Der Arzt hat heute zu meiner Mutter gesagt, dass mein Vater eine starke Sepsis im Bauchraum hat und dass das ungefähr das schlimmste ist, was passieren kann. Ungefähr 92 Prozent der Leute sterben daran. Er hat es zwar nicht so direkt gesagt, aber wohl angedeutet, dass er nicht viel Hoffnung sieht. Er meinte außerdem, dass sie, so lange die Nieren noch mitmachen, versuchen werden, ihn weiter wiederaufzupäppeln, aber sobald die Nieren auch noch versagen, werden sie alle Geräte abschalten. Entscheidend wird wohl der morgige Tag.
Obwohl ich am Telefon geweint habe, musste ich spontan lachen, als meine Mutter erzählte, dass das letzte, was er sagte als er noch ansprechbar war, "Blöde Zicke!" gewesen sei. Das wäre echt so typisch für ihn, wenn er sich mit diesen Worten verabschiedet hätte.
Sie hat mich gefragt, ob ich morgen mit ins Krankenhaus kommen will, aber ich bin mir nicht sicher ob ich das will, denn ich bin jetzt schon dauernd am heulen. Meine Mutter dagegen scheint inzwischen schon wieder ziemlich gefasst zu sein, jedenfalls hat sie schon angefangen, seinen ganzen Müll auszumisten, den er überall gehortet hat und will über Pfingsten unbedingt die Fenster putzen.
Es sieht nicht sehr gut aus bzw. schlecht. Der Kreislauf meines Vaters ist zusammengebrochen und er wird nun künstlich beatmet.
Meiner Mutter geht es auch nicht sehr gut. Sie wollte ihn heute im Krankenhaus besuchen, aber sie traut sich kaum hin und sagt, dass sie ihn da nicht an den Schläuchen liegen sehen will. Obwohl sie immer mit sowas rechnen musste und es sich manchmal sogar gewünscht hat, sieht die Sache jetzt ganz anders aus. Und ich denke immer an diesen beknackten Herodot, den ich schnell lesen sollte.
Mein zweites Zimmer in der Wohnung ist nur von außen über den Hausflur zu erreichen. Ich war schon eine Weile nicht mehr darin, weil es so eine Art Rumpelkammer ist. Als ich wieder dort hineingehe, stelle ich fest, dass der Vermieter ohne mich zu fragen das Zimmer ausgeräumt hat. Außerdem gibt es jetzt eine Verbindungstür zur Nachbarwohnung, wo das Zimmer nun anscheinend angegliedert ist. Das ärgert mich, doch als ich mich nochmals umschaue, stelle ich fest, dass doch noch das meiste da ist, bis auf ein paar Dinge, die ich vor einiger Zeit selbst umgeräumt habe.
Dann sind in dem Zimmer auf einmal unheimliche Gestalten, wie zum Beispiel eine mit einem Totenschädel, der sich um 360 Grad auf dem Hals dreht. Schließlich steht jemand vor mir, der ein graues Tuch über dem Kopf gehängt trägt. Ich vermute im Traum, dass darunter auch ein Totenschädel ist, weshalb ich keine große Lust habe, nachzuschauen. Die Gestalt reicht mir irgendwas auf einem Tablett, ich kann mich aber nicht erinnern, was es war. Schließlich sehe ich den Kopf eines Mannes mit einer gelben Mitra, wie er mich unter Wasser aus offenen Augen anschaut. Dazu höre ich eine Stimme im Hintergrund, wie bei einer Fernsehdokumentation, die erzählt, dass dies ein oft praktiziertes rituelles Menschenopfer in einem Teich oder See ist, wobei die Leiche des Ertränkten für immer im Wasser bleiben muss. Währenddessen sinkt der Mann mit der Mitra immer tiefer in das Wasser hinab, bis man nur noch die Mitra leuchten sieht.
Ferdinand der Seebeuter stand auf dem Ausguck des „Sturmvogel“ und beobachtete aufmerksam den schmalen Küstenstreifen, auf welchem Sankt Petersburg, noch friedlich schlummernd, am Finnischen Meerbusen ruhte, und welcher nun südlich von ihm unter einer dünnen Dunstschicht verschwand. Sein blassrotes Haar, dass zu einem unordentlichen Zopf gebunden war, wirbelte zerzaust im Wind. Ihm war kalt, auch wenn er sich das nicht anmerken ließ. Normalerweise kreuzte er lieber in südlichen Gefilden, doch der Tipp, den er letztens bei einem Saufgelage in Marrakesch bekommen hatte, erschien ihm sicher. Er hatte seinen Plan der Mannschaft schmackhaft machen können und nun lagen sie hier mitten im eisigen Atem der Ostsee vor Anker. Eine Woche warteten sie schon darauf, dass sich irgendetwas tat, doch bis auf einige uninteressante, abgetakelte Fregatten und sturmhohe Wellen hatten sie noch nichts gesichtet.
Ketten-Hannes, den man so nannte, weil er im Kampf schwere Eisenketten statt der üblichen Stichwaffen bevorzugte, brüllte vom Deck des Schiffes gegen das tobende Meer an, wobei er geschickt einem vom heftigen Wind losgerissenen Tau auswich, welches sich mit blitzschnellem Antrieb auf ihn zu bewegte.
„Wat is?“
Während er das schrie konnte man erkennen, dass er dem Meer und der Skorbut schon etliche seiner Kauwerkzeuge geopfert hatte.
„Nichts!“ antwortete Ferdinand.
„Meister, jetzt hocken wir schon seit Ewigkeiten in dieser nordischen Eishölle. Vielleicht war das alles doch nur eine Ente. Ich will mir endlich wieder nen Sonnenbrand auf der Glatze holen und von einem hübschen Mädchen kühl pusten lassen.“
„Laß uns noch warten.“
Ferdinand wusste nicht, wie lange er seine Männer weiter hinhalten konnte, aber er war sich sicher, dass er recht behalten würde.
„Scheiß auf das Zarengold! Wir finden auch woanders genug Beute!“
„Halt’ Maul!“ fuhr ihn Ferdinand scharf an, „ich sage, wir warten!“
Im Hintergrund hörte er andere Männer seiner Mannschaft murren, die das Gespräch verfolgt hatten.
„Hier! Trink!“ rief Ferdinand versöhnlich und warf eine Buddel Rum schwungvoll genau in Ketten-Hannes Arme hinunter. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und es schien, als hätte er den Disput vergessen.
