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Donnerstag, 2. Oktober 2008

Das Tor, durch das alle Wunder treten

Das Tor, durch das alle Wunder treten

Der Sinn, der sich aussprechen läßt,
ist nicht der ewige Sinn.
Der Name, der sich nennen läßt,
ist nicht der ewige Name.
"Nichtsein" nenne ich den Anfang von Himmel und Erde.
"Sein" nenne ich die Mutter der Einzelwesen.
Darum führt die Richtung auf das Nichtsein
zum Schauen des wunderbaren Wesens,
die Richtung auf das Sein
zum Schauen der räumlichen Begrenztheiten.
Beides ist eins dem Ursprung nach
und nur verschieden durch den Namen.
In seiner Einheit heißt es das Geheimnis.
Des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis
ist das Tor, durch das alle Wunder hervortreten.

(Lao Tse)

Mittwoch, 1. Oktober 2008

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analog ISO 400, Scan mit Farbentwicklung

Heirate mich!



Sie zicken mit Mars-Pluto!

Dienstag, 30. September 2008

Tabak

Tabak

Analog ISO 400 mit Doppelbelichtung und "Filmriss"

Wichtiger als nichts

Wichtiger als nichts

Herbstnachmittag analog

Herbstnachmittag analog

Delta professional ISO 400

Montag, 29. September 2008

Herbstnachmittag

Herbstnachmittag

Your just a number...



Ich glaube, diesem Song verdanke ich mein Überleben.

Sonntag, 28. September 2008

...

...

Samstag, 27. September 2008

Fundstück

Herbst

Ich leiste Abbitte.

Ok, Die ersten 120 Seiten von "Der Frosch mit der Maske" waren blaß, unverständlich und extrem einschläfernd, dafür wurde es ab ca. Seite 170 von ca. 270 Seiten um so furioser und überraschender, sozusagen eine Wandlung von Valium zu Amphetamin, wenn auch etwas unlogisch. Aber wen interessiert schon Logik in einem Kriminalroman. Jedenfalls läßt mich das für die weiteren vier Romane und 700 Seiten hoffen.

Freitag, 26. September 2008

Oh Gott,

meinen Vater in "Verkleidung" habe ich ja noch erkannt, aber seit ich die gescannten Familiendias das erste Mal gesehen habe, ständig überlegt, wer wohl dieser junge Mann ist, der zwischen ihm und meiner Mutter steht. Heute fiel mir gänzlich unerwartet ein, daß es wohl am wahrscheinlichsten wäre, meinen Bruder dort zu finden. Also schaute ich es nochmals genauer an - tatsächlich mein Bruder mit Bürstenschnitt! Hilfe! Aber ok, zu meiner Konfirmation trug ich einen französischen Zopf. Auch nicht viel besser.

Familiendia (Bruder)

Späte Sonnen

Späte Sonnen

Heute

Erste Herbsttage

Erste Herbsttage 2

Erste Herbsttage 3

Erste Herbsttage 5

Erste Herbsttage 6

Donnerstag, 25. September 2008

Daphne

Daphne

Apoll hatte den Liebesgott Eros verspottet, worauf dieser zornig wurde und einen Pfeil mit vergoldeter Spitze auf Apoll abschoss. Dies bewirkte, dass Apoll in heftiger Liebe zur Nymphe Daphne entbrannte. Auf Daphne aber schoss Eros einen stumpfen Pfeil mit bleierner Spitze ab, der sie Apoll gegenüber unzugänglich machte. Apoll verfolgte Daphne durch die Wälder bis an die Ufer des Flusses Peneios. Dort sandte sie ein Stoßgebet zu ihrem Vater, dem Flussgott, und wurde in einen Lorbeerbaum verwandelt.

...

"Dynamit", antwortete Elk sofort. "Es hat noch unten gesprengt." Er zeigte auf das Loch im Boden. "Nitroglyzerin sprengt nach oben und seitwärts. Nein, kein Zweifel, es war Dynamit."

Das war bisher das Lehrreichste, das ich in "Der Frosch mit der Maske" von Edgar Wallace gelesen habe. Ich hoffe, das stimmt auch. Immerhin liest sich der Roman jetzt nach den ersten 120 Seiten, der zweiten oder dritten Explosion, einem Giftmord, einem Gefängnisausbruch und einem falschen Polizeibeamten schon leicht unterhaltsamer.

