Alien
Es ist eine neuere Version von  AlienInsideTwoday  verfügbar!  Aktualisieren  Jetzt nicht!
© 2018-2023 NeonWilderness

Freitag, 2. März 2007

Gerade suche ich

nach einer passenden schönen Postkarte in meinem unermesslichen Vorrat, da fällt mir eine Karte mit folgendem Spruch in die Hände:

Schreibe wie du redest, so schreibst du schön.
(Gotthold Ephraim Lessing)

Also ich weiß nicht. Vielleicht war das früher so, aber ob das heute noch seine Gültigkeit hat, da habe ich doch einige Zweifel, besonders sobald ich manche Leute reden höre. Erkan und Stefan möchte ich jedenfalls weder hören noch lesen.

Donnerstag, 1. März 2007

Der versteckte Ort

Ich halte mich im Wege einer Reise in einem entlegenen Ort auf, der sich in einem Tal zwischen hohen Bergen befindet. Nicht weit entfernt blicke ich auf drei mächtige, schneebedeckte Gipfel. In diesem Ort gibt es eine alte Ruine, sowie eine Kirche, mit einem sehr schmalen, aber dafür um so höheren Turm. Er wirkt etwas unproportional und nicht sehr stabil. Das interessante an der Kirche ist, dass sie gleichzeitig den einzigen Zugang zur äußeren Welt bildet. Insgesamt ist die Landschaft des Ortes etwas merkwürdig, obwohl ich nicht benennen könnte, woran das liegt. Ich glaube, es ist der Boden - irgendwas ist am Boden anders. Er ist weich, aber keine Erde und auch kein Gras, heller. Die alte Ruine habe ich mir mit dem Arbeitskollegen J.L. bereits angeschaut, jetzt besichtige ich die Kirche. Als ich die Tür öffne, fallen mir die wie in einer Rumpelkammer übereinandergestapelten hölzernen Kirchenbänke auf. Sie sind so riesig, als wären sie für Riesen gemacht, werden aber anscheinend nicht benutzt. Stattdessen wird die Kirche als eine Art Werkstatt für straffällig gewordene Frauen genutzt, allerdings sehe ich nur eine einzige an einem Tisch sitzen und etwas basteln. Ich gehe durch alle Räume bis zur anderen Seite, dem Ausgang zur äußeren Welt. Neugierig gehe ich hinaus und steige ein paar Treppenstufen hinauf. Anscheinend befindet sich hinter dem versteckten Ort eine Stadt mit hoher Populationsdichte. Vor dem Ausgang stehen Jugendliche in Grüppchen und schauen mich ebenso neugierig an, weil sie wissen, dass ich aus dem versteckten Ort komme. Es scheint so, als wollten sie in die Kirche hineinschauen oder sogar hineingehen, da ziehe ich mich wieder langsam zurück, weil mir so viel Aufmerksamkeit unangenehm ist.

Mittwoch, 28. Februar 2007

Großer Gott!

Bei meiner Mutter musste ich mich wie im Knast aufstellen und wurde von vorne und von der Seite fotografiert. Dann erklärte sie mir, dass sie meinen Kopf in Ton modellieren will und wenn der was wird, bekomme ich ihn. Prima! Ich bin überzeugt, dass der was wird, aber muss es ausgerechnet mein Kopf sein? Ich glaube kaum, dass ich mir den ins Wohnzimmer stellen möchte, der löst wahrscheinlich nur negative Gefühle aus, da ich ja sowieso ein gespaltenes Verhältnis zu meinem Wasserkopf habe. Und verschenken kann ich ihn dann auch nicht, da wohl niemand wirklich meinen Kopf haben will, zumindest nicht in Ton.

Dienstag, 27. Februar 2007

Interpretation alter Symbole

Weise Zeichen webt der Alte
mit den Händen in die Lüfte,
nun in düstren Kammern walte,
fügend sich, der Geist der Düfte.

Myrrhe, Salbei und Benzoe
strömen engelsgleich hernieder,
zitternd wellt das Haar, das lohe,
rein und hell wie weißer Flieder.

"Hör, was ich dir sagen will,
Sonne, Mond und alle Sterne,
glaub es nur, steh'n niemals still,
deshalb schau sie an und lerne.

Sieh Saturn mit seinen Ringen
auf der kalten Bahn verweilen,
niemand kann die Zeit bezwingen,
noch gäbe es den Grund zu eilen.

Das Kreuze trägt er Jahr um Jahre,
auch des Löwen kühnen Schweif,
denn er ist der Herr, der wahre,
der Erde schönster Schicksalsgreif."

Der müde Magier legt sie nieder,
Falterhände, die sich breiten,
wird sie nicht gebrauchen wieder,
alt die Zeichen, neu die Zeiten.

Unschuldige Traumassoziation und Kaffeetafellandschaft

Ich assoziere, dass ein Tattoo sowas wie eine Taufe ist.

Darüber, dass ich manchmal den Fotoapparat oder ein Diktiergerät mit in meine Träume nehmen möchte, habe ich schon geschrieben. Diesmal hätte ich gerne Zeichenblock und Bleistift mitgenommen, denn während des Träumens überkam mich das unwiderstehliche Verlangen, diese skurrile Landschaft zu zeichnen, die ich vor mir sah. Ich befand mich auf einem höher gelegenen Hang und blickte also von sehr hoch auf eine Landschaft, die wie eine stark vergrößerte Kaffeetafel auszusehen schien, als wäre ich zu murmelgröße geschrumpft und befände mich irgendwo auf einem Kaffeetisch. Da sah man tassen- und kannenähnliche Häuser und Abhänge, die wie Untertassen überliefen, allerdings nicht mit Kaffee, sondern mit Wasser. Das alles war mit Natur überzogen, so dass es schon wie eine echte Landschaft aussah, aber die Formen einer Kaffetafel waren eindeutig zu erkennen.

Montag, 26. Februar 2007

Auch wenn es erst acht Wochen her ist,

seit meinem letzten Urlaub, bin ich schon wieder urlaubsreif. Keine Ahnung wieso, aber zur Zeit versuche ich auf Arbeit und zu Hause bloß noch den Kopf über Wasser zu halten, dabei gäbe es so viel zu tun. Anstrengendere Arbeiten, besonders körperliche, sind kaum zu bewältigen. Natürlich könnte ich die Schuld auf das physische biorhythmische Tief, auf den benebelnden Neptun gegenüber Mars und transitierendem Saturn oder auch auf den rückläufigen Merkur schieben, aber was nützt mir das? Alle acht Wochen Urlaub machen geht trotzdem nicht und die Wochenenden reichen kaum, um zumindest für den Montag wieder zu Kräften zu kommen. Dabei brauche ich doch immer meine regelmäßigen längeren Gammelphasen, um wieder lospreschen zu können. In meinem Horoskop für Mittwoch steht:

Hegen Sie keine Schuldgefühle, weil Sie nicht so funktionieren, wie andere dies von Ihnen erwarten. Sie sind goldrichtig!
Danke. Das tut gut sowas zu lesen. Selbst wenn es mir nicht wirklich weiterhilft.