Dafür trat ein anderer, sehr viel jüngerer Mann heran, der schmächtig und kraftlos wirkte, dessen arrogante Körperhaltung gepaart mit wachsam blickenden Augen jedoch jede Menge Ehrgeiz verriet.
„Käpt’n, Hannes hat recht! Wir können hier noch ewig rumhängen und dabei erfrieren, ersaufen, verhungern oder verdursten – es wird kein Schiff kommen.“
Bedächtig wendete sich Ferdinand zu dem jungen Freibeuter, bedächtig und langsam kletterte er auf das Deck hinunter. Dann trat er dicht vor Wilfrid Zeew, der ihn misstrauisch beobachtete und sagte so ruhig wie es ihm inmitten des tosenden Meeres möglich war und ohne seinem Blick auszuweichen:
„Ich sage – es wird kommen! Und ich bin der Kapitän, wie du richtig bemerkt hast!“
Spontan begannen die Männer der Mannschaft, die dabei zugegen waren, laut „ Ein Schiff wird kommen“ zu grölen, einen Schlager, der erst mehrere Jahrhunderte später bekannt und beliebt werden sollte, wobei sie sich unterhakten, ausgelassen schunkelten und anmutig ihre Beine im Takt hoben.
„Ruhe, verdammt!“ schrie der berühmte Kapitän, „Wollt ihr mich verarschen?“
„Jaaaa!“ hörte er eine vorwitzige Stimme.
Ich sollte endlich mal wieder jemanden kielholen lassen, längsseits, dachte er grimmig und seine meergrauen Augen blitzten kalt. Die Besatzung wurde zu aufmüpfig. Aber er war sich auch darüber im Klaren, dass er jeden von ihnen brauchte, wenn er seinen Plan erfolgreich durchführen wollte. So ein Schiff konnte er nicht alleine kapern.
„Hört mal zu Leute. Ich verspreche euch, nur eine Woche noch. Wenn bis dahin nichts passiert ist, dann segeln wir wieder südwärts.“
Die Männer antworteten nicht, doch er sah einige zustimmend nicken. Na also! Ein kleiner Aufschub war besser als gar keiner.
Die Operation ist vorbei und die Ärzte wissen jetzt, was es ist. Mein Vater hatte einen Dickdarmdurchbruch. Da der Darminhalt in den Bauchraum gewandert ist, ist dieser entzündet. Die Ärzte überlegen jetzt, ob sie meinen Vater gleich für einige Tage in Narkose halten, da nochmal eine zweite Operation nötig sein wird, weil der Bauchraum gespült werden muss usw. Morgen Vormittag erfährt meine Mutter weiteres. Jedenfalls war es wirklich eine lebensbedrohliche Situation.
Mein Bruder rief gerade an, um mir mitzuteilen, dass mein Vater im Krankenhaus liegt und jetzt gerade notoperiert wird. Ihm ging es schon den ganzen Tag nicht gut, bis meine Mutter den Arzt gerufen hat. Er selbst wäre ja selbst nie ins Krankenhaus gegangen, aber er war schon nicht mehr ansprechbar, so dass er auch keine Einwilligung mehr für die Operation geben konnte. Die Ärzte vermuten, dass es eine Embolie im Darm ist. Meine Mutter und mein Bruder sind jetzt wieder zu Hause, aber um Mitternacht erfahren sie, wie die Operation verlaufen ist. Da ich Spätdienst hatte, haben sie mich natürlich erst viel später erreicht.
Irgendwie ist das schon ein Schock, obwohl es ja früher oder später zu erwarten war. Und ich bin froh, dass das nicht gerade im Urlaub meiner Mutter passiert ist, denn da ich ja nur alle zwei bis drei Tage vorbeigeschaut habe und meine Vater selbst nicht telefoniert, wäre ihm wohl nicht mehr zu helfen gewesen.
Ich schloss gerade die Tür hinter meinem männlich-cool die Treppe hinabspazierenden Besucher, der seine Lederjacke lässig über die Schulter geworfen hatte und auf dem tiefer gelegenen Absatz noch einmal hochschaute, um mir zuzulächeln, als ich bemerkte, dass die Tür der Nachbarwohnung einen schmalen Spalt offen stand.
Den Kopf erneut in den Hausflur gestreckt spähte ich angestrengt hinüber. Sofort wurde der Spalt leise geschlossen. Spionierte mein Nachbar mir hinterher?
Lustlos machte ich mich an die Arbeit, die Putz- und Staubberge in Mülltüten zu schaufeln, in welche ich außerdem ganz oben die verstaubten Abdeckfolien stopfte.
Nachdem die Fußbodenfolien weg waren, musste ich zu meinem Ärger bemerken, dass der schmierige schwarze Staub an einer kleinen Stelle durch die Folie hindurch auf den elfenbeinfarbenen Teppich gewandert war. Ein kleiner Riss vermutlich. Ich ließ alles stehen und liegen, zerrte den Bodenstaubsauger fluchend über die Zimmerschwelle und brachte ihn mit ein paar gezielten Tritten in Position.
Doch selbst als ich den Saugaufsatz abmontierte und mit dem puren Gebläse arbeitete, wollte der Fleck nicht verschwinden. "So ein Mist! Verdammte Sch...... noch mal!“ schimpfte ich wütend und rubbelte mit Papiertaschentüchern, Schwämmen und Handbürsten daran herum, was dem Fleck aber nichts anzuhaben schien. Das Schwarz hatte sich mit dem Elfenbein zu einem schmutzigen Grau vermischt, welches mich als scheußlicher Schandfleck sofort ansprang, wenn ich einen Blick auf den Fußboden warf. Ich beschloss, dass ich außer zu Renovieren auch noch genau so gut einen neuen Teppich verlegen könne. Doch vorerst waren das Weißen der Decke und das Tapezieren fällig. Zum Glück hatte ich mir die nächsten Tage freigenommen.
Schwitzend bugsierte ich den ersten Müllsack (wie konnte ein bisschen Staub und Sand so schwer sein?) vier Treppen nach unten und überwand zusätzlich eine Kellertreppe, bevor ich vor der schweren Stahltür mit dem riesigen grinsenden Totenkopf (wer hatte den da eigentlich aufgemalt?) halt machte und verschnaufte. Ich hätte die Warnung nicht in den Wind schlagen sollen. Doch noch ahnte ich nichts von dem Grauen, welches mich in den düsteren Katakomben des Hauses erwarten würde. Mit einem leichten, mir um den Nacken streichenden Unbehagen betrat ich den spärlich beleuchteten Keller. Es roch nach Rattenfäule und Moder, süßlich.