Habt Dank

Habt Dank

Habt Dank 2

Größere Maschen machen

Ich bin Initiator und Organisator eines größeren Buchprojektes, an dem mehrere Autoren beteiligt sind (so wie seinerzeit "Müll"). Es sind ziemlich hochkarätige Leute mit einigen Erfahrungen mit dabei und ich selbst wundere mich eigentlich, wie ich dazu gekommen und ob ich dieser Aufgabe überhaupt gewachsen bin. Denn wenn ich außer Differential- und Integralrechnung eines nicht kann, dann ist das Organisieren. Aber ok, soo schwer dürfte es vielleicht doch nicht sein und ich muß mich ja nicht für alles verantwortlich fühlen. Zusätzlich steht dieses Buchprojekt anscheinend auch noch im Wettbewerb zu anderen Projekten. Bei einer Besprechung mit den Autoren treffe ich meine frühere Mitschülerin U. M., die sehr nervös, unzufrieden und genervt wirkt und wohl ebenfalls Mitwirkende ist. Ich möchte sie gerne fragen, was mit ihr ist, aber da ist sie schon weg und läuft immer ein paar Schritte vor mir in einer Menschenmenge, so daß ich Mühe habe, sie einzuholen und zu erreichen. Endlich kann ich sie am Arm fassen und mich bemerkbar machen. Sie bleibt stehen, ich fasse vertraulich ihre Hand und Frage sie: "Was ist mit dir?" Sie beginnt zu erzählen wie ein Wasserfall. Hand in Hand schlendern wir auf einem alten Schulhof entlang und lassen uns nicht mehr los. Wir suchen uns einen ungestörten Winkel, wo sie mir ihr ganzes Herz ausschüttet, sintflutartig. Schließlich ist sie ruhig geworden und ich schaue ihr über die Schulter dabei zu, wie sie aus einem schneeweißen gehäkeltem Gewebe mit großen Quadraten einzelne Stäbe herausschneidet. Ich finde an sich diese Quadrate, bzw. "Löcher" im Gewebe schon sehr groß, aber das war ja irgendwann in den Achtzigern mal modern. Diese Quadrate, bzw. "Löcher" jetzt noch größer zu machen, mutet mich etwas seltsam an. Ich frage sie, weshalb sie das tut und sie antwortet: "Wir müssen einfach größere Maschen machen." Ich verstehe sofort, daß dieses Gewebe mit dem Buchprojekt zusammenhängt und daß wir, um im Wettbewerb zu bestehen, ein Gewebe mit größere Maschen machen müssen.

Mittwoch, 24. September 2008

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Warst unser Liebling alle Zeit, und bleibst es auch in Ewigkeit.

Warst unser Liebling alle Zeit

Riesenschnecken auf dem Friedhof

Ich darf mich bis Ende der Woche jeden Tag auf dem beheizten Wasserbett im Keller von meiner Ärztin vergnügen. Die Praxis ist zur Zeit zwar geschlossen, aber die Schwestern sind da und mummeln mich in eine Kuscheldecke ein bevor es losgeht. Dann hab ich Ruhe und kann meinen Gedanken nachhängen, während ich massiert werde. So angenehm das auch ist, muß ich doch sagen, an eine "handgemachte" Massage reicht so ein Massagebett nicht heran. Wahrscheinlich ist solch ein Bett auf Dauer kostengünstiger, aber ein richtiger Masseur (wobei ich nicht sagen will, daß der unbedingt männlich sein muß) kann ganz anders die wichtigsten Punkte im Rücken erspüren und bearbeiten, und den Druck optimal anpassen. Aber, ok, man ist ja schon froh, daß es noch keine Pflegeroboter gibt.

Nach dem Wasserbett bietet sich ein Spaziergang regelrecht an. Zuerst ging es an meiner alten EOS (Erweiterte Oberschule) vorbei.

Die alte Schule

Irgendwelche nostalgischen Gefühle kommen dabei aber weniger hoch, zumal ich eh die meiste Zeit geschwänzt habe. Es ist so eine wirklich alte Schule mit Physik- und Chemiehörsälen, in denen man an hölzernen Pulten sitzt, wie man sie auch aus dem Film "Die Feuerzangenbowle" kennt. Die alkoholische Gärung haben wir da allerdings nicht durchgenommen.

Danach führte mich der Weg auf einen Friedhof. An Friedhöfen mag ich am liebsten die alten und verwilderten Teile, in denen sich die Natur das Territorium wieder zurückerobert. Da stromer ich auch gerne mal zwischen den Wegen umher, man muß aber höllisch aufpassen, um nicht über irgendwelche zurückgebliebenen und überwachsenen Teile von Grabumrandungen zu stolpern. Auf diesem Friedhof war das verwilderte Gebiet wirklich riesig, fast schon ein richtiger Wald.

Friedhof 2

Friedhof 3

Friedhof 4

Friedhof 5

Friedhof 6

Friedhof 8

Auf dem Friedhof findet man aber nicht nur Grabsteine, sondern auch Eichhörnchen

Friedhof 9

Spechte

Friedhof 10

und Riesenschnecken.

Friedhof 11

So ein riesiges Schneckenhaus habe ich ehrlich noch nie gesehen. Vielleicht leben auf dem Friedhof ja mutierte, zweihundert Jahre alte Urschnecken, oder so. Da das Haus verlassen war, nahm ich es mit. Ich hoffe, es wird nicht irgendwann vermisst.

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Dienstag, 23. September 2008

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Es könnte ein Gödelsches Prinzip in der Metaphysik geben, demzufolge es für jedes Deutungssystem, das innerhalb des Bereichs einer zu interpretierenden Tatsache gebildet wird, mindestens eine unbeantwortbare Frage geben muß, nämlich die Frage bezüglich des Charakters dieses Bereichs als Gesamtheit.

