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Donnerstag, 4. Oktober 2007

Seminar, Explosion und Kreuzaugen

In einem Seminar, das Thema hab ich natürlich wieder vergessen. Der Seminarleiter ist noch sehr jung, jünger als ich. In einer Aufgabe geht es um eine metallische Gittertür, wie sie in Kellern verwendet wird. Ich mache die Aufgabe erst gar nicht, weil ich der Meinung bin, dass die Gittertür so feste Verstrebungen hat, dass die Aufgabe schon von Grund auf nicht lösbar ist. Der Seminarleiter setzt sich neben mich, um jemandem am gleichen Tisch zu helfen, bemerkt aber auch, dass ich da sitze, als sei ich schon fertig. Er fragt, ob ich klar komme und ich versuche ihm, meine Meinung dazu zu sagen, aber im Raum ist es so laut, weil alle durcheinanderquatschen, dass wir uns gegenseitig anschreien müssen und trotzdem kaum etwas verstehen. Ich sage dann auch, dass ich so laut bin, weil ich kaum mein eigenes Wort verstehe und er nickt und meint sarkastisch, dass es den anderen wohl ebenso geht. Wir bekommen jetzt einen Zettel mit anderen Aufgaben, aber blöderweise verbummel ich diesen und hoffe deshalb, dass er mich nicht dran nimmt, suche hektisch danach. Zum Glück läßt er mich in Ruhe.

Im nächsten Traum bin ich zunächst beim Einkaufen mit meiner Schwägerin. Sie hat einen Geburtstag vorzubereiten, ich glaube, für ihre Adoptivtochter, und ist wieder Hans Dampf in allen Gassen. Jetzt befinde ich mich in meinem alten Elternhaus und gehe durch den langen Korridor, komme in die Küche. In meinem Bewußtsein bin ich allein und ich denke noch immer über meine Schwägerin nach, die so ein großes Programm mit Leichtigkeit absolviert. Als ich wieder aus der Küche hinausgehe, greife ich nach einer kleinen Tomate und esse sie. Irgendwie ist etwas besonderes an dieser Tomate, das ist mir schon vorher klar, bevor ich sie esse, denn ich frage mich, ob vielleicht eine kleine Stelle schimmlig ist, aber dann, als ich sie gegessen habe, verändert sie schlagartig mein Bewußtsein dahingehend, dass ich nun wie selbstverständlich weiß, einen Partner zu haben. Außerdem geschieht plötzlich eine Explosion während ich in das Wohnzimmer komme. Mein Partner liegt lang ausgestreckt auf dem Boden. Er ist dunkel-, fast schwarzhaarig und trägt eine Arbeitshose. Anscheinend hat er irgendwo rumgebastelt, er ist wohl Handwerker, und dabei eine Explosion ausgelöst. Erschrocken eile ich zu ihm und ziehe ihn so hoch, so dass er jetzt mit dem Rücken an der Couch lehnt. Er bewegt sich und murmelt etwas, lebt also noch. Das erleichtert mich. Inzwischen macht er auch schon wieder Witze indem er irgendeine Bemerkung über den Qualm und meine Schuhe vor sich losläßt. Er hat jetzt die Augen geöffnet und seltsamerweise hat er in seinen Augen jeweils ein gelbes, griechisches Kreuz. Auch sein Gesicht sieht etwas merkwürdig aus, so flach und mit den Augen irgendwie reptilienartig. Das Telefon klingelt und obwohl er noch wacklig auf den Beinen ist, kann er kaum schnell genug an den Hörer kommen, wobei er wieder eine witzige, ironische Bemerkung macht. Es ist ein rotes, modernes und sehr schickes Telefon, passt so gar nicht zu der Einrichtung bei meinen Eltern.

Kreuz
Psychologisch:
Das Kreuz unterteilt die Welt oder den Himmel in die vier Himmelsrichtungen. Es ist im Traum sowohl als Ordnungs-, wie auch als ältestes Ganzheitssymbol zu verstehen. Spirituell: Das Kreuz ist Sinnbild der Einheit von Extremen, der Synthese und des Maß - in ihm sind Zeit und Raum verknüpft.

Auge
Psychologisch:
Das Traumsymbol "Auge" hat die Bedeutung eines Bewußtseinsorgans. Es steht im Traum wie auch in der Wirklichkeit als Spiegel der Seele. Spirituell: Das Auge ist das Sinnbild der sinnlichen und intellektuellen Wahrnehmung.

Gelb
Psychologisch:
Die Farbe der Bewegung und der Kommunikation (z.B. Post) - und die Farbe des Sonnenlichtes ist Symbol für Energie, für die Fülle des Lebens und für "reiche Ernte" - auch im geistigen Bereich.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Das Musical oder der Tanz um die Pyramide

Erstes Bild: Blick aus dem Fenster am Abend. Zwei Männer mit Gasmasken gehen die beleuchtete Straße mit Geigerzählern ab. Sollte etwa in Atomunfall geschehen sein? Wenn das keine Geigerzähler sind, sondern zum Beispiel Metalldetektoren, wie Schatzsucher sie benutzen, dann bräuchten sie doch keine Masken. Mir fällt auf, dass von links, aus einem alten großen Gebäude, das wohl ein Industriegebäude ist, eine helle Wolke strömt. Könnte auch nur Dampf sein. Seltsamerweise bleiben die Leute, die ebenfalls auf der Straße entlanggehen und den beiden Männern begegnen, vollkommen ruhig, sie beachten sie nicht einmal. Vielleicht denken sie sich ja nichts dabei. Und vielleicht wird mal wieder irgendein Unfall vertuscht.
Zweites Bild: Ich stehe direkt am nächtens schwarzen Wasser der Spree und mein Blick fällt nach rechts, auf die in der Ferne bunten Lichter der Stadt, die sich in den kleinen Wellen spiegeln, ein schöner Anblick, sowie nach links auf den Eingang eines Hotels und die Ecke des großen Industriegebäudes. Von dorther komme ich.
Drittes Bild: Eine große quadratische Fläche mit einem schmalen gemauerten Vorsprung darum. Zwei Herren teilen mir mit, dass ich in einem Musical tanzen soll. Ich bin zum einen überrascht, besorgt, da ich gar nicht tanzen kann und zum anderen aber auch hocherfreut. Sowas wollte ich immer schon mal machen. Meine Abenteuerlust siegt schließlich über die Angst vor einer Blamage. Ich denke mir, dass ich es einfach versuchen werde und vielleicht irgendwie hinkriege. Eine Frau, die mir zeigen soll, wie sie sich das Tanzen vorstellen, kommt herbei und beginnt auf dem Vorsprung entlangzutanzen. Sie macht Schritte und Sprünge wie Fred Astair und ist einfach grandios. Einerseits reißt mich ihr Tanz mit und begeistert mich, andererseits zieht er mich auch wieder runter, da ich weiß, dass ich das selbst so niemals können werde. Ich bin etwas neidisch auf sie und frage mich außerdem, warum sie nicht einfach sie nehmen statt mich. Jetzt bin ich an der Reihe. Solche Schritte wie sie kann ich nicht, deshalb mache ich viel einfachere Schritte und Drehungen, bin aber mit vollem Elan bei der Sache. Es macht riesigen Spaß und gerade anfangs fühle ich mich auch gar nicht sehr gehemmt. Während ich den Vorsprung entlangtanze, bemerke ich, dass dieser anscheinend um eine große Pyramide führt. Ich tanze um eine Ecke und stelle fest, dass dort der Vorsprung nicht gerade ist, sondern sich verjüngt und so schmal wird, dass ich kaum darauf gehen kann. Auch die beiden Herren von der Besetzung, die mich beim Tanzen begleiten und kritisch beäugen, sehen das und notieren es eifrig in ihren Notizbüchern. Der Vorsprung muss hier verbreitert, mindestens begradigt werden, wenn ich nicht herunterfallen will, ganz klar. Das sehen die Herren genauso. Ich tanze weiter, doch nicht mehr ganz so frei und schwungvoll, was wahrscheinlich an den ziemlich skeptischen Blicken der beiden liegt. Sie wirken nicht sehr begeistert. Und ich fühle mich immer plumper. Endlich habe ich die Pyramide einmal umrundet. Die beiden Herren schauen ernst in ihre Notizbüchern. Ernst und direkt erklären sie mir, was alles an der Choreographie, an mir und sonstwo geändert werden muss, damit das irgendwie hinhaut. Ich hab es ja gewußt, dass ich das nicht kann. Aber seltsamerweise wollen sie es anscheinend immer noch mit mir versuchen. Zumindest fällt kein Wort davon, dass jemand anderes tanzen soll. Irgendwie verwundert mich das.

