Letzte Nacht träumte ich, daß ich Fotos abziehe. Ich badete die Abzüge mit einer Pinzette in einer Fotoschale und wußte, daß die Bilder um so heller werden, je länger ich sie in der Flüssigkeit lasse. Allerdings hätte ich mir gestern noch nicht träumen lassen, daß ich heute tatsächlich Fotos entwickeln würde, wenn auch auf völlig andere Art. In den Fotokisten von meinem Vater, die hier bei mir herumstehen, finden sich die merkwürdigsten Sachen - uralte Magnesiumblitze, Gerätschaften, von denen ich noch nicht herausgefunden habe, wozu sie da sind und, wie ich feststellen durfte, drei bereits entwickelte alte Schwarz-Weiß-Filme. Ein schneller Blick auf die Negative zeigte mir, daß bis auf einige bereits bekannte Fotos ebenfalls nicht wenige dabei sind, die ich noch nicht kenne. Und zum Glück ist das mit den Abzügen von Negativen heute kein Problem mehr. Man packt sie einfach einen einen Filmscanner und hat die fertigen Fotos ratz-fatz im Computer. Als ich das erste Foto im Negativ sah, überlegte ich erst, wer denn die Frau mit den langen Haaren ist, bis ich schließlich meinen Bruder auf dem Bild erkannte, als er noch seine langen Hippie-Haare hatte. Zusätzlich sieht er auf dem Foto auch noch so aus, als sei er gerade auf Hasch. *gg*
Zur Fotoshow mit den sechs schönsten Bildern:
http://splashr.com/show/reflect1/93679279@N00/Fund/25/
und Nachwuchs gibt es auch schon. Immerhin steht so weiteren Folgen nichts im Wege, auch für den Fall, daß Indiana Jones zufällig irgendwann einen Atombombenabwurf nicht im Kühlschrank überleben sollte. Ich finde, James Bond könnte sich davon eine Scheibe abschneiden. Der Film jedenfalls war recht kurzweilig und entpuppte sich als Familienausflug nach Südamerika. Als ich vorher meinem Kumpel sagte, daß der Film Überlänge hat, war er erst nicht sehr begeistert, da er nicht so viel Sitzfleisch für lange Filme hat, aber als der Abspann lief, zog er einen Flunsch und meinte: "Schon vorbei?" Mir selbst kam der Film auch nicht gerade besonders lang vor.
Danach hatten wir in Prenzelberg jede Menge Auswahl an Bars und Cafes. Zuerst wollten wir in ein offenes Dachcafe, es war aber ganz gut, daß wir uns anders entschieden, denn nachdem das Wetter anfangs den Eindruck machte, wieder etwas freundlicher werden zu wollen, fing es abends erneut an zu regnen. Wir saßen zwar auf der Straße, aber zum Glück war es überdacht. Ich aß ein Vier-Käse-Omelett mit einer Brennessel - ich hab zweimal hingeschaut, ob es tatsächlich Brennessel ist, denn ich weiß zwar, daß man Brennessel kochen kann, aber als Garnierung hab ich das noch nicht gesehen. Und es wirkte dann doch irgendwie so wie Unkraut, weshalb ich sie nicht mitgegessen hab. Die Gelegenheit war natürlich günstig, um die letzten Neuigkeiten auszutauschen. Ich erkundige mich meist nach seinen alten Kumpels, die ich ja auch noch alle kenne, da wir früher regelmäßig zusammen um die Häuser und durch die Diskotheken gezogen sind. Viele sind inzwischen verheiratet, haben Kinder und/oder sind aus Berlin weggezogen, aber was ich über Th. höre, erschüttert mich immer wieder. Daß er einige Male wegen Prügeleien im Knast war, konnte ich mir bereits schwer vorstellen, aber jetzt soll er sogar drei Jahre wegen Einbruch absitzen. Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen, weil ich ihn als so ruhig und lieb in Erinnerung habe und das auch mit Alkohol. Ein bißchen erschüttert mich außerdem die Tatsache, daß Herr Luchterhand aus meinem noch unvollendetem Roman ebenfalls drei Jahre wegen Einbruch gesessen hat, aber ohne daß ich das von Th. wußte, als ich das schrieb. Ein wirklich seltsamer Zufall.