Also ich weiß nicht, was das ist,

normalerweise höre ich das Deutschlandradio ganz gerne, besonders wegen der Beiträge, aber zwei- bis dreimal in der Woche haben die abends ein Musikprogramm, dass es einem vor Schmerz bis in die Zehen zieht und ich mich in Krämpfen auf dem Klo winde, in Hörkrämpfen. Wer wissen will, was ich meine, schalte JETZT ein. Das wiederum ist der beste Beweis dafür, dass man Lärm auch leise und klassisch machen kann.

Edit halbe Stunde später: Mist, ich musste schon wieder ins Bad, und ich frage mich ehrlich, wer sowas eigentlich hören will, aber ok, das frage ich m ich ja bei Death-Metal auch immer.

Auszug 2 Geheimlehre II - Stichworte: Fähigkeiten der Menschen und Engel, Elohim Jehovah

Weil durch und in der menschlichen Form sie fortschreitende Wesen werden, während die Natur des Engels rein intransitiv ist; deshalb hat der Mensch in sich die Kraft, die Fähigkeit der Engel zu übersteigen. Deshalb sagen die Initiierten, daß der Brâhmane, der Zweimalgeborene, die Götter oder Devas beherrscht; und Paulus wiederholt es in seinem Briefe an die Korinther:
Wisset ihr nicht, daß wir (die Initiierten) über die Engel richten werden.
Schließlich wird in jeder alten Schrift und Kosmogonie gezeigt, daß sich der Mensch ursprünglich als eine leuchtende unkörperliche Form entwickelte, über welche, wie das in die Form des Bildhauers gegossene geschmolzene Erz, das physische Gerüst seines Körpers von, durch und aus den niederen Formen und Typen des tierischen, irdischen Lebens aufgebaut wurde. Der Zohar sagt:
Die Seele und die Form, wenn sie auf Erden herabsteigen, ziehen ein irdisches Gewand an.
Sein protoplastischer Körper war nicht aus jenem Stoffe gebildet, aus dem unsere sterbliche Hüllen geformt werden. Als Adam im Garten Eden weilte, war er in das himmlische Gewand gekleidet, welches das Gewand des himmlischen Lichtes ist . . . Licht von jenem Lichte, welches im Gebrauch stand in dem Garten Eden. Der Mensch (der Himmlische Adam) wurde geschaffen von den zehn Sephiroth der Jetziratischen Welt, und durch ihre gemeinsame Kraft erzeugten die sieben Engel einer noch niedrigeren Welt den Irdischen Adam. Zuerst fiel Samael, und dann, den Menschen betrügend (?), verursachte er auch dessen Fall. Der Satz, „sie waren Schatten der Schatten der Herren“ - d. i. die Vorfahren schufen den Menschen aus ihren eigenen Astralkörpern - erklärt einen universalen Glauben. Man glaubt im Osten von den Devas, daß sie keine eigenen „Schatten“ haben. „Die Devas werfen keine Schatten“, und dies ist das sichere Zeichen eines guten, heiligen Geistes.

....

Er ist einer von den planetarischen Elohim der Regentengruppe des Saturn. Vers 26 des Kapitels IV der Genesis, wenn richtig gelesen, würde allein schon ihnen ein solches Recht geben, denn er nennt die neuen Menschenrasse - entsprungen von Seth und Enos - Jehovah, etwas ganz verschiedenes von der in der Bibel angenommenen Übersetzung, welche lauten sollte:
Ihm ward auch geboren ein Sohn, Enos; da begannen die Menschen sich selbst Jah oder Yah-hovah zu nennen, nämlich, Männer und Weiber, die „Herren der Schöpfung“. Man braucht bloß den oben erwähnten Vers im hebräischen Originaltexte und im Lichte der Kabbalah zu lesen, um zu finden, daß an Stelle der Worte, wie sie jetzt übersetzt stehen, die richtige Übersetzung lauten sollte:
Da begannen die Menschen sich selbst Jehovah zu nennen; und nicht:
Zu derselben Zeit fing man an zu predigen von des Herren Namen;
welches letztere eine Missübersetzung ist, einerlei ob absichtlich oder nicht. Wiederum die wohlbekannte Stelle:
Ich habe einen Mann von dem Herren.
sollte lauten:
Ich habe einen Mann gleich Jehovah.
Luther übersetzt die Stelle auf die eine Art, die römischen Katholiken anders.
Bischof Wordsworth übersetzt sie:
Cain - ich habe erzeugt - Kain von Kâ´nithi, ich habe erzeugt.
Luther:
Ich habe den Mann, den Herren (Jehovah).
Und der Verfasser von The Source of Measures:
Ich habe gemessen einen Mann gleich Jehovah.
Die letzte ist die richtige Übersetzung, denn (a) ein berühmter Rabbiner, ein Kabbalist, erklärte die Stelle der Schreiberin auf genau dieselbe Art, und (b) diese Darstellung ist identisch mit der, welche in der Geheimlehre des Ostens mit Bezug auf Brahmâ enthalten ist.

(aus "Die Geheimlehre II" von Blavatsky)

Gerade sehe ich im Fernsehen,

wie ein Tischgebet abgehalten wird. Ich finde, dass dies ein immer mehr vernachlässigtes Ritual ist, welches so viel Desinteresse eigentlich nicht verdient hat. Früher wurde bei uns zu Hause immer, zumindest bei großen Mahlzeiten, ein Tischgebet gesprochen. Meistens musste ich das singen und ich gebe zu, ich habe es gehasst, was vor allem wohl daran lag, dass ich damals mit Gebeten noch nicht viel anfangen konnte und es mehr wie ein dressiertes Hündchen gemacht habe. Dazu kam, dass ich schrecklich schüchtern war und damit meine Schwierigkeiten hatte, wenn wir fremde Verwandte zu Besuch hatten. Einmal, ich war vielleicht 5 oder 6 Jahre, war ich so aufgeregt, dass ich statt "Amen" dreimal "Mahlzeit" gesungen habe. Meine Verwandten haben darüber gelacht und fanden es wahrscheinlich überhaupt nicht weiter schlimm, aber mir war das so peinlich, dass ich mich am liebsten unter der Festtafel verkrochen hätte. Trotz dieser eher schlechten Erinnerungen finde ich, dass man viel häufiger Tischgebete halten sollte. Zu wem man letztendlich betet, ist ja irgendwie egal, es geht vor allem darum, nicht alles für selbstverständlich zu nehmen, auch nicht das tägliche Brot, und sich stets daran zu erinnern, dass es etwas/jemanden Höheres gibt, das/der für unsere Nahrung sorgt, indem es das Getreide und die Früchte wachsen läßt, das Wasser gibt und vieles mehr. Dazu kommt, dass man Lebensmittel, besonders Wasser, auch mit Energien aufladen können soll, sei es nun mit positiven oder negativen. Nichts anderes ist im Prinzip ein Tischgebet. Es heiligt die tägliche Mahlzeit, indem es die Nahrungsmittel mittels positiver Gedanken energetisch aufläd. Und nicht zu vernachlässigen ist ebenfalls die positive Wirkung des Tischgebets darauf, dass wir uns wieder BEWUSST werden, was wir wann und wie essen. Vielleicht ist das die beste Diät überhaupt.

