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Samstag, 21. September 2013

Der Reichstag in der Nacht

Der Reichstag in der Nacht
die Lichter aus
dem deutschen Volke
auf dass es schlafen möge
eines Morgens jedoch
ist es erwacht

Der Reichstag in der Nacht
ein Farbenrausch
wellt Spreewasser
fällt geordnet
in die Vergangenheit
abseits

Der Reichstag in der Nacht
in leeren Straßen
weiße Möwen
ruhen am Wegesrand
so auch die Geister
der Gefallenen

Der Reichstag in der Nacht
aus Geschichte
keimt die Zukunft
doch verdrängt die Lebenden
stille Ruhestörer
nächtens

Der Reichstag in der Nacht
um den Schlaf
hat er mich gebracht
aber denk ich an
Deutschland
schlafe ich gut

Freitag, 20. September 2013

Der erste Verriß

Oh cool, meine erste Ein-Sterne-Rezension ist online gegangen. Es heißt ja, sobald bei den Rezensionen Verrisse dabei sind, hat man es geschafft. Es freut mich aber auch deshalb, weil der Rezensent absolut recht hat mit seiner Vermutung, wie der Roman entstanden ist. Sehr schlau beobachtet! Was die Sache mit den scheinbar unwichtigen Körperpflegeprodukten, Wechselkleidung usw. betrifft, hat die Person aber leider nicht sehr aufmerksam gelesen, denn dazu gibt es eine extra Erklärung im Buch. Daß es jemand unrealistisch findet, wenn man ohne Körperpflegeprodukte und Kleidung zum Wechseln einige Tage länger irgendwo zu Besuch bleibt, gibt mir allerdings in anderer Hinsicht zu denken, denn ich hätte so etwas durchaus drauf. Hab ich auch schon gemacht. Wasser pur zum Waschen von Körper und Kleidung gibt es schließlich überall und funktioniert ebenfalls mal. Insgeheim macht es mich froh, daß ich anscheinend noch außergewöhnlich unabhängig von diesen ganzen Produkten bin, die man angeblich zum Leben braucht, wie es die Werbung behauptet. Irgendwie ist das eine andere und vieles sehr vereinfachende Form von Freiheit. Nur eine Wäscheleine sollte man immer mit dabei haben, unbedingt.

Die Qual der Wahl

Die Qual nähert sich langsam dem Ende, aber die Wahl steht noch in den Sternen. Die SPD, die in ihrer Regierungszeit mit ihren Sparzwängen Teile der Verwaltung (und natürlich nicht die oberen Ränge) total heruntergewirtschaftet und fast handlungsunfähig gemacht hat, sowie mit HartzIV kräftig am Sozialstaat geschraubt hat, behauptet nun bei Griechenland, man dürfe einen Staat nicht zum Sparen zwingen. Ja hallo? Aber im eigenen Land ist es richtig, oder wie? Die Grünen wollen Ernährung reglementieren statt aufzuklären, finden aber (Entschuldigung: es muß natürlich "fanden" heißen), Sex mit Kindern ok. Die Linken sind mit ihren utopischen Ideen nicht wirklich regierungsfähig. Die Piraten wollen die Atomkraft zurück, ein No-go für mich. Ich werde nie verstehen, warum man die Kernkraft wiederhaben möchte, obwohl es definitiv einige schonendere Methoden gibt, um Strom zu erzeugen, die keinen jahrtausende lang strahlenden Müll hinterlassen. Sobald wir technologisch in der Lage sind, den Atommüll am Ende der Galaxie auf einem unbewohnten Planeten endzulagern, bin ich bereit, meine Ansicht noch einmal zu überdenken. Weiterhin gehöre ich zwar nicht zu den begeisterten EURO-Anhängern, diesen aber jetzt wieder abzuschaffen, erscheint mir eine noch viel bescheuertere Idee, weshalb die AfD auch nicht in Frage kommt. Die CDU möchte ich ebenfalls nicht wählen, da sie unbedingt eine starke Opposition benötigt, die ihnen auf die Finger schaut. Die FDP ist es eigentlich nicht wirklich wert, daß man sie noch erwähnt. Die Tierschutzpartei, die der Wahl-O-Mat bei mir ausspuckte, steht gar nicht auf meinem Wahlzettel. Manchmal habe ich durchaus Verständnis für die Leute, die nicht wählen gehen.