Ein großer Spielplatz für Erwachsene und Kinder. Während die Kinder draußen spielen, gibt es für die Erwachsenen einzelne Zimmer, die sich "Blogs" nennen. Jeder Blog ist das genaue Abbild seines Besitzers und wird durch ihn gekennzeichnet, auch wenn er zur Zeit nicht im Blog anwesend ist. Jeder, der will, kann hinein oder hinaus gehen, oder auch länger bleiben und sich mit anderen zu einem Gespräch oder einer Party treffen. Außerdem sind alle Blogs miteinander durch Türen verbunden, durch die man in den nächsten Blog gelangt. Ich befinde mich im Blog einer Schauspielerin und treffe dort zufällig meine frühere Mitschülerin St. R.. Wir unterhalten uns über verschiedene Dinge, auch tiefergehende, und ich erkläre ihr überzeugt, daß man Negatives durch seine eigene Einstellung verändern und zu etwas Positivem machen kann. Wenn man zum Beispiel etwas tun muß, wozu man gar keine Lust hat und das man einfach schrecklich findet, ist es möglich, den eigenen Blick darauf so zu ändern, daß sich sogar Einstellung und Motivation ändern, indem man sich auch die positiven Auswirkungen und Seiten dessen bewußt macht. Dann fällt mir urplötzlich mitten im Gespräch ein, daß ich letzte Nacht von St. geträumt habe. Das finde ich kurios und so sage ich völlig zusammenhanglos und unvermittelt: "Ich habe letzte Nacht von dir geträumt.". St. ist natürlich neugierig und fragt nach, was ich denn genau geträumt hätte. Und sofort mit dem Erzählen kommt auch die Erinnerung an den Traum wieder, der mir jetzt lebendig vor Augen steht und völlig mühelos und ohne daß ich selbst überhaupt mitbekomme, was ich erzähle, meinen Lippen entströmt. Erst als St. auf einmal ein völlig erstauntes Gesicht macht, fällt mir auf, daß ich von meinem Kumpel erzählt habe. Dies tat ich ebenfalls davor in unserem Gespräch und jetzt wird mir klar, warum sie so überrascht ist. Es ist, als hätte ich im Traum unser Gespräch vorweggenommen. Das ist mir selbst gar nicht aufgefallen. Ich berichte ihr außerdem davon, wie sie mit einer weißen Federboa auf einem weißen Seil sitzt (ein Bild, daß ich als Teil meines Traumes im Traum deutlich vor mir sehe). Sie muß darüber lachen, denn sie kann sich sich selbst wohl nicht mit einer Federboa vorstellen. In der entstehenden Pause schaue ich mich um und entdecke hinter einem Zaun einige kleine Kätzchen. Die sind so süß, daß ich St. sofort auf sie aufmerksam mache. Ihr fällt ein, daß sie weg muß, denn ihre Kinder sind auf dem Spielplatz. Sobald sie gegangen ist, trete ich ebenfalls hinaus und bemerke, wie ein junger Mann den gesamten Spielplatzkomplex mit einem weiß-roten Absperrband umschließt. Er scheint dabei irgendwie am Himmel zu schweben und auch das Absperrband schlingt sich ziemlich weit oben um Türme und Dächer. Dabei schaut er mich an und lächelt. Es ist ein zugleich seltsames und wohltuendes Lächeln, so als würde er mich kennen und mich liebevoll bei meinen Aktivitäten auf dem Spielplatz beobachten. Ich bin irritiert und überlege gleichzeitig, ob es schon so spät ist, daß niemand mehr auf den Spielplatz darf. Ein Blick auf die Armbanduhr zeigt genau 9 Uhr abends an, also meines Erachtens überhaupt nicht spät. Doch gleich darauf erfahre ich, daß einige Kinder von hier verschwunden sind. Aha, deshalb das Absperrband. Zur Absicherung des Tatortes. Die Zahl der Kinder ist nicht genau auszumachen. Sie schwankt zwischen drei und fünf, pendelt sich dann bei der vier ein. Vier Kinder sind gleichzeitig verschwunden. Mir fällt ein, daß hier auch schon früher vereinzelt Kinder vermisst wurden, aber nie vier auf einmal. Anscheinend treibt in dieser Gegend ein Perverser sein Unwesen, wie schrecklich. Zurück im Blog ist St. noch immer fort. Kein Wunder, sie wird sich Sorgen um ihre Kinder machen und lieber auf sie aufpassen. Mein Blick fällt auf eine Küchenanrichte, deren verglastes Oberteil mit Büchern gefüllt ist. Ich suche mir zwei heraus, welche mich interessieren und entdecke gleichzeitig an sehr dünnes Büchlein, auf der Anrichte liegend. Ich lese etwas von "Straße der Finsternis". Ist das nicht dieser Lynch-Film? (Ich denke dabei an "Lost Highway", dabei gehört der Begriff als Nebentitel zu "Mulholland Drive".) Oh, super! Das könnte der Roman dazu sein, den nehme ich mit. Doch sobald ich das Buch in den Händen halte, kommen mir Bedenken. Vielleicht ist das ja ein aktuelles Drehbuch, welches die Schauspielerin für ihre Arbeit braucht. Und wenn der Film noch nicht fertig ist, soll das Drehbuch sicherlich geheim bleiben. Vorsichtshalber lege ich das Büchlein zurück an seinen Platz und prüfe dabei noch einmal genau, was auf dem Titel steht. Da steht: "Ischatologische Abhandlung über die Sezession von der "Straße der Finsternis". Merkwürdiger Buchtitel. Ich kann mir nicht wirklich etwas darunter vorstellen.
