Alien
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Mittwoch, 9. September 2009

Eine lachende Libelle

genoß heute mit mir zusammen die letzte Abendsonne auf dem Balkon und ließ sich auch durch mein Fotografieren nicht stören, im Gegenteil. Ich habe das erste Mal gesehen, daß Libellen ihren Kopf auf fast menschliche Weise drehen können und es sah tatsächlich so aus, als würde sie ihn mir zuwenden und mich anlachen. Erstaunlich. Aber ich habe auch noch nie eine Libelle so lange still an einem Platz sitzen sehen (ca. 20 min), deswegen konnte mir das wohl bisher nicht auffallen.

Libelle 1

Libelle 2

Libelle 3

Traumsplitter

Eine Stimme sagte folgenden Satz: Es ist ein Gesetz - wo zwei Menschen sich brauchen, ist eine Brücke da zwischen ihnen.

Berliner SEK-Beamte beim Training im S-Bahnhof

Vor dem Hintergrund möglicher Massengeiselnahmen durch Terroristen, wie sie der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU) vor Kurzem ins Spiel gebracht hat, bereitet sich die Berliner Polizei auf alle Eventualitäten vor...

Angehende Berliner SEK-Beamte beim Training im S-Bahnhof Jungfernheide. Simuliert wurde in diesem Fall der Sturm auf einen gekaperten Zug.


Was denn für ein Zug? Fahren doch keine, na ja, kaum einer. Wahrscheinlich fahren die S-Bahnen nur deshalb nicht, damit das SEK üben kann. *sich vor den Kopf schlägt*

Dienstag, 8. September 2009

Im Duett gezwitschert

Lange konnte ich mich ja mit Twitter nicht anfreunden, geschweige denn verstehen, wozu man das braucht. 140 Zeichen - viel zu wenig und wenn ich mitgelesen habe, verstand ich dank interner Abkürzungen nur die Hälfte. Inzwischen entdecke ich so nach und nach die Möglichkeiten und bin erstaunt, was man damit so alles anstellen kann. Man kann zum Beispiel auch im Duett twittern, wie hier geschehen:

http://literatur.stangl.eu/695/zwischen-anwardya-west47-getwittert

Hat Spaß gemacht.

Yellowinside

Yellowinside

"Wunderschön, wirklich wunderschön...

....wunderschönes Rückenmark, wunderschöne Bandscheiben, wunderschön speicherungsfähig" - meine Orthopädin kriegte sich kaum wieder ein, als sie die MRT-Bilder der Brustwirbelsäule anschaute. Ich saß neben ihr, starrte ebenfalls auf den Monitor mit den Querschnitten meines Rückens und dachte, erstaunlich, wofür manche Leute sich begeistern können. "Mit der Brustwirbelsäule können Sie Hundert werden." sagte sie schließlich. Jetzt überlege ich die ganze Zeit, wie ich meine Lendenwirbelsäule und mein Becken davon überzeuge, dabei mitzumachen. Jedenfalls steht nun für nächste Woche ein Labortermin, nachdem ich ihr von der mißglückten Mobilisation meines Physiotherapeuten erzählt habe und sie erklärte mir, daß ich, sobald irgendwer bei mir etwas mobilisieren möchte, sofort 'Nein!' schreien soll. Hätte ich vielleicht eher wissen sollen. Und statt Physiotherapie bekomme ich demnächst ein ganzes Jahr (oder waren es sogar anderthalb Jahre?) Rehasport. Bin gespannt.

Montag, 7. September 2009

Der Urlaub - Tag in B.

Rundgang an der historischen Stadtmauer:

Urlaub - 2.Tag

Urlaub - 2.Tag

Urlaub - 2.Tag

Urlaub - 2.Tag

Der Kirchplatz:

Urlaub - 2.Tag

Urlaub - 2.Tag

Die Kirche selbst wird gerade restauriert und ist so hoch wie eine Kathedrale:

Urlaub - 2.Tag

Urlaub - 2.Tag

Malerische Gässchen und Einkehr in die Kirchenklause:

Urlaub - 2.Tag

Urlaub - 2.Tag

Danach "Besteigung" der Burg:

Urlaub - 2. Tag

Urlaub - 2.Tag

Urlaub - 2.Tag

Urlaub - 2.Tag

Urlaub - 2.Tag

Urlaub - 2.Tag

Urlaub - 2.Tag

Urlaub - 2.Tag

Die Kellertreppe auf diesem Bild führt in den Folterkeller, wo man dann neben Schloßgespenstern so etwas besichtigen konnte:

