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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Eine Frage des Lichts

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Windows 7

erscheint auf den ersten Blick tatsächlich ziemlich ansprechend und vor allem leichtgängiger als Vista. Ob es wirklich schneller ist, weiß ich nicht, vielleicht erscheint es ja auch nur so, weil weder blöde Pop-up-Blasen noch Abfragen während des Arbeitens stören. Aber die Hilfefunktion ist wirklich ein Witz. Zumindest kann ich mir keinen triftigen Grund vorstellen, warum man, wenn man auf einen Link zur Problemlösung bei Internetverbindungsproblemen klickt, auf eine Hilfeseite über Klingeltöne bei Mobiltelefonen gelangt. Zum Glück benutze ich die Windows-Hilfe eher selten.

Dienstag, 27. Oktober 2009

vergelesen

"vor dem Explodieren der Dateien" statt "vor dem Expandieren der Dateien"


*in Deckung geht*

vergelesen

"twittern" statt "wittern"

Oje....

Körper-Erkundungen

Mit dem Blassen in einer offenen Wohnung, in der auch andere Leute verschiedenen Aktivitäten nachgehen. Wir sind allein in einem Zimmer und erkunden in einer großen Badewanne, welche wie eine Liege oder ein Bett ausgelegt ist, unsere Körper. Die Situation ist eher unsexuell und nicht besonders romantisch. Mehr ein vorsichtiges Sichannähern und neugieriges Erforschen in dem Bestreben, die Verletzlichkeit des anderen nicht zu mißachten. Nachdem er mir das Höschen herunterziehen durfte, während ich auf dem Bauch liege, um das zu sehen, was bisher noch verdeckt gewesen ist, ist nun er an der Reihe. Ich möchte seinen Penis sehen. Dazu stellt er sich, während ich hocke, seitlich vor mich hin, so daß ich ihn genau in Augenhöhe habe. Da er schlaff ist, beginne ich mit der Hand zu reiben, jedoch nicht fordernd, sondern zart und leicht, gerade so viel, daß es reicht, um ihn aufzurichten. Schließlich soll es nur der Erforschung dienen, aber nicht sexuell werden. Es könnte bereits zu unangenehmen Mißverständnissen führen, wenn jetzt jemand hereinplatzt und wir beide halb nackt sind. Sex ist viel zu riskant. Ich betrachte aufmerksam jedes Fältchen und jedes Äderchen. Es ist nicht eben das, was man ein "Prachtexemplar" nennt. Und wohl deshalb spüre ich auch eine gewisse Unsicherheit bei ihm. Doch gerade, daß es, bzw. er nicht perfekt ist, macht mich zufrieden. Er muß schon eine Menge Vertrauen zu mir haben, wenn er sich mir trotzdem so präsentiert. Und er scheint vor Glücksgefühlen überzuquellen. Jedenfalls erklärt er mir begeistert, wie unglaublich glücklich er sei und daß er noch nie in seinem ganzen Leben so glücklich gewesen sei wie heute. Er sagt zwar nicht, daß meine Anwesenheit ihn glücklich macht, aber ich deute es so und muß über seine pathethische Art ein wenig schmunzeln. Sein Glück macht mich selbst ebenfalls glücklich, obwohl ich es eher still genieße. Es ist ein Glücksgefühl, das sich fortpflanzt, wenn man es verschenkt. Ich erforsche nun seinen Po, einschließlich seiner dunklen Spalte, und dann bin ich es wieder, die sich zu offenbaren hat. Er möchte die geheimen Körperstellen sehen, die ich bisher noch zu verbergen suchte, weil ich sie für nicht schön halte. Da wären insbesondere meine Füße. Er hat meine Füße noch nie nackt gesehen. Es kostet mich nicht viel Überwindung, ihm zu vertrauen, obwohl es sich ein wenig anfühlt, wie von einer Klippe zu springen. Ich lege meine bloßen Füße buchstäblich in seine Hände und er beginnt sie sanft zu massieren. Zwar macht er irgendeine Bemerkung über sie, aber keine die mich verletzt. Nach einiger Zeit verläßt er das Zimmer und kommt mit einer Kiste voller Handygehäuse an. Er möchte mir unbedingt etwas schenken und will deshalb, daß ich mir eines aussuche, aber für mein Handy ist keines dabei, also nehme ich irgendeines, um ihn nicht zu enttäuschen. Doch er möchte mir so gerne eine richtige Freude machen und geht deshalb abermals hinaus, auf der Suche nach einem Geschenk für mich. Ich habe mich inzwischen angekleidet und bin auf den Flur getreten. Aus dem gegenüberliegenden Zimmer kommt er mir mit einer weiteren Kiste entgegen, neben ihm ein kleiner Mann, der mich neugierig betrachtet und sich wohl fragt, womit ich so viel Aufmerksamkeit verdient habe. Auch in dieser Kiste ist nicht wirklich etwas, das ich gebrauchen kann oder mir gefällt. Aber ich spüre die tiefe Dankbarkeit des Blassen und seinen Wunsch, diese mit einem Geschenk auszudrücken. Das finde ich total süß. Inzwischen sind irgendwelche Bekannte von ihm gekommen, die in der Küche zusammensitzen. Er läd mich ein, mich dazu zu gesellen. Allein zurück geblieben im Zimmer, verspüre ich nicht viel Lust auf fremde Leute und Smalltalk, aber ich gebe mir einen Ruck und betrete ihm zuliebe doch die Küche, wo ich mich etwas abseits auf einen freien Fensterplatz setze, hoffend, daß meine Anwesenheit ausreicht und ich nicht allzu viel mitreden muß.
Später sitzen wir in seinem Auto, auf dem Weg zu irgendeinem Ziel. Er fährt immer langsamer und langsamer, bis der Wagen nur noch wie eine Schnecke dahinkriecht. Mir ist klar, daß er das mit Absicht macht, um das Zusammensein mit mir auszudehnen, und da ich mich in seiner Anwesenheit ganz genauso wohl fühle, sage ich nichts zu dem Manöver. Wenn er den Wagen anhält, bleibt vielleicht auch die Zeit stehen.

