Ich schaue früh aus dem Fenster und denke: Was ist denn hier los? Eine dicke Schneedecke liegt über Straße und Häusern. Ich drehe den Wasserhahn auf, nichts passiert. Nur fast vereistes kaltes Wasser kommt. Ich wasche mich also mit dem eisigen Wasser - da ich wegen Streik eher los mußte, hatte ich keine Zeit zum Kochen - und kaum will ich gehen, fängt ein regelrechter Schneesturm an, daß man kaum die Hand vor Augen sieht. Durch diesen Schneesturm bin ich 3 km bis zum Büro gestapft, oder besser gesagt geschlittert, da der Schnee die Bürgersteige gefährlich glatt gemacht hat. Natürlich brauchte ich dadurch noch mehr Zeit auf meiner Wanderung.
Das Wetter scheint sich mit den Streikenden der öffentlichen Verkehrsbetriebe verbündet zu haben, denn wenn die Leute nicht einmal auf ihr Auto oder das Fahhrad zurückgreifen können, ist Chaos ohne Ende. Zu allem Überfluß will auch noch die Bahn streiken, der die S-Bahn angehört. Es ist also anzunehmen, daß diese ab Montag aebenfalls nicht mehr fährt. Wenn es dann weiter so schneit, ich glaube, dann geht nichts mehr. Kaum zu fassen, daß ich in Berlin lebe. Zur Zeit fühle ich mich wie in der tiefsten sibirischen Wallachei. Vielleicht sollte ich mir ein Pferd zulegen.
Ab morgen und auf unbestimmte Zeit. Zum Glück arbeite ich nicht am anderen Ende der Stadt, sondern nur 3 km entfernt. Mit zügigem Tempo sind die 3 km in einer Dreiviertelstunde zu schaffen, ich habe es bereits vor einiger Zeit beim ersten Streik ausprobiert. Ich komme zwar nur völlig durchgeschwitzt im Büro an, aber Dank den Mottenkugeln von Herrn N. dürfte das gar nicht weiter auffallen. Und das Vorstellungsgespräch am Donnerstag? Nun ja, vielleicht geht Schweiß auch als Enthusiasmus durch. Und wenn ich dann einige Wochen jeden Tag im Laufschritt 3 km hin und 3 km zurückgewandert bin, bin ich wahrscheinlich bis Ostern fit wie ein Turnschuh. Überhaupt sind wir Stadtkinder viel zu verwöhnt, was die Entfernungen betrifft. Ich höre noch meinen Vater erzählen, wie er früher nur zum Milchholen 4 km ins nächste Dorf laufen mußte. Zurück fuhr er mit der Spreewaldbahn, die Milchkanne kippte um, und die Milch schwappte im Abteil lustig von links nach rechts. Ja, wir Stadtkinder sind viel zu verwöhnt.
war heute den ersten Tag nach der Schule wieder im Büro und ich weiß nicht, ob das an der einwöchigen Abstinenz lag und es mir nur so vorkam, oder an irgendetwas anderem, aber der muffige Mottenkugelgeruch war diesen Morgen so stark, daß ich fast rückwärts aus dem Zimmer wieder rausgegangen wäre und am liebsten die Tür zugeschmissen hätte. Er hatte ein Hemd an, welches ich noch nicht an ihm gesehen habe, und ich frage mich, ob dieses Hemd wohl der Hauptverursacher des Geruchs gewesen ist, so kam es mir jedenfalls vor - vielleicht hat er es ja drei Jahre lang in einer Kiste voller Mottenkugeln aufgehoben. Beinahe wäre mir auch was rausgerutscht deshalb, aber ich hab mir gerade noch auf die Zunge gebissen, man weiß ja nie, wie solche Hinweise ankommen. Vielleicht sollte ich mal ganz demonstrativ Räucherkerzen abbrennen oder eine Duftlampe aufstellen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich mich dann mit diesem speziellen Duftgemisch nicht selbst ins Koma versetze.
