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Sonntag, 9. März 2014

Mysterium Frühstücksei

Mich beschäftigt noch immer die Frage, warum man bei einem Eierkocher für ein Ei mehr Wasser benötigt als für mehrere Eier. Ich hatte dieses Problem bereits vor Jahren in meinem Blog angesprochen und erhielt daraufhin einige bemühte Erklärungsansätze, die mich jedoch in keiner Weise befriedigten, da sie mir nicht vorstellbar machten, was genau da geschieht. Und so werde ich jeden Sonntag aufs neue an dies für mich rätselhafte Mysterium erinnert. Eine Theorie von mir lautet, daß bei einem einzelnen Ei mehr freier Raum im Kocher mit Dampf gefüllt werden muß. Also braucht man auch mehr Wasser. Das erscheint mir nachvollziehbar, ist aber wahrscheinlich nicht die richtige Erklärung dafür. So wird das nie etwas mit dem Physiknobelpreis! Irgendwie ist es eine Eigenschaft von mir, daß ich bestimmte Dinge ganz genau wissen muß, vor allem wenn es sich um Regeln handelt oder aber um das Kochen und Backen. Ich kann mit normalen Kochbüchern, die nur Zutaten- und Aktivitätslisten enthalten, nicht anfangen. Ich möchte ganz genau wissen, WARUM. Warum diese Zutat? Warum diese Temperatur? Warum muß man das so machen und nicht anders? Was steckt physikalisch hinter den verschiedenen Koch- und Backtipps? Wenn ich das nicht genau erfahre oder bereits weiß, halte ich mich meist nicht an das Rezept. Das kann natürlich daneben gehen. Mit Regeln ist es ganz genauso. Schon als Kind war ich zu keiner Mitarbeit zu bewegen, wenn ich nicht ganz genau und nachvollziehbar erklärt bekam, wozu eine Einschränkung oder Aufgabe gut ist. Vielleicht ist das der Grund, warum ich als Kind so viele Freiheiten hatte, weil meine Eltern nämlich manchmal auch nicht wußten, wie sie mir verständlich machen konnten, warum kleine Kinder schon um acht Uhr ins Bett gehen und nicht mehr draußen spielen sollten. So hielt ich mich gerne noch nachts um elf Uhr im Sandkasten auf, meist jedoch nicht länger als bis zum vollständigen Einbruch der Dunkelheit, und habe damit die Regel sozusagen ad absurdum geführt, denn aus mir ist trotzdem etwas geworden. Doch zurück zum Frühstücksei. Natürlich könnte ich mich diesen üblen Problems entledigen, wenn ich das Ei nicht mehr im Eierkocher, sondern in einem normalen Wasserbad koche. Ich könnte mir auch ein paar neue, wirkliche Probleme anschaffen, hinter denen die Frage des Frühstückeis verblaßt. Und überhaupt hege ich die starke Vermutung, daß ich mir sämtliche Probleme meines Lebens eigentlich nur deshalb gemacht habe, weil mich dieses Rätsel des Frühstückseis, welches ich nicht zu lösen vermag, dauerhaft frustriert.