Donnerstag, 19. September 2013

Wer

eine Handvoll Nüsse pro Tag ißt, soll ja sehr gesund leben. Ich vermute mal, daß damit nicht Edle Tropfen in Nuss gemeint sind. Schade eigentlich.

Mittwoch, 18. September 2013

Meisenunfallschreck

Oh je, oh je, gerade bin ich Zeugin eines Meisendramas auf meinem Balkon geworden. Mir steckt selbst der Schreck noch in allen Gliedern, obwohl der Schreck der Meise ganz sicher sehr viel schlimmer gewesen ist. Ich stand gerade hinter der Balkontür und beobachtete zwei Kohlmeisen, die auf meinem Balkon herumstöberten. In den Balkonkästen habe ich so eine kleine Holzeinfassung mit Latten zu stecken, die also wie ein kleiner Lattenzaun aussieht. Meistens setzen sich die Vögel sehr gerne dort hinauf. Auch diesmal landete eine der Kohlmeisen oben auf dem Zaun, während die andere stattdessen abrutschte und mit dem Kopf direkt zwischen zwei Latten geriet. Es war sofort auszumachen, daß sie anscheinend nicht mehr das Köpfchen hinausbekam. Die andere Kohlmeise hopste neugierig und hilfsbereit heran, um zu sehen, was mit ihrem Gefährten oder ihrer Gefährtin ist, konnte aber natürlich auch nichts ausrichten. Inzwischen stürzte ich schon auf den Balkon und die freie Meise flog ängstlich davon, die eingeklemmte Meise dagegen quiekte und flatterte wie am Spieß. Man merkte, daß sie wirklich absolut festsaß, wenn sie sich sogar dann nicht befreien konnte, sobald ein Mensch auftaucht. Ich habe nicht einmal ein Foto gemacht, weil ich es gemein gefunden hätte, deshalb ihre Panik zu verlängern. Sondern ich griff nach ihr und schob sie vorsichtig nach oben bis der Kopf zwischen den Latten herauskam, im gleichen Moment war sie aber sowas von weg, so schnell konnte ich gar nicht gucken. Ich vermute mal, daß sie ab jetzt einen großen Bogen um jeden Zaun macht. Und dabei hat sie ungeheures Glück gehabt, daß ich alles mitangesehen habe, denn ansonsten hätte sie dort wahrscheinlich stundenlang gehangen und sicher Jagdtiere angelockt. So etwas habe ich bisher noch nie erlebt, daß sich ein Vogel in meinem Zaun aufhängt, es ist unglaublich. Die Meise tut mir richtig leid, auch deshalb, weil ich solche Mißgeschicke ja selbst kenne. Als Kleinkind steckte ich in Polen einmal meinen Kopf durch ein Brunnengitter, weil ich in den Brunnen hineinschauen wollte, und kam nicht mehr hinaus. Zum Glück gelang es meinem Vater, mich ohne Feuerwehr zu befreien, indem er meinen Kopf nach oben oder unten schob, und die Stelle wiederfand, wo der Kopf hindurchgepaßt hatte. Mein Vater würde jetzt sagen, wie kann man nur so selten dämlich sein. Tja, und wenn ich böse wäre, hätte es heute unverhofften Meisenbraten gegeben.

