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Montag, 1. Dezember 2008

Erinnerungsrollen

Erinnerungsrollen

Jugendherberge auf verschneitem Berg. Verschneite einsame Höfe zwischen stillweißen Bäumen. Meine Freundin, ich und vier Doppelstockbetten für uns alleine. Jede Nacht ein anderes Bett, tagsüber, neben rasanten Schlittenabfahrten im menschenleeren Wald, Orgien mit Jojos, auswendig gelernten Aha-Liedern und Sahnetorte aus der heimischen Bäckerei. Dazu drei Kilometer durch den Schnee hinunter ins Dorf stapfen. Bei mindestens sechs Kilometer Fußmarsch oder mehr und klirrender Kälte braucht man schließlich Energie, viel Energie. Kichern und Lachen über unsere geheimen Sahneentgleisungen. Die Eltern wissen ja nicht, wovon wir uns während der Ferien ernähren. Die sind weit, weit weg im fernen Berlin. Und kein Wort wird jemals über unsere Lippen kommen.

Biblischer Anagrammkalender - das erste Türchen

Ok, mir ist doch noch etwas für den Advent eingefallen. Ich werde mir einen biblischen Anagrammkalender gönnen. Jeden Tag ein anderes Wort aus der Bibel (24 davon dürften ja wohl aufzufinden sein).


Bundeslade

DAS BUENDEL vor LADENS BUDE im ABEND DUSEL, EDLEN ABSUD. NABEL DES DU, DU BLASENDE, DU SALBENDE. DAS DUEBELN ist BALD SUENDE. Im BADE SUDELN mit BADE LSD, NEU.

PS: Ich fürchte beinahe, diese Idee ist für harmlose Adventskalender ebenfalls nicht sehr geeignet.

Sonntag, 30. November 2008

Neue Rumpelaktion

Heute wurde neben dem 1. Advemt mal wieder eine Rumpelaktion bei meiner Mutter veranstaltet. Ich denke ja immer, so viel kann nicht mehr da sein, bei den Massen an Kisten, die wir bereits weggeschleppt haben, aber es nimmt kein Ende. Sie meinte, es ist noch jede Menge im Keller und an sonstigen Orten, unglaublich, was mein Vater alles gehortet hat. Die Ausbeute war deshalb wieder reichlich:

Ausbeute 7
Eine Siebdruckikone (Madonna Odigitria)

Ausbeute 6
Eine mächtige Lupe

Ausbeute 5
Ein Anhänger aus echtem Murano-Glas

Ausbeute 3
Ein Rosenkranz mit Hämatit-Kugeln

Ausbeute 4
Lesezeichen aus Holz

Ausbeute 8
Der alte Fritz als Zinnsoldat

Ausbeute 1
Eine indische Dose aus Jade (jetzt, weiß ich, warum ich von bunten Vögeln geträumt habe)

Ausbeute 2
Ein Taschenrechner mit integriertem Spiegel (was frau schon immer wollte)

Außerdem eine neue Holz-Haarbürste, nachdem meine erst vor kurzem kaputt gegangen ist (nein, Zufälle gibt es nicht) und eine Taschen-Mundharmonikas. Mundharmonikas fanden wir in einem Karton sieben oder acht Stück, auch sehr schöne und edle mit dabei. Die hab ich meinem Bruder als dem Musiker in der Familie überlassen und spielen kann ich ja eh nicht. Trotzdem schadet es sicher nicht, für alle Fälle immer eine Mundharmonika im Haus zu haben. *gg*

Bei den Büchern kamen heute mit:

Die gesammelten Werke von Theodor Storm in vier Bänden, die ich schon als Kind gelesen habe, "Die Hölle - Eine Reise in unsere Unterwelt", "Geheimnisvoller grüner Tee", "Was Hände verraten - Lebenslinien - Schicksalslinien", "Geheimnisse der Heilkräfte und Pflanzen" (mit super Fotografien und Abbildungen der Pflanzen), "Die Handschrift - Schlüssel zur Persönlichkeit", "Lichtbewußtsein und Kreativität", "Besser Denken - besser Leben" und, besonders interessant, "Dichter in der Handschrift - Graphologische Deutungen zeitgenössischer Dichtwerke" von 1937, unter anderem auch mit Schriftbildern von Rilke.

Außerdem hat meine Mutter vier große Kisten mit Sexvideos und -büchern zusammengesammelt und uns erklärt: "DAS Zeug schaffe ICH nicht weg!" Damit wird meine Schwägerin wohl nächsten Sommer einen Sex-Stand auf dem Flohmarkt eröffnen müssen.*feix*

EDIT: Ach ja, die britische Uhr mit Segelschiff-Design vergaß ich.