Frühstücksei

Mittwoch, 5. März 2014

Das feuilletonistische Zeitalter

Wir müssen bekennen, daß wir außerstande sind, eine eindeutige Definition jener Erzeugnisse zu geben, nach welchen wir jene Zeit benennen, den «Feuilletons» nämlich. Wie es scheint, wurden sie, als ein besonders beliebter Teil im Stoff der Tagespresse, zu Millionen erzeugt bildeten die Hauptnahrung der bildungsbedürftigen Leser; berichteten oder vielmehr «plauderten» über tausenderlei Gegenstände des Wissens, und, wie es scheint, machten die klügeren dieser Feuilletonisten sich oft über ihre eigene Arbeit lustig, wenigstens gesteht Ziegenhalß, auf zahlreiche solche Arbeiten gestoßen zu sein, welche er, da sie sonst vollkommen unverständlich wären, geneigt ist, als Selbstpersiflage ihrer Urheber zu deuten. Wohl möglich, daß in diesen industriemäßig erzeugten Artikeln eine Menge von Ironie und Selbstironie aufgebracht wurde, zu deren Verständnis der Schlüssel erst wieder gefunden werden müßte...
...Wie gesagt, war vermutlich dieser ganzen Betriebsamkeit ein gutes Teil Ironie beigemischt, vielleicht war es sogar eine verzweifelte Ironie, wir können uns da nur sehr schwer hineindenken; von der großen Menge aber, welche damals auffallend leselustig gewesen zu sein scheint, sind alle diese grotesken Dinge ohne Zweifel mit gutgläubigen Ernst hingenommen worden. Wechselte ein berühmtes Gemälde den Besitzer, wurde eine wertvolle Handschrift versteigert, brannte ein altes Schloß ab, fand sich der Träger eines altadligen Namens in einen Skandal verwickelt, so erfuhren die Leser in vielen tausend Feuilletons nicht etwa nur diese Tatsachen, sondern bekamen schon am selben oder doch am nächsten Tage auch noch eine Menge von anekdotischem, historischem, psychologischem, erotischem und anderem Material das jeweilige Stichwort, über jedes Tagesereignis ergoß sich eine Flut von eifrigem Geschreibe, und die Beibringung, Sichtung und Formulierung all dieser Mitteilungen trug durchaus den Stempel der rasch und verantwortungslos hergestellten Massenware...
... Es war, wie in jenem wunderbaren chinesischen Märchen, die «Musik des Untergangs» erklungen‚ wie ein langdröhnender Orgelbaß schwang sie jahrzehntelang aus, rann als Korruption in die Schulen, die Zeitschriften, die Akademien, rann als Schwermut und Geisteskrankheit in die meisten der noch ernst zu nehmenden Künstler und Zeitkritiker, tobte sich als wilde dilettantische Überproduktion in allen Künsten aus.
(aus "Das Glasperlenspiel" von Hermann Hesse)


Ich frage mich, was Herr Hesse wohl geschrieben hätte, wenn es damals schon das Internet, die Blogs und die virtuellen Sozialen Netzwerke gegeben hätte.

Die Zelle muß respektiert werden

Doch die großen Konzerne hätten eben nie Interesse daran gehabt, ökologisch erzeugte und an die Bedingungen des Bio-Landbaus angepasste Sorten zur Verfügung zu stellen, erinnert sich Rudolf. Kein Wunder: Bei sieben Prozent Anteil rechnet sich das kaum. Mit Sorge habe man dann beobachten müssen, wie die konventionelle Züchtung immer mehr vom Acker ins Labor wanderte, sprich: biotechnologische Methoden angewendet werden, die sehr nahe an der Gentechnik sind — wie bei den bereits erwähnten Brokkoli-CMS-Hybriden. CMS steht für “Cytoplasmatische Männliche Sterilität”. Aus dem Bio-Unterricht mag man sich dunkel erinnern, dass sich einige Pflanzen selbst bestäuben können, da sie sowohl männliche als auch weibliche Fortpflanzungsorgane haben. Züchter wollen aber sicherstellen, dass sich nur bestimmte Pflanzen fortpflanzen, zum Beispiel der weißeste Blumenkohl oder der größte Brokkoli. Sorten wie der Rettich oder die Sonnenblume bringen diese Sterilität bereits von Natur aus mit. Per Zellfusion kann diese Eigenschaft im Labor nun vom Rettich auf den Blumenkohl oder Brokkoli übertragen werden. Laut gesetzlicher Definition handelt es sich dabei nicht um Gentechnik, selbst nach der EU-Ökoverordnung ist das Verfahren zulässig. Trotzdem: Die drei großen Anbauverbände Bioland, Naturland und Demeter lehnen CMS-Hybriden ab, die Zelle müsse als kleinste, unteilbare Einheit des Lebens respektiert werden…