Danach hörte ich, noch im Halbschlaf, langsam aus dem Traum auftauchend, ein leises Flattern. Ich knipste das Licht an und entdeckte über meinem Bett einen Schmetterling, der die Decke entlangflatterte. Ich wunderte mich, woher er gekommen war und schlief wieder ein. Nach dem Aufstehen suchte ich überall in der Wohnung nach dem Schmetterling, aber fand keinen mehr.

Montag, 26. Oktober 2009

Survival-Abenteuer Rehatagesklinik

Ok, dachte ich, wenn die Krankenkasse ein großes Geheimnis um Einrichtungen für Reha-Sport macht, dann suche ich eben selbst. Dürfte ja so schwierig nicht sein. Und mir fiel diese Rehaklinik innerhalb meines Wohnbezirkes ein. Nun ist Reha-Sport zwar nicht gleichbedeutend mit einer Rehabilitationsbehandlung, aber fragen kann man ja trotzdem mal. Daß die früh hereinbrechende Dunkelheit für dieses Vorhaben einen stark risikomaximierenden Effekt haben würde, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Ich merkte es erst, als es zu spät war, ich mich mitten auf der entsprechenden Straße befand und das Gefühl hatte, von einem schwarzen Loch geschluckt worden zu sein. Wenn nun die Straße wenigstens gerade und eben gewesen wäre, aber Pustekuchen, es war die seltsamste Straße, die ich je gesehen, pardon, blind entlang getappt bin. Da wohnt man seit endlosen Jahren im Bezirk und findet immer noch Orte, die wie unentdeckte böhmische Dörfer im Himalaya anmuten. Die Straße schlängelte sich mal hierhin mal dorthin, machte Schleifen, abrupte Biegungen, mal ganz eng, dann wieder riesig breit und hatte aber, bei allen Kapriolen, stets nur eine befestigte Seite für Fußgänger (wobei ich unter 'befestigt' eigentlich noch etwas anderes verstehe). Diese befestigten Seiten sprangen willkürlich hin und her. Auf der jeweils anderen Seite gab so etwas wie einen Hindernispfad. Zwischen festgetretener Erde bebten metergroße Gehplatten als hätten sie gerade Seegang bei Sturmstärke 8. Zum Glück gab es knapp alle zwei Meter den Pfosten eines Haltestellenschildes, an den man sich bei Seenot klammern und die weiße Fahne hissen konnte. Netterweise stand mitten in der Parkinsel ab und zu mal eine Straßenfunzel, deren Licht aber so schwach war, daß es nicht bis zur gegenüberliegenden Fußgängerseite reichte, sondern wahrscheinlich gerade mal, um das Schlüsselloch am Auto zu finden. Während ich über den Pfad stolperte und wankte, fragte ich mich die ganze Zeit, wie es die Patienten der Klinik wohl schaffen, dort anzukommen, oder auch aus ihr entlassen zu werden, ohne sich zusätzlich beide Beine zu brechen. Aber wer weiß, vielleicht ist der Standort ja auch mit Bedacht gewählt? Zum Glück bin ich noch ziemlich gut bei Fuß, so daß ich unversehrt in einem stockdusteren Gebüsch ankam, welches die Straße erneut um etliche Meter verengte. Daß dieses Gebüsch ein Kinderspielplatz war, erkannte ich erst, als ich fast gegen das Klettergerüst gelaufen wäre und knapp dem Fall über eine Holzbank entkommen war. Jetzt ist es wohl höchste Zeit, sich wieder auf die andere Seite zu schlagen, sagte ich mir schlau, denn hier ist eindeutig keine Gehweg mehr, während dies bei dem Hindernispfad mit den schwankenden Gehwegplatten keineswegs so eindeutig zu bestimmen ist.