Aus allen Richtungen gähnen mich die schwarzen Löcher der endlosen Gänge an, in die das trübe Licht der kleinen Wandfunzeln nicht hineinreicht. Vorsichtig weitergehend versuche ich angestrengt etwas in ihnen zu erkennen. Sehr fern von mir ist ein feines Rascheln zu vernehmen. Schritte. Angespannt bleibe ich stehen und lausche. Doch die Dunkelheit scheint nun jedes Geräusch in ihrem schwarzen Schlund verschluckt zu haben. Plötzlich höre ich Worte in einer fremden Sprache. Es ist Russisch, erkenne ich. Dumpf und grollend dringen die Sätze seltsam monoton an mein Ohr, eine Männerstimme. Sie klingt irgendwie verzerrt und unheimlich. Ich verstehe nicht, was sie sagt. Mein Herz beginnt lauter zu klopfen. Zu laut wie ich finde. Ängstlich spähe ich in die verwinkelten Durchgänge um mich her.
Einige Meter weiter, bei einer Abbiegung, beginnt das Licht auf einmal zu flackern. Ein kurzes Summen ertönt und es erlischt. Erstarrt bleibe ich stehen, versuche meine Augen an die plötzliche undurchdringliche Finsternis zu gewöhnen. Lausche furchtsam hinein. Nur noch der eigene Atem dringt an mein Ohr. Die Stimme ist verstummt. Taste mich mit den Fingerspitzen zur Wand. Loser Mörtel rieselt herab. Die unverputzten Steine schmeicheln sich rauh und scharfkantig in meine Hand.
Ich erreiche den Lichtschalter. Er funktioniert nicht. Langsam schiebe ich mich Schritt für Schritt an der Wand entlangtastend den Gang voran. Es erscheint mir irgendwann, als habe ich die Richtung verloren. Endlos ziehen sich die Mauern mit ihren Vorsprüngen, Holzverschlägen, Lüftungsgittern und Eisenklappen hin. Im Dunkeln herumirrend pralle ich gegen etwas großes und weiches, springe erschrocken zurück. Unwillkürlich treten Schweißtropfen auf meine Stirn. "Hallo?“ rufe ich fiebsig und bin nicht sicher, ob ich eine Antwort darauf bekommen möchte.
Panisch taste ich mich zurück zum nächsten Durchgang, nicht mehr auf die Wände achtend, an denen ich mich immer wieder schmerzhaft schramme. Grober Mörtelstaub fällt in die Ärmel meiner Jacke auf die nackte Haut meiner Unterarme. Die Hände brennen voller Splitter von den groben Holzverschlägen, doch ich merke es kaum. Etwas bewegt sich in meinem Haar. Ich eile durch die finsteren Gänge, suche nach einem Ausgang. Mir ist, als hörte ich Schritte hinter mir, als würde mir jemand folgen. Blind und angstvoll stolpere ich weiter in irgendeine Richtung. Ein blasser Lichtstrahl zwängt sich trostbringend durch einen Türspalt. Ich fliehe ihm entgegen und so erreichte ich endlich wieder die Stahltür mit dem Totenschädel, das Tor zur Unterwelt. Doch obwohl diese sonst immer offen stand, war sie nun anscheinend fest verschlossen, denn ich bekam sie nicht auf, obwohl ich mich mit aller Kraft dagegen warf.
Hastig suchte ich nach dem Kellerschlüssel in meiner Jackentasche und spürte, wie sich meine Panik steigerte, als ich unter mir, aus einem der verwinkelten Gänge erneut Schritte hörte. Ich nahm alles nur noch seltsam entfernt wahr und glaubte in einem Albtraum zu sein, aus dem ich jeden Moment erwachen würde. Zittrig probierte ich jeden Schlüssel an meinem Schlüsselbund durch, doch keiner passte. Zufällig kam ich dabei gegen den Lichtschalter und zu meiner Verwunderung funktionierte er wieder. Schnell drückte ich mich in einen der Gänge, der von den Schritten weg führte und fand einen zweiten Ausgang zum Hof.
Erleichtert atmete ich auf, als sich mein Schlüssel mit Leichtigkeit in das Schloss senkte und es mit einem leisen Quietschen öffnete.
In meinen Zebraleggins hetzte ich einmal um den ganzen Block und achtete kaum auf die amüsierten Blicke der Leute, die mir grinsend hinterher schauten. Dann erreichte ich den Hausflur von der Straßenseite aus. Den Müllsack hatte ich im dunklen Keller vergessen, doch nichts würde mich jetzt wieder da hinunter bringen. Als ich in der dritten Etage war, hörte ich, wie jemand die Kellertüre zuschlug und die Stufen hinaufkam.
Schnell hastete ich noch das letzte Stückchen bis zu meiner Wohnung und versteckte mich dort, wobei ich mich hinter dem in die Tür eingelassenen Spion positionierte. Und – irgendwie hatte ich es geahnt - , mein Nachbar Herr Luchterhand, so hieß er nämlich, erschien vor meinem unsichtbaren Auge und betrat seinen Korridor. Das einzige, was ich erhaschen konnte, war ein kurzer Blick auf eine buchefarbene Kommode, über welcher ein Schwarz-Weiß-Poster prangte.