Bemerkung: Der Traum erinnert mich an die "Tanzbeine" in meinen Händen und es ist sicher nicht uninteressant, dass Saturn gerade über meinen absteigenden Monknoten läuft, der für Vergangenes steht (Pyramide). Die beiden kritischen und prüfenden Herren sind wohl eindeutig Saturn zuzuordnen.

Pyramide
Allgemein:
Pyramide steht für Kreativität, Energie und Streben nach höheren Einsichten, außerdem für Reifung der Persönlichkeit. Die genaue Bedeutung kann man nur individuell finden. Die Pyramide ist ein äußerst mächtiges Symbol. Auf der physikalischen Ebene ist sie ein faszinierendes Bauwerk, geistig gesehen ist sie ein Bauwerk der Regeneration, und in spiritueller Hinsicht ist die Pyramide die Hüterin der Macht. Es hängt von der Bewußtseinsebene des Träumenden ab, welche Deutung für ihn Gültigkeit hat.

Psychologisch:
Altägyptische Traumforscher behaupteten, wer eine Pyramide sieht, komme ein Geheimnis auf die Spur. Spirituell: Auf der spirituellen Ebene ist die Pyramide ein Symbol für die Integration von Selbst und Seele. In Träumen kann sie für den Tod stehen, aber sie beinhaltet auch Wiedergeburt. Die Basis der Pyramide steht für den Körper, die Seitenflächen zeigen die geistigen Bestrebungen, die Spitze symbolisiert die harmonische Vereinigung des Menschlichen mit dem "höheren Selbst" (Gott).

Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen: du wirst etwas großartiges erfahren; du wirst nach großen streben und dennoch bescheiden bleiben;
(europ.) : - bedeutet Größe und Reichtum sowie, daß man sein Glück in der Ferne eher als daheim finden wird; bedeuten viele Veränderungen; eine erfolgreiche Zukunft und eine hohe Position im Leben ist einem sicher; - sehen: man wird den Weg zum Glück in der Ferne finden und eine wunderbare Offenbarung erleben;

Dienstag, 2. Oktober 2007

Ich gestehe,

ich bin Kapern-Fan. Während eingelegte Oliven bei mir nur eine unkontrollierbare Übelkeit hervorrufen, kann ich Kapern gläserweise essen. Entsprechenden Gerichte werden bei mir natürlich entsprechend großzügig mit ihnen bestückt und früher bei der Schulspeisung hat meine Schulfreundin ihre immer vom Teller gesammelt und auf meinem abgelegt, da sie keine Kapern mochte. Ich wußte natürlich, dass Kapern Pflanzenknospen sind, allerdings wußte ich bisher noch nicht, was für tolle Blüten aus ihnen werden, wenn sie nicht vorher abgepflückt werden. Wow, was für eine Schönheit! So ein Fotomodell hätte ich auch mal gerne.

...

sicher war mir, dass keiner der mir bekannten Theologen "das Licht, das in der Finsternis schien" mit eigenen Augen gesehen hatte, sonst hätten sie keine "theologische Religion" lehren können. Mit der "theologischen Religion" konnte ich nichts anfangen; denn sie entsprach nicht meinem Gotteserlebnis.
Carl Gustav Jung (Erinnerungen, Träume und Gedanken)

Die Birkenkiefer

Auf einem Hinterhof. Was mir zuerst auffällt, ist der exotische Eindruck, den dieser Hof auf mich macht. Dann merke ich, dass dies wohl an den Geräuschen liegen muss, die mich umgeben. Fremdartige Vogellaute. Sie erinnern mich ein wenig an das Alfred-Brehm-Haus. Ich schaue mich genauer um und erblicke einen sehr schlanken und hochgewachsenen Baum. Anscheinend ist er es, der die vielen verschiedenen Vögel anzieht. Ich versuche nun herauszufinden, was das für ein Baum ist, indem ich jedes Detail betrachte.
Sein Stamm ist schlank und hat eine weiße Rinde, so wie eine Birke. Von der Baumkrone und auch von der Höhe her, wirkt er allerdings mehr wie eine Kiefer. Statt Blätter hat er dunkelgrüne lange Nadeln, die ebenso wie bei einer Kiefer buschig angeordnet sind. Während ich die Baumkrone betrachte, sehe ich einen pastellig bunten Vogel auf einem Ast sitzen und singen. Was für ein schöner Baum! Wohl ein ziemlich seltener. So einen würde ich auch gerne mal pflanzen, denn das Klima scheint er ja zu vertragen, aber wo herbekommen?

Die nächsten Traumfragmente drehen sich alle um K.B., einen ehemaligen Mitschüler aus der Unterstufe. Aus irgendeinem Grund bin ich der Meinung, ihm irgendetwas Gutes tun, vielleicht auch mich bei ihm bedanken zu müssen. Ich suche sein Zuhause in einer Gartenkolonie. Es stehen zwar keine Namen an den Gärten, aber zufällig erwische ich trotzdem den richtigen, der sich U-förmig um einen Weg schlingt. In der entstandenen Sackgasse, habe ich einen Streifen Erde aufgeschüttet und Blumensamen ausgesät. Diese sind schon aufgebrochen und wachsen in rasender Geschwindigkeit, so dass es mich selbst wundert. Die kleinen Pflanzen sind bereits ca. 2-3 cm hoch. Und das in nur zwei Tagen. K.B. kommt hinzu und läßt mich in seinen Garten, sagt aber nicht viel zu den Pflanzen. Später treffe ich ihn woanders und will ihm eine kleine ovale, weiß-silbrige Porzellan- oder Steingutdose schenken. Doch er möchte sie nicht annehmen. Ich versuche mehrere Male ihn zu überreden, sie doch zu nehmen, habe aber keinen Erfolg. Also muss ich sie selbst behalten.

Bemerkung: Ich fasse es kaum, aber dank des Internets habe ich den Baum, von dem ich träumte, in Japan gefunden, nämlich hier: http://www.yunphoto.net/de/photobase/yp1483.html
Dabei hätte ich nicht gedacht, dass es sowas wirklich gibt. Leider steht nicht dabei, was das für eine Baumart ist.

Sonntag, 30. September 2007

Nacht in der roten Grütze

Ich gehe durch die Wohnung der Großen Mutter, die ebenfalls evangelischer Pfarrer war und mich durch das ewig gleiche anzügliche Geschwätz langweilt. Hegel, der grosse, deutsche Denker, muß diese Wahrheit gewusst oder intuitiv gefühlt haben, fast hege ich es in den oberen Brustmuskeln. Wenn unsere modernen Philosophen - nach dem Vorgange der mittelalterlichen Gelehrten - sich mehr als ein Reptil, krokodilähnlich, blitzschnell die Treppen des Fernsehturmes hinaufgeschlichen hätten, um Brandopfer darzubringen, ist es nicht eher so, dass sie den Anspruch darauf verloren hätten, dass ihnen Darbringungen mit Feuer gewidmet werden? Hingegen werden die Tempeldiener einmal die Woche einkaufen gehen, rosafarbene Benediktinertulpen mit Heiligenschein, wie sie bei den Buschmännern in der Offenbarung gefunden werden.
Und die Informations-Sucht?
Am besten zieht man tausendseitige Romane vor, die auch Dickens schon bekehrten.
Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Meistens mit, aber wenn doch nicht, dann heißt es aufzupassen, um nicht von wildgewordenen Nashörnern gekreuzt zu werden.