Dort, wo die Rehaklinik steht, macht die Straße einen rechtwinkligen Knick. Die Klinik selbst steht ein ganzes Stück weiter auf einem großen kahlen Hof. Von weitem sah sie aus wie eine alte Wurstfabrik und da auch noch ein großes Schild am Tor des Hofes freundlich nach links wies, stolperte ich erst einmal die gezeigte Richtung hinunter, bis die Straße plötzlich zu Ende war. Also doch die Wurstfabrik! Zurück ging die Navigation dank einmal erkundeten Territoriums schon etwas leichter - ich schwenkte auf den Hof. Mit einem leichtem Schaudern stellte ich fest, daß diese Wurstfabrik tatsächlich die Rehaklinik ist. Immerhin sah sie von der anderen Seite aus wie eine Schule, was in mir keineswegs angenehmere Gefühle weckte, eher im Gegenteil. Ich hatte nie ein gutes Verhältnis zu Schulen. Und dieser unerklärliche Lichtmangel in diesem Teil Berlins! Weder eine Beleuchtung an den Eingangsstufen, noch im engen kleinen Treppenhaus, welches bei Platzangst nicht empfehlenswert ist, und, wie mir schien, fast ausschließlich durch den hereinfallenden Lichtschein der Praxis- und Fitnessräume beleuchtet wurde. Anonym, dunkel, kalt. Es sträubte sich in mir, das Haus zu betreten, aber ich gab mir einen Ruck. Wenn ich so weit gekommen war, wäre es doch Quatsch, jetzt wieder umzukehren wegen eines unsympathischen Gefühls. An den Empfangsthresen in jeder Etage saßen dicke ältliche Matronen, welche aussahen, als wären sie gerade einem Beamten-Senioren-Verein entsprungen, und nicht so wirkten, als hätten sie etwas mit Sport am Hut. Ich glaube, es hätte mich schon sehr erstaunt, wenn eine von denen nur von ihrem Stuhl aufgestanden wäre. Was sie natürlich nicht taten...

Vom zweiten OG wurde ich in das dritte OG verwiesen, dessen ältliche Matrone mich unwillkürlich und schaurig an die einstmaligen Genossinnen der KWV (Kommunale Wohnungsverwaltung in der DDR) erinnerte. Mit ihrem strengen Beamtenblick schaute sie mich durch ihre Brille und über ihren ausladenden mütterlichen Busen hinweg an, um mir zu erklären, daß ich hier Reha-Sport machen könne, allerdings 24,90 € monatlich berappen müsse. Es gäbe zwar auch freie Gruppen, die hätten jedoch eine Größe von 18 Leuten und für Geräte müßten 5 € extra bezahlt werden (womit wir wieder beim vorigen Preis wären). Nun hatte ich mich im Internet informiert und wußte deshalb, daß es laut Vereinbarung mit den Krankenkassen nicht statthaft ist, Gebühren für Reha-Sport zu verlangen. Dieser soll normalerweise kostenlos für den verordneten Zeitraum angeboten werden. Trotzdem kommt es sehr häufig vor, in allen Preisvariationen. Und die Gruppengröße liegt eigentlich in der Regel bei 10 Teilnehmern. Als ich deshalb schluckte, lag es weniger an der Höhe der Gebühren, als vielmehr an der Unverfrorenheit, überhaupt etwas in dieser Höhe zu verlangen. Es geht dabei nicht um das Geld. Hätte es mir dort gefallen und hätte man einen geringen monatlichen Obolus verlangt, hätte ich mich vielleicht breitschlagen lassen. Aber so? Einen kleinen Moment war ich versucht, sie ganz doof zu fragen, wieso die hohen Gebühren kassiert werden, wenn das eigentlich gar nicht so angedacht ist und die Kosten doch mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Aber ich hatte keine Lust, mich schon wieder unbeliebt zu machen, sagte deshalb bloß, daß ich es mir lieber noch einmal überlegen will und ging. Zum Glück gibt es mehr Adressen, bleibt zu hoffen, daß es mir dort besser ergeht. Ein wenig kam ich mir vor wie Kafkas K., der nach beschwerlichem Weg und viel Hin und Her endlich im Schloß beim höchsten Beamten angelangt ist, und feststellen muß, daß die Mühe umsonst war. Aber der Vergleich mit einer Wurstfabrik ist auch nicht verkehrt. Erst tappt man in die Falle, bricht sich die Beine, dann wird man ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, und was dann noch übrig ist, wer weiß.... Flüchten ist zwecklos, da Fluchweg verdunkelt. Aber ICH werde keine Rostbratwurst!