Sonntag, 25. Februar 2007

Ich faste...

Es gab heute Schusterjungen mit Bärlauch-Frischkäse, Grünen-Tee-Joghurt, kleine Poffertjes mit Zucker, Fischfrikadellen, dazu Kartoffelpüree mit angebratenem Sauerkraut und Butter, und jetzt Vanillepudding mit Himbeersoße. ;o)

vergelesen

"Milch erschütterte ihre schlechte Gemütsverfassung" statt "Mich erschütterte ihre schlechte Gemütsverfassung"

...

Bei diesen beiden Büchern, wie bei "Tausend und einer Nacht", lernte ich ein für alle Mal, dass man eigentlich nur solche Bücher lesen sollte, die einen dazu zwingen, sie wieder zu lesen.
(aus "Leben, um davon zu erzählen" von Gabriel Garcia Marquez)

Vollkommen meine Meinung, nur leider ist es völlig unmöglich VORHER festzustellen, ob man ein Buch ein zweites Mal lesen wird. Da helfen alle Bestsellerlisten und Rezensionen der Welt nicht.

Samstag, 24. Februar 2007

Nachtgesang

Gegürtet war ich mit den Gespielinnen des Mondes
und gekrönt mit jenem Silbergreif, dem kühnen,
und ein Wächter wachte über meinen Schlaf,
seine Brust bedeckt ein weißes Tigerfell,
und ich weinte, denn mein Freund war der Tiger
(und der Wächter mein Feind).

Getragen hat er mich über Steppen bis zum Horizont,
wo mein Vater saß, auf seinem Thron von Türkisen,
zu seiner rechten den Stab um zu Richten,
zu seiner linken die Feder zu Dichten,
zu seinen Füßen die dunkle, schwarze Nacht,
und ihn erschlug.

Sein Blut strömte in die untergehende Sonne
und die Türkise glänzten wie die stille See,
ein Feuer leuchtete, ungekannt, ungenannt,
dort wo die Schlange sich auf Wurzeln wand,
dort fand man mich und gab den Schleier mir,
den schwarzen.

Der wurde zu dem Himmelszelt, in dem ich ruhte
und der Wächter behütete meinen Schlaf,
so herrlich kleidete ihn das weiße Tigerfell,
dass ich ihn trug wie eine Blume in meinem Haar,
so schlief ich ruhig, ich Treuelose,
und träumte von Sibir.

Also was man so für Einstellungen bei dieser aktuellen Rauchverbotdiskussion

zu hören bekommt, ist schon recht interessant. Da behauptet irgendjemand, Rauchen sei eine ganz normale Emission, wie alle anderen auch, und wenn man ihr nicht ausgesetzt sein will, muss man ihr eben aus dem Weg gehen. Sehr schön. Ich frage mich nun, wie dieses "aus dem Weg gehen" aussehen soll. Wenn ich also als Nichtraucher vermeiden will, von einer Emission namens Zigarettenrauch etwas abzubekommen, sollte ich es erstmal schon vermeiden auf die Straße zu gehen, denn Bushaltestellen sind besonders beliebte Orte um zu rauchen. Ok, ich kann natürlich zu Hause bleiben, aber leider werde ich auch da auf frische Luft verzichten müssen, weil ansonsten stattdessen der Zigarettenqualm des Nachbarn ins Zimmer zieht, der auf seinem Balkon raucht (ein regelmäßiges Ärgernis für mich). Bliebe also nur noch, sich in seiner Wohnung hermetisch mit einer Luftfilteranlage abzuschließen. Damit das hier keiner falsch versteht - ich bin kein militanter Nichtraucher und es macht mir normalerweise auch nichts aus, mal ETWAS (aber nur ein bißchen) Rauch abzubekommen, ich verlange auch nicht, dass ebenfalls noch das Rauchen auf Straßen oder Balkonen verboten wird (obwohl mich letzteres wegen meines Nachbarn wirklich sehr stört, denn schließlich möchte ich ja frische Luft und keinen Zigarettenqualm, wenn ich das Fenster aufmache), aber diese Einstellung finde ich doch etwas daneben. Denn selbst wenn Rauch eine Emission ist, so ist es doch eine relativ leicht vermeidbare Emission, wobei ich mit vermeiden nicht aus dem Weg gehen meine, sondern das Vermeiden der ursächlichen Entstehung. Wenn es nun Leute gibt, die glauben, sich dieser Schadstoffemission unbedingt aussetzen zu müssen, um sich wohlzufühlen, ist es ja wohl das Pferd am Schwan aufgezäumt zu verlangen, dass die Nichtraucher sich hermetisch abriegeln, damit die Raucher ungestört rauchen können. Ich finde, wenn man so denkt, dann wird doch nur andersrum ein Schuh daraus, indem es die Raucher sind, die sich dementsprechend verbarrikadieren, um die Nichtraucher nicht zu stören, was den zusätzlichen Vorteil hätte, dass sie weniger Zigaretten brauchen, da es im hermetisch abgeschossenem Raum ja schon genug Rauch in der Luft gibt. Natürlich ist das jetzt von mir etwas übertrieben dargestellt, aber genau darauf geht diese obige Denkweise hinaus.
Und ehrlich, als ich zuletzt Tanzen war und völlig ohne Stimme wieder nach Hause gekommen bin, nicht weil ich zuviel getrunken hätte, sondern weil ich mich fünf Stunden lang freiwillig in extrem qualmverseuchten Räumlichkeiten aufgehalten habe, hätte ich mir gewünscht, es hätte dort wenigstens eine rauchfreie Zone, besser noch eine rauchfreie Tanzfläche, gegeben.