Dienstag, 17. September 2013

Herbstliche Aktivitäten

Obwohl ich das Verscheiden des Sommers bedauere, hat mich das herbstliche Klima immerhin dazu animiert, einige Dinge in Angriff zu nehmen. Ich ließ mir endlich einen Termin für die genetische Befundbesprechung geben - in ungefähr einer Woche weiß ich mehr, und habe einen Großputz des Wohnzimmers vorgenommen. Schließlich will man es in der kalten Jahreszeit gemütlich haben. Unbedingt dazu gehört das Ausbürsten der Felle, mit denen die Höhle ausgepolstert ist und das Putzen der diversen Stövchen bis sie glänzen. Leider habe ich dabei das schönste und teuerste Keramik-Stövchen gleich zertrümmert. Komisch, der Tünnef, den ich manchmal für 3,50 EUR beim Discounter kaufe, geht nicht kaputt. Bald muß ich mir auch wieder einen Termin zur Nachsorge holen.
Außerdem bringe ich meinen Körper mit Zumba und mein Chemobrain mit Schreiben auf Trab. Ich hab es getan, ich habe eine neue Geschichte angefangen, von der ich hoffe, daß sie ein Roman wird. Im Grunde reifte die Story bereits seit einigen Monaten in mir heran, aber ich zwang mich aus verschiedenen Gründen heraus, vorerst nicht damit zu beginnen. Denn ich befürchtete, daß ich mich übernehmen könnte, zum einen, weil noch so viele andere Dinge und Projekte zu erledigen sind, für die ich teilweise feste Fristen habe, zum anderen weil mir das Schreiben seit der Chemo sehr viel schwerer fällt als vorher. Es ist einfach Tatsache, daß ich viel mehr Tippfehler, Buchstabendreher oder sogar Wortdreher mache, mal ganz abgesehen von den Wortfindungslöchern und anderem Nebel. Genau darum begann ich erneut mit dem Zeichnen, welches ich eigentlich in meiner Jugend ad acta legte, demotiviert von den hohen künstlerischen Ansprüchen, die man mir schon als Kind auferlegte und die ich schließlich für mich selbst annahm. Heute nehme ich es einfach als kontemplative oder lockere Beschäftigung, die Spaß macht, falls das Worteformen mal wieder zu anstrengend ist. Wenn man dieses Problem meinen Texten hoffentlich wenig anmerkt, so liegt das allein daran, daß ich mit viel Fleiß korrigiere. Während ich früher einen Text ein- bis zweimal zum Korrigieren las, sind es heute vier- bis fünfmal und selbst dann überlese ich Fehler häufig noch, weshalb ich das veröffentlichte Buch mir sogar im Ganzen laut vorlas. So entdeckt man auch Fehler, die man beim stillen Schauen vorher übersah, weil man gezwungen ist, langsamer zu lesen, damit die Zunge mithalten kann. Andererseits bemerke ich, daß die Probleme besser werden, je mehr ich schreibe. Schreiben scheint also auch eine Art Gehirntraining zu sein, leider aber nur für einen gewissen Zeitraum und nicht auf Dauer. Jedenfalls würde ich es so oder so weiter tun, aber dennoch setzte ich mir, um Überanstrengungen zu vermeiden, nur ein kleines Ziel. Und da geht es schon los, bereits am ersten Tag schrieb ich dreimal so viel und habe bis zum Abend nichts gegessen und nichts getrunken. Genau das, was ich eigentlich vermeiden wollte. Ich finde ja, aufhören ist manchmal mindestens genau so schwer wie anfangen, vor allem, wenn man voll in der Geschichte drin ist und bereits weiß, wo es hingehen soll. Ich nehme das jetzt als Übungsaufgabe für die nächsten Monate: Maßvoll an allem zu arbeiten, woran ich arbeiten muß und möchte, ohne dabei in Extreme zu verfallen. Bin allerdings skeptisch, ob ich das hinkriegen werde.