denn ein Engel kam zu mir und verriet, wie ich meinen Teppich sauber von Wasserflecken, Ruß und Laufstrecken bekomme. Die Mittelchen, auf denen "Teppich" steht, kann man eh im Regal stehenlassen, da die entweder bleichen oder nix nutzen, und alles andere, das ich probierte, wollte nichts fruchten, bis ich auf der Seite von
http://www.frag-mutti.de den Super-Tip fand: Glasreiniger! Da es dort bereits viele begeisterte Stimmen gab, dachte ich mir, es kann ja nichts schaden, wenn ich das auch noch probiere, natürlich mit FARBLOSEM Glasreiniger und - siehe da -, man muß zwar ganz schön schrubben aber dann, Wasserflecken, Ruß und Laufstrecken weg, der Teppich fast wie neu. Halleluja! Danke Mutti! Ich schwöre, ich habe jetzt immer eine Flasche Glasreiniger auf Vorrat.
Eigentlich finde ich, daß mal jemand untersuchen sollte, inwieweit es zwischen der höheren Zahl an Kindsmorden und der geringeren Lust ostdeutscher Frauen zur Achselhaarrasur irgendwelche Zusammenhänge gibt. Wahrscheinlich ist dies ebenfalls eine Folge moralischer Verwilderung, zu welcher in übrigen nicht nur die großzügige Abtreibungspraxis, sondern auch die FKK-Bewegung geführt haben könnte. Dieser Möglichkeit sollte unbedingt nachgegangen werden. Ich betone hier jedoch kategorisch, daß ich weder eine Abtreibung hatte, noch der FKK-Bewegung anhing. Ich habe nur in schöner Regelmäßigkeit meinen Badeanzug vergessen, sobald es im Urlaub an die Ostsee ging.
Kennt irgendjemand diesen Film eigentlich nicht? Ich kann mich noch sehr gut an das Ereignis erinnern, als er im TV erstausgestrahlt wurde. Das war während meiner Schulzeit. Jeder, aber wirklich jeder hatte ihn gesehen, denn jeder schaute West-Fernsehen, selbst die Lehrer. Er war noch tagelang im Gespräch und auf dem Schulhof häuften sich die Parodien und Witze über untote Seeleute.
Ein Schiff wurde in Vorzeiten vom Kurs abgebracht, zerschellte an einem Riff und seine Besatzung ertrank qualvoll. Piraten raubten das Gold und finanzierten damit den Bau einer Küstenstadt. - Diese Legende erzählt ein Seemann den Kindern in jener Küstenstadt. Und er warnt sie, denn eines Tages werden die Geister der ertrunkenen Matrosen fürchterliche Rache nehmen. Da berichtet die Radiosprecherin Elizabeth (Jamie Lee Curtis) von einer herannahenden riesigen Nebelwand. Diese Nebelwand lebt, sie birgt die Geister der Ermordeten und grauenvolle Dinge geschehen.
Wenn ich mich so zurückerinnere, scheint es mir, als sei früher jeder neue Film ein viel größeres Ereignis gewesen als heute. Sogar bei schlechten Filmen. Ich weiß nicht, ob das nur im Osten so war, aber heute kommen und gehen die Filme in rasender Geschwindigkeit, man schafft es gerade noch, sie zu registrieren, bevor man sie wieder vergessen hat und ein Film wie "The Fog - Der Nebel des Grauens" hätte heute keine Chance mehr, länger als drei Wochen im Gedächtnis der Menschen zu bleiben. Diese Nacht wird er wiederholt und natürlich ist es wie mit allen alten Horrorklassikern, was einen vor Jahrzehnten das Gruseln lehrte, wirkt in der heutigen Zeit und ihm Vergleich zu aktuellen Horrortrips nur noch komisch. Deshalb meine ich, die Horrorklassiker von gestern, sind die Komödien von morgen.
läuft Uranus durch das 9. Haus in meinem Horoskop. Ich wage dazu keine Prognosen, da sich diese Transite langsamer Planeten doch oftmals sowohl subtil als auch überraschend (anders) äußern, immer jedoch recht eindeutig, zumindest im Nachhinein betrachtet. Ich las aber folgende Deutung:
Sie interessieren sich für Glaubenssysteme und philosophische Fragen, durch die Sie einen Sinn in Ihrem Leben erkennen können, und gehen dabei über die bestehenden, konventionellen Systeme hinaus. In Ihrer rebellischen Haltung glauben Sie nicht einfach, was Ihnen gesagt wird: Sie lieben es durchaus, den Ketzer zu spielen oder die Position des Advocatus Diaboli einzunehmen.