Freitag, 23. Februar 2007

...

Mein Kleid soll aus Tulpenblüten sein -
sie schimmern wie der Mond,
der stille durch das Fenster fällt,
in deinen blankgeküssten Lippen glüht.

Mein Kleid soll aus Tulpenblüten sein,
wenn ich gehe singen sie,
wie der Wind im Garten nachts,
zärtlich die Silberbirke zausend.

Mein Kleid soll aus Tulpenblüten sein,
wenn ich schlafe netzen sie
meine Haut mit Morgenkühle,
gleich einer spiegelklaren Quelle.

Mein Kleid soll aus Tulpenblüten sein
wenn ich durste neigen sie
ihre Kelche zu meinem Mund
und laben mich mit süßem Nass.

Mein Kleid soll aus Tulpenblüten sein
wenn ich dich liebe dann fallen sie,
wie vom Sturm zerpflückt,
leuchtend auf deine Wege.

Auszug 1 Geheimlehre II - Stichworte: Allegorie Krieg des Himmels und des "Falls", Schaffung des Menschen,

Der „Fall“ ist eine universelle Allegorie. Sie stellt an das eine Ende der Leiter der Entwicklung den „Aufruhr“, d. i. die Thätigkeit des differentiierenden Denkens oder Bewußtseins auf seinen verschiedenen Ebenen, welches Vereinigung mit dem Stoffe sucht; und an das andere, das niedere Ende, den Aufruhr des Stoffes gegen den Geist, oder der Thätigkeit entgegen der geistigen Trägheit. Und hier liegt der Keim eines Irrtums, welcher so verderbliche Wirkungen auf die Intelligenz civilisierter Gesellschaften durch mehr als 1800 Jahre gehabt hat. In der ursprünglichen Allegorie wurde der Stoff - also die mehr materiellen Engel - als der Besieger des Geistes betrachtet, oder der Erzengel, welcher auf dieser Ebene „fielen“. Sie vom flammenden Schwert (oder den tierischen Leidenschaften) hatten die Geister der Finsternis in die Flucht gejagt.
Aber die letzteren hatten für die Oberherrschaft der bewußten und göttlichen Geistigkeiten auf Erden gekämpft und fehlten, unterliegend der Macht des Stoffes. Aber im theologischen Dogma sehen wir das Umgekehrte. Michael, welcher ist wie Gott“, der Stellvertreter des Jehovah, welcher der Leiter der himmlischen Scharen ist - wie Lucifer in Miltons Phantasie der der höllischen Scharen - behält die Oberhand über Satan. Es ist wahr, daß die Natur Michaels abhängt von der seines Schöpfers und Meisters. Wer der letztere ist, kann man durch sorgfältiges Studium der Allegorie des „Krieges im Himmel“ nach dem astronomischen Schlüssel herausfinden. Wie von Bentley gezeigt wurde, sind der „Kampf der Titanen gegen die Götter“ im Hesiod. und auch der Krieg der Asuras, oder der Târakâmaya, gegen die Devas, in der purânischen Legende, in allem übereinstimmend bis auf die Namen. Die Aspekte der Sterne zeigen - Bentley nimmt das Jahr 945 v. Chr. als das nächste Datum für eine solche Konjunktion - daß:
Der beste und vollständigste aller solcher Kalender in der Gegenwart, wie die gelehrten Brâhmanen von Südindien verbürgen, ist der bereits erwähnte Tamil-Kalender, genannt das Tirukkanda Panchânga, kompiliert, wie man uns sagt, aus und in voller Übereinstimmung mit geheimen Bruchstücken von Asuramaya´s Daten. Und so wie Asuramaya der größte Astronom gewesen sein soll, so lispelt man sich auch zu, daß er der mächtigste „Zauberer“ gewesen sei von der „weißen Insel, welche schwarz geworden war vor Sünde“, d. i. von den Inseln der Atlantis.

...

Die „weiße Insel“ ist ein symbolischer Name. Asuramaya soll, z. B. nach der Überlieferung des Jnâna-bhâskara, in Romaka-pura, im Westen, gelebt haben; weil der Name eine Anspielung auf das Land und die Wiege der „Schweißgeborenen“ der dritten Rasse ist. Jenes Land oder Festland war Zeitalter vorher verschwunden, bevor Asuramaya lebte, nachdem er ein Atlantier war. Aber er war ein unmittelbarer Abkömmlich der Weisen Rasse, der Rasse, die niemals stirbt. Zahlreich sind die Legenden über diesen Helden, den Zögling des Sûrya, des Sonnengottes selbst, wie die indischen Berichte angeben. Es ist von geringer Wichtigkeit, ob er auf der einen oder auf der andern Insel lebte, aber die Frage ist die, zu beweisen, daß er kein Mythos war, zu dem Dr. Weber und andere ihn machen möchten. Die Thatsache, daß Romaka-pura im Westen als der Geburtsort dieses Helden der Urzeit genannt wird, ist um so interessanter, weil es so sehr bedeutsam in betreff der esoterischen Lehre über die schweißgeborenen Rassen ist, die Menschen, die aus den „Poren ihrer Eltern“ geboren sind. „ROMA-KÛPAS“ bedeutet „Haarporen“ im Sanskrit. Im Mahâbhârata heißt es von einem Volke mit Namen Raumas, daß es aus den Poren des Vîabhadra hervorgebracht worden sei, des schrecklichen Riesen, welcher das Opfer des Daksha zerstörte. Andere Stämme und Leute werden auch als auf diese Art geboren dargestellt. All dies sind Bezugnahmen auf die spätere zweite und frühere dritte Wurzelrasse.

...

Das mag als eine Abschweifung von dem Hauptgegenstande betrachtet werden: aber es ist eine sehr notwendige mit Rücksicht auf christliche Leser. Denn wer - wenn er ohne Voreingenommenheit die bezüglichen Legenden von Abram, Sarai oder Sarah, welche „schön anzuschauen war“, und jene von Brahmâ und Sarasvatî, oder Shrî, Lakshmî-Venus, mit den Beziehungen aller dieser zum Monde und Wasser studiert hat; - und insbesondere einer, der die wirkliche kabbalistische Bedeutung des Namens Jehovah und seine Beziehung zu, und seinen Zusammenhang mit dem Monde versteht - wer kann zweifeln, daß die Geschichte des Abram auf der des Brahmâ beruht, oder daß die Genesis nach den alten Umrisses geschrieben ward, die von einer jeden alten Nation benutzt wurde? Alles in den alten Schriften ist allegorisch - alles beruht auf und ist untrennbar verknüpft mit Astronomie und Kosmolatrie.

...