Bemerkung: Wenn man statt "ischatologisch" "eschatologisch nimmt, würde es entfernt Sinn machen.
Es stecken Erinnerungen im IKEA-Restaurant. Ganz plötzlich und unerwartet verliere ich mich, erinnere weniger Geschehnisse, als vielmehr, mit einem Blick auf den Boden, der nicht zum Horizontalen, sondern zum Kausalen gehört, daß ich so grässlich müde war. Bei den eher seltenen archäologischen Befunden und Funden sind die konservierenden Kräfte des Farnkrautes fast ganz ohne Sauerstoffmaske ziemlich schlecht. Letzte Woche wunderte ich mich noch in einer Welt voller Phantasie. Gibt es fliegende Teppiche? Ich suchte meinen Kumpel. Irgendwo mußte er sich im Jahr 2040 herumtreiben. Schade, daß der Blutdruck in der Kajüte des Schiffarztes gefährlich anstieg. Er schläft friedlich und trägt eine Brille. Ich konnte das nicht glauben und diagnostizierte eine symptomatisch verfestigte Arbeitsallergie. Heute hat er recht. Man träume einfach und praktisch.
...denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht uns zu zerstören.
(Rainer Maria Rilke)
Wenn ich unter dem Foto eines weiblichen Akts den Kommentar eines männlichen Betrachters mit den Worten: "Sehr schön und estetisch anzuschauen." lese, frage ich mich, warum jemand, der so an Ästhetik interessiert ist, nicht einfach mal sein Interesse auch auf die Ästhetik der Sprache ausweiten könnte.
aber ich habe den Eindruck, daß Garantieinformationen von Jahr zu Jahr kleiner geschrieben werden. Inzwischen braucht man eine Lupe, um sie zu entziffern. Fehlt bloß noch, daß man sie irgendwann unter dem Mikroskop suchen muß.
In einem Haushalt wohnt
Herr Books and More zur Untermiete. Ich ebenfalls, aber als eine Art Angestellte. Vor seinem Zimmer steht ein kleiner Rollwagen, auf dem immer alles deponiert wird, was er benötigt, wie frische Handtücher, Frühstücksgedecke u.ä. So wird er nicht gestört und kann sich die Sachen selbst nehmen. Er ist ein sehr sympathischer und freundlicher Mann, der stets helle Klamotten trägt und einen athletischen Körper, sowie naturblonde Haare hat. Manchmal unterhalten wir uns, sitzen dabei aber nicht auf Sesseln und Stühlen, sondern ganz leger auf dem Tisch oder der Anrichte und lassen die Beine baumeln. Zur Zeit ist er nicht da, so wie auch sonst niemand. Ich bin allein und das ist mal ganz schön so. Auf den Rolli stelle ich ein weißes Kaffeegedeck.