Ausbeute 9

Durchbruch

Schwer trägt der Himmel,
schwer, zu schwer, und so
schlingt er sich um Kirchturmspitzen,
ruht auf der nackten Bäume
Arme, still emporgereckt.
Grau und müde von der Last
liegt er auf den Häusergiebeln,
wo die Winterraben sitzen,
ihr Gefieder, nachtdurchtränkt,
weich die matten Wolken streift,
die nicht länger halten wollen
das Gewicht des kalten Schnees.
Und hevor bricht aus der Trübe,
aus des Himmels müdem Weh,
ein perlend weißes Lichterheer.

Die Geschichte des Katharismus

Auf youtube kann man eine Dokumentation in neun Teilen über die Geschichte des Katharismus anschauen, eine christliche Ketzerbewegung des Mittelalters. Als interessante Ergänzung zur Lektüre von "Kreuzzug gegen den Gral" sehr empfehlenswert.

9. Haus/Fische

Auf dieser sehr ausführlichen Astrologie-Seite mit Unmengen an Deutungsvorschlägen steht dazu unter anderem dieses:

Der träumerisch veranlagte Fisch im Zeichen der Weltanschauung verheißt oft das Hängen an hohen und unerreichbaren Idealen. Andere Menschen können den Wertvorstellungen von Fische im 9. Haus manchmal nicht folgen, denn die Lebensauffassung verfolgt Denkweisen die nicht jedermanns Sache sind. Manche hören ihren Worten fasziniert zu und verstehen letztlich doch nicht was gesagt wurde.
Ganz genau so fühle ich mich oft. Ich will jetzt nicht rumjammern, ich wäre unverstanden oder so, aber wenn ich etwas sage und andere mich mit wagenradgroßen Augen anschauen und vollkommen verwirrt wirken, ist das auch für mich keine leichte Situation. Wahrscheinlich ist das mit ein Grund, warum ich mit der Zeit das Schweigen oder kurze, unverfängliche Bemerkungen bevorzugte. Beim Bloggen ist das schon etwas einfacher, weil man die Miene der Leute beim Lesen nicht mitbekommt und wenn sie nicht gerade nervige Kommentare schreiben, auch nicht, daß sie meinem Denken vollkommen fern sind. Also käse ich meine kruden Gedanken beim Bloggen aus, hier mag man mich gerne belächeln, so viel man will.

Samstag, 29. November 2008

Die Folgen von Wohnungsneueinrichtungen

Das Schöne am neuen Einrichten der Wohnung, besonders wenn auch Schränke und anderer Stauraum davon betroffen sind, was meist mit einer grundlegenden Änderung der darin herrschenden Ordnungsstrukturen einhergeht, ist nicht nur, daß man jahrelang Freude an den neuen Möbeln hat, sondern auch, daß man jahrelang danach noch herrlich entspannende Suchorgien einplanen kann, wenn mal wieder irgendein Ding nicht aufzufinden ist und man doch völlig sicher weiß, daß es im alten Schrank an der und der Stelle lag. Wo es nun allerdings in den neuen Schubladen und Fächern ruht, das weiß nur Gott allein. Heute habe ich sage und schreibe die vierte (!) Suchaktion nach alten Fotos gestartet, die ich ihrem zerfressenem Album entnommen hatte, um für sie einen Karton zu besorgen. Auch diesmal habe ich sie nicht gefunden. Und meine Wohnung ist nun wirklich nicht groß. Obwohl nur als Zwischenlagerung gedacht, muß ich sie genial gut versteckt haben.

Novemberwind

Kalt singt dein Lied
in den Zweigen der Ulmen,
tränenreich von Himmelgrau.

Still bricht der Schnee,
der zartflüchtige Tänzer.
an deiner rauen Heftigkeit.

Klagend summst du in den Mästen,
in brüchigen Lichtleitungen,
rüttelst an den Fensterbogen,

streichst jammernd um das Haus,
katzenhaft, und schmiegst dich
übermütig durch jede Tür.

Warm gedenkt das knisternde Holz
der dunkel stehenden Brüder
unter frostigem Sternenklar.

In grimmiger Milde trocknest du
der schwarzen Wälder Tränen
zu glitzerndem Kristall.

Freitag, 28. November 2008

...