Die geheimen Lehren zeigen, daß die göttlichen Vorfahren die Menschen auf sieben Teilen der Kugel erschufen, „ein jeder an seiner Stelle“ – d. i. ein jeder eine äußerlich und innerlich verschiedene Rasse von Menschen, und in verschiedenen Zonen. Diese polygenetische Behauptung wird anderwärts betrachtet, in Strophe VII. Aber wer sind „Sie“, welche erschaffen, und die „Herren der Flamme“, „welche nicht erschaffen wollten“? Der Occultismus teilt die „Schöpfer“ in zwölf Klassen; von welchen vier „Befreiung“ erlangt haben bis zum Ende des „großen Zeitalters“, die fünfte ist daran, sie zu erreichen, aber bleibt noch thätig auf den intellektuellen Ebenen, während die sieben noch unter
unmittelbarem karmischen Gesetz stehen. Diese letzteren wirken auf den menschentragenden Globen unserer Kette.
Die exoterischen indischen Bücher erwähnen sieben Klassen von Pitris, und unter diesen zwei verschiedene Arten von Vorfahren oder Ahnen: die Barhishad und die Agnishvâtta; oder jene, welche im Besitze des „heiligen Feuers“ sind, und jene, welche desselben entbehren. Der indische Ritualismus scheint sie mit Opferfeuern in Zusammenhang zu bringen, und mit Grihastha Brâhmanen in früheren Inkarnationen; mit jenen, welche ihre hausväterlichen heiligen Feuer in ihren früheren Geburten unterhalten haben, wie sie wollten, und mit jenen, welche dies nicht gethan. Die Unterscheidung ist, wie gesagt, aus den Veden hergeleitet. Die erste und höchste Klasse (esoterisch), die Agnishvâtta, werden in der exoterischen Allegorie als Grihastha oder brâhmanische Hausväter dargestellt, welche dadurch, daß sie in ihren vergangenen Geburten in anderen Manvantaras es unterlassen hatten, ihre häuslichen Feuer zu unterhalten und Brandopfer darzubringen, jeden Anspruch darauf verloren hatten, daß ihnen Darbringungen mit Feuer gewidmet werden. Hingegen werden die Barhishad, welche Brâhmanen sind, die ihre hausväterlichen heiligen Feuer unterhalten haben, bis zum heutigen Tage so verehrt. Somit werden die Agnishvâtta als das Feuer entbehrend, und die Barhishad als im Besitze desselben befindlich dargestellt.
Aber die esoterische Philosophie erklärt die ursprünglichen Eigenschaften als durch den Unterschied zwischen den Naturen der beiden Klassen veranlaßt: die Agnishvâtta Pitris entbehren des „Feuers“, d. i. des Zeugungstriebes, weil sie zu göttlich und rein sind; indessen die Barhishad, welche die mit der Erde enger verknüpften Mondgeister sind, die schöpferischen Elohim der Form oder des Adams von Staub sind. Die Allegorie sagt, daß Sanandana und andere Vedhas, die Söhne des Brahmâ, seine ersten Nachkommenschaft: ohne Begierde oder Leidenschaft waren, durchdrungen von heiliger Weisheit, dem Weltalle entfremdet und ohne Begierde nach Nachkommenschaft.

...

Diejenigen, welche nicht im stande sind, den geistigen unsterblichen Menschen zu schaffen, projizieren das unvernünftige Vorbild (den Astralkörper) des körperlichen Wesens; und, wie man sehen wird, waren es jene, welche sich nicht vermehren wollten, die sich selbst dem Wohle und der Erlösung der geistigen Menschheit opferten. Denn, zur Vollendung des siebenfältigen Menschen sind als Zusatz zu seinen drei niederen Prinzipien, und um dieselben mit seiner geistigen Monade zusammenzukitten – welche in einer solchen Form niemals anders als in einem absolut latenten Zustande wohnen könnte – zwei verbindende „Prinzipien“ notwendig: Manas und Kâma. Dies erfordert ein lebendiges geistiges Feuer des mittleren Prinzipes aus dem fünften und dritten Zustande des Plerôma. Aber dieses Feuer ist der Besitz der Dreiecke, nicht der (vollkommenen) Würfel, welche die Englischen Wesen symbolisieren; indem die ersteren sich von der Ersten Schöpfung her in den Besitz desselben gesetzt
haben und dasselbe für sich selbst verwendet haben sollen, wie in der Allegorie des Prometheus. Diese sind die thätigen, und daher – im Himmel – nicht länger mehr „reinen“ Wesen. Sie sind die unabhängigen und freien Intelligenzen geworden, welche in jeder Theogonie als für diese Unabhängigkeit und Freiheit kämpfende dargestellt werden, und daher als – im gewöhnlichen Sinne – „aufrührerisch gegen das göttliche passive Gesetz“. Diese sind dann jene „Flammen“ – die Agnishvâtta – welche, wie in dem Shloka gezeigt, „zurückbleiben“, anstatt mit den anderen zusammen daranzugehen, die Menschen auf Erden zu schaffen. Aber die wahre esoterische Bedeutung ist die, daß die meisten von ihnen bestimmt waren, sich als die Egos der bevorstehenden Ernte der Menschheit zu inkarnieren.

...

Selbst in der chaldäischen Exoterik werden Wesen, welche sich weigern zu erschaffen, und dadurch angeblich dem Demiurgen entgegentreten, als Geister der Finsternis geschmäht. Die Suras, welche ihre intellektuelle Unabhängigkeit gewinnen, bekämpfen die Suras, welche derselben entbehren und als ihre Leben in nutzlosem Zeremoniendienst, welcher auf blindem Glauben begründet ist, verbringend dargestellt werden, - ein Wink. Der jetzt von den orthodoxen Brâhmanen ignoriert wird – und sofort werden die ersteren zu A-Suras.
Typhon schneidet Osiris in vierzehn Stücke, um ihn daran zu hindern, die Welt zu bevölkern und so Elend zu schaffen; und Typhon wird in der exoterischen theologischen Lehre zur Macht der Finsternis. Aber all dies ist die exoterische Schale. Die Verehrer der letzteren sind es, welche die Bemühung
und Selbstaufopferung jener, welche den Menschen zu ihrem ursprünglichen Zustande der Göttlichkeit durch selbstbewußte Anstrengungen verhelfen möchten, dem Ungehorsame und Aufruhr zuschreiben; und diese Verehrer der Form sind es, welche Dämonen aus den Engeln des Lichtes gemacht haben.

...