die schlechte: für Ihr Alter sind Sie ....na ja... (die Ärztin sucht nach einer Umschreibung für 'schlaffer Sack'...) nicht so fit, wie Sie sein sollten. Sie müssen Sport treiben! Dreimal die Woche 30 Minuten bis Sie schwitzen." Ja, Moment mal, ich schwitze seit Wochen STÄNDIG vom Sägen, Hämmern, Schrauben, Streichen, Leiter hoch- und runterklettern und so weiter und so fort. Zählt das etwa nicht? Ich überlege krampfhaft, wie ich meiner Ärztin verklickern kann, dass 24 Stunden für einen Tag einfach zu kurz sind, um neben der praktischen körperlichen Betätigung auch noch unpraktischen Sport zu treiben. Da legt sie mir die Blutdruckmanschette an und meint zu mir, dass ich eventuell keine viertel Tablette zusätzlich nehmen muss, sondern bei einer halben bleiben kann, wenn ich Sport treibe. "Was meinen Sie? Schaffen Sie das?" und misst mir genau in diesem Moment den Blutdruck. Ja ist es da ein Wunder, dass dieser auf 180 ist? Also ehrlich mal! Man stellt doch nicht so eine Frage und misst dabei den Blutdruck! Wenn ich gelogen und geantwortet hätte: "Aber sicher, das schaffe ich doch locker.", wäre er wahrscheinlich gar noch auf 200 angestiegen. Das ist ja, als würde man jemandem die Pistole auf die Brust setzen und dabei den Blutdruck messen. Jedenfalls scheint die Sportabwehrreaktion meines Körpers noch gut zu funktionieren........*grmmpfff*
hab ich auch mal wieder in meinen Suchbegriffen gestöbert, um zu schauen, was da für Abartigkeiten zum Vorschein kommen. Den konkurrenzlosen ersten Platz nimmt im übrigen immer noch die Goldene Hochzeit ein, sehr weit später gefolgt von den Sonnenblumen und der Prostituierten.
wie renoviere ich meine wohnung (das musste ja kommen)
wie schreibe ich einen liebesbrief (Nun ja.....)
wie mache ich ein betriebskonzept (Noch was?)
fbi ausweis selber machen (Ähm....?)
was tun wenn man genervt ist (Bin ich die Telefonseelsorge?)
warum träume ich immer ich müsste die ganze zeit alle menschen vor banditen schützen (Nun, vielleicht leidest du unter dem sogenannten Retter-Syndrom.)
was macht die Katze den ganzen Tag (Also wenn ich an meine denke, würde ich sagen schlafen.)
wann muss ich Handwerker in die Wohnung lassen (Nur mit Vorankündigung des Vermieters!)
zelten in der wohnung (spart jedenfalls die Renovierung)
vorbeugung des saurer regen (Was soll ich denn noch alles wissen?)
balzverhalten homo sapiens (ein weites Feld)
ich möchte eine frau werden (Trau dich!)
Tischlergesellenprüfung Sommer 2006 (ich habe es geahnt)
james bond küche tauchanzug (James Bond in meiner Küche? Oh ja! Nehme ich auch im Tauchanzug!*juchz*)
entenbraten in rotweinsoße
omas hirschrollbraten (also wie man mit den letzten beiden Suchbegriffen auf meinen Blog gelangt, ist mir echt ein Rätsel)
50jährige Schlafmütze (so alt bin ich noch nich)
viviana hat gar keine homepage (Achso?)
Karel Gott news
bilder von fetten männern
gruselgeschichten kostenlos
bilder abgeschnittener Finger
hinrichtungsbericht
indianische Marter
grusskarte fesseln
darbringung-im-tempel, verschollen
kobra tänzerin
tänzerin klatschnass
tänzerin zum geburtstag
prostituierte mit einem bein
prostituierte hornbach
tempel korinth sklavinnen
götterwelt in babylon
el baal astarte
seelensitz
gotteslob digital
schlappschwänze lateinisch
numerologie vatikan
engel07 kahl
personifikation mondnacht
sektflaschen gestapelt
kreativität zucker hirnhälften
linke pupille drogen
index verbotener bücher
kill bill mathematik
...eine Reform durch eine Reform durch eine Reform durch eine Reform durch eine Reform reformiert werden muss, sollte man sich fragen, ob diejenigen, die für die Reformen verantwortlich sind, tatsächlich wissen was sie tun.
Die Sonne und der Regen fechten heute einen harten Kampf miteinander aus. Mal behält dieser und mal jener die Oberhand.
Jedenfalls ist es zu kalt, um es sich auf dem Balkon gemütlich zu machen, was ich zwar lieber getan hätte, aber dafür bin ich wenigstens mit dem letzten Kleinkram im Bad fertig geworden. Es sieht jetzt aus wie neu, bzw. fast neu, und die Reste des Terassenparketts haben wirklich gerade so noch gereicht, um sie im Bad auszulegen. War ja eigentlich nicht geplant, aber es war noch so viel übrig und irgendwie finde ich, dass das eine gute Idee gewesen ist, weil sich das Holz barfuss sehr gut anfühlt. Es ist viel wärmer als die Fliesen, man braucht also keinen Duschvorleger oder ähnliches. Allerdings ist es wirklich knapp gewesen, denn hinter dem Klo fehlt ein kleiner Streifen Fliesen, da ich nur noch halbe hatte. Immerhin bin ich schon froh, dass ich die Fliesen um das Klo herum vernünftig ausgesägt bekommen habe. Ich habe mir dafür extra Papierschablonen angefertigt, die ich dann auf die Fliesen übertragen habe. Und - wer hätte das gedacht - die Fliesen passen fantastisch zu meinem neuen Spiegelschrank aus Holz, der eigentlich nur ein Frustkauf gewesen ist, da ich schon seit Jahren nach einem neuen Spiegelschrank suchte. Leider kann ich nicht irgendeinen nehmen, da es in dem kleinen Bad auf jeden Zentimeter Tiefe ankommt. Mein alter Spiegelschrank war 16 cm tief und das war schon das höchste der Gefühle, aber nachdem mein Mückenschutzspray ein Loch in den Plastikboden geweicht hatte, war er absolut nicht mehr haltbar. Jeder Zentimeter mehr entscheidet darüber, ob man noch bis zum Klo durchkommt oder vorher erschlagen wird. Leider beginnen die neuen Spiegelschränke alle fast ausschließlich ab 18 cm Tiefe, was absolut zuviel ist. Das wundert mich ein bißchen, denn es kann doch nicht sein, dass nur ich so ein kleines Bad habe. Schließlich, nach jahrelangem Suchen, fand ich einen in einem Katalog, doch als ich ihn bestellte, war er schon ausverkauft (also bin ich wohl doch nicht die einzige, die ein kleines Bad hat). Dann war ich so frustriert, dass ich einfach auf gut Glück diesen Holzspiegelschrank gekauft habe, denn er gefiel mir zwar, war mit 17,5 cm eigentlich auch noch zu tief. Doch zu meiner Freude mußte ich feststellen, dass sich die 17,5 cm auf den oberen Kranz bezogen, der Korpus aber nur 15 cm mißt, was für mein Bad absolut ideal ist. Das war ein intuitiv guter Frustkauf. Jetzt stört mich nur noch ein bißchen das Plastikregal unter dem Waschbecken. Da ich schon so wenig Platz habe, versuche ich den unter dem Waschbecken natürlich auch irgendwie zu nutzen, allerdings reicht er nicht für einen normalen Waschbeckenschrank. Die passen da alle nicht. Jetzt bin ich am überlegen, ob ich, wenn man irgendwo einfache Teakholzbretter zu kaufen bekommt, mir nicht selbst ein passendes Waschbeckenregal aus ebendiesen bauen sollte. Schließlich habe ich ja schon genug fertige Möbel zusammengebaut. So schwer stelle ich mir das nicht vor. Ich sehe es echt schon kommen, dass ich tatsächlich noch anfange, meine eigenen Möbel herzustellen. Wo soll das noch hinführen?