Osterextraei - Der ultimative Weihnachts-Bond

Er dreht sich um den Herrscher Pachakutek, der als Bond-Darsteller von seiner Schuppenflechte geheilt worden ist. Auch Anwohner waren davon betroffen, so dass ein Licht kommen möge. Doch alles angestrengte Nachdenken half nichts. Die Krokodile juckt es nich, weil sie blitzschnell duckten sich und das Überleben der tauglichsten Nationen und Rassen wurde durch das Unglück einer ihrer gesamten Familie beraubten Dame hilfreich zur Seite gelegt.

Eintritt auf eigene Gefahr | Initiation

Ausgelassen tanze ich zu Scherzen,
die Buntheit der Straße drängt.
Ich habe keine Mäuse.
Weder tote noch lebende.
Das ist so zäh und ärgerlich.
Spinnenfäden mit roten Punkten,
auf die Nerven achten.
Strahlen ist Deine Devise.
Alle kühlen Farben.
Schöpfe aus Deiner Genialität.
Das Leben ist...hart und ungerecht.
Sterben müssen heisst...leben, um zu sehen.
Hat er den Schlüssel etwa schon abgegeben?
Oder sind die anderen erneut benannt?
Die Aspekte der Sterne zeigen -
Bentley nimmt das Jahr 3102 vor unserer Ära

Herz und Gemüt mit dem Kopf geschüttelt

Schicke endlich jemand einen Exzorzisten zu mir. Ach egal, ich steh auf dem Fußboden meines Zimmers, wurde in Symbolen vergraben. Spätestens bei den Nationen, die den ewigen Frühling deines Seins vergleichen. A. ist zu sehn in strahlender Begleitschaft. Der große Coopaccio hat geendet in des stillen Auges brechendem Lichte. Rauscht das Brahman, lauscht die Sybille und da fällt mir erst heute ein, dass es damals ein bestimmtes Cafe mit sensationell leckerem Eis gab. Schon zu dritt in dem nachmanvantarischen Nirvana. Du blickst voraus, so weit weg.
Wie wahrhaft esoterisch...

Samstag, 29. September 2007

Schweigend steht man... Nass, kalt, stürmisch

Die meisten Physiker zogen es vor, dass es falsch wäre, dieses zu tun, bevor das Glas mit künstlichem Rauhreif überzogen und mit Glitzerschnee geschmückt. Besonders auffällig auch, die Blaskapelle hatte sich in unterschiedliche Vibrationen und Formen verdichtet. Harzelbeerexpress statt HarzElbeExpress und meine spontane Frage: Gibt es fliegende Teppiche?

Neue Erkenntnisse über Purpur

Mein Fernseher tut tatsächlich so, als wären wir miteinander liiert. Schade, dass ich oberflächlich bin, denn eigentlich ist er schon etwas veraltet. Vielleicht liegt es ja auch an meinem lila Oberteil, dass meine elektronischen Geräte lustig weiter kollaborieren, kollabieren und kollektiven Massenselbstmord begehen.
Die Hausherrin

Spiegel sind trügerisch und Spammails haben Klimaschutz

(März 1915)
Seit die Post mein neues Suchtmittel ist, werde ich von Lärm verfolgt. Endlich ein Knick in der geoffenbarten Zeit, aber immer der Eindruck, sie ist in meinem Einkaufswagen. Bis auf "Summertime" aus "Porgy and Bess" kenne ich die nächste Nacht. Sonne und blind Wind im Schatten seines Versteckes am Bug des Bootes - hoch und neugierig betrete ich das meine. Im Traum mache ich Pause in einem kleinen Gang, der hinunter zu einem Burnout geführt hat. Denn es spart zwar Kraft, aber keine Zeit, die Neigung der Erdachse geringschätzend zu beobachten, ob sie glatt und gleichmäßig gepflastert ist. Na gut, wenigstens ist im Traum der Träumer selbst symbolisiert - Seelenfrieden oder mehr Geld auf den Augen. Doch mein Augenmaß scheint schlecht zu sein über irgendeine Hierarchie oder Klasse, oder selbst über meine demnächst anstehende Lektüre, wenn ich wütend bin. Ich habe enorm viel Mühe mit der Hölle eines materiellen Daseins. Lernen von den Nubas, einem afrikanischen, hochgewachsenen und unbekleideten Volksstamm, von Nazis, kriegerischen Auseinandersetzungen, dem Ephraim-Palais. Der Sushimeister hatte in diesem Männerkreis natürlich nichts zu suchen, deshalb war er mit Pellkartoffel-Essen an der Ecke unterzubringen, natürlich auf Kosten der Kommune. Ein mürrischer Wirt mit einer Schiffermütze auf dem Klinikflur, der durch konkrete politische Entscheidungen geht, wie im letzten Jahrhundert Sophie Alexejewna oder sonstiger Spuk. Davon träumt die Welt.

Freitag, 28. September 2007

Aus der Reihe - Andere Länder, andere Sitten

Wie erwähnt, existieren für die Archetypen keine kulturellen Schranken. Ein plastisches Beispiel soll das verdeutlichen. In der Figur des Eros verglichen die Griechen das Verlieben mit dem Getroffenwerden durch einen Pfeil. Bei den Buschmännern in der Kalahari sind ähnliche Vorstellungen verbreitet. Wenn sich ein Buschmann verliebt, schnitzt er sich zunächst einen Pfeil und einen entsprechenden Bogen. Beides ist handtellergross - genau wie auf Abbildungen von Eros. Als nächstes sucht sich der verliebte Buschmann ein Versteck, von dem aus er seiner Angebeteten "auflauern" kann. Wenn sie an ihm vorbeigeht, schiesst er ihr einen kleinen Pfeil in die Pobacke. Die Frau hat nun zwei Möglichkeiten, zu reagieren: Sie kann den Pfeil aus dem Po herausziehen, ihn zerbrechen und auf die Erde werfen. Dies bedeutet, dass sie die Annäherung des Mannes ablehnt. Lässt sie allerdings den Pfeil stecken und geht ihren Weg weiter, als sei nichts geschehen, so ist dies für den Mann die Aufforderung, ihr zu einem Schäferstündchen zu folgen. Da niemand allen Ernstes behaupten kann, die Buschmänner wären Kenner der griechischen Mythologie, muss man zur Erklärung solcher Parallelen den Archetypenansatz heranziehen.
(aus: "Astrologie und Traumdeutung" von Thomas Schäfer)

Draußen

geht die Welt unter und ich nähe friedlich vor mich hin. Was interessiert mich die Welt, wenn meine Hausjacke einen Fellkragen braucht. Ich nähe nicht besonders oft, vielleicht einmal im Jahr eine Kleinigkeit, aber das Witzige daran ist, dass mir, wenn ich mich vor die Maschine setze und versuche, mich bewußt daran zu erinnern, was ich tun muss, absolut nichts einfällt. Erst wenn ich mein Gehirn ausschalte und nicht mehr nachdenke, wissen meine Hände genau, wo sie hin müssen und welche Handgriffe nötig sind. Die scheinen ein eigenes Gedächtnis zu haben und drei Jahre als Industrienäherin haben wohl ausgereicht, um die Handgriffe lebenslänglich zu speichern. Aber vielleicht sollte ich an meine Hausjacke doch lieber einen Schwimmkragen nähen. Wer hätte gedacht, dass diese generierten Blogtexte prophetische Qualitäten besitzen(Just hab ich heute nach Hause schwimmen müssen.).

Highway to hell ab 14:00 Uhr

Während die Narren fasten, bin ich langsam mal wieder froh, einen Gasherd zu haben (wozu auch Ehemänner zählen, die keine sind). Die Zahl meines wahren Charakters ist die leuchtende Strahlung dieser Individuen.

*langsam einen Lachmuskelkater bekommt* - köstlich, was dieser Textgenerator alles für herrliche Zusammenstellungen ausspuckt.

...