Glossybox September 2013 - Sugar & Spice-Edition

Allein der Name "Sugar & Spice" hat vorher hohe Erwartungen in mir geweckt, weil ich mit dem Namen automatisch hochwertige und natürliche Produkte verbinde. Mir war deshalb schon klar, daß ich wahrscheinlich mehr oder weniger enttäuscht sein werde. Doch ich muß ehrlich sagen, diese Glossybox ist eine, die mir von allen bisher erhaltenen am wenigsten zusagt. Ich kann diesmal eigentlich nicht einen Favoriten nennen, der mir besonders gut gefällt. Ein Eyeliner von Be A Bombshell war enthalten und ein Eyeliner wäre an sich nicht schlecht, dieser Eyeliner hat auch eine schöne dünne Spitze mit der man theoretisch gut einen Lidstrich ziehen könnte, wenn er denn nicht nach einem Auge schon wie leer und ausgetrocknet gewesen wäre. Außerdem sieht er auch total billig aus, wie ein dicker Filzstift, und wie einen ausgetrockneten Filzstift muß man ihn erst wieder naß machen, damit er noch etwas Farbe abgibt. Im Grunde ein Stück für den Müll. Weiterhin ist ein Nagellack von Color Club enthalten, mit einer sehr merkwürdigen Schlammfarbe, wobei mir die Farbe an sich durchaus gefällt. So für Wohndeko könnte ich mir das vorstellen, aber an den Fingern überzeugt sie mich nicht, bzw. höchstens, wenn noch etwas drüber kommt, das die Farbe aufpeppt. Erinnert mich irgendwie sehr stark an Stewardessen-Nagellack. Dann packte ich mal wieder Body-Butter aus, also etwas, das ich eigentlich nicht benutze. Diesmal ist sie zwar von The Body Shop und riecht auch lecker, obwohl etwas künstlich und bonbonmäßig, aber selbst bei The Body Shop sind Silikonöle enthalten. Würde ich deshalb niemals kaufen. Glücklicherweise - muß ich hier sagen, sind es nur 50 ml. Ein kleines Probefläschchen (15 ml) mit einer Gesichts-Lotion von Shiseido ist ok, aber ebenfalls nichts, das ich benutze oder gerne benutzen würde. Das letzte Produkt ist ein Original Makeup-Remover-Stift von Oceane für 4 EUR. Ich hab ihn noch nicht ausprobiert. Wenn er funktioniert, ist er wahrscheinlich das beste Produkt aus der Box, allerdings komme ich für solche Zwecke auch mit Wattestäbchen sehr gut klar. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, daß so ein Stift lange hält, denn die Spitze dürfte wie bei Wattestäbchen nach ein- bis zweimaligem Gebrauch nicht mehr clean und damit nutzbar sein. Zwar sind drei Ersatzspitzen dabei, das war es dann aber auch. Für meine Begriffe mehr ein Spielzeug. Nun gut, zumindest habe ich wieder meine Überraschung gehabt. Mein Jahresabo neigt sich ja langsam dem Ende zu und ich bin sehr am überlegen, ob nicht mein Überraschungsbedarf damit vorerst befriedigt sein dürfte.

Glossybox September 2013 - Sugar & Spice

Montag, 16. September 2013

Schlaft fein!



Ich geh jetzt ins Bett, muß schließlich den geflohenen Schlaf der letzten Nacht einholen.

Weissensee

Gestern Nacht liefen in der ARD mehrere Folgen am Stück der Familienserie "Weissensee". Ich hatte von dieser Serie bereits gehört, da ich aber kein Typ für Familienserien oder Soap Operas bin, von einer kurzfristigen Faszination für "Unsere kleine Farm" mal abgesehen, hat sie mich nie wirklich interessiert. Und das, obwohl sie im Ost-Berlin der frühen Achtziger spielt, also Zeit und Ort meiner Kindheit. Gestern nun habe ich dummerweise nach "ttt", das ich regelmäßig schaue und mich immer wie Bolle freue, wenn hinterher auch noch "Druckfrisch" folgt, den Fernseher laufen lassen. Irgendwann war ich plötzlich von der Serie so gefesselt, daß ich nicht mehr aufhören konnte zu schauen. Ein wenig erinnert mich die Serie an "Verbotene Liebe", nur halt im DDR-Milieu, und natürlich wird für die Dramatik alles ein wenig überspitzt dargestellt. Man findet darin, was man von solchen Serien gewohnt ist - Intrigen, Triebtäter, Agenten und ganz klar, eine verbotene Liebe, bei der es immer, wie der Berliner so schön sagt, "rinn in de Kartoffeln und raus aus de Kartoffeln" geht. Mal ganz abgesehen von den tollen und bekannten Schauspielern, ist vor allem die authentische Ausstattung mit Kleidung, Requisiten und Kulissen aus damaliger Zeit zumindest für mich sehr unterhaltsam. Sogar das "Cafe Nord" fand Erwähnung, allerdings kann ich mich nicht erinnern, daß dort jemals Chansonsänger auftraten. Das mag aber auch daran liegen, daß ich zum Zeitpunkt der Story erst zehn oder elf Jahre alt gewesen bin. Alle Folgen am Stück liefen bis ca. 5:30 h morgens und ich habe es tatsächlich bis 5 h durchgezogen, und zwar ohne jede Langeweile oder Schläfrigkeit, mir das anzusehen, bin aber eine halbe Stunde vor Ende dann doch eingeschlummert. Das ist bitter. Ich kenne es ja von gewöhnlichen Filmen oder Krimis, daß ich mittendrin einschlafe und das Ende nicht mehr mitbekomme. Aber wenn man sich so viele Stunden dafür die Nacht um die Ohren schlägt, um so kurz vor dem Ende wegzudämmern, das ist wirklich bitter. Nun versuchte ich anhand des Fernsehprogramms festzustellen, ob von der betreffenden Folge irgendwann eine Wiederholung läuft und mußte zu meinem Entsetzen sehen, daß immer noch wöchentlich neue Folgen ausgestrahlt werden, nämlich Dienstags um 20:15 h. Und ich hatte geglaubt, dies sei nur eine Kurzserie! Oh je, oh Schreck, jetzt bin ich voll angefixt und werde bestimmt keine Folge mehr auslassen. Das kann heiter werden!