Ob wir es wollen oder nicht: Wir stehen heute allem Mythischen fern. Der Bereich des modernen Menschen ist Naturwissenschaft, Technik und jene Geschichtsbetrachtung, welche auf die äußeren Geschehnisse hinblickt und 'Götter' als Aberglauben empfindet. Das Kirchenchristentum war in dieser Hinsicht um nichts weniger intellektualistisch als die moderne Naturwissenschaft. Das Mythische ist untrennbar von der Offenbarkeit der Göttermächte. Diese sind uns heute verborgen. Der moderne Mensch lebt nicht in kosmischer Inspiration, sondern denkt und handelt aus sich selbst innerhalb einer Dingwelt.
Der Mythos hat auch nichts mit 'Glauben' oder 'Bekenntnis' zu tun. Vielmehr wird aller Glaube erst nötig, wenn das Dasein der Götter sich verdunkelt und nun der Mensch das Verlorene in den Seelenhaltungen des Glaubens und Vertrauens ersehnen muß...
...Wenn die mythischen Gestalten Erzeugnisse einer Phantasie sind, so sind sie nicht Erzeugnisse einer menschlichen, sondern einer göttlichen Phantasie, welche sich in den Menschen hineindichtet.

(aus "Luzifers Hofgesind")

Heutiges Horrorskop

Heute schreiben Löwen Geschichte. Heute verändern Löwen die Welt. Auch wenn Sie nicht zu den ganz großen Löwen gehören: Auch Sie wirken heute positiv auf die Welt ein.
Ja, ich hab heute das Klo geputzt und den Herd gereinigt, wenn das mal keine positiven Wirkungen auf die Welt sind. Ich bezweifle allerdings, daß ich damit in die Geschichte eingehe.

Mein Regenbogen ist weiß umschattet

Your rainbow is slightly shaded white.

 
 
 
 
 
 
 

What is says about you: You are a contemplative person. You appreciate quiet moments. People depend on you to make them feel secure.

Find the colors of your rainbow at spacefem.com.

Jetzt weiß ich, warum ich immer weiß träume. *gg*

Mittwoch, 26. November 2008

Nacht trinken

Wange an Wange,
ruhen wir und atmen,
ruhen in uns selbst,
das Äußere im Innen,
abgekehrt von der Welt,
die Haut unser Zelt.
Wir atmen die Nacht,
trinken sie bis zur Neige,
bis mit Dunkel gefüllt
unsere Bäuche sind
und der Tag, gerettet,
auf unsere Lider fällt.
Nur manchmal, nur kurz,
spüre ich deinen Duft,
libellenzart vergänglich,
durch meine Träume wehen.

Lesen lassen

Nicht nur aus "Dracula" kann man sich bei der Sprechbude vorlesen lassen, nein, auch Mary Shelleys "Frankenstein" steht nun in Folgen als monatlicher kostenloser Download bei Vorleser.net zur Verfügung. Wunderbar!

PS: Ich bin am überlegen, ob ich zu Weihnachten selbstgebrannte und zusammengestellte Hörbuch-CDs verschenke. Natürlich nicht gerade mit "Frankenstein", aber bei Vorleser. net gibt es auch massenweise schöne Weihnachtsgeschichten, wie zum Beispiel das herrlich gesprochene "Nußknacker und Mausekönig". Und man bekommt sogar die passenden Druckvorlagen als Software dafür.

Die Schrift im Auge

Auf einem Marktplatz falle ich plötzlich wie ein gefällter Baum um. Wie ich da so regungslos liege, glauben andere, ich sei ohnmächtig geworden und kommen angelaufen. Sie fragen mich, ob ich sie hören kann und ich kann es, denn ich bin nicht bewußtlos, habe aber irgendetwas in mein linkes Auge bekommen. Deshalb halte ich beide Augen geschlossen und beginne nun am linken Auge zu reiben. Bemerkungen entnehme ich, daß es rot sein muß. Jemand sagt zu mir, daß er Hilfe holt und bald darauf trifft eine korpulente Augenärztin ein. Diese geht ziemlich rabiat mit einer Pinzette zur Sache, zieht das untere Augenlid herunter und beginnt mit der Pinzette darin herumzufischen. Hoffentlich weiß sie, was sie macht, und sticht mir nicht das Auge aus. Vielleicht ist sie ja nur deshalb so unvorsichtig, weil sie das täglich macht und ihre Handgriffe kennt. Während sie weiter fischt sagt sie beruhigend, daß es schon vorkommen kann, daß jemand rote Augen bekommt. Sie stochert unablässig im Auge herum und ich sehe ihr körperlos mit Blick auf mein Auge zu. Da erfasst sie auf einmal ein weißes Klümpchen und zieht es aus dem Lid heraus. Sie wickelt es auseinander, denn es entpuppt sich als ein zusammengewickelter Papierschnipsel, und beginnt den Text darauf vorzulesen. Ich bin fassungslos und begeistert zugleich. Zwar habe ich keine Ahnung, wie der Schnipsel in mein Auge gelangt ist, aber was auf ihm steht, ist Gold wert. Schnell bestehe ich darauf, daß sie mir den Papierfetzen aushändigt, ehe ihn sie vorher zerreißen oder wegwerfen kann, denn ich habe nicht den Eindruck, daß ihr der Wert der wenigen Wortfetzen bewußt ist.