Demgemäß kann es für die Erlösung/Befreiung auch aus einer theistischen Sicht kaum notwendig sein zu wissen, ob die Welt ewig ist. Wenn also die indischen Religionen ihre zeitliche Unendlichkeit behaupten und die semitischen Religionen eben dies leugnen, ist dies keine Auseinandersetzung, die Einfluß auf die soteriologische Wirksamkeit einer der beiden Gruppen von Traditionen hätte...Wir wissen also nicht nur nicht, ob die Welt ewig ist, sondern dieses Nichtwissen versperrt uns in keiner Weise den Weg zur Befreiung; darüber hinaus würde die Annahme, daß dies soteriologisch von Belang wäre, den Erlösungsprozeß wahrscheinlich nur behindern...
Solche Überzeugungen bezüglich transhistorischer Tatsachen sind in ihren jeweiligen Glaubenssystemen von unterschiedlicher Bedeutung, wobei sie am oberen Ende der Skala für ein gegebenes Lehrgebäude unverzichtbar sein können. Hieraus folgt aber nicht, daß dieses Gebäude selbst für die Erlösung/Befreiung unverzichtbar wäre. Es ist vielmehr das Gegenteil richtig, denn es erscheint wenig einleuchtend, daß unser endgültiges Schicksal vom Bekenntnis zu transhistorischen Sachverhalten abhängen sollte, über die wir nichts Endgültiges wissen.

Zu den wenigen Beispielen einer historischen Überzeugung einer Tradition, die in einer anderen Tradition ausdrücklich abgelehnt wird, zählen die christliche Lehre, daß Jesus am Kreuz starb, dem die koranische Lehre gegenübersteht: "Aber sie haben ihn nicht getötet und nicht gekreuzigt. Vielmehr erschien ihnen ein anderer ähnlich."(4,157), und die Überzeugung der Achmedija, daß Jesus die Kreuzigung überlebte, später starb und in Kashmir begraben liegt, sowie auch die Aussage der Thora, daß Abraham seinen Sohn Isaak beinahe am Berge Moria geopfert hätte (Genesis 22), gegenüber der koranischen Version (Sure 37, 91-111), daß es sein anderer Sohn Ismael war....
...Für manche Anhänger der einzelnen Traditionen sind solche Behauptungen grundlegende Glaubensartikel, die nicht überprüft und auch nicht im Lichte bereits vorhandener und neuer Erkenntnisse geändert werden können. Dies ist typischerweise die Haltung nicht nur der relativ ungebildeten Mehrheit, sondern auch vieler gelehrter Bekenner mit einer konservativen Grundhaltung. Man kann daher nicht behaupten, daß es psychologisch jedem möglich ist, Differenzen bezüglich der historischen Elemente seiner Tradition zu tolerieren. Man kann nur behaupten, daß einige Menschen - deren Zahl in der modernen Welt immer größer wird - solche Fragen nicht mehr als für ihren Glauben wesentlich erachten und darüber hinaus akzeptieren, daß unsere geschichtlichen Anhaltspunkte nicht ausreichen, um die meisten dieser Fragen endgültig zu klären.

(aus "Religion" von John Hick)

Assoziationen zu sowjetischen Ehrenmälern

Gleich in der Nähe von meiner Orthopädin befindet sich ein sowjetisches Ehrenmal. Also nutzte ich die Gelegenheit für einen Spaziergang. Ich mag diese Orte, was vor allem daran liegt, daß sie so leer und still sind. Man trifft in der Regel nur wenig Menschen dort. Die Assoziationen die mich beim Anblick der Ehrenmäler, insbesondere dieses einen heimsuchen, sind jedoch etwas merkwürdig. Ich kann mir nicht helfen, aber die Form des Ehrenmals erinnert mich stets an einen aufgerichteten Phallus, um das mal wissenschaftlich auszudrücken. Mit dem Gestrüpp, das auf der Spitze wächst, zeigen sich noch zusätzlich ganz spezielle Details, die ich hier nicht näher erläutern möchte. Und wenn ich dieses Ehrenmal anschaue, dann bildet sich in meinem Kopf und in meinen Gedanken immer nur die eine Botschaft: "Wir haben euch so richtig gefickt. (tatsächlich und symbolisch)"
Ich weiß nicht, ob man das als kunsthistorische Deutung gelten lassen kann, ich weiß auch nicht, ob das nur meiner Einbildung und zu versauten Phantasie entspringt, oder eventuell doch genau so als unterschwellige Botschaft gemeint war, aber ich kann nichts dafür. Ich kann wirklich nichts dafür. Ich sehe einfach nichts anderes. Und es ist nun absolut nicht so, daß mich ständig und überall solche Assoziationen plagen. Dann würde ich mir nämlich beginnen, Sorgen zu machen.

Sowjetisches Ehrenmal 8

Sowjetisches Ehrenmal 6

Sowjetisches Ehrenmal 7

Sowjetisches Ehrenmal 5

Sowjetisches Ehrenmal 4

Sowjetisches Ehrenmal 3

Sowjetisches Ehrenmal 2

Sowjetisches Ehrenmal 1

...

Menschen, die etwas zu sagen haben, werden keine Redner.
(Finley Peter Dunne)

Das scheint mir auch so...