Von ihnen wurden jene, welche unsere Erde und ihre Sterblichen erschaffen hatte, gerade an die Grenze der mâyâvischen Materie versetzt und ihren Anhängern wurde gelehrt zu denken – zum großen Missbehagen der Kirchväter – daß für die Schöpfung jener im geistigen und moralischen Sinne jämmerlichen Rassen, welche unsere Kugel zieren, keine hohe Gottheit verantwortlich gemacht werden könne, sondern bloß Engel einer niederen Hierarchie, in welche Klassen sie den jüdischen Gott Jehovah verbannten.
Denn wenn man zugesteht, daß das Paar in Unwissenheit von Gut und Böse war, bevor es die verbotene Frucht aß, wie konnte man von ihm erwarten, daß er wisse, daß Ungehorsam böse sei? Wenn beabsichtigt war, daß der ursprüngliche Mensch ein halbverständiges, oder vielmehr verstandloses Wesen bleiben solle, dann war seine Schöpfung zwecklos und sogar grausam, wenn von einem allmächtigen und vollkommenen Gotte bewirkt. Aber Adam und Eva werde, sogar in der Genesis, dargestellt, als geschaffen von einer Klasse niederer göttlicher Wesen, den Elohim, welche so eifersüchtig auf ihre persönlichen Vorrechte als vernünftige und intelligente Geschöpfe sind, daß sie dem Menschen nicht gestatten wollen, zu werden „als unser einer“. Dies ist klar, selbst nach dem buchstäblichen Sinne der Bibel. Die Gnostiker hatten daher Recht, wenn sie den jüdischen Gott als zu einer Klasse von niedrigeren, materiellen und nicht sehr heiligen Bewohnern der unsichtbaren Welt gehörig betrachteten. In Isis Unveiled werden verschiedene dieser gnostischen Systeme gegeben. Eines ist dem Codex Nazaräus, der Schrift der Nazarener entnommen, welche, obwohl sie lange vor den Tagen Christi, und selbst vor den Gesetzen Mosis existierten, Gnostiker waren, und viele von ihnen Initiierte. Sie hielten ihre „Mysterien des Lebens“ in Nazara (dem alten und neuen Nazareth) ab, und ihre Lehren sind ein getreuer Wiederhall der Unterweisung der Geheimlehre - von denen wir einige jetzt zu erklären unternehmen.
Die „schaffenden“ Kräfte bringen den Menschen hervor, aber sie verfehlen ihr Endziel. Alle diese Logoi streben, den Menschen mit bewußtem unsterblichen Geiste zu begaben, reflektiert bloß in dem Gemüte (Manas); sie fehlen, und alle werden als für den Misserfolg, wenn nicht für den bloßen Versuch gestraft dargestellt. Welches ist die Natur der Bestrafung? Ein Urteil auf Gefangenschaft in der unteren oder niederen Region, welche unsere Erde ist, die niedrigste in ihrer Kette; eine „Ewigkeit“ – im Sinne der Dauer des Lebenscyklus – in der Dunkelheit der Materie oder innerhalb des tierischen Menschen.
Den halb unwissenden und halb hinterlistigen Kirchenvätern gefiel es, das anschauliche Symbol zu entstellen. Sie machten sich die Metapher und Allegorie in einer jeden alten Religion zu nutze, sie zum Vorteile der neuen zu drehen. So wurde der Mensch in die Finsternis einer materiellen Hölle umgewandelt; sein göttliches Bewußtsein, erlange von seinem innewohnenden Prinzip, dem Mânasas, oder dem inkarnierten Deva, wurde zu den grellen Flammen der infernalen Region, und unsere Kugel zu dieser Hölle selbst. Pippala, Haoma, die Frucht des Baumes der Erkenntnis wurden als die verbotene Frucht verleumdet und die „Schlange der Weisheit“, die Stimme der Vernunft und des Bewußtseins, blieb für Zeitalter gleichbedeutend mit dem gefallenen Engel, welcher der alte Drache ist, der Teufel!

(aus "Die Geheimlehre II" von Blavatsky)

Auszug 8 Geheimlehre I - Stichworte: Aufzeichnungen der Atlanter, indische Puranen

Es giebt unter den geheimen Büchern ein Werk, genannt der Spiegel der Zukunft, in welchem alle die Kalpas innerhalb von Kalpas, und Cyklen im Schoße des Shesha oder der unendlichen Zeit aufgezeichnet sind. Dieses Werk wird dem Pesh-Hun-Nârada zugeschrieben. Es besteht ein anderes altes Werk, welches verschiedenen Atlantiern zugeschrieben wird. Diese beiden Aufzeichnungen versehen uns mit den Zahlen unserer Cyklen, und mit der Möglichkeit, das Datum zukünftiger Cyklen zu berechnen. Die chronologischen Berechnungen jedoch, welche gegenwärtig mitgeteilt werden sollen, sind jene der Brâhmanen, wie weiterhin erklärt: aber die meisten derselben sind auch jene der Geheimlehre.
Die Chronologie und die Berechnungen der brâhmanischen Initiierten beruhen auf den indischen Tierkreisaufzeichnungen und auf den Werken des obengenannten Astronomen und Magiers - Asuramaya. Die atlantischen Tierkreisaufzeichnungen können nicht irren, da sie unter der Anleitung jener zusammengestellt wurden, welche der Menschheit unter anderem zum ersten Male die Astronomie lehrten.
Aber hier treten wir neuerlich mit Bedacht und ohne Sorge einer neuen Schwierigkeit entgegen. Man wird uns sagen, daß unsere Behauptung von der Wissenschaft widersprochen wird, in der Person eines Mannes, der (im Westen) als eine große Autorität in Bezug auf alle Gegenstände der Sanskritlitteratur betrachtet wird - Professor Albrecht Weber zu Berlin. Das ist nun einmal zu unserm großen Bedauern nicht anders; und wir sind bereit, das zu vertreten, was jetzt gesagt wird. Asuramaya, auf welchen die epische Überlieferung als auf den ältesten Astronomen in Âryavârta hinweist, als auf einem, dem „der Sonnengott Kenntnis der Sterne mitgeteilt hat,“ in eigener Person, wie Dr. Weber selbst bemerkt, wird von diesem auf eine sehr geheimnisvolle Weise mit dem „Ptolemaios“ der Griechen identifiziert. Kein gewichtigerer Grund wird von ihm für diese Identifikation angeführt als der folgende:
Dieser letztere Name (Ptolemaios) wurde, wie wir aus der Inschrift des Piyadasi ersehen, zum indischen „Turamaya“, woraus der Name „Asura Maya“ sehr leicht entstehen konnte.
Ohne Zweifel „konnte“ er das, aber die Lebensfrage lautet: Giebt es irgendwelche guten Beweise dafür, daß er so entstanden ist? Der einzige Beweis, der dafür geliefert wird, besteht darin, daß es so sein muß:
Weil . . . dieser Maya ausdrücklich nach Romaka-pura im Westen gewiesen der große Lehrer der Astronomie ist, gelernt hat oder nicht, sicher ist, daß er den Guru des Garga in Bezug auf seine Kenntnis cyklischer Verwicklungen übertrifft. Er ist es, der die Ansicht über unsern Fortschritt und über unser nationales Wohl und Wehe hat. Er ist es, der die Kriege in Gang bringt und ihnen ein Ende macht. In den alten Strophen wird dem Pesh-Hun zugeschrieben, daß er alle astronomischen und kosmischen Cyklen der Zukunft berechnet und aufgezeichnet und den ersten Betrachtern des Himmelsgewölbes die Wissenschaft gelehrt habe. Und Asuramaya soll alle seine astronomischen Werke auf jene Aufzeichnungen begründet und die Dauer zukünftiger Cyklen bis zum Ende dieses Lebenscyklus oder dem Ende der siebenten Rasse bestimmt haben.
Einerlei nun, ob Asuramaya als ein moderner Mythos zu betrachten ist, als eine Persönlichkeit, die zur Zeit der makedonischen Griechen blühte, oder als das, wofür ihn die Occultisten ausgeben, auf jeden Fall stimmen seine Berechnungen vollständig mit jenen der geheimen Aufzeichnungen überein.
Aus Bruchstücken unermesslich alter, dem atlantischen Astronomen zugeschriebener und in Südindien gefundener Werke wurde der anderwärts erwähnte Kalender von zwei sehr gelehrten Brâhmanen in den Jahren 1884 und 1885 zusammengestellt. Das Werk wird von den besten Pandits als fehlerlos bezeichnet - vom brâhmanischen Standpunkt - und bezieht sich insoweit auf die Chronologie der orthodoxen Lehren.