Wenn eingeschlossene Zeichen das Gleichgewicht der Elemente verändern, weil unterschiedlich gefärbte Zeichen an den Spitzen der Substanzhäuser liegen, müssen Sie "aus Ihrem Element herausgehen", um im Beruf Ihre Erfüllung zu finden. Das Haus, an dessen Spitze das Element steht, das nicht mit den anderen beiden Substanzhäusern übereinstimmt, beschreibt den Lebensbereich, wo die Suche nach Synchronizität stattfinden muss. In gewisser Weise zwingt Sie Ihre einzigartige Lebenseinstellung, Erfahrungen oder Wissen auf einer Ebene zu suchen, die innerhalb der Strukturen Ihrer gewohnten Umgebung, Ihrer Gesellschaft oder Ihrer Kultur nicht ohne weiteres zugänglich ist....
....Vielleicht erleben Sie auch an irgendeinem Punkt in Ihrer Laufbahn einen dramatischen Richtungswechsel, wenn Sie erkennen, dass Sie mit dem, was Sie bisher gelernt oder getan haben, nicht glücklich werden können.
Dies gilt besonders, wenn das eingeschlossene Zeichen im zweiten, sechsten oder zehnten Haus liegt oder wenn ein Herrscher dieser Häuser in einem eingeschlossenem Zeichen
steht.

(aus "Beruf im Horoskop" von Joanne Wickenburg)

Man verschwindet auf Nimmerwiedersehen

Aus irgendeinem Grund.
Just hab ich heute nach Hause schwimmen müssen.
Elsa gibt mir gute Rateschläge in der Art "Fr. XZ, Fr. XZ, wann haben Sie zuletzt einen Purzelbaum gemacht?" Dürfte schon ein paar Lieder durch sein. Und in dem was ich brauche ist etwas für den Verstand. Aufrichtigkeit. Bodhidharmas Suche nach Erkenntnis ist für mich:
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Sturmwarnung in Köpenick und Besuch bei einer Blog-Gedenkfeier

Rabbi Meiir sagt: Der erste Tag ist immer der schönste. Es bewahrheitet sich wieder, wie man in eine moderne Gegensprechanlage hineinspricht, so schallt es aus ihr heraus. Deshalb war der Kinoabend inklusive Fingerfood und passenden Getränken für die gefallenen Soldaten ein Ereignis, das niemand so schnell vergessen wird. Im Wald roch es, wie die Treppen des Fernsehturmes aussehen. Und die Meisen im Zierkohl piepsten einen langen Urlaub ein.


Der Text gefällt mir grob geschmirgelt schon besser. Ich glaube, ich brauche dank dieses Random Text Generators jetzt nicht mehr zu träumen. *gg*

Sturmwarnung in Köpenick und Besuch bei einer

Rabbi Meiir sagt: Der erste Tag schloss damit ab, dass man noch so gut finde.
Es bewahrheitet sich wieder zu einer modernen Gegensprechanlage, die es den Kinoabend inklusive eines Filmbuffets mit Fingerfood und passenden Getränken für die gefallenen Soldaten zu besuchen.
Im Wald roch es die Treppen im Fernsehturm aussehen.
Die kannte ich Meisen nur als Zierkohl in einem besonders langen Urlaub ist

Dieser neue Random Text Generator von twoday.net ist wirklich witzig. Noch schöner wäre es allerdings, wenn er auch wüßte, was ganze Sätze sind. Na ja, mal schauen, was sich daraus machen läßt.

Mittwoch, 26. September 2007

Ich mag Ehrenmale

irgendwie. Das liegt daran, dass sich dort, sogar mitten in der Stadt, meist nur wenige Menschen hinverirren. Gut, in Treptow findet man schon ein paar mehr Leute, aber das in Schönholz, wo ich heute war, ist in der Regel menschenleer. Mir ist aufgefallen, dass zwar manchmal Spaziergänger am Eingang hineinschauen, aber nicht hineingehen. Vielleicht trauen sie sich nicht, weil das Areal so offen liegt und niemand darauf zu sehen ist. Mir ist aber auch schon aufgefallen, dass Besucher der Ehrenmale fast immer auf den äußeren Wegen entlanggehen und es vermeiden, im mittleren Bereich zu laufen.

Nachdenklich stimmte mich dieser Blumenstrauß aus Zierkohl in der Milchpackung vor dem Eingang des Ehrenmals, übrigens die einzigen dort abgelegten Blumen, und ich versuchte mir vorzustellen, wer den wohl dort abgestellt haben könnte und warum ausgerechnet Zierkohl.

Londoner Karneval

Diesmal bin ich mit meinem Kumpel in London unterwegs. Wir schlendern eine unbefahrene Straße entlang, die auf wundersame Art moderne Technik und das Aussehen einer Märchenstadt in sich vereint. Bunte alte Häuser säumen den Straßenrand und mitten auf dem Weg stehen farbige Skulpturen und Gebilde, in welche kleine Bildschirme eingelassen wurden, auf welchen man andere Teile der Stadt oder Veranstaltungen beobachten kann. Die Buntheit der Straße erinnert unbewußt mehr an Südfrankreich oder Italien als an London. Während wir weitergehen denke ich bei mir, dass mir diese kleine bunte Straße doch viel besser gefällt, als die großen Touristenzentren der Stadt mit ihren dunklen und klotzigen Sehenswürdigkeiten.
Wir kommen jetzt in einen Raum, wo mein Kumpel mich einem Bekannten von ihm vorstellen will. Als er mit ihm spricht bemerke ich sofort - ich kenne ihn auch! Allerdings nur vom Sehen aus dem Bus. Er hat nämlich ein ziemlich seltsames Aussehen, sehr grobschlächtig, mit einem Buckel würde er sofort als Glöckner von Notre Dame durchgehen. Ich wusste gar nicht, dass mein Kumpel ihn kennt. Als er mich anschaut, merke ich, dass auch er mich erkennt. Und ihm scheint die Situation genauso unangenehm zu sein wie mir. Wir geben uns schnell die Hand und mein Kumpel verschwindet mit noch sehr viel mehr Bekannten irgendwohin.
Ich laufe zwar hinter her, doch bin nicht schnell genug und verliere ihn in der Menschenmasse aus den Augen. Ok, dann warte ich eben auf ihn. Mir ist bewußt, dass wohl irgeneine Maskerade stattfindet und dass er dort mit seinen Bekannten mitmacht. Er wird mich sicher nicht vergessen und mich bald suchen. Nachdem ich lange genug gewartet habe, glaube ich aber nicht mehr so recht daran und langsam werde ich auch etwas sauer, dass er mich hier in der Fremde einfach alleine sitzen läßt und vergißt. Also beginne ich selbst zu suchen, aber das Problem dabei ist, dass die Menschen, an denen ich jetzt vorbeikomme, alle verkleidet sind. Ich sehe ganze Spaliere von als Frauen kostümierten Männer. Ob sich mein Kumpel ebenfalls als Frau verkleidet hat und ob ich ihn so erkennen würde? Ich bin mir nicht sicher. Während ich noch suche, wandelt sich in meinem Bewußtsein der Ort London langsam in Buch, einem Vorort von Berlin. Ich weiß, dass hier alljährlich ein historisches Fest stattfindet.
Ich weiß nicht mehr, ob ich meinen Kumpel irgendwann gefunden habe, aber inzwischen bin ich auf dem Weg nach Hause in einer knüppeldicken vollen U-Bahn. Wir stehen dort dichtgedrängt und erst etwas später bekomme ich mit, dass sich einige Männer und eine Frau bei geöffneter Tür an der Außenseite des Waggons zu schaffen machen und dort bei voller Fahrt herumklettern. Wir sind mitten auf der Hochbahn. Wenn sie dort abstürzen - Prost Mahlzeit! Jetzt kann ich die Frau genauer sehen, wie sie draußen am Waggon hängt und mit aller Kraft versucht, etwas auf dem Waggondach zu erreichen. Sie hat dunkle, fast schwarze halblange Haare und trägt einen roten Ringelpulli. Da stürzt sie auch schon ab, mit ihr die Männer, die ebenfalls draußen herumkletterten. Ich sehe sie in der Ferne davonlaufen. Also haben sie es wohl überlebt. Erstaunlich! Die anderen Fahrgäste scheinen das alles gar nicht zur Kenntnis zu nehmen, so als sei es völlig normal.