Je offener und toleranter Ihre geistige Haltung ist, desto mehr werden Sie von dieser Zeit profitieren und Quantensprünge der Erkenntnis machen. Auch weite Reisen bieten sich dafür an, doch werden diese jetzt kaum den Charakter von Pauschalreisen haben! Vielmehr sollten Sie sich auf Überraschungen und unerwartete Ereignisse einstellen, die Ihre gesamte vorherige Sichtweise umkrempeln.
Vielleicht sind die Erfahrungen nicht immer angenehm. Im Nachhinein werden Sie aber entdecken, dass Sie sich von vielen einschränkenden Grenzen in Ihrer Vorstellungswelt
befreit haben und weltläufiger geworden sind. Sie haben die Enge Ihres gewohnten Horizontes verlassen und einen neuen, weiten Überblick gewonnen. Dadurch verändern
sich auch Ihre Zielvorstellungen vom Leben: Sie suchen die Freiheit in der Expansion Ihrer Lebensmöglichkeiten. Krass ausgedrückt: Wenn Sie bisher eine ruhige Beamtenlaufbahn
angestrebt haben, werden Sie jetzt Impulse zum Weltenbummler und Abenteurer in sich spüren. Da dieser Prozess der Sinnfindung Jahre in Anspruch nimmt, sollten Sie sich Zeit lassen, damit Sie keine überstürzten Schritte unternehmen. Auch bei aller Ungeduld - gut Ding will Weile haben!
Ok, der erste Absatz ist eigentlich nichts Neues. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, wohin sich mein Horizont noch erweitern sollte und könnte, aber wahrscheinlich ist dies der beste Beweis, daß die Grenzen meiner Vorstellungswelt tatsächlich immer noch zu eng sind, aber bitte, könnte nicht endlich mal wieder ein Planet vorbeikommen, der mir Lust auf eine ruhige Beamtenlaufbahn macht? *seufz*
Sehr interessante Beschreibungen zu Pluto in den Häusern und teilweise recht treffend, zumindest bei mir:
http://www.astrotext.ch/images/PDF/Georgette%20Shirahama%20Pluto%20in%20den%20H%E4usern.pdf
und spinne anscheinend. Als ich gerade von der Arbeit kam, wollte ich die Post aus dem Briefkasten nehmen. Über den anderen Briefen steckte ein Din A5- Umschlag mit gelben Blumen, ziemlich sicher normale Werbung. Als ich erst die Briefe darunter griff, rutschte er und rutschte und rutschte und rutschte - natürlich alles im Bruchteil einer Sekunde - und war wie vom Erdboden Briefkasten verschluckt, nix mehr da, als sei er durch den Boden des Briefkastens gewandert. Ich habe diesen nach irgendwelchen Ritzen abgesucht, durch welche der Umschlag gerutscht sein könnte, doch erfolglos. Ich fand weder Ritzen noch Umschlag.
Ist das jetzt das erste Anzeichen einer geistigen Umnachtung? Halluziniere ich? Ich sehe es noch förmlich vor Augen, wie er rutschte und rutschte und ich im gleichen Moment dachte, so tief kann der doch gar nicht rutschen. Dann war er weg. Oh Gott, ein Glück ist Wochenende sonst sehe ich wohl bald noch grüne Menschen Männchen.
Ein letzter Akt des Patriotismus sollte dem Meister aber noch beschieden sein: Im London des Zweiten Weltkriegs läßt er Karten mit seinem Konterfei drucken, auf denen er Zeige- und Mittelfinger zum V-Zeichen emporreckt — einerseits das Zeichen des Großen Pan, andererseits jenes Victory-Zeichen Winston Churchills, das noch bis heute weltweit immer wieder gebraucht wird. Crowleys okkulte Argumentation geht aber noch tiefer: Das Hakenkreuz der Nazis ist als Sonnenrad ein altes Symbol der Einheit, das V-Zeichen dagegen, das für die »dunklen« ägyptischen Gottheiten Typhon und Set-Apophis steht, stellt den Dualismus über die Einheit und ist daher als einziges geeignet, ihm wirkungsvoll Paroli zu bieten.