Von den peinlichen Gedanken an meinen letzten Fettnäpfchenfehltritt, oder genauer gesagt Sahnecremenäpfchenfehltritt, wurde ich durch einen Blick auf die zerfetzte Wand mir gegenüber abgelenkt. Wie ein schwarzes, gesichtsloses Auge beobachtete mich der freigelegte Hohlraum, und dies ist nicht nur eine simple Metapher zur Hebung des künstlerischen Niveaus dieser Geschichte, oh nein, ich fühlte mich tatsächlich auf unbestimmte Weise beobachtet, sobald ich die Wand betrachtete.
Endlich entschloss ich mich aus dem Bett zu klettern, stolperte über eine leere Coladose, die auf dem Fußboden herumrollte (wie die dorthin gekommen ist, war mir ein Rätsel) und griff noch in Unterwäsche, die aus nichts weiter bestand als einem hellblauen Slip, nach dem Hammer, der in einer Ecke lag. Mit einigen geschicktem Schlägen gelang es mir, die Ränder des Loches um einige Zentimeter zu erweitern. Dann nahm ich den Schraubenzieher und schob das, was sich darin befand, mit der Spitze hin zur Öffnung. Es verhakte sich einige Male, doch schließlich, nach geduldigem Fischen, wurde ein kleines Bein sichtbar. Ich vergaß fast zu atmen vor Erstaunen, denn das, was hier das Licht der Welt erblickte, war eine kleine Puppe, kaum größer als zehn Zentimeter. Sie, besser gesagt er, wie ich aus Kleidung und Haarschnitt ableitete, schien mindestens ebenso erstaunt zu sein wie ich, denn er blickte mich mit einem geradezu komisch wirkendem, entsetzten Ausdruck an.
„Ich fasse es nicht. Da hat doch tatsächlich jemand eine Puppe versteckt.“ Fassungslos schüttelte ich mit dem Kopf. „Nein so was. Bei einem Sparstrumpf könnte ich das ja noch verstehen, aber eine Puppe!“ So führte ich noch eine Weile meine Selbstgespräche fort, setzte das Püppchen auf die Fensterbank und genehmigte mir statt eines Frühstücks ein Glas Grapefruitsaft, welchen ich trank und dabei das kleine Ding neben meinem Orchideentopf unaufhörlich anstarrte.
Zufällig bemerkte ich, dass meine Fußsohlen schwarz waren. Ich hatte zwar gestern den herabgefallenen Putz notdürftig zu einem wie mir schien riesigen Haufen zusammengefegt, doch der schmierige schwarze Staub klebte überall auf der Folie und nun an meinen Füßen.
Ich sprang deshalb unter die Dusche, was nicht nur meinen Füßen gut tat, und machte mich mit neuer Energie an die Arbeit. Dieser Mann, Robert hieß er, war völlig vergessen.
Zuerst pinselte ich eine Flasche Tiefengrund auf den sandigen Putz, welche ich hellsichtigerweise ebenfalls gekauft hatte, und als dieser getrocknet war, plünderte ich meine Spachtelpulvervorräte, welche ich in einer großen Schüssel mit Hilfe eines traditionell dekorierten polnischen Volkskunst-Kochlöffels anrührte. Eine Glättkelle war auch zur Hand und nach mehreren Stunden emsigen Rührens und Spachtelns, waren die Ziegelsteine unter einer glatten Füllschicht verschwunden. Zufrieden betrachtete ich das Ergebnis und klaubte einige Klumpen der hellen Masse aus meinen Haaren und von meinem Gesicht, da klopfte jemand an die Tür. „Himmel! Das wird doch nicht wieder mein Nachbar sein?“ betete ich, aber es kam viel schlimmer – es war Robert.
„Hi!“ grinste er und seine Grübchen sprangen mich an, während ich versuchte ruhig zu bleiben und nicht urplötzlich zu sterben.
„Wollte mal schauen, ob du gut angekommen bist und ob es dir gut geht.“
„Danke.“ erwiderte ich zerstreut, damit bemüht, meine bekleckerten Ringelleggings und das verschwitzte Unterhemd mit Würde zu tragen. Dann erst fiel mir auf, dass er immer noch vor der Tür stand und keine Anstalten machte, wieder zu gehen. Also bat ich ihn herein.
Ich merkte, wie sein Schritt kurz stockte, als er das Zimmer betrat. Eine Sekunde für ihn, eine Ewigkeit für mich, und da ich ihm nicht anbieten wollte, auf meinem zerwühlten Bett Platz zu nehmen, standen wir beide etwas verloren in der Gegend rum. Licht fiel in breiten Streifen durch das Fenster, kleine Staubflöckchen tanzten emphatisch zwischen uns in der Luft. Alle Möbel waren noch beiseite gerückt und abgedeckt.
„Hm, sieht nach Arbeit aus.“ bemerkte er scharfsinnig.
„Genau!“ antwortete ich.
„Komme ich ungelegen?“
Dämliche Frage. Die konnte er sich wohl selbst beantworten. Doch ich riss mich zusammen und erzählte schnell, was ich mit dem Zimmer vor hatte, ohne auf seine Frage einzugehen.
Dann wusste ich vor Verlegenheit nicht mehr, was ich sagen sollte und griff schnell nach der kleinen Puppe.
„Schau mal. Die habe ich in einem Ziegelstein gefunden. Ist das nicht komisch?“
Er schien weder etwas Komisches noch sonst etwas Interessantes daran zu finden, ja, ich hatte sogar den Eindruck, dass er mir gar nicht zuhörte. Wahrscheinlich hatte er sich seinen Besuch bei mir irgendwie anders vorgestellt.