Bemerkung: Diesen Typ, der im Traum ein Bekannter meines Kumpels ist, gibt es tatsächlich und ich sehe in wirklich immer mal wieder im Bus. Ich bin stets aufs neue fasziniert von seiner Häßlichkeit.
In Buch findet normalweiser kein historisches Fest statt, aber in Bernau, wo wir erst vor kurzem waren, wird jedes Jahr das Hussitenfest gefeiert. Deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass ich eigentlich Bernau meinte. *gg*

Wie nicht anders erwartet,

war die erste Nacht auf der neuen Matratze etwas unruhig. Allerdings ist der Mond daran nicht ganz unschuldig. So gegen 5:30 h in der Nacht (tiefe Nacht), nach ca. vier Stunden Schlaf, war ich plötzlich hellwach und weil ein helles, strahlendes, aber auch warmes und gelbliches Licht durch die Gardine fiel, fragte ich mich, WER DA DRAUSSEN WOHL SEIN LICHT NICHT AUSGEMACHT HÄTTE. Nach näherem Hinausschauen musste ich feststellen, dass es der fast volle Mond gewesen ist, der sein Licht nicht ausgeknipst hatte. Sowas aber auch....

Montag, 24. September 2007

Die Wohnung an der Spree

Ein gewöhnliches und etwas abgerissenes Wohnhaus. Ich komme hierher, um in den riesigen Briefkasten zu schauen. Er ist voller kleiner Päckchen und Briefe, obwohl ich hier noch gar nicht wohne. Warum eigentlich nicht? Erst jetzt wird mir klar, dass ich die Wohnung schon vor Monaten, wenn nicht sogar Jahren angemietet habe, sie aber überhaupt nicht nutze. Ich zahle also schon die ganze Zeit praktisch umsonst Miete. Andererseits gefällt mir die Umgebung auch nicht besonders. Alles ein bißchen trist. Doch vielleicht ist die Wohnung ja schön. Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, wie sie aussieht und wie groß sie ist. Ich sollte sie mir nochmal anschauen. Aber obwohl ich den Schlüssel zum Briefkasten habe, muss ich, um die Wohnung zu besichtigen, zum Vermieter. Anscheinend besitze ich keinen Wohnungsschlüssel. Ich finde eine kleine Einfahrt zum hinteren Hof mit einer schmiedeeisernen Zaunpforte. Kaum habe ich einige Schritte in diese Einfahrt getan, tut sich vor mir der Blick auf eine silbrig schimmernde Wasserfläche auf. Es ist die Spree. Wahnsinn! Und ich entdecke das erst jetzt, dass das Haus direkt an der Spree liegt und ich nach hinten raus eine herrliche Aussicht habe! Jetzt muss ich mir wirklich unbedingt die Wohnung nochmal anschauen. Vielleicht ist es ja der Hauptgewinn, ohne dass es mir bisher bewußt war. Auf dem Hof angelangt, merke ich, als ich auf das Wasser blicke, wie sich irgendwas an meinen Schuhen zu schaffen macht. Erst kann ich nichts finden, doch als ich mich umblicke und auf den Boden sehe, fällt mir eine fette Ratte auf, die anscheinend an meinen Schuhen knabbert. Zu meinem Erstaunen trägt sie ein kleines Krönchen. Ein Rattenkönig? Woher kommt mir das bekannt vor? Zum Glück hat sie noch kein Loch hineingefressen, das würde ja einen Eindruck machen! Ich fasse sie am Schlawittchen, sie zieht die Ohren an und den Schwanz ein wie eine Katze, und werfe sie in einen der Müllcontainer. Da gehört sie hin und da findet sie auch was zu fressen. Ich hatte recht - kaum ist sie in der Mülltonne gelandet, beginnt sie emsig und freudig zu wühlen und diverses Zeug zusammenzutragen. Ich mache mich jetzt auf den Weg zum Vermieter, dessen Name mit B beginnt und viele kleine A's in sich trägt, so ähnlich wie "Bavaria". Doch als ich zur Geschäftsstelle komme, muss ich feststellen, dass das Personal dort zwei Tage lang streikt, und zwar genau bis zum Wochenende. Also werde ich vorerst nicht in die Wohnung kommen.

Bemerkung: Ich glaube, der Rattenkönig soll mich wohl an "Nußknacker und Mausekönig" erinnern und an die Weihnachts-CDs, die ich mit der Hörbuchversion brennen und verschenken wollte. Anderseits frage ich mich, warum der wohl an meinem Status und Ansehen nagt.

Andere Länder - andere Sitten

In Grönland, wo der Abstand zwischen den Siedlungen sehr gross ist, ist es Sitte, dass ein Mann seine Frau dem einsamen Wanderer über Nacht zur Verfügung stellt - eine Tradition, um der Inzucht der Sippe entgegenzuwirken.
(aus "Zeichen und Planeten in der Hand" von Hjelmborg/Kirsebom)

Sonntag, 23. September 2007

Besuch in meiner alten Kirche

Ich bin auf der großen Brachfläche hinter der Kirche Richtung E.B.Str. unterwegs, wo ganz früher einmal, so dass ich mich kaum daran erinnern kann, die Kleingärten waren. Aus irgendeinem Grund schwenke ich nach rechts und laufe dort quer über eine Fläche mit hohem wilden Unkraut. Eigentlich wollte ich nun links einbiegen, aber da ich eine Baugrube und Laster sehe, biege ich nach rechts ab und gehe wieder ein Stück zurück, Richtung B.Straße. Als ich mich dabei umschaue, sehe ich nun mächtig und drohend meine alte Kirche aufragen. Eigentlich könnte ich ja ein paar Fotos machen, wenn ich schon hier bin, denke ich. Die Kirche hat auf dieser, der hinteren Seite, am Eingang eine höhere Platform und zuerst will ich nur von dort Bilder von der Brachebene machen. Doch da ziemlich viele Menschen in die Kirche strömen, ströme ich neugierig mit. Die Kirche scheint zu einem Touristikzentrum geworden zu sein. Erstaunlich, denn sowas besonderes ist sie nicht, im Vergleich zu anderen Kirchen relativ farblos und plump. Während der Judenverfolgung wurden hier allerdings Juden im Kirchturm versteckt und es gab ein Widerstandsbüro im Turmbau. Drinnen, im Vorraum, hat die Kirche mehr Ähnlichkeit mit einem Verkaufsraum, denn dort stehen zwei Kassen auf hohen Theken und sogar eine Bar mit Getränken für die Touristen. Also geschäftstüchtig ist er ja der Pfarrer, das muss man ihm lassen. Hoffentlich treffe ich ihn hier nicht, dazu hätte ich wirklich keine Lust. Vor mir steht mit dem Rücken zu mir ein sehr großer Mann in einem Talar. Er dreht sich um, doch es ist ein mir unbekanntes Gesicht. Im Vorraum ist es ziemlich düster, so wie ich es von früher in Erinnerung habe, aber im Kirchenraum ist es noch dunkler. Ich stutze, als ich hineinschaue. Der Raum ist zwar groß, doch sehr karg, ohne Fenster und statt Kirchenbänken sehe ich die alten Holzstühle, die früher in der Kapelle standen, als dort bei den Bauarbeiten ersatzweise der Gottesdienst stattfand. Bin ich hier vielleicht in der Kapelle? Nein, das kann nicht sein. Die war auf der anderen Seite, hatte Fenster und dazu ist der Raum auch zu groß. Seltsam. Wieder im Vorraum hat ein Ehepaar an einem der Verkaufsstände eine Zeichnung in gelb-orangen Farben erstanden. Diese kommt mir irgendwie bekannt vor. Ist es etwa eine Zeichnung von mir? Ich suche nach der Signatur und finde ein A.J.'22. Also doch nicht.

In einer anderen Traumsequenz geht es um eine Diskothek, die sich jedoch in einem Vorort ziemlich weit von zu Hause befindet. Anscheinend gehe ich da jetzt neuerdings hin, aber im Traum mache ich mir vor allem Gedanken darüber, dass ich dort nur zwei Stunden bleiben kann und statt um 3 Uhr schon um 22 Uhr wieder gehen muss, damit ich noch nach Hause komme. Ich sage zu mir selbst, wie schnell doch zwei Stunden in einer Diskothek vergehen - da tanzt man ein paar Lieder durch und schon sind zwei Stunden um, ohne dass man es gemerkt hätte und als ob gar keine Zeit vergangen wäre.