Wen überrascht es da noch, daß Crowley hartnäckig behauptete, Churchill habe dieses Zeichen auf seine Anregung hin übernommen, um die Moral in der Truppe und an der Heimatfront zu stärken?
(aus "Aleister Crowley. Die tausend Masken des Meisters" von Ralph Tegtmeier)
Das mysteriöse an der Krankheit ist, dass die Bienen nicht tot in der Nähe ihrer Kolonie aufgefunden werden. Die Brummer fliegen einfach weg, verlassen ihr Lebenswerk, ihre Königin und den Nachwuchs.
(
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,537876,00.html )
Hm, vielleicht moralische Verwilderung? Oder aber den Bienen schmecken einfach die Arbeitsbedingungen und Pflanzenschutzmittel nicht mehr.
Jetzt wird auch klar, warum wir riesige Samenbänke auf Spitzbergen brauchen. Künftig gibt es keine Arbeitslosen mehr, denn jeder, der sonst nichts zu tun hat, wird per Ein-Euro-Job zur Bestäubung durchs Land geschickt. (Ich schlage eine gelb-schwarz gestreifte Arbeitskleidung vor.)
Wer dich einmal sah
vom Söller des Hochgebirgs,
am Saum der Lande
emporsteigen,
aus schwarzem Waldschooss
emporgeboren,
oder purpurnen Meeren
dich leicht entwiegend —
wer dich einmal sah
die bräutliche Erde
aufküssen
aus Morgenträumen,
bis sie, von deiner Schwüre
Flammenodem
heiss errötend,
dir entgegenblühte,
in der zitternden Scham,
in dem ahnenden Jubel
jungfräulicher Liebe —
der breitet die Arme
nach dir aus,
dem lösest die Seele du
in Seufzer
tiefer Ergriffenheit,
oh, der betet dich an,
wenn beten heisst:
zu deiner lebenschaffenden
Glutenliebe
ein Ja und Amen jauchzen —
wenn beten heisst:
in den Aetherwellen des Alls
bewusst mitschwingen,
eins mit der Ewigkeit,
leibvergessen, zeitlos,
in sich der Ewigkeit
flutende Akkorde —
wenn beten heisst:
stumm werden
in Dankesarmut,
wortlos
sich segnen lassen,
nur Empfangender,
nur Geliebter ...
Wer dich einmal sah
vom Söller des Hochgebirgs!
(Christian Morgenstern)
Viele Male in der Nacht treffe ich einen bestimmten Kollegen. Es ist eine ständige Wiederholung, jedoch immer unter anderen Umständen. Die Treffen sind teils freundschaftlich, teils erotisch gefärbt, ohne daß es wirklich zu erotischen Handlungen kommt. Die Erotik stammt mehr aus einer angenehmen Vertrautheit und Akzeptanz. Die Zusammentreffen erfolgen an ganz unterschiedlichen Orten und meist zufällig.
Bei oder nach einem der ersten Treffen bin ich mir darüber bewußt, daß ich ihm meine letzte Bettwäsche geborgt habe. Ich selbst schlafe jetzt nur noch mit dem reinen Federbett, während ich in seinem Bett meine blaue Satin-Bettwäsche sehe. Doch das ist in Ordnung für mich. Nur mit dem Federbett schläft es sich auch sehr gut. Bei unseren mehr oder weniger zufälligen Zusammentreffen finden intensive, aber kurze Gespräche statt, da er es stets eilig hat und ein eher unsteter Charakter ist. So schnell, wie er auftaucht, ist er auch wieder weg. Doch seltsamerweise taucht er immer wieder in meiner Nähe auf und ich weiß das genau, bin mir in ihm sicher, weshalb ich mir keine großen Gedanken darüber mache. In meiner Umgebung dagegen scheint man sich viel mehr über unsere "Beziehung" den Kopf zu zerbrechen, denn es wird mir von verschiedenen Seiten gesagt, wie es eigentlich sein müßte. Einmal sehe ich ihn zum Beispiel auf dem Bahnhof mit einer anderen Frau auf der Wartebank sitzen, dicht beisammen. Jemand neben mir behauptet deshalb, daß ich eifersüchtig wäre. Eifersüchtig? Erstaunt lausche ich in mich hinein, kann aber keine eifersüchtigen Gefühle feststellen. Ich vermute, die Behauptung wurde nicht aufgestellt, weil derjenige weiß, daß ich