Doku läuft im Fernsehen. Ich verstehe: "Wenn ein Objekt dieses Ausmaßes einschlägt, wo ist dann der Kater???" - Hä? was denn für'n Kater? - Verdattert starre ich auf die Mattscheibe und die Lösung folgt sogleich: "Ein Krater bla bla bla...." - Ach ein KRATER! Natürlich! *sich vor den Kopf schlägt*
Welten brechen, erzittern,
eine zerklüftete Heimat,
Skorpione werden zahm,
wo die Mauern kippen,
verlassen den Wankelmut
und die dunklen Risse.
Und ich mittendrin
frag mich wohin,
wenn selbst die Felsen
schutzsuchend sinken
ins grundlose Meer,
das mich einstmals
an seine Ufer spie.
Im Islam besitzt der Teufel blaue Augen...
....Die Araber sehen grundsätzlich in blauen Augen ein böses Zeichen...
....Auch unsere Kultur kennt die dämonischen blauen Augen: In der Magie und im Volksglauben des Nordens sagt man, dass Männer, die mit Wasserwesen schlafen, Kinder mit leuchtend blauen oder wasserblauen Augen zeugen. Bisweilen ist zu lesen, dass das gesamte Geschlecht der Blauäugigen aus der Verbindung von Nixen und Menschenmännern stammt.
(aus "Das große Buch der Farben" von Klausbernd Vollmar)
Eine lange, lineare "Arbeitspipeline", bestückt mit ganz unterschiedlichen Tätigkeiten. Mein Platz befindet sich am hinteren Drittel (schon?). Das Ende der Pipeline ist in Sicht. An dieser Stelle arbeite ich und arbeite. Zwischendurch verschwindet das Traumbewußtsein und taucht genau an diesem Platz wieder auf. Ich meine nun, daß es halb zehn Uhr nachts sein müsse und ich allein in den Arbeitsräumen bin. Auf einer Anrichte steht eine geöffnete Flasche Limo, daneben gestapelte Plastikbecher. Ich versuche das Etikett der Flasche zu entziffern und erkenne "Lein". Oh, wird jetzt aus Lein auch schon Limo hergestellt? Wahrscheinlich ist das so eine Spezialität aus dem Spreewald, wie Leinöl. Gerne würde ich die Limo probieren, weiß aber nicht, wem die Flasche gehört. Andererseits - es ist niemand mehr hier. Ich hebe also einen Plastikbecher ab und gieße etwas Limo herein, probiere. Ja, kann man trinken, nicht schlecht. An meinen Platz zurückkehrend, höre ich plötzlich Geräusche aus den nebenliegenden Büros. Ist etwa doch noch jemand hier? "Ist jemand da?" rufe ich laut, aber bekomme keine Antwort. Als ich die Räume betreten und nachschauen will, kommt mir aus der Tür eine Kollegin entgegen. Sie scheint sehr beschäftigt zu sein. In diesem Moment, als ich sie hier nachts arbeiten sehe, wird mir bewußt, wie bescheuert es eigentlich ist, um halb zehn Uhr abends noch auf Arbeit zu sitzen und ich beginne mich über mich selbst zu ärgern, aber auch über diese Kollegin, die den gleichen Blödsinn macht.
Später im Traum der Anblick eines alten verwachsenen Baumes. Sein Stamm und seine Wurzeln sind so gekrümmt, daß sie nach oben wieder zusammengewachsen sind (oder sind es zwei Stämme?) und jetzt ein Loch in Form eines Herzens bilden.
Ein junger Schneeleopard tigert unruhig in meinem Traum umher.
Eine Stimme sagte folgenden Satz: Es ist ein Gesetz - wo zwei Menschen sich brauchen, ist eine Brücke da zwischen ihnen.
Lange konnte ich mich ja mit Twitter nicht anfreunden, geschweige denn verstehen, wozu man das braucht. 140 Zeichen - viel zu wenig und wenn ich mitgelesen habe, verstand ich dank interner Abkürzungen nur die Hälfte. Inzwischen entdecke ich so nach und nach die Möglichkeiten und bin erstaunt, was man damit so alles anstellen kann. Man kann zum Beispiel auch im Duett twittern, wie hier geschehen:
http://literatur.stangl.eu/695/zwischen-anwardya-west47-getwittert
Hat Spaß gemacht.
....wunderschönes Rückenmark, wunderschöne Bandscheiben, wunderschön speicherungsfähig" - meine Orthopädin kriegte sich kaum wieder ein, als sie die MRT-Bilder der Brustwirbelsäule anschaute. Ich saß neben ihr, starrte ebenfalls auf den Monitor mit den Querschnitten meines Rückens und dachte, erstaunlich, wofür manche Leute sich begeistern können. "Mit der Brustwirbelsäule können Sie Hundert werden." sagte sie schließlich. Jetzt überlege ich die ganze Zeit, wie ich meine Lendenwirbelsäule und mein Becken davon überzeuge, dabei mitzumachen. Jedenfalls steht nun für nächste Woche ein Labortermin, nachdem ich ihr von der mißglückten Mobilisation meines Physiotherapeuten erzählt habe und sie erklärte mir, daß ich, sobald irgendwer bei mir etwas mobilisieren möchte, sofort 'Nein!' schreien soll. Hätte ich vielleicht eher wissen sollen. Und statt Physiotherapie bekomme ich demnächst ein ganzes Jahr (oder waren es sogar anderthalb Jahre?) Rehasport. Bin gespannt.
Rundgang an der historischen Stadtmauer:



