur" darüber ärgern muß. Lieber hätte ich aber einen "jungen Mann" als Anrede genommen. Doch man wird ja vorher nie gefragt.

Die Biobox Food&Drink September 2014

Als ich die neue Biobox Food&Drink öffnete, kam mir was darin ist zuerst ziemlich viel vor. Gleich zwei große Dosen Chai Latte hatte ich im Päckchen und wunderte mich, ob man mir vielleicht eine Dose doppelt hineingepackt hätte. Aber nein, es hat alles seine Richtigkeit. Blöd nur, daß ich mit Chai Latte gar nichts anfangen kann. Die eine Sorte ist Classic India - eine Mischung aus Milchpulver, Kaffeeextrakt und Schwarzteeextrakt. Alleine beim Lesen kommt mir das Würgen. In der zweiten Sorte ist wenigstens kein Kaffee enthalten, sondern Lemongras. Allerdings trinke ich nicht nur Kaffee nicht, auch Milch meide ich wo es nur geht, weil ich davon Pickel bekomme. Gerade prangen wieder zwei Beulen an meinem Kinn, weil ich am letzten Tag der Reise nicht aufgepasst habe und Nudeln mit Rahmsoße sowie einen Eisbecher bestellte. Inzwischen nehme ich nur noch Mandel- und Hafermilch, bzw. beim Käse ausschließlich Schafs- und Ziegenkäse zu mir. Esse oder trinke ich einmal das Falsche, also Kuhmilchprodukte, kann ich mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit einen Tag später mindestens einen neuen Pickel begrüßen.
Weiter war eine große Packung Ravioli Tomate-Käse von D'Angelo enthalten. Das ist ok, werde ich mal ausprobieren, wenn auch mit dem Käse nicht ganz so glücklich. Ich weiß nur noch nicht, welche Soße ich dazu mache, Rahmsoße entfällt. Sehr gut gebrauchen für eine Leber-Kur kann ich das Kräuterelixier Bittrio von Herbaria mit Artischocke, Löwenzahn und Enzianwurzel. Die Packung Freche Freunde von Erdbär mit Apfel- und Johannisbeersaft ist ebenfalls sehr in Ordnung. Die drei Müsli-Riegel von Allos klingen recht lecker und sind praktisch, wenn man unterwegs ist. Die Sorten sind Mandel-Cranberry-Cashew mit Zartbitterschokolade, Cranberry-Macadamia-Kokos mit Vollmilchschokolade, Aprikose-Pistazie-Feige mit Zartbitterschokolade. Noch besser gefällt mir der Frucht-Nuss-Riegel Simly Raw mit Ananas und Mango. Drei kleine Tütchen von Naturata enthalten erneut verschiedene Getränkepulver: Getreide-Cappuccino, Bohnen-Café au lait und Malzkaffee Chocolino - auch alles Kaffespezialitäten, die ich eigentlich nicht trinke, aber so eine einzelne Tüte kann man ja vielleicht mal ausprobieren und notfalls wegkippen, wenn ich bei diesem Versuch wie meistens gar nicht auf den Geschmack komme. Außerdem war eine Packung Kräutertee Spirit of Future von Gourmetee in der Box, ein Kräutertee mit Pfefferminze, Spearmint, Lindenblüten, Fenchel, Süßholz, Anis und Bourbonvanille. Tee scheint in der Biobox das zu sein, was in den Kosmetikboxen die Cremes sind: Man wir damit zugeschmissen. Kräutertee trinke ich zwar, aber diesmal fand ich die ganze Box deutlich zu getränkelastig, insbesondere auch noch mit diesen Genussmittel-Lifestyle-Getränken, die nicht jeder trinkt.