Sonntag, 15. September 2013

Ofenpfannkuchen zum Frühstück

Nachdem mich die Facebook-Gruppe "DDR-Rezepte" seit Monaten mit ihren Ofenpfannkuchenbildern terrorisiert, konnte ich heute nicht mehr an mich halten und wollte die auch probieren. Ich muß schon sagen, gegenüber den einfachen Pfannkuchen oder Eierkuchen, wie man hier in Berlin sagt, haben sie zwei tolle Vorteile: Zum einen braucht man nicht neben der Pfanne zu stehen, sondern schiebt sie einfach 30 Minuten in den Backofen, und zum anderen spart man Fett ein. Genau deshalb sollte in den ansonsten gewöhnlichen Eierkuchenteig aber noch etwas Butter hinein, weil er sonst zu trocken wird. Hier auf dem Bild esse ich die Pfannkuchen mit Löwenzahn- und Holunderbeerengelee, beides Bio gekauft.

Ofenpfannkuchen

Chuzpes Schwester

Im Traum lerne ich die Schwester von Chuzpe kennen, allerdings nicht jene, von welcher ich bereits in ihren Blogeinträgen gelesen habe, sondern eine dritte, die erst vor kurzem zur Familie zurückkam. Dabei erfahre ich ihre ganze Geschichte, nämlich daß sie als Kind nicht bei ihren Eltern und Geschwistern aufwuchs, irgendwann als bereits erwachsene Frau in die Familie zurückkehrte und für genau ein Jahr dort lebte. Leider war dieses Zusammenleben nicht sehr harmonisch, es lief nicht gut und nach einem Jahr verließ sie die Familie wieder. Nun hat sie erneut Kontakt zu Chuzpe aufgenommen und wird mir vorgestellt. Sie ist eine sehr taffe und hübsche Frau mit schwarzen vollen Haaren und dunkel gerahmten Augen. Bei einer U-Bahn-Fahrt unterhalten wir uns über das Tagebuchschreiben und ich schlage ihr vor, doch wieder ein Tagebuch zu beginnen. In ihrer Kindheit hat sie bereits Tagebuch geschrieben, es aber später aufgegeben. Sie ist begeistert und scheint auf der Stelle anfangen zu wollen.

Als ich etwas später aus dem Zug steige, bin ich verwirrt, denn ich meine mich in einer Theaterkulisse wiederzufinden. Und das Stück, das in dieser Kulisse aufgeführt wird, scheint von Krieg zu handeln. Ich sehe brennende Häuser und höre Fliegeralarm, kann das Ganze aber noch nicht richtig ernst nehmen, denn es sieht tatsächlich so aus, als seien Feuer und Häuser nur gemalt. Trotzdem flüchten Menschen auf den Straßen panisch in alle Richtungen und ich lasse mich von ihnen anstecken. Während ich flüchte, halte ich nach einem sicheren Unterschlupf Aussschau. Unter einer Brücke mit viel Rasen drumherum gefällt es mir gut, aber ich sage mir, Brücken sind zu gefährlich, denn strategisch wichtige Ziele. Ich gelange in einen Gang und von diesem in ein verlassenes Labor, durch welches der Gang führt. Als ich ihm weiter folge, wird mir klar, daß ich mich in einem Krankenhaus befinde. Krankenhaus ist gut, die werden normalerweise nicht bombardiert, denke ich. Jetzt müssen wir nur noch ein Plätzchen finden, wo wir uns verstecken können, denn in diesem Gang habe ich einen Mann getroffen, mit dem ich nun gemeinsam nach einem Unterschlupf suche. Von dem Gang gehen viele Türen ab, doch eine erregt unsere besondere Aufmerksamkeit. Wir stellen fest, daß sie als Tür zwar noch auszumachen ist, aber der Durchgang zugemauert wurde. Dahinter befindet sich bestimmt ein Raum, der für uns ideal ist. Deshalb macht der Mann sich an die Arbeit, einen Durchbruch zu schaffen und findet dabei unter dem Putz ein Relief, das wie die Darstellung eines alten Maya-Gottes anmutet. Vorsichtig entfernt er mit den Fingern den Sand aus den Vertiefungen, doch wir haben keine Zeit, uns länger damit zu befassen, sondern müssen durch die Wand hindurch.