Urlaub - 2.Tag

Ich mag ja Ruinen und Burgen, schon in Klein Pompeji bin ich damals in den Überresten des Schlosses herumgekrochen. Als ich hier die vielen Burgkeller sah, rief ich deshalb gleich ganz aufgeregt: "Guckt mal!", worauf meine Schwägerin leicht spöttisch antwortete: "Jaaaa, schöööööne Keller, viele Keller." Irgendwie konnte sie meine Begeisterung wohl nicht teilen. Leider waren sie aber abgesperrt. Danach sind wir um die Burg herumgelaufen, um den Eingang zu suchen und während die anderen unten die Straße nahmen, bin ich direkt am Gemäuer entlanggekrabbelt und bekam nur noch mit einem Ohr mit, wie es unten hieß: "Susanne muß wieder mal da oben rumkriechen..." Na ja, was sein muß, muß sein.*gg*

Sonntag, 6. September 2009

Frauen, die lesen, sind gefährlich -

dieses Buch erhielt ich heute als nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Ich weiß nicht, ob das irgendeine Botschaft für mich sein soll.

Der Urlaub - Tag in L.

Urlaub - 3. Tag

Urlaub - 3. Tag
Eingang zum Schloßpark auf einer Spreewaldbank

Urlaub - 3. Tag

Urlaub - 3. Tag
Das Schloßparklabyrinth

Urlaub - 3. Tag
Hölzerne Künstlerfigur

Urlaub - 3. Tag

Urlaub - 3. Tag
Die Spreewaldkähne - auf solche Touristenkähne gehen wir allerdings nicht mehr. Wir hatten bei den Kahnfahrten einen Sechssitzer für uns allein.

Urlaub - 3. Tag
Nochmal Kähne und die Security, die uns zu einem bestimmten Zeitpunkt aus dem Park geschmissen hat, weil an diesem Abend irgendein erotisches Kahnfestival stattfinden sollte. Dazu waren bereits an den Ufern der Fließe riesige nackte Holzfiguren aufgebaut worden.

Urlaub - 3. Tag
Die Paul-Gerhardt-Kirche - leider hat das Akku nicht mehr für Bilder aus dem Inneren gereicht. Danach waren wir sehr gut essen und nahmen uns das historische Museum im Schloß vor. Dort gibt es von Knochen- und Scherbenfunden aus alten slawischen Burgen bis zu den typischen Bauernstuben und Trachten einiges zu sehen, auch einen alten Wappensaal in typischer sorbischer Deckenbemalung. In einem Raum war eine alte Schreibstube mit alten Schreibmaschinen und einem Telefon aufgebaut. Als K. vor dem Schreibtisch stand, klingelte das Telefon auf einmal und ich rief rüber: "Geh doch mal einer ans Telefon!", aber es traute sich keiner.

Samstag, 5. September 2009

Das Schloßgespenst

Das Schloßgespenst

Das Traumgesicht

Das Traumgesicht

Freitag, 4. September 2009

Herr N.

dreht zur Zeit total am Rad. Fast hätte ich ihn heute gefragt, ob er gerade seine Arschlochtage hat. Was er so von sich gibt ist wirklich übelerregend und seit zwei Tagen bin ich leicht angenervt. An einer Bemerkung von mir, die ich vor einiger Zeit zu einer Kollegin machte, zieht er sich heute noch hoch und macht alle damit verrückt. Sie hatte eine Bluse in einem schönen Rot an, die mir gefiel, weshalb ich zu ihr sagte, sie habe eine schicke Bluse an, und Herr N. trieb es daraufhin zur Spitze, indem er jede Stunde zu ihr hinlief und ihr sagte, sie habe eine schöne Bluse an und alle anderen Kollegen ständig auf die Bluse von Frau H. aufmerksam machte. Das Verhalten war mir dann schon etwas peinlich und als ich Frau H. gestern am Kopierer traf, erklärte ich, daß es nicht meine Absicht war, einen Running Gag daraus zu machen. Sie meinte, das wisse sie und daß ihr die Aufgedrehtheit von Herrn N. beinahe unheimlich sei. Man könnte glauben, er sei verliebt. Ich habe darauf nichts geantwortet, denn ich glaube, ich weiß es besser, da ich mit ihm im Zimmer sitze. Frau H. liegt zwar nicht wirklich falsch, hinkt aber mächtig hinterher, denn alle Anzeichen deuten darauf hin, daß er sich gerade entliebt hat. Verliebt war er vorher, als er zwar ebenfalls gute Laune hatte, jedoch weniger großkotzig war und in der Mittagspause stundenlang wegblieb. Jetzt sitzt er zur Mittagspause an seinem Platz, drückt ständig irgendwelche Telefonate weg, zerreißt persönliche Briefe ohne sie vorher aufzumachen und führt auffällig oft Wörter wie "Weiber" und "Zuchtkühe" im Mund. Alles ziemlich starke Indizien für meine Vermutung und ich finde, auch seine überdrehte und trampelige gute Laune paß ziemlich gut dazu. Er ist nämlich genau der Typ Mann, der Schwäche bei sich und anderen verachtet. Und die reagieren in solchen Situationen gerne exakt so, daß sie so richtig auf die Pauke hauen. Ich kann nur hoffen, daß er sich bald erneut verliebt, damit er wieder ruhiger wird und trotzdem seine gute Laune behält. Übellaunig ist er auf Dauer bestimmt auch nicht zu ertragen.