… „2014 soll eine neue EU-Saatgutverordnung verabschiedet werden, die seltene Sorten besonders gefährden würde, weil sogar der freie Tausch von Saatgut und Knollen unter Strafe gestellt werden könnte“, schreibt der Verein „Save our Seeds“ auf seiner Internetseite. Er kritisiert die Verordnung als Gesetz der Lobbyisten. „Wer sich das genauer anschaut, wird sehen, für wen die Verordnung geschrieben ist — für die größeren Saatgutbetriebe“, sagt Sprecherin Susanne Kopte. Sie vermisst im Entwurf einen fairen Zugang für samenfeste Sorten aus ökologischer Züchtung und prognostiziert, dass es Züchter, Landwirte, Hobbygärtner und Erhalter von Sorten demnächst schwer haben werden. Mit Internet-Protesten und gezielten Demonstrationen in Brüssel und Berlin haben die Verordnungs-Kritiker ihren Widerstand kundgetan. Mehr als eine halbe Million Protestunterschriften hat man bereits in 20 EU-Ländern gesammelt. Es wird sich dieser Tage zeigen, wie empfänglich die EU-Abgeordneten des Europa-Parlamentes für die Argumente sein werden. Im Mai 2014 wird über die Verordnung entschieden.

(aus “Bioboom” Frühling 2014)

 

http://saveourseeds.org

 

Im nächsten Leben werde ich Experte für ökologischen Pflanzenanbau. Oder doch lieber Hofkoch?

 

Hofkoch

Die Zahl

Ich werde nie verstehen, warum so viele diesen Schund von Sarrazin kaufen. Erklären kann ich es mir nur so, daß die Mehrheit ihn nicht als ehemaligen Finanzsenator von Berlin live kennt und sich auch nicht dafür interessiert, was er damals eigentlich getan hat. Wir dagegen, Berliner in spezieller Mission, sind ja in den Genuß Albtraum gekommen, ihn tatsächlich live zu erleben, seine Meinungen und Reden zu hören, sein persönliches, menschliches Verhalten zu erfahren, und zwar nicht nur in Talkshows. Wenn man das einmal getan hat, weiß man einfach vorher, daß das ein Knallkopp ist und in so einem Buch nichts Vernünftiges stehen kann. Schade finde ich nur, daß er jetzt nicht selbst in den Genuß kommt, seine genialen Spar-Strategien an sich auszuprobieren.

Das Video:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2103602/Die-Zahl-100.000?setTime=13.708

Dienstag, 4. März 2014

Perfekte Intuition

Meine Intuition funktionierte früher schon recht gut, aber in den letzten Jahren hat sie sich doch enorm verstärkt, das merke ich immer wieder. Die Vorahnungen werden klarer und stimmen stets. Zum Beispiel wußte ich einige Tage vor dem letzten Termin bei der Psychologin ganz genau, daß sie kein Buch dabei haben würde, obwohl sie vorher gesagt hatte, sie würde eines mitbringen, um es mir zu borgen. Manchmal erhalte ich Eingebungen für Dinge, die mir gegen Befindlichkeitsstörungen helfen, und auch diese funktionieren, egal wie unpassend, neu und überraschend sie äußerlich scheinen, manchmal sagt mir auch eine Stimme im Kopf genau, wie irgendetwas ausgeht. Und selbst das Zeitmanagement scheint von der Intuition zu profitieren. Eigentlich hätte ich heute früh aufstehen müssen, aber irgendwie bin ich aus merkwürdigen Träumen mit Exzorzieren übenden evangelischen Pfarrern überhaupt nicht richtig wach geworden, fühlte mich müde und beschloß schließlich, daß es besser wäre, nicht zum Zumbakurs zu gehen. Das passiert mir ansonsten selten beim Zumba. Als ich dann zwei Stunden später meinen Computer einschaltete, fand ich eine Email, in welcher mir mitgeteilt wurde, daß der Kurs ausgefallen sei. Welch ein Glück, daß ich mich nicht aus dem Bett gequält habe! Dasselbe ist mir ebenfalls mal passiert, als Ferien waren, ich das aber nicht wußte. Ich finde, ich sollte das ausbauen. Ist doch irgendwie sehr praktisch. Aber generell habe ich den Eindruck, daß die Müdigkeit nicht nur mich befallen hat, sondern allgemein um sich greift. Sogar mein Computer reagiert zur Zeit viel träger als sonst. Und kommt nur mir das so vor oder sind die Phasen, in denen Twoday.net Schluckauf hat, tatsächlich immer häufiger? Die ersten beiden Märzwochen steht Neptun sehr stark. Da wundert es mich nicht, daß ich mit dem Nußknacker im Ohr aufgewacht bin (also mit der Musik, nicht im wortwörtlichen Sinne) und statt schneller Tanzrhythmen gerade lieber klassische Musik höre. Im Grunde das beste, was man mit Neptun-Tagen anfangen kann.