Samstag, 14. September 2013

Wieder ein Fremdwort gelernt

in dieser Woche. Nämlich "Polymorphismen", aber von vorne: Bei der Befundbesprechung am Donnerstag wurde mir mitgeteilt, daß keine krankheitsrelevanten Mutationen in den Brustkrebsgenen 1 und 2 festgestellt wurden, sondern nur Polymorphismen. Das sind häufige und meist harmlose Veränderungen, die jeder Mensch irgendwo hat, und die nach jetzigem Erkenntnisstand und nach Abgleich mit den bis heute vorhandenen Datenbeständen nicht in Verbindung mit Brustkrebs stehen. Die Brustkrebsgene 3 und 4 werden noch untersucht und in ungefähr einem Monat erhalte ich das Ergebnis per Post. Die Ärztin meinte aber gleich, daß hier entsprechende Mutationen sehr sehr selten sind und deshalb die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, daß etwas gefunden wird. Nach dieser erfreulichen Nachricht stromerte ich den Rest des Tages durch Weddings Grün und begegnete diesmal gleich dreimal einem Reiher auf meinem Weg. Ich habe den Eindruck, meine Ratten-Phase ist nun endgültig abgeschlossen, denn von diesen Tierchen habe ich seit mindestens einem Jahr oder länger keines mehr gesehen, und ich mich bereits mitten in einer Reiher-Phase befinde. Interessanterweise las ich, daß der Reiher oft auch mit dem Vogel Phönix gleichgesetzt wird.

Gekrabbel

Reiher 1Reiher 3

Reiher 2Reiher 4

Freitag, 6. September 2013

In den Brombeeren

Gestern war ich in den Brombeeren. Leider ist die Ausbeute nicht all zu groß ausgefallen, da waren wohl andere schneller. Es saßen viel mehr leckere dicke Spinnen in den Sträuchern als Früchte, da überlegt man sich, wo man hingreift. An anderen Stellen wieder hingen ganze Trauben von Beeren, die aber noch nicht reif gewesen sind. Letztens kaufte ich mir bei Edeka ein kleines Schälchen Brombeeren, die haben nach überhaupt nix geschmeckt, so als würden sie inzwischen auch schon künstlich hochgezüchtet werden. Die wilden Brombeeren haben noch ein richtiges Aroma. Das gelbe ist natürlich keine Brombeere, sondern eine Quitte, wenn ich http://www.mundraub.org glauben darf. Da ich erst im Dunkeln an den Sträuchern vorüber kam, pflückte ich mir eine, um das zu überprüfen. Reif dürften sie noch nicht sein, aber Ende September, Anfang Oktober will ich mir ein paar mehr holen und probieren, Gelee daraus zu machen, weil ich das so gerne esse.
Meine Urlaubspause bei Lovefilm ist nun ebenfalls vorbei und ich muß wieder Filme gucken, so ein Mist. Hab erstmal gleich die Leihliste aktualisiert und all die Filme der letzten Monate drauf getan, die ich verpaßt habe, weil ich immer zu langsam bin.

In den Brombeeren 2In den Brombeeren

 

In den Brombeeren 3

Donnerstag, 5. September 2013

Spätsommerliches Suchbild

Spätsommerliches Suchbild

Mindestens zwei Tiere sind darauf zu finden, sowie jede Menge Herzen. Reicht für euch alle!

Vergelesen

Ich las gerade von einer "Überraschungsgrammatik" statt "Übungsgrammatik".