Sonntag, 25. Oktober 2009

Herbst-Anfang

So achtlos ging der Sommer fort.
Die Gartentüre schlägt im Wind.
Ich dachte, Zeit ist noch,
blühn doch
noch Rosen dort. -
Da war er fort.

Nacktsohlig leichten Schritt
und lichtdurchflirrte Luft,
die Wärme aus dem Mittagstein,
den Rosenduft -
das alles nahm er mit.

Nun steht der andere da,
sagt lächelnd "laß!"
und schüttet einen Sack voll Farben aus.
Es leuchtet brennendbunt ums Haus,
und Pflaumenblau und Birnengelb
liegen betaut im Gras.

(Hildegard Jahn-Reinke, 1906-1995)

Samstag, 24. Oktober 2009

Подмосковные Вечера

Genervte Stimmung

ist wunderbar zum Ausmisten geeignet. Keine Gnade für was auch immer. Einen ganzen Sack voll Klamotten aus dem Kleiderschrank geschmissen. Wenn ich noch lange auf Post warte und man mich zwischendurch viel ärgert, bestehen gute Aussichten, daß ich bis Weihnachten meinen gesamten Haushalt entsorgt habe.

Freitag, 23. Oktober 2009

Genervt...

unglaublich genervt. Genervt von Krankenkasse, genervt von Ärzten, genervt von Arbeitgeber und Amtsmühlen, genervt von Telekom, genervt von Netzwerktechnik, genervt von Herrn N., der in letzter Zeit erstaunlich gesprächig ist und mich acht Stunden am Tag mit Sachen zutextet, die mich nur bedingt interessieren, wie zum Beispiel, daß seine Nase so verstopft ist, daß er beim Schnauben Nasenbluten bekommt. Aber inzwischen viel zu müde und zu traurig, um noch zu explodieren. Sieht aus wie eine riesige Verschwörung gegen mich.

Traumsplitter

UrvogelEine Handvoll silbrig und golden glänzender Münzen, welche mit Fossilien und urzeitlichen Tieren geprägt sind. Sie sind nicht aus echtem Gold oder Silber, deshalb auch nicht besonders wertvoll, jedoch befinde ich mich in einem Haus (Naturkundemuseum?), in welchem man in einer Art Tresorraum diese Münzen hinterlegen kann. Wenn man dies tut, dann steigt ihr Wert automatisch mit der Zeit, und zwar durch eine Maschine, in welcher die Münzen liegen (Umwandlung in Gold und Silber?). Außerdem hat man einen Notgroschen außerhalb des eigenen Haushalts, auf den man zurückgreifen kann. Eine gute Idee, weshalb ich einige Münzen im Tresorraum in einen Kasten stecke. Jedoch nicht alle. Von einigen besonders schön glänzenden möchte ich mich nicht trennen.

Bemerkung: Das soll mich wohl daran erinnern, den Koffer mit Goldmünzen, eine Hinterlassenschaft meines Vaters, abzuholen.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Schwäbisch