Später finde ich mich über eine großen Wasserfläche wieder. Dort stehe ich nur auf dem kleinen Sims einer Mauer und halte mich mit einer Hand irgendwo fest. Der Sims ist so schmal, daß man ohne das Festhalten direkt ins Wasser fallen würde, man hängt auch mehr oder weniger mit dem Oberkörper darüber, je nachdem, ob man den Arm anwinkelt oder durchstreckt. Neben mir ein Mann in der gleichen Position. Auf einem Boot kommen meine Arbeitgeber aus der Wohnung angefahren und rufen uns zu, daß es nun Zeit für die Prüfung wäre. Die Prüfung, natürlich, das mußte ja irgendwann mal kommen. Wir sollen schwimmen und mit einem leichten Köpfer lasse ich mich vom Sims aus in das Wasser gleiten. Mit weit ausholenden Schwimmstößen fliege ich regelrecht durch das Wasser. Sogar mir kommt das verdammt schnell vor. Im Hintergrund höre ich aus dem Boot einen erstaunten Wortwechsel: "Wow! Sie wiederholt ja den Sommerrekord von (Jahr). Unglaublich, wie die schwimmen kann.!" Nanu, daß ich sooo schnell bin, hätte ich nicht geglaubt. Die anderen anscheinend auch nicht. Ich habe überhaupt den Eindruck, daß sie mir nicht viel zugetraut haben und deshalb von mir um so erstaunter sind. Ein kleines Triumpfgefühl überkommt mich. Also kann ich doch etwas richtig gut. Ich bin allein im Wasser, meinen Begleiter habe ich wahrscheinlich schon abgehängt, und schwimme jetzt auf das gegenüberliegende sumpfige Ufer zu. Da höre ich aus dem Boot den Warnruf: "Du schwimmst genau auf die Haie zu!"
Ach ja, die sollen sich ja hier am Ufer aufhalten, merkwürdig, daß es hier mehr sind als in der Mitte des Wassers. Vielleicht ist das Ufer ihr Jagdgebiet. Ich bin schon so weit am Ufer, daß ich direkt an ihm entlangschwimmen muß, um auf die andere Seite zu gelangen, da Gestrüpp und Ruinen den geraden Weg zurück versperren. Wohlbehalten komme ich am Ziel an und lasse mich feiern. Meine Arbeitgeber sind plötzlich ganz anders zu mir, viel aufmerksamer, respektvoller und freundlicher, und sie nehmen mich gleich voll in Beschlag. Ich muß sie tatsächlich stark beeindruckt haben.
Nachdenklich betrachte ich meine Zehen. Sie sind noch alle dran. Seltsam, daß sich nicht ein Hai hat blicken lassen, obwohl die hier relativ häufig angreifen. Vielleicht habe ich ja irgendeinen Geruch an mir, den die Haie nicht mögen.
Bei Telefonaten mit meinem Kumpel muß ich immer grinsen. Heute ging das z. B. so:
Er: Na, was macht die Arbeit?
Ich: Im Moment gar nichts, weil ich Urlaub habe.
Er: Falsche Antwort.
Er: Wie lange hast du denn Urlaub?
Ich: Vier Wochen.
Er: Falsche Antwort.
Zum Ende hin:
Er: Na dann schlaf dich morgen schön aus.
Ich: Klar. Mach ich und ich werde dabei an dich denken.
Er: Ok. Ich werde dich morgen früh um Sechs daran erinnern.