Schmeckt das Sushi?

Heute gab es frisches Sushi im Supermarkt, ich also gleich drei Packungen mitgenommen. Und der Kassierer an der Kasse fragt mich, ob das Sushi schmeckt. Ich bin nun völlig in der Bredouille - sag ich 'ja' und es schmeckt nicht, ärger ich mich hinterher, sag ich 'nein', dann wundert er sich, warum ich so viel davon kaufe, deswegen sage ich einfach: "Ich weiß nicht, ob es schmeckt." Er läßt jedoch nicht locker: "Ich möchte ja nur wissen ob es schmeckt." Schon leicht grinsend antworte ich spitzfindig: "Ich hab es noch nicht gegessen!" Der Herr hinter mir klinkt sich schließlich ein und meint schlichtend zum Kassierer: "Machen Sie doch einfach mal eine Packung auf!"

Donnerstag, 3. September 2009

...

Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet, dass ich dir lobsinge und nicht stille werde.
(Psalm 30)

Merkwürdig -

gestern abend hatte ich noch zwei Spinnen in der Küche zu hängen. Nachdem es letzte Nacht zu regnen begann, sind beide heute gleichzeitig spurlos verschwunden. Ob die kein Regenwetter mögen?

Mittwoch, 2. September 2009

In meiner Wohnung

wimmelt es von Kreuzspinnen. Jeden Tag finde ich eine andere und das im vierten Stock. Ich habe den Verdacht, in meinem Urlaub dachten sich die zahlreichen ortsansässigen Spinnen: "Oh kreuzdonnerwetter, die fährt zurück nach Berlin. Da fahren wir doch einfach mal mit. Wir haben das Kaff hier so satt."

Wäre ich katholisch,

sollte ich schleunigst zur Beichte gehen, denn ich habe gesündigt. (Ok, wenn erotische Tagträume ebenfalls dazu zählen, sündige ich eigentlich ständig, aber die lassen wir jetzt mal außen vor.) Ich habe meinem größten Laster, der Neugier, nachgegeben und etwas unanständiges gemacht. Nichts sehr unanständiges, denn sooo skrupellos bin ich dann doch nicht, aber etwas unanständiges, was man überhaupt nicht tun sollte. Miss Marple hätte da ganz andere Geschütze aufgefahren. Immer wenn mich die Neugier überwältigt, nehme ich mir ganz fest vor, das nächste Mal stark zu sein und der Versuchung zu widerstehen. Und dann passiert es doch wieder. Aber bei Miss Marple stört es auch keinen, wenn sie herumschnüffelt - außer den Mörder und Inspektor Craddock, so! (War Miss Marple eigentlich katholisch?)