Auf vielen Reisen, zuerst im großelterlichen Spreewalddorf. Dort wurde ein sehr schöner Park angelegt. Neben normalen Bänken gibt es auch "Kippelbänke" und Hängesitze, auf denen man hin- und herschaukeln kann. Sie sind besonders bei den Jugendlichen sehr beliebt und schon voll besetzt. Es ist schwierig, einen freien Platz auf ihnen zu finden. Ich mache einen Spaziergang etwas außerhalb des Dorfes im Wald. Der Herbstwind fegt braune Blätter vor mir her, doch mitten darin entdecke ich ein wunderschön goldglänzendes Ahornblatt. Ich bücke mich danach, um es vielleicht mitzunehmen und zu pressen, überlege es mir aber anders und lasse es liegen.
Später befinde ich mich in Polen bei unseren polnischen Bekannten. Unglaublich viele leckere Kuchen und Torten, so daß ich mich kaum entscheiden kann. Auf einem Baum zwei große und zwei kleine Katzen, etwas versteckt hinter den Blättern. Vielleicht eine Katzenfamilie.
Irgendwo zwischen den Reisen lese ich mit lauter Stimme etwas von einem Blatt vor. Ich lese es in einer fremden Mundart, die ich nicht kenne, und wundere mich selbst ein wenig darüber. Doch der Dialekt fließt mir wie selbstverständlich von der Zunge. Nach dem Aufwachen dachte ich sofort, daß es Schwäbisch gewesen sein müsse, obwohl ich nicht weiß, wie ich darauf komme. Ich kenne mich nicht besonders mit Mundarten aus und kann gerade mal Berlinerisch, Sächsisch, Bayrisch und Hamburger Dialekt unterscheiden und überhaupt keine nachahmen. Ich finde den Gedanken interessant, daß ich in meinem Unterbewußtsein anscheinend in der Lage bin, fließend Schwäbisch(?) zu sprechen, aber diese Fähigkeit im Wachsein sofort wieder verliere.

Die 'große' Krankenkasse

ist auch witzig. Da schicke ich den Antrag auf Rehabilitationssport mit der Bitte hin, sie mögen mir doch Einrichtungen nennen, an welche ich mich dafür wenden kann (so wurde es mir in der Arztpraxis gesagt), und bekomme den Antrag mit der Bemerkung zurück, daß ich vergessen hätte, den Antrag vollständig auszufüllen, das Kästchen mit dem Verein bunt angemarkert. Kein Wort wird über meine Bitte verloren, wahrscheinlich haben sie die noch nicht einmal gelesen. Ich frage mich, wozu ich überhaupt Anschreiben verfasse. Und selbst wenn sie keine Einrichtungen kennen, was ich mir bei einer Krankenkasse nicht vorstellen kann, könnte man ja trotzdem mal eine konkrete Antwort schreiben. Oder denken die, wenn sie mir keine mitteilen, gebe ich auf und stelle keinen Antrag mehr? Aber ok, dafür daß ich nur 377 EUR Krankenversicherung im Monat zahle, kann ich wohl nicht mehr Service erwarten.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

...

Der Sündenfall, so Adam Eins, war mehrdimensional. Die Primatenvorfahren fielen aus den Bäumen: dann kam der Abfall vom Vegetarismus zur Fleischfresserei. Es folgte der Abfall vom Instinkt zum Verstand und damit zur TechnoIogie; von den einfachen Signalen zur komplexen Grammatik und damit zur Humanität; vom Leben ohne Feuer zum Leben mit Feuer und fortan mit Waffen; und von der saisonalen Paarung zur unstillbaren Triebhaftigkeit.
Dann kam der Abfall vom glücklichen Leben in der Gegenwart zum qualvollen Grübeln über verlorene Vergangenheit und ferne Zukunft.
Der Fall ging immer weiter, doch sein Verlauf führte stetig abwärts. Nach dem Sturz in den Brunnen der Erkenntnis konnte man nur tiefer fallen, mehr und mehr Erfahrungen sammeln, ohne jedoch davon glücklicher zu werden. Und genau so ging es Toby nach ihrer Ernennung zur Eva.

(aus "Das Jahr der Flut" von Margaret Atwood)

Ich bin

heute explosiv wie doppelt geschwefeltes Nitroglycerin. Es begann schon in der Nacht, als ich einen Traumeinbrecher wenig charmant und relativ gewalttätig aus meiner Wohnung beförderte. Nach dem Aufwachen war ich so geladen, daß ich es gleich noch mit einer ganzen Horde von der Sorte aufgenommen hätte. Dieses Gefühl zog sich durch den gesamten Tag. Sogar Herr N. sagte nach einem meiner Telefonate zeitweise keinen Mucks mehr, obwohl ich wirklich nicht unhöflich war. Ich versuche immer, mir nichts anmerken zu lassen und ganz harmlos zu wirken, aber ich glaube, es gelingt mir nicht. Jedenfalls gucken mich die meisten Leute an, als wollte ich sie gleich auffressen.

Montag, 19. Oktober 2009

Irgendetwas

muß ich bei Twitter wohl falsch verstanden haben. Im kostenlosen Twitterguide steht, man folge den Leuten, und wenn sie nach 3-4 Tagen nicht zurückfolgen, dann entfolge man sie wieder. Komisch, ich dachte immer, ich folge den Leuten, die ich lesen will. Ist zwar vielleicht etwas naiv, aber was soll ich mit einer Timeline, die mich ungefähr so interessiert wie die Wasserstandsmeldung vom letzten Jahr?