Sonntag, 2. März 2014

Rezeptentwicklung

Manchmal fragt man sich ja. bzw. ich tue das - ob andere das auch tun, weiß ich nicht-, wie so einige der beliebten und bekannten Gerichte, die wir gerne essen, entstanden sind. Irgendjemand muß sie sich einmal zuallererst ausgedacht haben. Heute konnte ich selbst die Erfahrung machen, wie zumindest ein Teil der Rezepte wahrscheinlich zustande gekommen sein könnte. Das Hühnerfrikassee, welches am Abend mit herzigen kleinen Kartöffelchen serviert werden sollte, köchelte friedlich auf dem Herd, als ich den Schrank darüber öffnete, um etwas herauszuholen. Eine offene Tüte mit getrockneten Austernpilzen fiel heraus und die Pilze purzelten direkt in den Topf hinein, die Tüte zum Glück nicht. Ja nun, jetzt habe ich Frikassee mit Pilzen, aber im Grunde ein ganz neues Gericht.
Aus Anlaß des Wiener Opernballes sah ich letztens eine Dokumentation über Wiener Leckereien, in welcher erzählt wurde, wer den Kaiserschmarrn erfand. Und zwar aß Kaiser Franz Josef liebend gerne zum Dessert Plinsen, auch Pfann- oder Eierkuchen genannt. Sein Hofkoch baute einmal jedoch Mist, die Plinse zerfiel, aber der Koch hatte keine Lust, eine neue zu backen. Also zupfte er das ganze Ding klein und streute als Tarnung Puderzucker darüber. Als Kaiser Franz Josef das sah, soll er gesagt haben: "Was für ein Schmarrn!" Doch ich denke mir, daß es ihm wohl trotzdem geschmeckt haben muß, denn ansonsten hätte er sicherlich verboten, daß dieses Rezept Einzug in die Hofküche hält und weiter auf seine Plinsen bestanden.
Tja, und ich brauche jetzt noch einen passenden Namen für meine neue Rezepterfindung. Hühner-Pilz-Ragout klingt ein wenig langweilig.

Bio-Küsse

Diese nächtliche Unterhaltung läßt mich immer noch nicht los, deshalb mußte ich heute unbedingt Bio-Küsse einkaufen. Das nächste Mal hole ich mir aber wieder die Grabower Küsschen, denn die Bio-Küsse sind mir viel zu klein und zu süß. Es ist gar nicht so einfach, sich die richtigen Küsse auszusuchen. An den Tannenwald dagegen könnte ich mich gewöhnen. Schmeckt fast wie Cola, nur mit einer würzigen Waldnote und weniger Zucker.

Ich finde es ansonsten irritierend, daß so viele junge Männer jetzt wie mein damaliger Geographie-Lehrer herumlaufen, nämlich mit Vollbart und dunkel gerahmter Brille. Und sie sehen damit tatsächlich aus wie mein Geo-Lehrer, der im übrigen einen totalen Knall hatte, so daß ich ihn überall sehe und an ihn erinnert werde, was nicht unbedingt angenehm ist. So ein Vollbart mit dunkel gerahmter Brille ist ja in der Tat auch eine Tarnung, denn damit sieht jeder Mann irgendwie gleich aus. Halt wie mein hundertfach geklonter Geographie-Lehrer...