„Kann man dich auch mal treffen, ohne dass du gerade blau oder beschäftigt bist?“
Dieser leise Spott in seiner Stimme gefiel mir überhaupt nicht, um es gelinde auszudrücken.
Er hätte sich ja wenigstens an seine gestrige elegantere Umschreibung erinnern können. In mir begann es zu brodeln.
„Du hast mich doch gerade erst zweimal getroffen.“ antwortete ich trocken.
„Ja, eben. Und ich würde es gerne wieder. Ich finde dich sehr nett und ich hätte Lust, mal wirklich einen ganz entspannten Nachmittag mit dir zu verbringen, ganz ohne Stress.“
Toll! Als trächtiges Zebra fand er mich also nur noch nett. Ich seufzte. Er machte einige Schritte zur Tür und trat gegen die Cola-Dose (warum lag die eigentlich immer noch da?), dann zog er ein kleines Kärtchen aus der Jackentasche.
„Hier, meine Telefonnummer. Und auch wenn du nicht anrufen solltest, melde ich mich bestimmt wieder.“ Spitzbübig grinsend platzierte er sie auf einem der Bücherstapel im Flur und drehte neugierig das obere Buch um. Es war „Die Glut der Leidenschaft“. Schlimmer konnte es nicht mehr kommen.
...sind zwar unterhaltsam, aber selten hilfreich.
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Dass Gewebe Web bedeutet, Diener Server, Plätzchen Cookie und Knall auf Pop up, habe ich ja inzwischen mitbekommen. Doch nach einem Schlag Erfrischung und einem tiefen Durchatmen nach dem Ruhegrundsatz, werde ich mich dann doch lieber an die Original-Englische Seite halten.
Ich war auf irgendeinem Fest mit Buden und Schaustellern. Ich glaube fast, es fand im Tierpark statt. Jedenfalls war da ein Mann, der trug altertümliche Kleidung, welche mich ein bißchen an die Uniform früherer Grenadiere erinnerte. Schwarze Stiefel bis genau unter das Knie und weiße Hosen. Dieser Mann schoß rückwärts mit seinen Stiefeln, denn er hatte an diese hinten so eine Art Lauf anmontiert, durch welchen die Kugeln abgefeuert wurden. Als er schoß, traf er zuerst eine Frau, dann seine eigene, die gleich neben ihm stand und noch eine dritte, die in einer Bude verkaufte, und alle drei kippten sofort um. Ich fand das höchst amüsant, lachte und rief "Drei auf einen Streich!" (wobei ich glaube, dass es nur Gummigeschosse waren und den Frauen nicht wirklich was passiert ist).
Danach war ich bei irgendeiner Präsentation anwesend und mir ist so, als wäre ich dabei eine Assisstentin gewesen. Außerdem glaube ich, dass eine der Anwesenden die Großfürstin Sophia Alexejewna war. Vom Präsentationsleiter wurde mir aufgetragen, ich solle in einem Nebenraum auf einer Zeittafel oder einem Kalender ein bestimmtes Datum und Uhrzeit mit einem rosa Punkt kennzeichnen. Er gab mir einen Zettel und ich ging in das Nebenzimmer, wo ich den Zettel las. Die Uhrzeit war frei ersichtlich, es war 17:30 oder 18:30 h, aber das Datum war in einer Art Code oder Rätsel versteckt, weil da von einer anderen Zeitrechnung die Rede war (an den Wortlaut kann ich mich jedoch nicht erinnern). Ich grübelte also, was das für ein Datum sein könne und wo ich auf der Tafel den rosa Punkt setzen soll. Dabei fiel mir auf, dass der Kalender auf der Tafel gar nicht mehr 2006 anzeigte, sondern schon 2007.
Ich schlich die vielen Treppen hinauf, zumindest bemühte ich mich zu schleichen, und als ich meine Wohnungstür aufschloß, hörte ich ein Geräusch, das eine Etage höher vom Dachboden kam. Verwundert schaute ich den dunklen Treppenschacht hinauf, in welchem sich die Stufen im schwammigen Funzellicht verloren. Kurz meinte ich das Gesicht meines Nachbarn über der Treppenbrüstung zu sehen, doch sofort war es wieder verschwunden.
"Hallo?" rief ich und erhielt keine Antwort. Für ein Versteckspiel war ich einfach zu müde, weshalb ich, schulterzuckend, in meine Wohnung trat und fast augenblicklich in das nicht gemachte Bett fiel, welches ich in eine andere Ecke des Zimmers geschoben hatte, bevor ich mit der Renovierung begann.
Das erste, was ich am nächsten Morgen bemerkte, war das pelzige Gefühl auf meiner Zunge. Minuten später meldete sich auch ein dumpf ziehender Schmerz in der Schläfengegend.
In mir wuchs eine Ahnung, dass es da etwas in letzten Nacht gewesen war, das ich besser nicht wissen wollte. Doch kaum hatte ich das gedacht, kam schlagartig die Erinnerung wieder und meine einzige Leserin wird sich sicher vorstellen können, wie ich mich fühlte, als ich mir die Vorkommnisse im silberfarbenen Audi durch den Kopf gehen ließ. Ich kam mir vor wie eine Idiotin.
Noch tiefer vergrub ich mich unter meiner Bettdecke um zu vergessen, doch selbst in diesem finsteren Versteck stöberte mich der feindlichste aller Kritiker auf, um mich mit Selbstvorwürfen zu überhäufen.
Was mußte er nur von mir denken? Wie hatte ich mich nur benommen? Welch ein Glück, dass ich ihm nicht noch Auto vollgekotzt hatte. Oder hatte ich? Nein, bestimmt nicht. Ich war zwar wirklich ziemlich beschwipst letzte Nacht, wie er es milde nannte, aber so sehr nun auch wieder nicht. Doch das war mir nur ein schwacher Trost. Ich hoffte inständig, ihn nie mehr in meinem ganzen Leben wiedersehen zu müssen.
Wenn man von ihrem Leben hört oder liest, wie ich gerade in der Sendung "Russland - Land der Zaren" auf dem History Channel, wird einem klar, dass der Blick und die Haltung nicht nur Pose sind.