In einem dritten Traumfragment geht es um ein ungehobeltes Bruderpaar. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was ich mit ihnen zu schaffen hatte, ich glaube, ich war zu Besuch bei Verwandten. Beide Brüder sind ziemlich feindselig und abweisend. Allerdings meine ich zu bemerken, dass ein Bruder davon schlimmer ist, als der andere. Der, der kratzbürstiger und feindseliger ist, hat rote Haare und eine Brille und ich weiß, dass er vom Sternzeichen Schütze ist. Der andere erinnert ein bißchen an meinen ehemaligen Mitschüler H.K., er ist zwar zurückhaltend, aber nicht wirklich feindselig. Seltsamerweise interessiert mich der rothaarige mehr.

Bemerkung: Die Kirche meiner Kindheit hat tatsächlich eine Platform, allerdings auf der anderen Seite als im Traum und auch nur zwei oder drei Stufen hoch.

Freitag, 21. September 2007

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Ich musste erfahren, dass man Menschen mit energetischer Medizin heilen, aber auch schaden kann. Später begriff ich, dass Energieheilung durch einen unqualifizierten Heiler oft das Gleiche ist wie schwarze Magie, auch wenn es der Heiler oder die Heilerin noch so gut meint. Schwarze Magie geschieht nicht nur auf Haiti oder im Süden von Louisiana, sondern überall dort, wo schlecht ausgebildete Personen ihre Hände auf andere Menschen legen und ihnen beim Versuch, sie zu heilen, unbewusst schädliche Energie übertragen...

...Indianische und tibetische Mystiker haben die Existenz des Leuchtenden Energiefelds schon vor Tausenden von Jahren dokumentiert und es als eine Aura oder einen Lichtschein beschrieben, der den physischen Körper umgibt. Zuerst schien es merkwürdig zu sein, das Konzept eines menschlichen Energiefelds bei den amerikanischen Schamanen sowohl des Urwalds und als auch der Berge vorzufinden. Nachdem ich jedoch die Universalität des menschlichen Energiefelds begriffen hatte, war mir klar, dass es eigentlich jede Kultur entdeckt haben musste. Im Osten zeigen die Mandalas Buddha in blauen und goldenen Feuerkränzen, und im Westen erscheinen Christus und die Apostel mit einem Heiligenschein. In der mystischen Literatur steht, dass der Apostel Thomas die gleiche Strahlung hatte wie Christus. Legenden der amerikanischen Ureinwohner handeln von Personen, die im Dunklen so leuchten, als seien sie von einem inneren Feuer angezündet. In den Anden existieren Geschichten um den Herrscher Pachakutek, der als Sohn der Sonne betrachtet wurde und das Licht der Morgendämmerung ausstrahlte. Jedes Lebewesen auf der Erde besteht aus Licht. Die Pflanzen nehmen das Licht direkt von der Sonne auf und verwandeln es in Lebensenergie. Die Tiere fressen dann die grünen Pflanzen, die das Licht gespeichert haben. Licht ist also das »Fundament«, aus dem das Leben besteht. Wir sind Licht, das mit lebendiger Materie verknüpft ist. Jedes Lebewesen um uns herum besteht aus Licht, das sich in unterschiedliche Vibrationen und Formen verdichtet hat. Physiker, die sich mit subatomaren Teilchen beschäftigen, wissen, dass man nur tief genug in die Materie einzudringen braucht, um herauszufinden, dass das ganze Universum aus Vibration und Licht besteht. Wir irren uns, wenn wir glauben, das Licht um Buddha oder Christus sei ein Beiwerk der Mythen und Legenden. Wir können die leuchtende Strahlung dieser Individuen auch keiner seltsamen Bioluminiszenz zuschreiben, die vom Körper produziert wird, als wäre der Mensch ein Glühwürmchen. Buddha wies uns den Weg zur Erleuchtung. Er lehrte, dass wir unserem Licht folgen sollten, um vom Leid befreit zu werden. Als Christus im Jordan getauft wurde, soll ein gleißendes Licht über ihm erschienen sein. Wenn wir glauben, dass Christus mit dem Licht seiner Liebe gestrahlt hat und wir nicht fähig sind zu strahlen, dann lassen wir außer Acht, wenn Christus sagt, dass wir noch größere Werke vollbringen werden als er...

...Die Schamanen behaupten, sie könnten untereinander über die leuchtende Matrix kommunizieren, die von den Feldlinien der Erde erzeugt wird. Ein Heiler kann das leuchtende Gitternetz des Universums, das sich über die Erde hinaus bis zu den Galaxien erstreckt, fühlen und manchmal auch sehen. In der technologischen Gesellschaft sind viele Menschen nicht mehr an die Matrix des Universums angeschlossen. Oft haben sich die Menschen, die mit Symptomen chronischer Müdigkeit zu mir kommen, völlig von der natürlichen Welt abgeschnitten. Sie gehen nicht mehr im Wald spazieren, pflanzen keine Tomaten mehr in ihrem Garten und riechen nicht mehr den Duft der Blumen. Ich will damit nicht behaupten, dass Waldspaziergänge allein chronische Müdigkeit heilen, die ein sehr komplexes medizinisches Phänomen ist. Dennoch benötigen Menschen mit diesem Krankheitssymptom den vitalen Wiederanschluss an das natürliche System als Teil ihrer Heilung. Wie die Feldlinien an der Erdoberfläche laufen, so laufen die Akupunktur-Meridiane entlang der Hautoberfläche und verbinden die einzelnen Akupunkturpunkte (die in Wirklichkeit sehr kleine Chakras sind) miteinander. Diese Energie-Meridiane entsprechen dem Kreislaufsystem im Innern des Körpers. Sie sind die Arterien und Venen des Leuchtenden Energiefelds. Die indigenen amerikanischen Heiler kennen diese Meridiane als rios de luz, Flüsse des Lichts, die innerhalb des leuchtenden Körpers strömen. Der Legende nach waren vor 5000 Jahren die ersten Akupunkteure in der Lage, diese Meridiane zu sehen, die die Körperoberfläche umspannen. Selbst heute sind die berühmtesten Akupunkteure Japans blind. Sie haben ihre diagnostischen Fähigkeiten entwickeln können, weil sie nicht von der physischen Erscheinung abgelenkt werden. Sie folgen dem Fluss von chi mit ihren Fingern und spüren so seinen Puls und Rhythmus entlang der Akupunktur-Meridiane. Indem sie wahrnehmen, wo der Fluss von chi blockiert ist und wo er kraftvoll strömt, diagnostizieren sie entweder Gesundheit oder Krankheit. Die mystischen Traditionen sind voll mit Hinweisen auf Menschen, die das Leuchtende Energiefeld wahrnehmen können. Bei den Inka heißen sie kawak, Seher. In der Nazca-Ebene im Süden Perus gibt es eine verlassene Stadt namens Kawachi (»der Ort der Sehenden«), wo Menschen lernten, die leuchtende Natur des Lebens wahrzunehmen. Über die Jahre hinweg habe ich die Fähigkeit entwickelt, die Lichtströme zu sehen, die durch den leuchtenden Körper fließen. Ich kann die Abdrücke von Gesundheit und Krankheit lesen. Ich bin davon überzeugt, dass es sich hierbei um eine angeborene Fähigkeit handelt, die wir alle besitzen, aber entweder nicht entwickelt oder dadurch verloren haben, dass man uns im Alter von sieben oder acht Jahren erzählte, dass die materielle Welt die einzig »reale« Welt sei....

...Während die hinduistische Tradition von sieben Chakras ausgeht, lehrten mich die Schamanen, bei denen ich meine schamanistische Ausbildung erhielt, zwei weitere wahrzunehmen: das achte Chakra oberhalb des leuchtenden Körpers, aber noch im Leuchtenden Energiefeld, das wiracocha oder der Ursprung des Heiligen genannt wird; und das neunte Chakra außerhalb des Körpers, das im Unendlichen, in der Welt des Spirits liegt und mit der ganzen Schöpfung eins ist, bekannt als causay, der Punkt der nichtmanifesten Kreation – der Unendlichkeit. ....Wenn unser Energienachschub giftig wird, leiten die Chakras diese Gifte weiter ans zentrale Nervensystem, wodurch wir ernsthaft oder sogar lebensbedrohlich krank werden können. Unsere weitere Gesundheit hängt dann davon ab, wie wirksam wir unseren Energiehaushalt wieder erneuern können...