Der Kirchplatz:

Die Kirche selbst wird gerade restauriert und ist so hoch wie eine Kathedrale:

Malerische Gässchen und Einkehr in die Kirchenklause:

Danach "Besteigung" der Burg:


Die Kellertreppe auf diesem Bild führt in den Folterkeller, wo man dann neben Schloßgespenstern so etwas besichtigen konnte:

Ich mag ja Ruinen und Burgen, schon in Klein Pompeji bin ich damals in den Überresten des Schlosses herumgekrochen. Als ich hier die vielen Burgkeller sah, rief ich deshalb gleich ganz aufgeregt: "Guckt mal!", worauf meine Schwägerin leicht spöttisch antwortete: "Jaaaa, schöööööne Keller, viele Keller." Irgendwie konnte sie meine Begeisterung wohl nicht teilen. Leider waren sie aber abgesperrt. Danach sind wir um die Burg herumgelaufen, um den Eingang zu suchen und während die anderen unten die Straße nahmen, bin ich direkt am Gemäuer entlanggekrabbelt und bekam nur noch mit einem Ohr mit, wie es unten hieß: "Susanne muß wieder mal da oben rumkriechen..." Na ja, was sein muß, muß sein.*gg*
dieses Buch erhielt ich heute als nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Ich weiß nicht, ob das irgendeine Botschaft für mich sein soll.
dreht zur Zeit total am Rad. Fast hätte ich ihn heute gefragt, ob er gerade seine Arschlochtage hat. Was er so von sich gibt ist wirklich übelerregend und seit zwei Tagen bin ich leicht angenervt. An einer Bemerkung von mir, die ich vor einiger Zeit zu einer Kollegin machte, zieht er sich heute noch hoch und macht alle damit verrückt. Sie hatte eine Bluse in einem schönen Rot an, die mir gefiel, weshalb ich zu ihr sagte, sie habe eine schicke Bluse an, und Herr N. trieb es daraufhin zur Spitze, indem er jede Stunde zu ihr hinlief und ihr sagte, sie habe eine schöne Bluse an und alle anderen Kollegen ständig auf die Bluse von Frau H. aufmerksam machte. Das Verhalten war mir dann schon etwas peinlich und als ich Frau H. gestern am Kopierer traf, erklärte ich, daß es nicht meine Absicht war, einen Running Gag daraus zu machen. Sie meinte, das wisse sie und daß ihr die Aufgedrehtheit von Herrn N. beinahe unheimlich sei. Man könnte glauben, er sei verliebt. Ich habe darauf nichts geantwortet, denn ich glaube, ich weiß es besser, da ich mit ihm im Zimmer sitze. Frau H. liegt zwar nicht wirklich falsch, hinkt aber mächtig hinterher, denn alle Anzeichen deuten darauf hin, daß er sich gerade entliebt hat. Verliebt war er vorher, als er zwar ebenfalls gute Laune hatte, jedoch weniger großkotzig war und in der Mittagspause stundenlang wegblieb. Jetzt sitzt er zur Mittagspause an seinem Platz, drückt ständig irgendwelche Telefonate weg, zerreißt persönliche Briefe ohne sie vorher