Nach Fjodors Tod im Jahr 1682 wurde sein Halbbruder Peter I., später der Große genannt, zum Zaren proklamiert. Peters ältere Halbschwester, Sophia Alexejewna (1657-1704), gelang es jedoch mit Hilfe der Strelitzen, ihren eigenen Bruder, den geisteskranken Iwan V. (1666-1696), zum Mit-Zaren ernennen zu lassen und sich selbst zur Regentin. Nach fehlgeschlagenen Versuchen, Peter um seine Thronrechte zu bringen bzw. ganz zu beseitigen, wurde sie 1689 von Peter I., nachdem er die Volljährigkeit erreicht hatte, zum Machtverzicht gezwungen.
Sie endete übrigens als Nonne, unfreiwillig. Und in Nonnentracht war sie wahrscheinlich noch furchterregender.
Zarewna Sophia Alexejewna
Da hab ich mich heute also mit schleichendem Brummschädel zu meinem Vater begeben, um zu putzen und die Post zu holen und was passiert? Auf der Rückfahrt im Bus fällt doch so ein Besoffener, der mir schon die ganze Zeit seine Bierfahne entgegengeweht hatte, voll auf mich drauf. Oder besser gesagt: er fiel nur gegen mich und ich trat geistesgegenwärtig beiseite, weil ich ihm keinesfalls den Weg zu seinem angestrebten Ziel, den Boden, versperren wollte. Ich dachte erst, der hat einen epileptischen Anfall, da wir ja auf Arbeit auch Klienten haben, die immer mal zwischendurch vom Stuhl fallen, aber anscheinend war er nur zu besoffen um sich festzuhalten, denn er rappelte sich wieder auf. Es ist mir ein Rätsel, warum Betrunkene überhaupt ohne Gurtpflicht mit dem Bus fahren dürfen, wenn es ja nicht mal gesunde und nüchterne Menschen immer schaffen, bei den delikaten Bremsvorgängen das Gleichgewicht zu bewahren. Jedenfalls bin ich jetzt, nachdem mir seit dem Wochenende nur noch beknackte Leute und Neidhammel begegnen, nach dem Migräneanfall und den bescheuerten Träumen, sowie nach der Tatsache, dass ich gestern anderthalb Stunden für einen Verbandswechsel gewartet habe, da man mich in der Praxis schlichtweg vergessen hatte und natürlich nicht zu vergessen dem heutigen Vorfall, zu dem Ergebnis gelangt, dass dies nicht meine Woche ist. Ich hoffe nur, sie vergeht ganz schnell und das möglichst ohne weitere Vorkommnisse. *sich 'nen Knoblauchkranz um den Hals hängt*
Als alles fertig war, sandte Kroisos es nach Delphi und dazu noch zwei große Mischkrüge, einen goldenen und einen silbernen. Der goldene stand früher rechts, der silberne links im Eingange des Tempels. Nach dem Tempelbrande aber erhielten auch sie einen anderen Platz, der goldene steht jetzt im Schatze der Klazomenaier und wiegt achteinhalb Talente und zwölf Minen, der silberne aber in einer Ecke im Vorbau des Tempels. Er faßt sechshundert Amphoren und wird an dem Feste, wo die Götterbilder zur Schau gestellt werden, von den Delphiern mit Wein gefüllt. (S.29)
Als der Schmied sah, wie er sich wunderte, hielt er in der Arbeit inne und sagte: "Freund Spartaner, wenn du dich schon so über die Schmiedearbeit wunderst, wie würde dich erst gewundert haben, wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe. Ich wollte mir nämlich hier auf dem Hofe ein Brunnen graben und stieß dabei auf einen Sarg, der sieben Ellen (Anmerk.: eine Elle ca. 47,4 cm) lang war. Da ich mir nicht denken konnte, daß die Menschen früher soviel größer gewesen als jetzt, öffnete ich den Sarg und sah nun, daß der Leichnam wirklich auch so lang war wie der Sarg. Nachdem ich ihn gemessen, schüttete ich ihn wieder zu." ( S.39/40)
als ich dachte. Jedenfalls bin ich heute früh um Fünf mit einem monstermäßigem Kopf erwacht, im übrigen nach einem Albtraum. Das hatte ich schon öfters und ich frage mich, ob ich die Migräne von den Albträumen bekomme oder umgekehrt die Albträume von der Migräne. Letzte Nacht träumte ich, dass ich mich erst vor irgendwelchen Verbrechern in der Wohnung unter einer Decke versteckt habe, die viel zu klein war. Natürlich fanden sie mich und dann verlangten sie von mir, dass ich Sand siebe. Ich hatte überall Schüsseln voller Sand um mich herum zu stehen und versuchte nun, Steine und Klumpen so auszusieben bis nur noch feiner weißer Sand übrig blieb. Natürlich gelang mir das nie, denn es rutschten immer wieder Steine und Klumpen mit hinein. Dann wachte ich auf, schlief aber wieder ein und träumte, dass Harald Schmidt in meiner Wohnung ist und irgendeinen Schlüssel von mir möchte (ich glaube, für ein Kästchen oder so). Natürlich fand ich den im jetzigen Chaos nicht, weshalb ich mich entschuldigte und erklärte, dass ich gerade neu eingerichtet und umgeräumt hätte. Harald Schmidt ging dann raus auf eine große verglaste Veranda, die sich im Traum an meiner Wohnung befand und direkt in einen Garten führte. Dort hielten sich ein Junge und ein Hund auf. Der Hund war ziemlich merkwürdig, denn er trug blau-gemusterte Bekleidung und hatte einen Rüssel wie ein Ottifant. Er sprang immer hoch und saugte sich mit diesem Rüssel an einer Arschbacke des Jungen fest, bis er daran hängen blieb und herunterbaumelte. Und Harald Schmidt fand das sehr witzig. *augenroll*
Ich habe zwei Kopfschmerztabletten genommen und gehe gleich wieder ins Bett. Auf Arbeit hab ich mich zwei Tage krank gemeldet, muss aber trotzdem heute noch zu einem Arzttermin und morgen Putzen gehen. Ich hoffe, dass ich bis dahin die Kopfschmerzen etwas unter Kontrolle habe.
Ein Denkmal deiner Seele
steht in mir
von Blumen umkränzt
ein lebloses Bild
vergangener Zeit
Und noch immer
ist es nicht gestürzt,
das Relikt einer Diktatur
gegen etwaige Neidgefühle: Obwohl ich nur acht Stunden gearbeitet und nach der Arbeit Putzfrau bei meinem Vater gespielt habe, während meine Wohnung aussieht als hätte der Blitz eingeschlagen, weil ich gestern abend noch auf die Idee gekommen bin, den Fußboden im Bad zu verlegen, fühle ich mich wie durch den Fleischwolf gedreht. Und da ich gestern mit dem Fußboden nicht fertig geworden bin, muss ich eigentlich heute weitermachen, fühle mich aber kaum in der Lage, auch nur noch eine Säge hochzuheben.