...Wenn wir die emotionalen Auswirkungen einer schmerzlichen Situation noch in der Situation selbst heilen können, hinterlässt sie keinen Abdruck im Leuchtenden Energiefeld. Wenn wir mitten in unserem Schmerz dem Mitgefühl und der Vergebung Raum geben, absorbiert das Leuchtende Energiefeld keine zurückbleibenden negativen Energien. Abdrücke im Leuchtenden Energiefeld können seltsame und scheinbar zusammenhanglose Ereignisse in der äußeren Welt bewirken...

..Während einige Yogaschulen behaupten, der Mensch sei nicht sein Körper, sagt der Schamane, dass wir sehr wohl unser Körper sind, aber auch noch viel mehr. Er weiß, dass die sichtbare und die unsichtbare Welt ineinander verwoben sind und sich gegenseitig bedingen. ..

...Das achte Chakra befindet sich im Leuchtenden Energiefeld. Es sitzt als rotierende Sonne über dem Kopf und stellt unsere Verbindung zum Großen Spirit dar. Das achte Chakra ist der Ort, an dem Gott in uns wohnt.... ...Wir finden dieses Chakra wieder in dem Licht, das Christus auf bildlichen Darstellungen umgibt, sowie in dem Feuer, das zu Pfingsten auf die Apostel herabkam, als sie das Geschenk des Heiligen Geistes empfingen. Wenn wir sterben, weitet sich das Chakra zu einer leuchtenden Kugel aus und umschließt die anderen sieben Chakras mit seinem Licht. Nach einer Periode der Versöhnung und Reinigung bildet das achte Chakra einen neuen Körper, wie es schon viele Lebzeiten zuvor immer wieder geschehen ist. Es führt uns zu unseren biologischen Eltern und zu den besten (nicht den einfachsten!) Lebensumständen für unser spirituelles Wachstum. Die traumatischen Erinnerungen an unsere letzte Inkarnation werden als Abdrücke im Leuchtenden Energiefeld auf unseren nächsten Körper übertragen....

...Der Entwicklungsprozess des neunten Chakras besteht darin, ein Geheimnis hüten zu können, sogar vor sich selbst. Dieses Geheimnis besagt, dass vor sehr langer Zeit die immense Kraft, die wir Gott nennen, ihren Platz in der nichtmanifesten Leere verlassen hat, um sich selbst zu erfahren. So manifestierte sie sich vor 12 Milliarden Jahren als die Singularität, die alle Materie in unserem Universum hervorbrachte. Die immense Kraft erkundschaftete sich selbst in allen Lebensformen, als Heuschrecken, Wale, Planeten und Monde. Da die immense Kraft jedoch allgegenwärtig und allwissend war, besaß jede ihrer Manifestationen auch diese Eigenschaften. Daher musste sie ihre eigene Natur vor sich selbst verbergen, um sich selbst in der Vielfalt ihrer Formen zu erkennen. Wenn dieses Zentrum erwacht ist, hört man ein tiefes, polterndes Lachen, das von den Bergen widerhallt und über den Himmel donnert....

....Wir alle verfügen über die Sensoren, die für den schamanistischen Weg des Sehens notwendig sind. Sie bestehen aus dem sechsten Chakra (das mystische »dritte Auge« in der Mitte der Stirn) und dem vierten Chakra, dem Herzen. Indem wir das dritte Auge und das Herz-Chakra mit dem visuellen Kortex verbinden, können wir mit den Augen des Geistes und des Herzens sehen. Die Aufgabe besteht darin, ein »Kabel« von diesen Chakras zur Leinwand im Gehirn zu legen. Als Student der Anatomie habe ich gelernt, dass die neuralen Verknüpfungen im menschlichen Gehirn, nachdem sie einmal etabliert worden sind, nur sehr schwer verändert werden können. Es ist unmöglich, neue neurologische Verbindungen zum visuellen Kortex zu legen. Wenn der Sehnerv bei einer Person durchtrennt ist, erblindet sie und hat keine Chance, ihr Augenlicht wiederzuerlangen. Dennoch träumt sie weiterhin in farbigen Bildern. Das Gehirn kann die bestehenden Verknüpfungen zum visuellen Kortex nicht umleiten. Um also mit den Augen des Herzen sehen zu können, müssen wir ein extrazerebrales Netzwerk außerhalb des Gehirns erschaffen. Die Schamanen können durch bestimmte Rituale, in denen das Sehen gelernt wird, extrazerebrale Verknüpfungen herstellen, die das dritte Auge und das Herz mit der Leinwand im visuellen Kortex verbinden, um auf diese Weise multisensorische Bilder der leuchtenden Welt zu erhalten. Das Gehirn von Kleinkindern hat in den ersten Lebensjahren zehn Mal mehr synaptische Verbindungen als beim Erwachsenen. Synapsen sind wie Äste, die von den Nervenzellen ausgehen und sich in alle Richtungen ausstrecken, bis sie auf einen anderen Ast stoßen, mit dem sie sich verbinden. Synaptische Verbindungen sind die Pfade, auf denen Information weitergegeben wird...

...Im Westen haben die Menschen keine neuralen Verknüpfungen entwickelt, um Energie wahrzunehmen. Daher müssen wir diese Verknüpfungen außerhalb des Gehirns herstellen. Man kann sie sich als Meridiane goldenen Lichts vorstellen, die außen am Kopf entlanglaufen und das dritte Auge und das Herz mit der Leinwand im Gehirn verbinden. Diese Pfade übertragen multimodale sensorische Daten – Bilder, Oberflächen, Klänge, Geschmacksempfindungen, Gefühle und Düfte. Verlier deinen Kopf, und verlass dich auf deine Sinne Die unsichtbare Welt kann nicht mit den Augen der Logik und Vernunft gesehen werden. Wir müssen den unschuldigen Blick des Kindes und seine direkte, ursprüngliche Wahrnehmung wieder finden. Ein Kind erforscht seinen Tastsinn, lernt Farben zu unterscheiden, schaut unter Steine und fragt immer wieder, warum etwas so ist, wie es ist. Hierbei handelt es sich um unmittelbare, ursprüngliche Wahrnehmung. Wenn Christus sagt, wir können das himmlische Reich erst dann betreten, wenn wir wie die Kinder werden, so meint er damit, dass wir wieder lernen müssen, die Welt mit einem unschuldigen Blick zu sehen, frei von festgefahrenen Vorstellungen. Vernunft und Sprache trennen uns von der direkten Erfahrung. Logik und Namen – obgleich praktisch – verhindern, dass wir das Mysterium des Lebens direkt erfahren können...

....Die Vermischung sensorischer Empfindungen wirkt nur auf denjenigen fremd, der sich schon von der ursprünglichen, unmittelbaren Erfahrung der natürlichen Welt abgeschnitten hat. Musiker sprechen oft davon, dass sie hören, wie die Luft nach Flügelschlägen klingt, wenn sie fliegende Vögel beobachten. Dieser »Allgemeinsinn« ist das Kennzeichen einer ursprünglichen Wahrnehmung, die die meisten von uns mit dem Aufkommen der Zivilisation verlernt haben. Wie der Philosoph Maurice Merleau-Ponty in seinem Buch Phänomenologie der Wahrnehmung schreibt: »Die synästhetische Wahrnehmung ist vielmehr die Regel, und wenn wir uns dessen selten bewusst sind, so weil das Wissen der Wissenschaft unsere Erfahrung verschoben hat und wir zu sehen, zu hören und überhaupt zu empfinden verlernt haben, vielmehr aus der Organisation unseres Körpers und der Welt, so wie die Physik sie auffasst, deduzieren, was wir sehen, hören und empfinden müssen.« Synästhesie wächst in dem Maße, wie wir uns des Berührungssinns, des Geschmackssinns, des Empfindungssinns und des Hörsinns bewusst werden. Eine meiner beliebtesten Synästhesie-Übungen besteht darin, die eigenen Gefühle zu »schmecken«. Bemerk deinen Geschmack im Mund. Ist er süß? Sauer? Hölzern? Metallisch? Denk nun an etwas, das dich traurig macht. Ändert sich dadurch der Geschmack im Mund? Denk an eine schöne Situation und achte wieder darauf, ob sich der Geschmack im Mund verändert...