Biobox Food&Drink September 2014

Donnerstag, 28. August 2014

Bei den schleichenden Kühen

Solch schönes Spätsommerwetter wie heute durfte natürlich nicht ungenutzt bleiben, also machte ich mich auf zu den freilaufenden Kühen um zu schauen, ob die Brombeeren schon reif sind. Dieser Sommertag war tatsächlich so, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Nicht heiß und drückend, aber angenehm warm und sonnig. Die meisten Brombeeren waren noch unreif, aber eine Handvoll kam zusammen. Bloß blöd, daß so schwer an sie heranzukommen ist, da sie immer von unzähligen Spinnen bewacht werden. Dazu habe ich mit dem Zeigefinger in eine Brennessel gefasst, die irgendwo dazwischen steckte, aber besser in Brennesseln fassen als in Spinnen. Es brannte nur sehr kurz, doch ich habe immer noch ein seltsames Gefühl im Zeigefinger, besser gesagt im obersten Glied des Zeigefingers. Es fühlt sich haargenau so an, als sei das oberste Zeigefingerglied eingeschlafen. Danach freute ich mich darauf, auf einer eingegatterten Rastbank die goldene Abendsonne und mein Proviant an Capri-Sonne zu genießen. Schon von weitem als ich durch den Elfenwald lief, sah ich, daß die Kuhherde direkt hinter der Rastbank graste. Aber so einfach wollte ich mich nicht verjagen lassen, weshalb ich mich ganz leise anschlich und auf der Bank niederließ. Die Kühe interessierte das gar nicht, die drehten mir nur ihre Hintern zu. Erst sah ich mich ständig um, aber um mir nicht den Hals zu verrenken, ließ ich es bleiben und entspannte mich. Irgendwann kam ein kleines weißes Kälbchen und ließ sich kaum sechs Meter seitlich von mir entfernt nieder. Eine Weile war ich damit beschäftigt, das hübsche Kälbchen zu beobachten. Als ich mich wieder umschaute, waren alle Kühe verschwunden und nirgends mehr zu sehen. Da haben sie sich doch rücksichtsvoll genauso leise weggeschlichen, wie ich mich angeschlichen hatte. Nur das Kälbchen machte keine Anstalten, der Herde zu folgen. Schließlich der Rückweg durch das Maisfeld, wo ich stets augenblicklich an die Szene mit Cary Grant im Maisfeld aus "Der unsichtbare Dritte" denken muß.

Bei den schleichenden Kühe 1n

Bei den schleichenden Kühen 2

Bei den schleichenden Kühen 3

Bei den schleichenden Kühen 4

Bei den schleichenden Kühen 5

Samstag, 23. August 2014

80+44+72

Nein, das ist keine zu lösende Mathematikaufgabe, sondern die diesjährige Geburtstagskonstellation, wobei die 80 meiner Mutter gebührt und die 44 mir. Dazu kam noch eine 72 in dem Ort unserer Vorfahren, wo wir mit der restlichen Familie unseren Geburtstag feierten. In einer sehr süßen, sauberen und gemütlichen Pension gab es am ersten Tag natürlich die Geburtstagstafel. Vom Chef des Hauses erhielten alle Geburtstagskinder ein Fläschchen Herzblut mit einem geheimen Jugendelixier und als Betthupferl lagen Schlafschäfchen auf unseren Kissen. Am zweiten Tag wurde ein Schiff nur für uns organisiert, mit welchem wir die Havel entlang und hinunter schipperten. Im Ort selbst machten sich die, die noch gut zu Fuß waren, auf die Suche nach den Spuren unserer Vorfahren, von denen allerdings fast keine mehr zu finden sind, nicht einmal im Museum, obwohl dort früher einmal der Name im Zusammenhang mit dem Optikgewerbe genannt wurde. Aber inzwischen wurden die Ahnen wohl aus den Ruhmeshallen verbannt. Am dritten Tag stieg ich 264 Stufen zum Kirchturm hinauf, von welchem man einen phantastischen Blick über die Region hat, allerdings nur, wenn man es keuchend und schnaufend die engen und offenen Wendeltreppen bis ganz nach oben schafft. Bloß gut, daß ich im 4. Stock wohne und täglich das Treppensteigen üben kann. Auf der Rückfahrt machten wir kurz an einem Karls-Erlebnisdorf halt, wo wir frisch abgefüllte heiße Erdbeermarmelade kauften und ich als zusätzliches Geschenk noch eine Auflaufform aus Bunzlauer Keramik bekam. Das schönste Geschenk machte mir allerdings das Leben selbst, indem es mir endlich direkt erfahrbar machte, was es eigentlich von mir will. Jetzt weiß ich es, es kam wie der Heilige Geist auf mich nieder. Es will von mir, daß ich einfach mal kräftig auif den Tisch haue. Zwar bekommt man damit nicht alles, was man sich wünscht, aber dennoch sind die Folgen erstaunlich im positiven Sinne. Da mich gleich zu Hause wieder Ärger erwartete in Form einer produktbedingten Streitsache, tat ich es gleich noch einmal. Zwar wird es mir nichts mehr helfen und mir nicht das Lehrgeld von 500 EUR, mit welchem ich Samsung-Schrott gekauft habe, ersetzen, aber es befreit doch ordentlich. Wenn ich über das Ohr gehauen und abgezockt werde, ist es vermutlich weder hilfreich noch gesund, freundlich zu bleiben. Aber davon ein anderes Mal ausführlich.

Pensionsspiegel
Ein alter, halbblinder Spiegel im Flur der Pension.