Eigentlich denke ich ja immer, ich hätte nichts, worum mich jemand auch nur ansatzweise beneiden müsste. Im Gegenteil. Doch manche scheinen da anderer Ansicht zu sein. Das ist zwar manchmal lästig, aber irgendwie auch immer wieder sehr aufbauend. Denn ich nehme das als ein positives Zeichen, dass ich mich wohl irren muss in der Annahme, in meinem Leben gäbe es nichts erstrebenswertes.
Und es erinnert mich an das Ergebnis des EQ-Tests:
Frau Zu cker kann sich glücklich schätzen, daß dieser Charakterzug bereits sehr ausgeprägt vorhanden ist. Dafür hat sie aber auch einige Anstrengungen unternommen. Schon sehr früh erkannte sie, dass Erfolg etwas ist, das einem nicht durch Zufall begegnet, sondern dass man dafür hart arbeiten muss. Und das hat sie auch getan. Sie erntet also jetzt die Früchte der vorangegangenen Mühen. Dabei haben sich zwei sehr positive Eigenschaften bei Frau Zu cker verfestigt. Nämlich einmal eine gehörige Portion Selbstvertrauen und dazu noch eine Prise allerfeinster Humor. Von diesen beiden Qualitäten kann sie gar nicht genug besitzen. Sie sollte sie deshalb ganz besonders hegen und pflegen und nach Möglichkeiten suchen, diese Talente täglich weiter zu vervollkommnen. Viele Mitmenschen sehen jedoch nur die äußerliche Fassade. Sie glauben, dass Frau Zu cker alles ohne jede Anstrengung gelingt. Oft entwickelt sich dabei ein Gefühl von Neid und Eifersucht. Sie sollte sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sie sollte vielmehr das Bewußtsein genießen, unter schweren Anstrengungen alles so in Gang gebracht zu haben, dass es jetzt mit relativ geringem Kraftaufwand fast von selbst reibungslos funktioniert. Weiter so!
Oder in Abwandlung eines indianischen Sprichworts: Beneide niemanden bevor du nicht in seinen Mokkasins gelaufen bist.
Wie aus Versehen strich ich über seinen ärmellosen, muskulösen Unterarm, streifte seinen Nacken mit meinen Fingern, spürte die feinen Härchen seines Haaransatzes, ließ meinen Zeigefinger die Linie seines Halses hinuntergleiten – im Autoradio stampfte gerade der hypermoderne Goa-Beat eines Ravesamplers und ich war mir nicht sicher, ob es entweder der Technoremix oder aber mein Herz auf mehr Beats per minute brachte -, und schon sah ich mich meine Hand unter sein jeansfarbenes T-Shirt schieben, das so herrlich auf seiner jugendlichen Haut leuchtete. Er fing sie auf und hielt sie fest, wobei er breit lächelte. Warum waren mir diese faszinierenden Grübchen um seinen Mund noch nicht aufgefallen? Wie hypnotisiert starrte ich sie an.
"Du bist süß, wenn du beschwipst bist.“ Wie? Was? Hatte er gerade was gesagt? Ich bin beschwipst? Was soll das schon wieder heißen? Bin ich nur süß, wenn ich beschwipst bin? Und überhaupt, was soll das bedeuten "Du bist süß.“? Süß wie eine Kremtorte - Kremtörtchen. Zuckerguss, Mandelmarzipan, Amarena-Kirsche, Cremesahneschlag......Schlagsahneschlag.......Schlagcremesahne.........
"Ich kann nichts.....nichts................dafür. So.....viel Kremtorte.................“ murmelte ich. Dann schlummerte ich auch schon im Autositz ein.
Wir fuhren und fuhren. Über dunkle Landstraßen, menschenleere Straßen, vorbei an kleinen Dörfern und hellerleuchteten Fabriken, vorbei an drohend aufragenden Windrädern und fernen Kirchtürmen. Die Fahrbahnmarkierung hatte Füße. Kleine, winzige Füße, die sich wie die Beinchen eines Tausendfüßlers unermüdlich fortbewegten, um neben mir Schritt zu halten. Füße.....Laufen....Die Bäume können nicht laufen. Stumm und traurig schauen sie mir aus der Dunkelheit hinterher. Etwas Schwarzes steht auf dem Weg und zwei weiße Stoßzähne wölben sich in die Nacht. Ein Mammut! Zwei kleine Augen blicken mich unverwandt an. Es macht keine Anstrengungen, sich von der Stelle zu bewegen. Ich greife nach dem Speer in meinem Köcher und schwinge ihn drohend über meinen Kopf. Weiße Sichelmonde in der Nacht. Sie blinzeln und ich steche zu. Sahnecreme spritzt aus der Wunde und aus dem Nüstern des Mammuts. In Sahnecreme verendet es.
"Kremtorte......“ nuschelte ich, dann merkte ich, wie mich jemand an der Schulter packte und schüttelte.
"Wir sind da!“
Gerade fünfzehn Minuten hatte er gebraucht, um sich mit dem Wagen vor mein Haus zu stellen und zu fragen, ob ich es alleine bis in die Wohnung schaffe.
Hätte er gefragt, ob er noch auf einen Kaffee mit hochkommen darf, den ich zwar generell nie zu Hause habe, was aber den Frager und mich selten stört, ja dann.......
Aber so, "ob ich es alleine schaffe“......pffff. Was besseres fällt dem wohl nicht ein. Stolz erhobenen Hauptes stakste ich davon.
Ihre Namensrune = Perthro (14)
Geheimnis, Weissagung, Macht des Schicksals und der eigenen Bestimmung, Karma.
Perthro bedeutet Unsicherheit und Geheimnis. Die Rune symbolisiert weiterhin okkulte Fähigkeiten, Initiation, und Wissen über die Zukunft. Sie steht auch für weibliches Wissen, Fruchtbarkeit und Partnerschaft. Perthro bedeutet evolutionäre Entwicklung. Auf der anderen Seite symbolisiert sie Sucht, Stagnation und Einsamkeit.
http://runen.net/voodoo/runen/runen.php