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Samstag, 3. Januar 2009

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Für das höhere Selbst gestaltet sich der Versuch, mit dem normalen Wachbewußtsein zu kommunizieren, ebenfalls sehr schwierig. Es ist etwa so, als würde Einstein versuchen, einem Fünfjährigen die Prinzipien der Nuklearphysik zu erläutern.....Das Ego wird möglicherweise tief in die Trickkiste greifen. Wenn Sie ernsthaft versuchen, es aus Ihren Träumen zu verbannen, fängt es vielleicht an, Ihre Träume zu manipulieren und seine eigene Tagesordnung in Ihr Unbewußtes zu projezieren....
Nicht jeder Traum muß genau identifiziert werden, doch oft ist es wirklich wichtig, den Unterschied zwischen einem intensiven, jedoch vom Ego gesteuerten Traum und einem vom Göttlichen beeinflußten Traum zu erkennen....
Doch je mehr Sie versuchen zu verstehen, bevor Sie erfahren haben, um so seltener werden Sie echte Erfahrungen machen. Es funktioniert nur, wenn Sie zuerst erfahren und dann später versuchen, sich die Dinge zu erklären, und selbst dann sind die Erklärungen meistens nicht sehr brauchbar....

Beim Traum-Yoga wird empfohlen, auf der linken Seite zu schlafen (mit einem angezogenem Bein, um den Bauch zu entspannen), das rechte Nasenloch mit dem linken Handrücken zu verschließen und die ganze Nacht durch das linke Nasenloch zu atmen, um zu erreichen, daß nur der spirituelle Energiestrom aktiv ist und den physischen Körper sowie die verschiedenen geistigen Ebenen regeneriert. Diese Schlafposition beeinflußt auch die Trauminhalte.

(aus "Praxis des Traum-Yoga" von Swami Sivananda Radha)

Freitag, 2. Januar 2009

Die Frage

"Was bringt 2009?" scheint DER Renner zu sein. Allerdings würde ich persönlich nicht auf die Idee kommen, die Antwort bei Google zu suchen.

If your blue and you dont know where to go to.....

Sieben oder die Vermessung der Träume (August)

Hypnagog: Ein alter Mann mit langem grauen Bart und schwarzen, leeren Augenhöhlen.

Im Traum mache ich mich an die Vermessung der Träume, indem ich die Bilder wie in einer Art Rahmen sehe und als äußeres Ich diese Bilder mit einem Lineal nachmesse. Dabei habe ich alle Dimensionen zur Verfügung, ich kann also nicht nur horizontal oder vertikal messen, sondern auch innerhalb der Traumbilder alles messen, bzw. in die Tiefe der Träume der gehen. Seltsamerweise kommt beim Messen immer die Zahl Sieben heraus, was mich etwas verwundert. Hinter dem Rahmen der Bilder bildet sich nun ein zweiter Rahmen. Der Traum ändert sich dahingehend, daß der erste gesichtete Rahmen, mir als der Rahmen einer neuartigen Computersoftware bewußt wird. Diese Software installiert sich unten in der Taskleiste und zeigt in diesem Rahmen mit Hilfe einer Webcam alles an, was man selbst sieht, allerdings gereinigt von allen Vorstellungen und subjektiven Eindrücken. Also besser gesagt zeigt die Software, was man nicht sieht, wenn man irgendwo hinschaut, nennt sich aber "Was man sieht". Irgendwie finde ich diese Software ziemlich cool.

Auch in den späteren Träumen kommt die Zahl Sieben immer wieder vor. In einem entscheide ich spontan, wieder zum Kunstunterricht bei meinem früheren Kunstlehrer zu gehen. Dazu muß ich einfach den Ort wiederfinden, indem ich in Prenzlauer Berg eine bestimmte Straße hinunterlaufe. Dort suche ich sowohl den Kunstunterricht, als auch einen Laden, in dem ich sieben Jahre nicht mehr war. Die Schule findet sich schnell (wobei der Ort mehr an den Zeichenzirkel erinnert, mit dem mein Kunstlehrer nichts zu tun hatte) und ich setze mich einfach so zu den anderen hinein, als wäre nichts gewesen. Mein Kunstlehrer kommt, schaut über seine Brille und obwohl er nichts sagt und ebenso tut, als wäre nichts gewesen und als hätte nie eine Unterbrechung stattgefunden, spüre ich, daß er sich freut. Ich fühle mich willkommen und geschätzt. Mein Blick fällt auf meine nackten Unterarme, die von blonden feinen Härchen übersät sind und zwischen ihnen ein Heft, in welchem ich bereits irgendwelche Mitschriften gemacht habe. Es macht Spaß wieder zu lernen. Eine kribbelnde vorfreudige Spannung macht sich in mir breit.