Bio-Küsse

Samstag, 1. März 2014

Biobox Food & Drink Februar

Diese Food & Drink-Version der Biobox war wirklich sehr spannend und hat mir gut gefallen. Enthalten waren mal wieder eine Tomatensauce, diesmal mit Artischocken von LaSelva, sowas geht ja immer weg mit Nudeln, ein kleines Fläschchen Traube & Brombeere-Direktsaft von Rabenhorst, ein kleines Fläschchen Sesamöl von BioPlanète, ein Becher Schoko-Waffelwürfel von Rosengarten, eine kleine Packung Mandelmilch von Provamel, ein Krunchy-Müsliriegel Himbeer-Aronia von barnhouse und eine Probe Sommerlandtee von Kräutergarten Pommerland. Weiterhin fand ich eine Tüte Ernie & Bert Kekse, die ich mir selbst nie kaufen würde, aber ich habe sie neugierig probiert. Die Vollkornkekse schmecken leicht nach Kokos und sind nicht zu süß, was ja leider auch bei Bio-Produkten nicht selbstverständlich ist, sind also gut. Ebenfalls in der Box war ein großes Päckchen Ingwer Zitrone Chai von YogiTea. Ich hatte erst letztens überlegt, daß ich mir mal wieder eine heiße Zitrone mit Ingwer machen könnte, denn ich habe noch jede Menge gefrorenen Ingwer im Kühlschrank, den ich nicht so viel benutze. Vielleicht hilft es ja gegen die Müdigkeit und es ist ganz einfach - ein Stückchen Ingwer und frischen Zitronensaft mit heißem Wasser aufgießen, Honig dazu, fertig! Nun komme ich wohl wieder nicht dazu, meinen gefrorenen Ingwer aufzubrauchen. Außerdem war in der Box eine Tüte Dessertcreme Joghurt-Traum ohne Kochen von Sobo, sowie ein Bündel Backpulver-Päckchen ohne Phosphat von Leckers. Dazu gab es gleich noch ein passendes Rezeptheft, sogar mit einem Rezept für Christstollen. Das kommt wie gerufen, denn nachdem ich mir zu Weihnachten einen handgemachten Christstollen ohne Gukose-Sirup-Zusatz gekauft und mich aber trotzdem über die meterdicke Schicht Puderzucker geärgert hatte, faßte ich den Vorsatz, nächstes Weihnachten mal selbst einen Christstollen zu backen. So schwer kann das ja eigentlich nicht sein. Beigelegt war der Box auch noch eine Ausgabe des Bioboom-Magazins.

Biobox Februar

Mittwoch, 26. Februar 2014

Der Rückenkurs

heute war diesmal richtig gut, wirklich zum locker werden, sogar in der Lendenwirbelsäule und mit viel Musik. Falls jemand von außen durch die Fenster geäugt hätte, der hätte wahrscheinlich gedacht, wir feiern dort eine Party. Und wenn ich selbst von außen durch die Fenster geschaut hätte, dann hätte ich gedacht: "Oooch, da möchte ich auch mitmachen!"

Trotzdem bin ich gerade nicht so gut drauf und kommunikativ eher lustlos, was man leider dem Weblog anmerkt. Im Grunde merkt man es hier vermutlich sogar stärker als im realen Leben. Meine geschriebenen Kommentare in anderen Blogs werden ebenfalls immer kürzer. Vielleicht liegt das an dieser dauernden Müdigkeit, die mich zur Zeit gerade beutelt. Ich will ja nicht unken, aber das kann eigentlich nur die Frühjahrsmüdigkeit sein, obwohl erst Februar ist. Ich schätze, im April haben wir Sommer. Sagt mir mein Körper, der sich jetzt bereits darauf vorbereitet. Blöderweise kann ich nicht so viel schlafen, wie ich gerne würde, weil sich die Termine noch immer drängeln. Ich hoffe auf den März und freue mich zur Abwechslung mal auf den April, in welchem ich kursfrei habe. Das finde ich für den April durchaus von Vorteil, für den Dezember/Januar allerdings weniger.