Herzblut und Schlafschäfchen

Bunzlauer Keramik Auflaufform

Sonntag, 17. August 2014

Die Terminplanung für 2015

steht, nein, nicht ganz, aber zumindest ist sie schon mal illustriert. In den letzten zwei Jahren hatte ich für meine Termine einen Moleskine-Planer, benutzte aber fast nur die zweijährige Monatsübersicht, die Wochenübersicht eher selten, sonst hätte er auch nicht für zwei Jahre gereicht. Für 2015 nun kaufte ich mir das Doodle Diary, welches innen neben Platz für Termine auch Anregungen und Platz zum Kritzeln bietet. Die Außenseite des Diary ist wie Packpapier zum selbst gestalten (das Bunte, das man im Shop sieht, ist nur eine Banderole). Jedenfalls habe ich mich aufgefordert gefühlt, den Umschlag zu bemalen und als ich den Spruch von Rilke las, wußte ich sofort, was dort drauf soll:

Terminplaner 2015 1

Innen sieht das Doodle Diary ungefähr so aus, allerdings auf jeder Seite etwas anders, und ist bisher noch ganz jungfräulich:

Terminplaner  2015 2

Ich werde mir zu gegebener Zeit jedenfalls alle Mondpausen hineinkleben oder -schreiben, denn Mondpausen sind die Stolperfallen jeder Terminplanung, soviel ist aus meiner jetzigen Erfahrung sicher.

Sonntag, 10. August 2014

Hängemattengeflüster

Seit Wochen schon will ich eigentlich meine Füße in der Hängematte fotografieren, aber immer, wenn ich hineingeklettert bin, stelle ich fest, daß ich die Kamera nicht dabei habe und herauszuklettern ist viel zu anstrengend. Ich bin froh, daß ich Yoga mache und überhaupt noch heraus und wieder hoch komme. Im fortgeschrittenen Alter dürfte das schwieriger werden.
Meisen sind ja so neugierige Tiere! Sobald etwas auf dem Balkon anders ist, entgeht ihnen das nicht und sie kommen sofort staunen. Über die Hängematte staunten sie besonders. Erst einmal auf den kleinen Zaun, alles kritisch beäugen, dann auf dem Futterhäuschen von einer höheren Warte die andere Seite betrachten und schließlich schnell mal hinein hopsen, wieder hinaus und noch hinüber, immer aufgeregt schnatternd. Meisen schnattern tatsächlich. Bevor ich das so explizit beobachten konnte, dachte ich immer, das machen nur Enten- und Gänsevögel. Zum Glück ist die kleine Pechmeise nicht dabei, die würde sich wahrscheinlich glatt an den Stricken aufhängen.
Damit ich bald neuerlich in Bewegung komme, sichte ich schon mal das Bildungsangebot für das nächste Studienjahr. Dabei bin ich auf einen Clownsworkshop gestoßen, aber ich glaube, ein Clown wird in diesem Leben nicht mehr aus mir. Doch Zumba wird natürlich auf jeden Fall gebucht.
Eigentlich gäbe es noch viel mehr zu erzählen - in den letzten zwei Tagen habe ich um die 5000 Wörter in mein geheimes Tagebuch geschrieben, aber irgendwie fehlt mir gerade die Lust, Ärger und tiefergehende Gedanken hier im Blog abzuarbeiten und da ich es schon in meinem Tagebuch tue, muß ich das ja auch nicht.

Freitag, 8. August 2014

Selbstgemachtes Bio-Eiskonfekt

Zum Backen und auch häufig zum Braten nehme ich gerne unraffiniertes Kokosöl. Dieses hat die Eigenschaft, schon bei Zimmerwärme schnell flüssig zu werden, bei Kühle aber fest. Heute stieß ich ganz zufällig auf ein Rezept für eine Ricotta-Nutella-Creme. Diese Creme interessierte mich überhaupt nicht, aber alleine die Überschrift bescherte mir schlagartig die Erleuchtung, wie man selbst Eiskonfekt herstellen kann. Dazu verrührte ich einfach in einem kleinen Kännchen Kokosöl, welches bei diesen Temperaturen sowieso schon flüssig ist, mit Samba-Haselnuss-Creme (die Bio-Variante von Nutella), goß das in Pralinenformen und stellte alles in den Kühlschrank. Einige Stunden später hatte ich Eiskonfekt, welches man allerdings aus dem Kühlschrank essen sollte, denn wenn es zu warm wird, schmilzt es natürlich wieder. Dennoch muß ich sagen, der Geschmack ist erstaunlich nah dran an echtem Eiskonfekt bis auf einen leichten Kokos-Unterton durch das Öl. Je mehr man von der Haselnusscreme hinzutut, desto weniger schmeckt man Kokos heraus, desto süßer wird es aber auch. Ich habe auf vier Eßlöffel Kokosöl einen guten gehäuften Teelöffel Samba genommen und das Konfekt war fast perfekt. Die vier Eßlöffel reichten mit meiner Form genau für vier Pralinen.
Übrigens soll Kokosöl sehr gesund sein, abwehrend gegen Bakterien, Viren und Pilze wirken, sowie Schwermetalle ausleiten. Das ist allerdings nicht auf meinem Mist gewachsen, weshalb ich dafür keine Gewähr übernehme. Auch gibt es wohl noch keine Testreihen darüber, ob diese Wirkung ebenfalls eintritt, wenn man es mit Haselnusscreme zu sich nimmt.

Selbstgemachtes Bio-Eiskonfekt