Sieben (Zahl)
Assoziation:
- In die Form gebrachte Energie; Wachstumszyklen; Disziplin.
Fragestellung:
- Was bin ich zu lernen bereit?

Allgemein:

Die Sieben war im Altertum eine heilige Zahl und nach uralter Geheimlehre hat die Zahl höchste magische Gewalt. Sie war ein Symbol für den Kosmos, der von sieben Planeten, nämlich Sonne, Mond, Saturn, Jupiter, Mars ,Venus und Merkur beherrscht wurde. Die Sieben hat auch eine dynamische Bedeutung. Die Woche hat sieben Tage, der Mondzyklus besteht aus viermal sieben Tagen, der Regenbogen zeigt sieben Farben. In der Esoterik wird die Symbolbedeutung der Sieben damit erklärt, daß sie sich aus der Zahl Drei, dem Bild für schöpferische Geisteskraft und der Vier, dem Ganzheitssymbol zusammensetzt. Im Traum steht die Sieben meist als Bild für eine Veränderung, eine Persönlichkeitswandlung des Träumenden. Sie symbolisiert die Vollendung einer Arbeit (der siebte Tag der Schöpfung!), aber sie kann ebenso auf die wunderbare Wandlung des eigenen Ich hinweisen. Die Zahl gibt manchmal auch den Hinweis, man möge seine "sieben Sachen", sein Besitz, besser zusammenhalten. Hier und da macht das Unbewußte ebenso darauf aufmerksam, daß die Woche nur sieben Tage hat, übersetzt: Man sollte stets die Zeit nützen und jede Woche sich wenigstens einen Ruhetag gönnen.
Volkstümlich:
(ind. ) : - Glück. (Siehe auch "Zahlen")

Pandoras Dreams

Pandoras Dreams

Donnerstag, 1. Januar 2009

Was macht man,

wenn man in schlechter Stimmung ist? Man schreibt. Manchmal habe ich das Gefühl, beim Schreiben spielt sich dasselbe ab, wie man es dem Laufen nachsagt, nur daß ich persönlich beim Laufen noch nie irgendwelche Glücksgefühle verspürt habe. Jedenfalls endete das alte Jahr mit einem Roman und das neue beginnt mit einer Novelle. Zumindest theoretisch soll es eine Novelle werden, ob das Ergebnis dann auch praktisch so ausfällt, wird sich zeigen. Genaugenommen hatte ich damit in Ansätzen schon im Sommer begonnen und die Idee entstammt einem Traum von mir, zusätzlich inspiriert durch dieses Bild.

Was bedeutet es eigentlich,

wenn man genau am ersten Tag des Jahres einen Teller fallen läßt und zerdeppert? Bringen Scherben auch Glück, wenn einem das Teil mit der schmalen Kante genau auf den großen Zeh fällt (der Zeh ist noch dran)? Eigentlich hatte ich gar nicht vor, ins neue Jahr zu poltern, und jetzt habe ich es doch gemacht. (Ich hätte im Bett bleiben sollen, wie ursprünglich geplant.)

Die blaue Spinne und andere Traumsplitter (Juli)

Eine petrolblaue Spinne hängt an einem Faden von meiner Nasenspitze herunter und krabbelt nach oben. Wahrscheinlich ist ihr Ziel mein Nasenloch. Ich eile deshalb zu einer Arzthelferin, damit sie mir die Spinne abnehmen kann, bevor sie es erreicht hat. Das tut diese vorsichtig mit einer Pinzette und dann schreibt sie einen lateinischen Namen auf, irgendetwas mit U.... beginnend. Das ist wohl der Name der Spinne.

Mein Bruder, ich und viele Bücher

Eine ehemalige Kollegin vom alten Arbeitsplatz (D.B.) mit der ich bei irgendeinem großangelegtem Rätselspiel mit Schnitzeljagd mitmache.