Samstag, 22. Februar 2014

Walsichtung

Eine Frau berichtet von dem schönen Park in Glienicke, der ihr Lieblingspark ist und bei dem sie einmal gewohnt hat. Schwupps, schon bin ich selbst in Glienicke, wie mir ein Straßenschild zeigt, und gehe an einem gepflegten Park mit großen Vogelvolieren vorüber. Vielleicht habe ich ja Glück und finde hier ebenfalls eine Wohnung. Mit erstaunlicher Geschwindigkeit lasse ich den Park hinter mir und befinde mich an einer Meeresbucht. Das Wasser peitscht hier schäumend an die Felsen, obwohl ich nicht viel Wind bemerke und da - auf einmal tauchen die dunklen Schwanzflossen von einigen Walen auf, erheben sich aus dem Wasser und schlagen kraftvoll auf die Wasseroberfläche. Aufgeregte Stimmen von Menschen sind zu hören, sie Quietschen vor Freude, zeigen mit dem Finger auf die See und jemand ruft: "Grauwale!"
Hektisch suche ich nach meiner Kamera, denn ich brauche unbedingt ein Beweisfoto. Da fahre ich extra nach Norwegen und sehe dann hier in Glienicke Wale, das glaubt mir sonst keiner. Schon habe ich sie in der Hand und knipse, was das Zeug hält, die bewegten Schwanzflossen der Wale, aber auch zwei riesige Schwanzflossen, die ruhig vom Meer in den schmalen Strand der Bucht hineinragen. So nah war ich ihnen noch nie! Plötzlich sind die Wale verschwunden und ein großes Schiff liegt in der Bucht, mit einer seltsamen Anlage auf Deck, die aus lauter Leitungen und Rohren besteht. Die Wale bleiben verschwunden, stattdessen fließt eine trüb bräunliche Flüssigkeit mit Fleischstückchen aus einem Rohr. Das wird doch nicht etwa.....die werden doch nicht etwa....sollten das die Wale sein? Haben die mit einer Häckselmaschine die Wale zerhäckselt? Ungläubig wende ich mich mit dieser Frage an jemanden in meiner Nähe.

Dann erwache ich und denke enttäuscht: "Mist, jetzt habe ich ja doch kein Beweisfoto!"

Donnerstag, 20. Februar 2014

Endlich Wochenende!

Das war diesmal wirklich heiß herbei gesehnt, begann allerdings erst nach dem heutigen Zahnarzttermin. Immer wenn etwas an den Zähnen zu machen ist, nehme ich mir vor, einfach aufzustehen und wieder zu gehen, falls ich keine Betäubung bekomme. Natürlich tue ich das nie, aber ich glaube, wenn ich mir diese Möglichkeit nicht so konsequent vor Augen führen würde, würde ich gar nicht erst hingehen. Überhaupt ist es ein großer Vorteil des Erwachsenseins, daß man sich im Grunde nur wenig Dinge gefallen lassen muß, sondern volle Handlungsfreiheit hat, die man sich auch stets bewußt machen sollte, denn irgendwie ist es doch so, daß man manchmal in antrainierten Hilflosigkeiten aus der Kindheit verharrt. Niemand kann mich zwingen, mir in den Zähnen ohne Betäubung herumbohren zu lassen, eigentlich. Leider bin ich dann, wenn ich erst einmal auf dem Stuhl sitze, gerne stattdessen so herrlich inkonsequent. Glücklicherweise war es diesmal tatsächlich nur wenig und nicht schmerzhaft, aber wenn die Zahnärzte sagen, es ist nur ein klitzekleines bißchen zu bohren, kann man ihnen meistens nicht trauen. Das habe ich als Kind schon zu oft gehört. Danach wollte ich so schnell vom Stuhl runter, daß ich fast das Lätzchen und die Kette beim Aufspringen mitgenommen hätte. Irgendwie habe ich es immer sehr eilig, die Zahnarztpraxis wieder zu verlassen, aber diesmal sollte ich mir noch Geschenke abholen. Ich bekam zwei kleine Zahnpasta-Probetübchen, praktisch für Reisen. Und eine Reise steht ja im Sommer an, wenn meine Mutter ihren 80. Geburtstag begeht und uns alle in die Hochburg unserer Sippschaft einlädt. Das ist nicht weit weg von Berlin, aber mein Bruder ist bereits ganz heiß darauf, sich dort im Optischen Museum seine Ahnen zu begucken. Bei unserer Sippe handelt es sich nämlich um eine recht bekannte Optiker-Familie, was aber wenig Leute wissen. Denn wirklich berühmt wird man ja eher als Wissenschaftler oder Künstler. Wenn man sich aber mal anschaut, mit was für Aschenbechern vor den Augen der männliche Zweig der Familie teilweise herumgelaufen ist, kann man es schon sehr gut nachvollziehen, daß einige davon ihren Lebenssinn im Optikerdasein fanden.

So, und auf das Ende dieser für mich recht anstrengenden Woche, gönne ich mir jetzt ein kleines Schlöckchen Tannenwald. Natürlich nur ein winziges Schlöckchen, damit ich mich nicht verlaufe.