*ggg*
Normalerweise denkt man ja, daß sich Steine vor allem durch ihr Aussehen und ihre chemische Zusammensetzung unterscheiden. Zwar weiß man, daß sich auch die Oberflächen unterschiedlich anfühlen können, aber wie fein diese Unterschiede tatsächlich sind, erfährt man bewußt wahrscheinlich erst, wenn man sich wie ich über den Tastsinn in einen Stein verliebt. Ich mag generell Steine und es gibt herrlich anzuschauende Exemplare mit phantastischen Farben, Formen und Einschlüssen. Besonders schöne Fotos kann man
in diesem Edelstein-Lexikon betrachten. Der, den ich meine, ist jedoch völlig unscheinbar und fiel mir in der großen Schublade voller Tünnef meines Vaters zuerst überhaupt nicht auf. Blaß, in hellbeige-gemuschelt und zu einer Kugel geschliffen lag er in der Ecke, wenig spektakulär anzuschauen. Beim Räumen nahm ich ihn in die Hand und wollte ihn auf einmal nicht mehr loslassen. Erst da fiel mir das Besondere auf, die unvergleichlich zarte Oberfläche. Ich betrachtete ihn nun mit ganz anderen Augen und nahm ihn begeistert mit nach Hause. Lange überlegte ich, warum sich dieser Stein so anders anfühlt als die anderen. Ich habe einige Handschmeichler und Kugeln zu Hause, aber keiner fühlt sich genau so an. Es ist nicht nur die Feinporigkeit im Vergleich zu den sonst glattesten Steinen, sondern auch eine gewisse Wärme, die von ihm ausgeht. Er ist nicht kühl und glänzend, wie zum Beispiel Jade, sondern matt, nicht nur vom Aussehen, auch beim Tasten, und im Vergleich zu anderen Steinen warm, obwohl er natürlich bei der ersten Berührung ebenfalls kühler als die Hauttemperatur ist. Es ist zwar etwas seltsam, dies von einem Stein zu sagen, aber ich empfinde ihn fast als kuschelig. Zur Zeit ist er mein Lieblingsstein. Er liegt auf der Ablage neben dem Bett und fällt dort mit seiner Tarnfarbe kaum auf. Sogar ich übersehe ihn weiterhin regelmäßig. Doch habe ich ihn erst einmal in der Hand, fällt es mir richtig schwer, mich wieder von ihm zu trennen. Ich weiß nicht genau, welche Art Stein es ist, jedoch nach Durchforsten des obigen Lexikons, würde ich sagen, es ist ein Jaspis, aber einer der völlig unscheinbaren Sorte, wie der Nunkirchner Jaspis.
Ich nehme mit
Lutz nachmittags über längere Zeit an einem Photoshop-Kurs teil, allerdings kommt mir ein Studium oder eine berufliche Weiterbildung dazwischen, so daß ich schon zwei Wochen nicht mehr dort war. Der Kurs hat bereits geendet, aber da fällt mir ein, daß Lutz noch ein Buch von mir besitzt. Da es eher unwahrscheinlich ist, daß wir uns danach oft sehen werden, erinnere ich ihn daran, es mir zurückzugeben. Gleichzeitig fällt mir aber auch ein, daß ich ebenfalls noch eines von ihm besitze. Oje, das hatte ich ganz vergessen. Das werde ich natürlich ebenfalls schnellstens zurückgeben. In dem Zimmer, in welchem ich mich befinde, ist eine kleines Loch in der Decke, wo die Tapete herunterhängt und der Putz brökelt. Da muß aber jemand über mir ziemlich heftig herumgepoltert haben, daß bei mir schon der Putz herunterkommt. Ich soll das Buch in einem Exzerzitium hinterlegen. Dies ist ein Raum mit hohen Flügeltüren, der mir gezeigt wird. Aus irgendeinem Grund, der mir unbekannt ist, ist es ein besonderer Raum. Ich finde darin zwischen weiteren Bücherstapeln ein in blau-weiß gehaltenes Schreibheft, auf welchem deutlich "Tagebuch" geschrieben steht. Es ist das Tagebuch meines Bruders und es befinden sich fast nur Zeitungsausschnitte darin. Es interessiert mich sofort und ich werde es auf jeden Fall mitnehmen. Später im Traum mit
Elsa in Spanien. Was ich ausgerechnet in Spanien mache ist mir unbegreiflich oder besser gesagt, kommt mir spanisch vor. Hier bin ich so weit weg von zu Hause, daß ich wahrscheinlich Schwierigkeiten haben werde, zurückzufinden, zumal sich in Spanien unsere Wege trennen und ich auf mich allein gestellt bin. Glücklicherweise bietet mir eine Frau an, sie auf der Heimreise zu begleiten, die in ungefähr die gleiche Richtung geht.
daß es nirgendwo im Umkreis in den Supermärkten Berliner Weiße zu kaufen gibt. Man möchte das mitten in Berlin kaum glauben, das ist ja wie im Ostblock. Obwohl, damals ist man in den Konsum oder in die Kaufhalle gegangen, da gab es zwar eine Menge nicht, vor allem nicht das ganze überzuckerte und fette Zeug, aber dafür IMMER Berliner Weiße und auch den dazugehörigen Sirup, den man jetzt ebenfalls mit der Lupe suchen muß und selten findet. Ich habe den Eindruck, die Supermärkte in meiner Nähe werden nicht von Berlinern geführt.