Ein ganz wundervoller großer Schrank, der in meinem Dienstgebäude steht. Er ist bunt wie der Regenbogen und über und über mit leuchtenden Intarsien und Schnitzereien verziert. Vielfarbige Schmetterlinge, Papageien, Pflanzen und Ranken gehen ineinander über. Links trägt er drei kleine rechteckige Spiegel. Was für ein phantasievoller, schöner Anblick. Ich will diesen Schrank fotografieren, doch als ich dies später tue, stelle ich fest, daß ein Großteil des farbigen Lebens verschwunden ist. Nur noch ein kleiner Teil an der linken Seite "blüht". Der Rest wurde zerstört und grau überstrichen. Was für eine Schande! Die Leute aus meinem Büro und mein Arbeitgeber machen auch vor gar nichts Halt!

Bemerkung: Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, daß dieser bunte Schrank ich bin.

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Zucker antwortet

Frage: Warum trägst du deine Armbanduhr immer links?

Weil ich so schreiben und gleichzeitig auf die Uhr schauen kann ohne abzusetzen. Besonders während Schule und Studium ist das viel praktischer, aber auch heute muß ich nicht erst absetzen und umständlich den Arm drehen, wenn ich zum Beispiel die Zeit notieren will.

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Dienstag, 30. Dezember 2008

Mystische Erfahrungen bei Virginia Woolf

Interessante Folge der Sendung "Essay und Diskurs" des Deutschlandradios als Podcast.

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Gott ist ein Komödiant, der vor einem Publikum spielt, das sich nicht zu lachen traut.

(Voltaire)

Auf der Suche nach der Formel (Mai)

Herr N. sagt zu mir, daß er gerne etwas hätte und sich wünscht. Ich beschwichtige ihn, indem ich sage, daß es damit schon noch klappen wird. Doch nun suche ich selbst etwas. Ich suche zuerst in meiner Erinnerung nach einem Gedicht, welches ich vor langer Zeit einmal auswendig gelernt habe. Es ist nicht nur ein Gedicht, sondern eine Art gereimte Formel, eine Schatzkarte, die mich irgendwo hinführen kann. Leider will mir nicht ein einziger Reim mehr einfallen, dabei müßte doch das alles irgendwo noch in meinem Gehirn sein. Aber so viel ich auch in meiner Erinnerung krame, ich kriege es einfach nicht mehr zusammen. Deshalb suche ich jetzt nach dem Zettel, auf dem dieses Gedicht stand. Er muß doch noch irgendwo hängen oder liegen. Aber auch diese Suche ist umsonst. Eine Frau kommt mir zu Hilfe, die dieses Gedicht im Hintergrund aufsagt, was mir nicht viel nützt, da es zu lang ist, um sich das alles zu merken, selbst wenn man es einmal auswendig wußte. Das Gedicht geht ungefähr so:

Zehn Schritte zu den Buchen
dort sollst du nicht suchen
Kehr die Nase nach Osten
folge den laufenden Pfosten usw.

aber alles noch sehr viel länger. Ärgerlich, daß es mir nicht mehr einfallen will, denn genau jetzt bräuchte ich es.
Der gesamte Traum spielt an wechselnden Orten, aber hauptsächlich in den Parks von Babelsberg. Einmal treffe ich in einem Park einen majestätischen, männlichen Löwen, der hinter einem Felsen sitzt. Eigentlich müßte ich die Wiese überqueren, aber ich denke mir, ich bin doch nicht lebensmüde, jetzt da entlangzugehen, wenn der Löwe dort frei herumstreift. Schließlich versuche ich es doch, als der Löwe abgelenkt ist, und schleiche mich hinter seinem Rücken über die Wiese.

Montag, 29. Dezember 2008

Hormone und Geschmack

Daß Hormone den Männergeschmack beeinflussen ist inzwischen bekannt. Bekannt ist an sich auch, daß Hormone die Geschmacksknospen beeinflussen, zumindest während einer Schwangerschaft. Darüber, wie die Pille die Geschmacksknospen beeinflußt gibt es vielleicht schon Untersuchungen, aber ich konnte dies gerade aus eigener Anschauung feststellen. Jeder Mensch hat ja so eine Art Geschmacksplan, der sich in der Kindheit aufbaut, der sich aber mit den Jahren ändern kann. Wie sehr solche an sich belanglosen Veränderungen mit dem biochemischen Gleichgewicht im Körper zusammenhängen, wird einem erst klar, wenn man es selbst erlebt und läßt einen nur noch mehr darüber staunen, wie so ein Organismus funktioniert und selbst auf winzigste Veränderungen reagiert.