aufzumachen und führt auffällig oft Wörter wie "Weiber" und "Zuchtkühe" im Mund. Alles ziemlich starke Indizien für meine Vermutung und ich finde, auch seine überdrehte und trampelige gute Laune paß ziemlich gut dazu. Er ist nämlich genau der Typ Mann, der Schwäche bei sich und anderen verachtet. Und die reagieren in solchen Situationen gerne exakt so, daß sie so richtig auf die Pauke hauen. Ich kann nur hoffen, daß er sich bald erneut verliebt, damit er wieder ruhiger wird und trotzdem seine gute Laune behält. Übellaunig ist er auf Dauer bestimmt auch nicht zu ertragen.
Heute gab es frisches Sushi im Supermarkt, ich also gleich drei Packungen mitgenommen. Und der Kassierer an der Kasse fragt mich, ob das Sushi schmeckt. Ich bin nun völlig in der Bredouille - sag ich 'ja' und es schmeckt nicht, ärger ich mich hinterher, sag ich 'nein', dann wundert er sich, warum ich so viel davon kaufe, deswegen sage ich einfach: "Ich weiß nicht, ob es schmeckt." Er läßt jedoch nicht locker: "Ich möchte ja nur wissen ob es schmeckt." Schon leicht grinsend antworte ich spitzfindig: "Ich hab es noch nicht gegessen!" Der Herr hinter mir klinkt sich schließlich ein und meint schlichtend zum Kassierer: "Machen Sie doch einfach mal eine Packung auf!"
Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet, dass ich dir lobsinge und nicht stille werde.
(Psalm 30)
gestern abend hatte ich noch zwei Spinnen in der Küche zu hängen. Nachdem es letzte Nacht zu regnen begann, sind beide heute gleichzeitig spurlos verschwunden. Ob die kein Regenwetter mögen?
wimmelt es von Kreuzspinnen. Jeden Tag finde ich eine andere und das im vierten Stock. Ich habe den Verdacht, in meinem Urlaub dachten sich die zahlreichen ortsansässigen Spinnen: "Oh kreuzdonnerwetter, die fährt zurück nach Berlin. Da fahren wir doch einfach mal mit. Wir haben das Kaff hier so satt."
sollte ich schleunigst zur Beichte gehen, denn ich habe gesündigt. (Ok, wenn erotische Tagträume ebenfalls dazu zählen, sündige ich eigentlich ständig, aber die lassen wir jetzt mal außen vor.) Ich habe meinem größten Laster, der Neugier, nachgegeben und etwas unanständiges gemacht. Nichts sehr unanständiges, denn sooo skrupellos bin ich dann doch nicht, aber etwas unanständiges, was man überhaupt nicht tun sollte. Miss Marple hätte da ganz andere Geschütze aufgefahren. Immer wenn mich die Neugier überwältigt, nehme ich mir ganz fest vor, das nächste Mal stark zu sein und der Versuchung zu widerstehen. Und dann passiert es doch wieder. Aber bei Miss Marple stört es auch keinen, wenn sie herumschnüffelt - außer den Mörder und Inspektor Craddock, so! (War Miss Marple eigentlich katholisch?)