....In manchen Phasen fühlen einige Klienten intensive Emotionen, ihre Hände oder Beine verkrampfen sich, oder ihre Körper zucken und geraten außer Kontrolle. Sobald sich das unangenehm anfühlen sollte, können sie den Prozess verlangsamen, indem sie ihre Arme rechts über links vor der Brust verschränken. (Diese Technik findet sich in jeder Kultur, um den Fluss von Energie zu unterbrechen. In Ägypten wurden die Pharaonen in dieser Haltung bestattet, damit sie auf ihren Reisen nach dem Tod geschützt waren, und in der modernen Kampfkunst wird diese Bewegung verwendet, um einen Schlag abzuwehren.)...

...Der Körper weiß, wie es ist zu sterben, denn er weiß auch, wie es ist, geboren zu werden. In neun von zehn Fällen kehrt das Leuchtende Energiefeld problemlos in die Welt des Spirits zurück. Entsprechend verlaufen auch neun von zehn Geburten ohne Komplikationen. Nur bei einer von zehn Geburten besteht ein erhöhtes Risiko, und selbst natürliche Geburten finden heute meistens im Krankenhaus statt, wo im Notfall immer ein Arzt erreichbar ist. Ein Heiler oder eine Heilerin muss nur dann das Leuchtende Energiefeld von den Chakras trennen, wenn der Ablösungsprozess nicht auf natürliche Weise geschieht.

(aus "Das geheime Wissen der Schamanen" von Alberto Villoldo)

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Die Variablen variieren zuviel und die Konstanten sind nicht so konstant wie sie scheinen.
Finagles Fünfte Fundamentale Entdeckung

Erwin Schrödinger leistete mehr als nur ein mathematisches Rätsel mit fiktiven Katzen. Seine Gleichungen über subatomare Wellenmechanik, die ihm den Nobelpreis brachten, gehörten zu den wichtigsten Beiträgen zur Partikel-Theorie unseres Jahrhunderts. Später wandte er sich der Biophysik zu und lieferte in einem kleinen Büchlein mit dem Titel Was ist Leben? die erste mathematische Definition des Unterschieds zwischen lebendigen und toten Systemen. Als Nebenüberlegung stellte er die These auf, daß das Leben negative Entropie ist. Diese Erkenntnis sollte bei vielen seiner Leser ganz neue Ideen auslösen, einschließlich Norbert Wiener vom M.I.T. und Claud Shannon von Bell Labs, die sich nach Schrödinger so intensiv mit negativer Entropie beschäftigten, daß sie eine mathematische Informationstheorie entwickelten, und den Grundstein zur Wissenschaft der Kybernetik legten, aus der schließlich auch das Biest resultierte. Schrödinger glaubte selbst nicht an sein Katzenrätsel; er hatte es nur erfunden, um zu zeigen, daß irgendwas mit der Quantentheorie nicht stimmen konnte, wenn sie zu solchen Schlußfolgerungen führte. Schrödinger mochte die Quantentheorie nicht, weil sie ein anarchistisches Universum beschreibt, und er, wie auch sein guter Freund Albert Einstein, Determinist war. Und so hatte Schrödinger die Hoffnung, daß er eines Tages einen ernsthaften Fehler an ihr entdecken würde, obwohl er maßgeblich zu ihrer Entwicklung beitrug und jeden Tag mit ihr zu tun hatte. Das Katzenproblem geht aus von einer Katze, einem tödlich wirkenden Apparat, beispielsweise einem Gewehr oder Giftgaskügelchen, und einem Quantenprozeß, der schließlich diesen Apparat auslöst und die Katze tötet. Sehr simpel. Ein Experimentator würde, wenn er herausfinden wollte, wann die Waffe ausgelöst wurde und die Katze tötete, in das Laboratorium schauen, wo dieser Vorgang stattgefunden hat, und sich notieren, was geschehen war. Aber - so beobachtet Schrödinger hämisch - die moderne Physik sollte, wenn sie wirklich das ist, was man aus ihr gemacht hat, uns erlauben herauszufinden, was geschieht, ohne daß wir tatsächlich ins Labor gehen und nachschauen müssen. Wir müßten nur die Gleichungen des Quantenprozesses notieren und ausrechnen, wann die Phasenveränderung, die zur Auslösung der Waffe führt, eintreten muß. Das Dumme an der Sache ist, daß die Gleichungen zu mindestens zwei verschiedenen Lösungen führen. Für jede beliebige Zeitspanne, sagen wir eine halbe Stunde, geben uns die Gleichungen zwei Eigenwerte, von denen einer behauptet, daß die Katze nun definitiv tot ist, kaputt, spurlos versenkt und erledigt, und der andere, daß die Katze immer noch genauso lebendig herumläuft wie du und ich.
Inever died, saidhe; Inever died, saidhe.
Die meisten Physiker zogen es vor, Schrödingers verfluchte Katze zu ignorieren; schließlich funktionierte die Quantenmechanik, wozu also diese Aufregung über ein kleines Rätsel in der Mathematik? Einstein dagegen liebte Schrödingers Katze, weil sie mathematisch seine eigene Überzeugung demonstrierte, daß subatomare Vorgänge nicht so anarchistisch sein konnten, wie es die Wellenmechanik zu implizieren schien. Einstein war ein Mann der Verborgenen Variablen. Er bestand auf der Verborgenen Variablen - eine unsichtbare Hand, wie Adam Smith gesagt hätte -, die die scheinbar unbestimmte Quantenanarchie kontrollierte. Einstein war davon überzeugt, daß die Verborgene Variable deterministisch und mechanisch sein mußte und eines Tages entdeckt werden würde. «Gott würfelt nicht mit der Welt», pflegte er zu sagen. Jahrzehnt um Jahrzehnt verging, doch die Verborgene Variable blieb verborgen. In den siebziger Jahren löste Dr. Evan Harris Walker (sehr zu seiner eigenen Befriedigung) das Katzenparadoxon auf und definierte die Verborgene Variable (ebenfalls sehr zu seiner Befriedigung). Die Verborgene Variable, so sagte er, war das Bewußtsein. In manchen Abteilungen meckerte man, daß Walker Pantheismus als Quantenpsychologie getarnt in die Physik hineinschmuggeln wollte, aber viele jüngere Physiker, speziell die Acidheads, akzeptierten seine Lösung. Professor John Archibald Wheeler aus Princeton fand einen anderen Weg, um mit der Katze fertig zu werden - er nahm sie wörtlich. Jede Quantenunbestimmtheit, so schlug er vor, erschafft zwei Universen; folglich sind die Gleichungen beide buchstäblich wahr: in dem einen Universum lebt die Katze und in dem andern ist sie tot. Wir können natürlich immer nur ein Universum auf einmal verkraften, aber wenn die Mathematik behauptet, daß das andere Universum existiert, bei Gott, dann existiert es auch. Da außerdem ständig 0,5 Wahrscheinlichkeiten auftreten, jedesmal wenn man eine Münze wirft, zum Beispiel, gibt es sehr viele von diesen Universen, vielleicht unendlich viele. Zusammen mit zwei graduierten Studenten namens Everett und Graham entwickelte Wheeler sogar ein Modell, wo diese anderen Universen verzeichnet waren. Sie umgeben uns im Super-Raum von allen Seiten. Aus gewissen Quellen war zu entnehmen, daß der alte Wheeler wohl zuviel Sciencefiction gelesen haben mußte. In Wirklichkeit hatte Schrödinger selbst den Schlüssel zur wahren Lösung des Katzenparadoxons gegeben und zwar in seinem großartigen Essay über die Biophysik, wo er die These aufstellte, alles Leben sei negative Entropie. Kein Mensch war dahintergestiegen, bis zu Sarfattis Demonstration im Jahre 1986. Zur Zeit dieser Geschichte fischten die Physiker noch im Trüben und versuchten, diese Tatsache vor der Öffentlichkeit geheimzuhalten.

(aus "Schrödingers Katze - Das Universum nebenan" von Robert A. Wilson)