Ich aß früher unheimlich gerne Dosenananas und konnte mit rohem Fisch überhaupt nichts anfangen. Der schmeckte für mich nach gar nichts. In den letzten Jahren veränderte sich mein Geschmack dahingehend, daß ich keine Dosenananas mehr essen konnte, weil ich die ekelhaft süß fand, mich aber immer fragte, ob die früher auch schon so süß gewesen sei, denn das war mir nie so vorgekommen. Stattdessen entdeckte ich meine Vorliebe für Sushi und rohen Fisch, was für mich ebenfalls ziemlich überraschend war, da ich nicht erwartet hätte, daß mir sowas noch einmal schmecken würde. Ich schob das dann halt auf das Alter. Doch jetzt kommt der Hammer: In einer dreimonatigen Pillenpause in diesem Jahr kehrte sich das ganze Ding wieder um. Ich aß tonnenweise Dosenananas und schon bloß beim Gedanken an rohen Fisch wurde mir schlecht, weshalb ich dachte, meine plötzliche Vorliebe für Sushi sei genau so plötzlich wieder verschwunden. Witzigerweise wunderte ich mich auch darüber, daß die Ananas auf einmal gar nicht mehr so süß schmeckt und dachte, ich hätte eine besonders gute Sorte erwischt. Wie sehr ich dabei einer biochemischen Illusion erlegen war, wurde mir gestern klar, als ich eine Dose Ananas wegschüttete, die mir unerträglich süß vorkam und es handelte sich um ganz genau dieselbe Sorte, die ich in den drei Monaten massenhaft verzehrt hatte. Außerdem denke ich wieder mit Appetit an rohen Fisch und aß heute Sushi, ohne daß ich es eklig fand. Es scheint also tatsächlich so, als seien die Hormone daran schuld, wenn ich plötzlich gerne rohen Fisch esse und die meisten Nahrungsmittel/Konserven aus dem Supermarkt als viel zu süß empfinde. Das sind sie zwar auch wenn ich keine Hormone nehme, aber da fällt es mir nur halb so stark auf und stört mich weniger. Es ist beinahe so, als würde mein Geschmack feiner und empfindlicher werden, weshalb ich dann natürlich Nahrungsmittel mit feineren Aromen bevorzuge, die für mich "pillenlos" eigentlich nach nichts schmecken würden.

Die Jahresrückblicke

greifen wieder um sich, also werde ich dieser schönen Tradition auch mal folgen:

Eine neue feste Stelle, aber zwiespältige Gefühle dazu,

mehr Arbeit,

ein neues Notebook,

ein neues Rückenleiden

und mehrere Katastrophen,

ein fertiggestellter Roman.

Das ganze Jahr war eine Gratwanderung zwischen Lachen und Weinen, ein Wolkenvertreiben inmitten eines ständigen Wolkenbruchs.

Der beste Kauf:

Das Internetradio - ich finde es immer noch jedes Mal genial, wenn ich in der Küche einfach so jede mp3 von meinem Computer und jeden Radiosender hören kann, ohne daß ich irgendwas verkabeln oder in die Ohren stecken muß.

Der am meisten geklickte Blogartikel:

Brauche ich einen seriöseren Bloggernamen? - Die Fragen beschäftigen wohl auch andere.

Das meiner Meinung nach schönste Gedicht:

Nacht trinken

Das mir liebste Bild:

Das Haus am Erlengrund

Träume

Der unheimlichste Traum:

Aufwachtraum mit Exzorzismus

Der schönste Traum:

Möwenschwarm und Scherzlikör

Der lustigste Traum:

Der Zauber

Der atmosphärisch beeindruckendste Traum:

Seelensingen

Der gefühlt wichtigste Traum (zumal er anscheinend auch eine Botschaft für das nächste Jahr hat):

Stern Regina

Sonntag, 28. Dezember 2008

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analog, ISO 3200 mit Farbfilmscan

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analog, ISO 3200

Der Verlags-Geist (März)