Dienstag, 1. September 2009

Der Winterritter

hat zwei Gesichter. Anfangs dachte ich sogar, er hätte einen Zwillingsbruder. Die eine Person ist die freundliche, etwas kindlich verspielte, mit der ich sofort lachen, herumalbern und allerhand Blödsinn anstellen möchte, da sie mir so vertraut erscheint. Die andere dagegen ist die, die mich eigentlich beeindruckt hat und die in mir etwas auslöst, das schwer zu beschreiben ist. Sie ist weniger freundlich, vielleicht sogar etwas übellaunig, aber von einer furchtlosen Intensität und Ernsthaftigkeit verbunden mit einer selbstverständlichen Menschlichkeit. Treffe ich auf diese Person, verspüre ich sofort das unwiderstehliche Bedürfnis, ihr ebenso furchtlos, aufrichtig und ernsthaft gegenüber zu treten. Das ist eher ungewöhnlich für mich, vielleicht ist es der Wunsch, etwas von dieser Furchtlosigkeit zu lernen. Ich denke dann sofort an meine eigene vermeintliche Oberflächlichkeit, die nicht wirklich eine ist, sondern mehr eine Art Maske. Nach außen trete ich diplomatisch, freundlich, witzig, aber auch etwas unentschieden, distanziert und ungreifbar auf. Dies ist meine Waage-Venus im dritten Haus in Konjunktion mit Uranus. Auf andere wirke ich deshalb in der Kommunikation, so denke ich, oberflächlich, sprunghaft, vielleicht sogar blond. Jedenfalls werde ich oft stark unterschätzt, was aber nicht unbedingt von Nachteil sein muß. Aber da gibt es auch noch die Merkur-Pluto-Konjunktion im dritten Haus. Dies ist der achtsame Schweiger und Denker in mir. Da der sich lieber mißtrauisch im Hintergrund hält und scharf beobachtet, gibt er sich kaum jemals zu erkennen, außer vielleicht eben in jenem Schweigen. Das Problem, klar und ernsthaft aufzutreten, liegt, so denke ich mir, zu gleichen Teilen an meiner Schüchternheit, meiner Angst vor Nähe und meiner Konfliktscheu. Der Winterritter nun rührt auf seltsame Weise an diesem Punkt. Ist er in der Nähe, verringert sich die Angst und verspüre eine wärmende, ungewöhnliche Kraft, ganz ich zu sein und dieses auch ausdrücken zu wollen. Trotz meiner Schüchternheit habe ich das Bedürfnis, ihm stets in die Augen zu schauen. Sobald ich merke, daß ich seinem Blick ausweiche, zwinge ich mich sofort, ihn wieder gerade und klar anzuschauen, weil es mein tiefster Wunsch ist. Vielleicht ist es auch eine Art subtiler Konkurrenz. Sein Blick scheint streng alles zu durchschauen und ich nehme die Herausforderung an. Einmal für ihn und einmal für mich, weil es sich so gut anfühlt. Ein starkes Verlangen nach Aufrichtigkeit und absoluter Klarheit, ohne jede Ausweichmanöver oder Fluchttendenzen, die sonst bei mir sehr ausgeprägt sind, das weckt er in mir, und auch das Gefühl, es schaffen zu können. Gerade heute hätte ich jene zweite Person von ihm lieber getroffen.

Gestern

zeigte ich dem Physiotherapeuten, wie ich in meinem Bett nächtige. Der meinte darauf bloß: "Wie kann man denn SO schlafen? Und das die ganze Nacht?" Die letzte Nacht sollte nun die erste sein - in der ich mir das abgewöhne. Das Ergebnis war scheußlich, aber ich erinnere mich undeutlich, daß ich im Traum mit meiner verstorbenen Großmutter mütterlicherseits an einem Tisch saß und sie mir eine alte, geheimnisvolle Geschichte über mich aus meiner Kindheit erzählte, welche ich selbst noch nicht kannte. Natürlich habe ich die Geschichte vergessen.

Montag, 31. August 2009

Vermißt

wurde Herr N. heute morgen. Niemand wußte etwas. Dann stellte sich heraus, daß er sich krankgemeldet hatte. Meine Chefin nutzte die Gelegenheit für ein Gespräch mit mir, weil sie vortasten wollte, ob wir einverstanden wären, umzuziehen. Ihn wollte sie nicht fragen, wortwörtlich sagte sie, sie möchte nicht, daß er abgeht wie eine V8-Rakete. Außerdem meinte sie, daß noch nie jemand so gut wie ich mit ihm klar gekommen ist als Zimmerkollege und sogar sie selbst jetzt besser mit ihm zusammenarbeiten könne. Aber sie wisse natürlich nicht, ob ich leide. Manchmal habe ich den Eindruck, daß jeder meint, ich müsse mit Herrn N. leiden. Wenn ich wegen fehlenden Unterschriften gerüffelt werde, werde ich ebenfalls gefragt, ob Herr N. sich weigert zu unterschreiben. Ich betone stets, daß ich kein Problem mit ihm habe, aber irgendwie nimmt man mir es wohl nicht ab. Doch es ist so - er antwortet immer, wenn ich ihn etwas frage, unterschreibt alles, was ich ihm hinlege, macht meinen Drucker oder Computer nicht ungefragt aus, was er bei anderen sehr gerne macht, und die Macken, die mich anfangs genervt haben, hat er inzwischen halbwegs abgelegt. Ich wundere mich schon fast selbst, daß er bei mir so handzahm ist, während so etwas für andere anscheinend unvorstellbar ist.