eifersüchtig bin, sondern weil derjenige sich in dieser Situation keine andere Reaktion vorstellen kann. Neben meinem Kollegen ist in der Lehne der Holzbank ein Text eingeritzt. Ich gehe interessiert näher heran, um ihn zu lesen, kann den Wortlaut aber nicht mehr erinnern. Schließlich fahre ich in der U-Bahn, mit mir meine ehemalige Schulfreundin. Auch sie will mir etwas zu unserer "Beziehung" sagen. Es wird sogar ganz feierlich, indem sie sich mit mir und zwei anderen Personen um einen Tisch setzt, mir einen getippten Text, eine Art Dossier, vorlegt und mir zu erklären versucht, daß er mir eigentlich etwas versprochen hätte, dieses Versprechen aber nicht gehalten hat. Ich kann mich an nichts erinnern, aber ihr Gesicht wirkt empört und auch die beiden anderen Personen, ich glaube, es waren Männer, nicken eifrig. Es ist von einem weißen Kleid die Rede (etwa ein Heiratsversprechen?), doch auch jetzt interessiert mich das alles nicht wirklich. Es überrascht mich eher, daß man sich wegen solchem belanglosen Kram so aufregen kann. Ich fühle mich unwohl, da ich merke, daß die anderen meine Gedanken und Gefühle dazu nicht verstehen können, aber eine Reaktion erwarten. Ich befinde mich in einer Art Entscheidungszwang. Soll ich mich anpassen und mich ebenfalls mit diesen unwichtigen Kleinlichkeiten befassen, bzw. so tun als ob, oder soll ich ehrlich mein Unverständnis äußern, auch auf die Gefahr hin, daß man über mich den Kopf schüttelt?
Bemerkung: Mein Kollege hat tatsächlich ein Versprechen nicht gehalten. Er hat nämlich zweimal versprochen, mir ein paar Holzscheite aus dem Garten mitzubringen und es nicht getan. Will mir der Traum jetzt sagen, daß ich mich darüber aufregen soll? Seltsamerweise bemerkte ich beim Aufstehen einen dunkelvioletten Fleck an meinen Bein, der von der Form mehr an einen Knutschfleck als an einen blauen Fleck erinnert. Ich könnte schwören, der war gestern noch nicht da, aber ich kann mich überhaupt nicht erinnern, mich irgendwo gestoßen zu haben, zumal sich der Fleck auch auf einer unspezifischen Höhe befindet, die weder zu Tischkanten noch sonstigen Möbelstücken passt. Sehr mysteriös.
daß ich eventuell moralisch verwildert bin. Wie heißt es doch so schön:
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert......dumdidum
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,537756,00.html
weil man bei uns ohne Schwierigkeiten bis zur zwölften Schwangerschaftwoche abtreiben konnte, ist es für uns Frauen aus dem Osten quasi etwas ganz normales, unsere Kinder zu töten. Ist ja auch fast dasselbe. Ich frage mich, was die Politiker bloß machen würden, wenn sie das böse vergangene DDR-Regime nicht hätten, dem sie für jedes Problem den schwarzen Peter zuschieben können.
Mit meinem ersten Freund im früheren Kinderzimmer. Sexuelle Handlungen finden statt, doch ist die Situation eher unbefriedigend. Denn leider funktioniert es nur dann mit dem Sex, wenn ich aktiv darauf hinwirke und ihn mehr oder weniger dazu nötige. In diesem Fall läuft es zwar bestens und ist für die körperliche Befriedigung ausreichend, aber trotzdem nervt es mich, immer der aktive Teil sein zu müssen. Ich habe zwar nicht den Eindruck, dass er überhaupt keinen Sex möchte, aber ich frage mich doch, ob er wirklich Interesse an mir hat, wenn er immer bedrängt und wie ein verrostetes Auto angeschoben werden muß. Das Wort „Begehren“ schwebt wie von einer unsichtbaren Stimme hingeworfen im Raume. Ja, ich möchte selbst auch einmal gerne passiv sein und begehrt werden, statt dauernd begehren zu müssen.