Meine Mutter arbeitet im Traum noch in ihrem Verlag und nimmt mich, wie sie es in meiner Kindheit oft getan hat, mit zur Arbeit. Es findet eine Verlagsbesprechung statt, denn nicht nur das Redaktionsteam, sondern noch viel mehr Leute haben sich im Zimmer versammelt. Ich sitze mitten drin und werfe auch immer wieder ein paar Bemerkungen ein, obwohl ich gar nicht gefragt bin, aber anscheinend stört es niemanden. Doch eigentlich interessiert mich die Besprechung nicht besonders und ich höre nur mit halbem Ohr zu, da mich viel mehr die Bücher interessieren, die rund um die Schreibtische in niedrigen Regalen stehen. Aufmerksam studiere ich deren Buchrücken. Die Besprechung ist nun vorbei und beim Aufstehen fällt mein Blick auf eine Garderobe auf der ein Riemen mit einer Grubenlampe liegt. Diese Grubenlampe gehört zur Arbeitsausstattung der Verlagsmitarbeiter, allerdings fällt mir auf, daß meine Mutter keine hat. Diese auf der Garderobe gehört ihrem Kollegen im Zimmer. Warum man für die Verlagsarbeit Grubenlampen braucht, ist mir schleierhaft. Als ich den Flur betrete, kommt mir eine durchsichtige, kopflose Gestalt entgegen. Ich realisiere sofort - das muß ein Geist sein! Schnell verstecke ich mich hinter der Tür, doch der Geist hat mich gesehen und betritt das Zimmer. Nun hat er wieder ein Gesicht, in fürchterliches, schaut mich direkt an und erteilt mir irgendeinen Auftrag oder eine Aufgabe. Was das für eine war, habe ich jedoch vergessen, da ich im Traum trotzig dachte, ich laß mich doch nicht von so einem Verlags-Geist erpressen!

Wasserspeier am Westchor des Domes zu Naumburg

Wasserspeier am Westchor des Domes zu Naumburg

Witzige Wasserspeier am Dom zu Naumburg, ein Mönch und eine Nonne halb aus dem Turmfenster stürzend. Leider finde ich im Netz dazu keine Fotos, anscheinend kommen da nicht viele Fotografen hin. Deshalb hier aus dem Büchlein "Licht im Verborgenen" von Anneliese Hertzsch gescannt.

"Im Grenzbereich zwischen Halten und Fallen, in einer immerwährenden Schrecksekunde hat der Naumburger Meister sie verharren lassen."

Samstag, 27. Dezember 2008

That's why the lady is a tramp

Freitag, 26. Dezember 2008

Große Bescherung

Wie ein Weihnachtsmann bepackt kam ich heute zu Hause an, allerdings nicht nur wegen der Geschenke, ich hatte auch wieder jede Menge Bücher aus der alten Bibliothek dabei, die ich sowieso noch hätte abholen müssen. Die Künstlerin war heute sehr freigiebig und breitete ca. 10 selbstgetöpferte Stücke auf dem Tisch aus, die sie alle verschenkte. Jeder durfte sich aussuchen, was er haben wollte. Mir gefiel spontan diese Schale am besten,

Weihnachtsgeschenk 1

weil sie so ein bißchen aussieht, als hätte man sie gerade aus einer Aztekenstadt ausgebuddelt. Außerdem wählte ich auch noch diese:

Weihnachtsgeschenk 2

Einen schönen Schal bekam ich geschenkt,

Weihnachtsgeschenk 3

und diesmal statt eines Weihnachtsmannes aus Schokolade einen aus Kuchen.

Weihnachtsgeschenk 4

Einiges von meiner Amazon-Wunschliste ist abgearbeitet und einen Termin für einen Computer-Crashkurs (natürlich nicht einen Computercrash-Kurs, das ist die leichteste Übung) für meine Schwägerin brachte ich mit, den ich ihr geben soll, da sie so vieles nicht wisse, z.B. wie sie ihre Bilder auf dem Computer speichert. Ich fühlte ein wenig vor und fragte sie nach ihrem Windows-Explorer. "Äh, was für'n Ding? Ja, ich sage jetzt mal, daß ich sowas habe." Sie bestand darauf, daß ich an einem Sonntag gleich ganz früh komme, damit wir den vollen Tag Zeit haben (den wir wohl auch brauchen werden) und sie ist Frühaufsteherin. Aber was tut man nicht alles für die Verwandtschaft.