Tannenwald

Mittwoch, 19. Februar 2014

Die mit dem Ball tanzt

Nein, keine Namen werfen diesmal, sondern mit dem Ball tanzen. Nicht nur alleine, sondern auch zu zweit. Na gut, warum nicht, aber ehrlich, nach diesen etwas steifen Rückenfitnesskursen geht es meinem Rücken schlechter, als nach jedem Zumba-Kurs. Ich glaube, ich habe ein lateinamerikanisches Becken. Nach dem Sport mit ausladenden Hüftbewegungen im Regen nach Hause tänzeln, an den ersten Schneeglöckchen und Krokussen in den Vorgärten vorbei, damit das Becken wieder in Schwung kommt. Es braucht viel Raum und lachte kurz vor dem Schaufenster eines Yoga-Clubs, wo gerade ebenfalls alle auf den Matten lagen. Wenn mein Rücken irgendetwas von stabil oder gerade machen hört, wird er böse. Vielleicht weil er das schon zu oft gehört hat. Mag sein, daß dies nur bei mir so ist, aber die Vorstellung, daß tausende Rückenlahmer regelmäßig zur Wirbelsäulengymnastik pilgern, welche das Leiden dabei noch verschlimmert, ist schon einigermaßen bizarr. Und es bestätigt wieder einmal, daß man unbedingt immer auf sein Bauch- und Körpergefühl hören sollte und niemals nur auf sogenannte "Experten". In extremen Belastungssituationen ist das allerdings leider leichter gesagt als getan, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Doch ich hoffe, daß ich meine Lehren daraus gezogen habe.

Während des Tänzelns im Regen kam mir der Gedanke, daß so ein Ausflug ins "Havanna" mal wieder Spaß machen würde. Irgendwie irritiert mich etwas, daß die Zumba-Trainerin Salsa anders tanzt, als ich es dort im Club gelernt habe. Wahrscheinlich gibt es davon verschiedene Stile und mir wurde damals die Club-Version beigebracht. Und ich erinnere mich daran, was mir meine Kollegin immer sagte: "Zieh dir nie den Schuh an, wenn ein Mann so tut oder sagt, du würdest nicht richtig tanzen. Meistens sind es nämlich die Männer, die nicht tanzen können, und es gerne auf ihre Partnerin schieben." Das war ein sehr guter Ratschlag, denn ich habe ja generell eine Schuhschwäche, besonders was die Schuhe anderer betrifft. Einen passenden Tanzpartner müßte man haben, jemanden, der nicht beschulmeistert, sondern Sicherheit gibt und dem ansonsten nichts zu peinlich ist.

Mein Win 8 - PC macht mich gerade ein wenig irre. Seit dieses 8.1-Update herauskam, das ich nicht haben will und nicht installiert habe, scheint alles nur noch herumzuspinnen. Erst merkte ich, daß er nicht mehr automatisch in den Standby geht. Ich deinstallierte die LAN-Treiber, der Standby ging wieder, aber dafür kein Internet. Also wieder die neuen Treiber rauf, auch das Häkchen zum Aufwecken raus, und das Standby funktioniert nicht. Das ist für mich aber eine rudimentär wichtige Funktion. Irgendwie knallen bei mir zur Zeit auch ständig Glühbirnen durch, hintereinander oder gleichzeitig. Der rückläufige Merkur läßt grüßen.

Und die Beauty-Biobox kam heute an, hat mich jetzt aber nicht so vom Hocker gerissen. Diese Konjac-Schwämme scheinen gerade groß im Kommen zu sein, denn nachdem ich in der Glossybox Januar einen für das Gesicht hatte, war in der Biobox ein Konjac-Badeschwamm für knapp 10 EUR. Außerdem ein Massageöl für ebenfalls knapp 10 EUR, hm, na ja, eine Tüte vom Droste-Laux-Basenbad, 15 ml finigrana Karité-Creme und eine Ayurveda-Zahncreme-Probe. Diese war schon einmal in einer der früheren Boxen. Ich glaube, ich werde die Beautybox bald abbestellen und nur noch das Foodabo behalten. Ist ja jetzt auch genug Vorrat an Beautyprodukten vorhanden.

Biobox Januar

Montag, 17. Februar 2014

|Beobachtet|

Beobachtet
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