...

In den indischen Purânen sieht man Brahmâ, den Schöpfer, verschiedene „Schöpfungen“ nach ebenso vielen Mißerfolgen neu beginnen, und zwei große Schöpfungen werden erwähnt, die Pâdma- und die Vârâhaschöpfung, die gegenwärtige, in welcher die Erde aus dem Wasser von Brahmâ in der Gestalt eines Ebers, dem Varâha Avatâra, emporgehoben wurde. Die Schöpfung wird dargestellt als ein Spiel, als eine Unterhaltung (Lîlâ) des schöpferischen Gottes.
Der Zohar spricht von ursprünglichen Welten, welche ebenso bald zu Grunde gingen, als sie ins Dasein traten. Und dasselbe heißt es im Midrasch, wo Rabbi Abahu ausdrücklich erklärt, daß „der Heilige“ der Reihe nach verschiedene Welten erschaffen und zerstört hat, bevor er mit der gegenwärtigen Erfolg hatte. Dies bezieht sich nicht nur auf andere Welten im Raume, sondern auch auf ein Geheimnis unserer eigenen Kugel, das in der Allegorie von den „Königen von Edom“ enthalten ist. Denn die Worte, „Dieser da gefällt mir“, werden in der Genesis wiederholt, wenn auch in entstellter Ausdrucksweise, wie üblich. Die chaldäischen Bruchstücke über Kosmogonie in den Keilinschriften und anderwärts zeigen zwei getrennte Schöpfungen von Tieren und Menschen, von denen die erste zerstört wurde, da sie ein Mißerfolg war. Die kosmogonischen Tafeln zeigen, daß dieser unserer thatsächlichen Schöpfung andere vorangingen; und wie vom Verfasser von The Qabbalah gezeigt wird, sagt die Kabbalah dasselbe, im Zohar, in der Siphra Dtzenioutha, im Jovah Rabba Im Sepher Jetzirah oder der „Zahl der Schöpfung“ wird der ganze Entwicklungsvorgang durch Zahlen gegeben. In seinem „zweiunddreißig Pfaden der Weisheit“ wird die Zahl 3 viermal wiederholt, und die Zahl 4 fünfmal. Daher ist die Weisheit von Gott in Zahlen (Sephrim oder Sephiroth) enthalten, denn Sepher (oder S-ph-r, wenn unvokalisiert) bedeutet „rechnen“. Und daher finden wir auch bei Plato die Behauptung, daß die Gottheit bei der Herstellung des Weltalls „geometrisiert“.

...

Es ist dies kein Ort für philologische Untersuchungen. Aber der Leser möge daran erinnert sein, daß die Worte Ad und Adi im Sanskrit der „erste“ bedeuten; im Aramäischen „ein“ (Ad-ad, der „einzige“); im Assyrischen „Vater“, woher Ak-ad oder „Vater-Schöpfer“. Und sobald einmal die Behauptung als richtig 128 a, u. s. w. befunden wird, wird es ziemlich schwer, Adam auf die mosaische Bibel allein zu beschränken und darin einfach einen jüdischen Namen zu sehen. Es besteht eine häufige Verwirrung in den Attributen und Genealogieen der Götter in ihren Theogonieen, dem Alpha und dem Omega der Aufzeichnungen dieser symbolischen Wissenschaft, wie sie der Welt von den halbinitiierten brâhmanischen und biblischen Schriftstellern gegeben sind. Doch konnte eine solche Verwirrung nicht durch die frühesten Nationen, die Abkömmlinge und Schüler der göttlichen Unterweiser angerichtet worden sein; denn sowohl Attribute wie Genealogieen waren untrennbar verknüpft mit kosmogonischen Symbolen, indem die „Götter“ das Leben und das lebengebende „Seelenprinzip“ der verschiedenen Regionen des Weltalls sind. Nirgends und bei keinem Volke wurde der Spekulation gestattet, über diese geoffenbarten Götter hinaus zu schweifen. Die schrankenlose und unendliche Einheit bliebt für jede Nation ein jungfräulicher verbotener Boden, unbetreten von den Gedanken des Menschen, unberührt von fruchtloser Spekulation. Die einzige Bezugnahme auf sie lag in der einfachen Vorstellung von ihrer diastolischen und systolischen Eigenschaft, von ihrer periodischen Ausdehnung oder Erweiterung, und Zusammenziehung. In dem Weltalle mit allen seinen unzähligen Myriaden von Systemen und Welten, die in Ewigkeit verschwinden und wiedererscheinen, mußten die anthropomorphisierten Kräfte oder Götter, ihre Seelen, mit ihren Körpern aus dem Sehkreise verschwinden.