It's Alright



Echt coole East 17. Am besten gefällt mir ja das Shirt von dem Typ mit der Brille. Der hatte wohl zu viele Groopies. *gg*

Fröhliche Weihnachten,

auch weil ich endlich mal wieder dazu komme, Filme zu entwickeln. Gehe ich arbeiten und bin abends fertig, habe ich wenig Lust, mich in ein rabenschwarzes Bad zu sperren und beim Filmeaufspulen vielleicht einzuschlafen. Diesmal testweise ein ISO 3200 - Film unter schlechtesten Lichtbedingungen verwendet, da ich für die alte 50iger Jahre-Spiegelreflex weder Blitz noch Lampen habe. Es ist trotzdem erstaunlich, wieviel man mit so wenig Licht noch auf den Film bekommt, auch wenn das Korn schon Nebelqualitäten aufweist.

Weihnachten 2008

Weihnachten 2008 -3

Weihnachten 2008 - 2

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Träume aus christlicher Sicht

Ein kurzes Manuskript vom Katholikentag 2004, beim Stöbern gefunden (.doc-Datei).

Erotische Begegnung

Leere weitläufige Arbeitsräume, in welchen da und dort Liegen stehen, auf denen Menschen geheilt werden. Anscheinend passiert das durch mich in Verbindung mit Kollegen, die sich ebenfalls in den Räumen befinden. Wir machen dazu irgendwie nichts anderes, als neben den Liegen zu sitzen. Während einer Pause stehe ich am Fenster und schaue hinaus. Auf einmal preßt sich ein männlicher Körper drängend gegen meinen Rücken und mein Becken, umfaßt mit kräftigen Händen meinen Hals. Ich spüre erregten Atem in meinem Nacken und das harte Glied an meinen Schenkeln. Eigentlich erwarte ich den üblichen schnellen "Traumsex", wobei ich mir voll bewußt bin, daß dies ein Traum ist, deshalb überrascht es mich einigermaßen, als der Fremde unverhofft zärtlich wird. Mit seinen Händen zaust er meine Haare, berührt und streichelt Nacken und Hals, biegt in sanft nach hinten und küßt ihn. Dies tut er mit einer Ausdauer, leidenschaftlich und gleichzeitig so liebevoll, daß ich mich frage, ob der Fremde hinter mir vielleicht kein Fremder ist, sondern jemand, den ich kenne. Allerdings kann ich nicht lange darüber nachdenken, da die bestimmte Sanftheit seiner Hände so unglaubliche Lustgefühle in mir auslöst, daß ich mich nur noch kurz darüber wundern kann, bevor mir jegliche Fähigkeit zu Denken abhanden kommt. Ein Großteil der erotischen Begegnung spielt sich sozusagen die Schultern und den Hals aufwärts statt und dies mit einer Intensität, die mich erstaunt und wie ich sie noch nie erlebt habe. Seine Hände sind sensationell, egal wo sie sich befinden, ob sie nun Nacken und Hals streicheln oder die Innenseiten meiner Oberschenkel. Ich kann nicht genug von ihnen bekommen, möchte ihn jetzt aber auch in mir spüren. Es kommt zu einer heftigen Vereinigung im Stehen, danach bleibt er weiter hinter mir und wandert mit den Händen über meinen Körper. Jetzt werde ich allerdings neugierig und möchte wissen, wer er ist. Doch jedesmal, wenn ich versuche, mich umzudrehen, hält er mich so fest, daß dies nicht möglich ist, bzw. wenn es mir doch gelingt, einen Blick hinter mich zu werfen, ist er auf der Stelle verschwunden. Sobald ich wieder nach vorne schaue, ist er erneut dicht hinter meinem Rücken. Irgendwann, als es mir gelingt, mich richtig im gesamten Raum umzuschauen, sehe ich zwar jede Menge Männer durch das Zimmer gehen, aber alle wirken völlig teilnahmslos und uninteressiert. Meine prüfenden und musternden Blicke scheinen sie zu verwundern und sie ziehen mürrische Gesichter. Von denen kann es wohl niemand gewesen sein. Da ich mehr von seinen Händen möchte, stelle ich mich nun wieder demonstrativ mit dem Rücken zum Zimmer. Dies versuche ich mehrmals, doch bedauernd muss ich feststellen, der Mann, der hinter mir stand, ist und bleibt verschwunden, ohne dass ich weiß, wer er war.

Bemerkung: Das erinnert mich irgendwie an ein Märchen aus meiner Kindheit. Ich glaube, es hieß „Lebenswasser“ und wenn man dieses Wasser holte, durfte man sich nicht umschauen, egal was hinter einem passiert. Scheint so, als hätte ich aus den Märchen nichts gelernt.