(aus "Die Geheimlehre I" von Blavatsky)

Donnerstag, 22. Februar 2007

Körper-Traum-Arbeit - Mein Ex

Ich habe vor dem Einschlafen manchmal die Angewohnheit, mich auf irgendein Körperteil zu konzentrieren, da ich mal gelesen habe, dass im Körper alle vergangenen Erlebnisse gespeichert werden und habe gute Erfahrungen damit gemacht, auf diese Art Träume zu aktivieren. Gestern abend konzentrierte ich mich auf meinen Nacken (der noch immer schmerzt, auch wenn ich meinen Kopf wieder bewegen kann). Während der Übung begann eine abgegrenzte Stelle auf der hinteren rechten Schulter stark von innen zu klopfen und zu flattern, was mir noch auffiel, bevor ich einschlief.
Folgendes träumte ich:

Ich befinde mich in einem Hotel oder anderen Unterkunft, wo ich mit K., meinem Ex, aus organisatorischen Gründen ein Zimmer teilen muss. Zuerst ist das ein etwas komisches Gefühl, aber wir scheinen uns ganz gut zu vertragen und es ist auch kein unterschwelliger Groll zu bemerken. Deshalb sitzen wir zusammen am Tisch und reden über die Zeiten, die wir zusammen verbracht haben. Ich gebe ihm dazu ein Buch, in welches ich Dinge aus dieser Zeit eingetragen habe. Er liest sie, und während wir uns zurückerinnern, können wir herzhaft darüber lachen. Dann bemerke ich, dass in dem Buch auch ein böser Satz steht, den er mal von mir bekommen hat. Das ist mir zum einen etwas peinlich und zum anderen, bin ich mir nicht sicher, ob er nicht noch immer sauer deshalb ist. Doch er scheint sich kaum daran zu erinnern und als er es liest, kann er auch darüber lachen. Wir scheinen die zusammen erlebte Zeit mit ihren Ereignissen und Emotionen nur noch als ein buntes, manchmal aberwitziges, und lehrreiches Abenteuer zu betrachten, über das wir lachen und den Kopf schütteln können. Ein Gefühl von Vertrautheit und Freundschaft macht sich breit.
Danach träumte ich noch einen kurzen Traum, in dem ich mich in einer Unterkunft, einer Pension, vielleicht sogar einer Obdachlosenpension nur für Männer befand und dort wohnte. Der Eigentümer hatte mich aufgenommen, obwohl ich eine Frau bin, unter der Bedingung, dass es zu keinem Ärger kommt, und es lief auch alles ganz gut. Da es nur für Männer ist, gibt es dort nur ein Männerklo, welches ich mitbenutzen muss. Im Traum verspüre ich nun ein dringendes Bedürfnis und die Männer scheinen eh alle ausgeflogen zu sein, weshalb ich auf die Toilette gehe. Dabei fällt mir auf, wie sauber sie ist, sie scheint gerade geputzt worden zu sein, wahrscheinlich vom Eigentümer. Ich staune ein bißchen, dass der Besitzer die Toilette so in Ordnung hält, das hätte ich irgendwie nicht erwartet, schon gar nicht auf einem Herrenklo. Als ich mich erleichtere, bemerke ich, dass auf dem Fußboden irgendwo eine blaue Flüssigkeit ausläuft. Sie färbt das Toilettenpapier, das seitlich neben dem Klo steht, tief dunkelblau.

Mittwoch, 21. Februar 2007

...

Der neue Star der deutschsprachigen Literatur, Peter Handke, ist und bleibt für mich ein Rätsel. Er sagt, er könne nicht in Deutschland leben, und ziehe es vor, in Paris zu wohnen. Er ist aber, wie mir scheint, nicht nur von Deutschland angewidert, sondern vom Leben überhaupt. Manches in seinen Büchern kommt mir masochistisch vor, und das ist einer der Gründe dafür, dass ich mich mit seinen Personen nicht identifizieren kann. Ich bin kein Kritiker, ich bin nur Leser. Nach dem dritten Buch fühlte ich eine ermüdende Eintönigkeit und gab auf. Wahrscheinlich mein Fehler. Vielleicht klingt das alles in Englisch besser - die Kritiken lassen es vermuten. Aber ich bleibe lieber bei Böll, auch bei Grass.
(aus "Nehmt nur mein Leben..." von Marlene Dietrich)

Das Drogenproblem auf Berlins Straßen wird immer schlimmer....

Da geh ich ahnungslos abends nach Hause, kommt mir eine Frau ganz aufgeregt und eilig entgegen. "Rauchen Sie?" Ehe ich noch irgendeine Antwort geben kann fleht sie schon: "Kann man BITTE von Ihnen eine abkaufen?" Erst jetzt komme ich dazu ein Nein zu stammeln, worauf sie sich enttäuscht abwendet, dann nochmals umdreht, mir anerkennend den Arm tätschelt und "Sehr gesund!" dazu anmerkt. Finde ich auch, vor allem muss ich nicht fremde Leute auf der Straße überfallen, um zu Stoff zu kommen. *gg*
Auch das Benimmproblem schein um sich zu greifen. Bei mir im Haus wohnt ein junger Mann, Student und gerade erst bei der Mutti ausgezogen, der nicht grüßt und sehr zurückhaltend ist, allerdings in seiner Wohnung wie ein Meerschweinchen "Dust in the wind" quiekt. So langsam nervt es mich aber, dass ich immer zuerst grüßen muss, damit er sich ein kaum angedeutetes Kopfnicken abquält, immerhin bin ich mindestens 10 bis 15 Jahre älter als er. Ich gehör ja auch nicht zu den Leuten, die sehr viele nachbarschaftliche Kontakte haben oder da viel Wert drauf legen, aber so ein höfliches Grüßen könnte schon drin sein, finde ich. Immerhin scheint es nicht an mir zu liegen, denn die alte Frau, mit der ich mich manchmal unterhalte, wenn sie ein Paket für mich entgegengenommen hat, erzählte ebenfalls, dass er nicht mal sie mit ihren 82 Jahren grüßt. Sie grüßt dann auch immer zuerst und kommt sich total komisch dabei vor. Gut zu wissen, man neigt ja manchmal dazu, sowas persönlich zu nehmen....

Es ist schon seltsam....

Seit im Büro gegenüber irgendso ein hohes Tier sitzt, ist es auf einmal kuschelig warm hier, so warm, dass ich die Heizung etwas abgedreht habe, was ich seit ungefähr drei Jahren nicht getan habe, da ich mir im Winter regelmäßig die Hände und die Füße abgefroren habe. Außerdem kam meine zweitoberste Chefin gerade mit frischen Pfannkuchen ("Berliner" für alle Nichtberliner *gg*), weil "alles vorbei ist". Ja, das ist tatsächlich ein Grund zu feiern, während die Narren fasten.