Bemerkung: Das Horrorskop sagt für heute Vormittag:
Der Skorpion-Mond hilft Ihnen, sich selbst zu entdecken und besser kennen zu lernen. Deswegen sind Sie stärker und wahrhaftiger als andere. Sie machen sich nichts vor.

Ich hoffe, meine Sehkraft ist jetzt wieder ungebrochen, nachdem der Störenfried entfernt wurde.

Montag, 24. November 2008

...

Der gerechte Mensch dient weder Gott noch den Kreaturen. Er steht so fest in der Gerechtigkeit, daß er dagegen weder der Pein der Hölle achtet noch der Freuden des Himmels. Den gerechten Menschen ist es also ernst um die Gerechtigkeit, daß, wäre Gott nicht gerecht, sie gäben keine Bohne auf ihn. Der Mensch soll Gott nicht fürchten! - Gott ist ein Gott der Gegenwart. Man soll ihn nicht außer sich suchen oder wähnen, sondern ihn nehmen, wie er mein eigen und in mir ist. - Wahrheit ist also edel, daß, wenn Gott sich von der Wahrheit kehren möchte, ich wollte mich an die Wahrheit heften und Gott lassen!
(Meister Eckhart)

Kostenlose Tagebuch Suite

Eine interessante Diary Suite gibt es heute bei Giveawayoftheday zum downloaden. Zwar nur in Englisch, aber interessant deshalb, weil es nicht nur ein einfaches Tagebuchprogramm ist, sondern es für verschiedene Bereiche wie Befinden, Sport und Gesundheit Vermerk- und graphische Auswertungsmöglichkeiten gibt. Man kann neben Stimmung, Körpertemperatur, Gewicht, Wetter, Sport-Workouts, -Distanzen und -Zeiten, Zyklus und vieles mehr sogar seine Kopulationen eintragen. Vielleicht benötigt ja manch einer darüber ebenfalls statistische Graphiken. Außerdem gibt es eine Schmerzkarte, wo man anhand eines virtuellen Körpers die genauen Schmerzpunkte markieren und beschreiben kann. Weiterhin enthält das Programm Terminplaner, Kalender, Notes, To-Do-Listen, Rezept- und Kontaktesammler. So vom Ansatz finde ich die Idee nicht schlecht, nur daß hier mal wieder das Traumtagebuch fehlt. Und überhaupt suche ich ja sowas wie die eierlegende Wollmilchsau, nämlich ein Tagebuchprogramm wie Alchera, in welchem man neben Traumtagebuch, Traumsymbolen, statistischen Auswertungen, normalem Tagebuch, auch noch sofort die astrologischen Konstellationen zum Zeitpunkt berechnet, sowie den Biorhythmus angezeigt bekommt, die Schlafqualität und anderes wie oben statistisch auswerten kann und Unterstützung bei der Auswertung von homöopathischen oder anderen Medikationen bekommt, aber ebenso Inspirationen und Einfälle kreativ "parken" kann. Träum weiter, liebe Suse!

Ich will

nicht länger artig sein, ein Dickkopf sein, ja das wär' fein.

Sonntag, 23. November 2008

Die Seefahrt ist vorbei...



...morgen geht es wieder ins Büro.

| schneegebeugt |

schneegebeugt

Ich bin nachlässig,

äußerst nachlässig, denn ich habe heute meinen Traum nicht aufgeschrieben. Und ich ertappe mich tatsächlich mit einem schlechten Gewissen - was könnte mir, meiner Statistik und meiner Traumforschung vielleicht entgehen, in meinen Gehirnwindungen unentdeckt kleben bleiben, wenn ich es nicht aufschreibe? Andererseits hab ich einfach keine Lust mehr, von chaotischen Wohnungen zu träumen und noch weniger, diese Träume aufzuschreiben, vor allem, wenn darin riesige Waschmaschinenmonster mit mülltonnenartigen Waschtrommeln vorkommen. Da mache ich mich lieber auf Spurensuche nach heimlichen Besuchern.

Spurensuche

Edit: Ein Gutes hat die Hartnäckigkeit meiner Traumbilder, auch wenn ich sie gerne ignorieren möchte, aber doch. Ich habe mir heute vorgenommen, einen wöchentlichen Haushaltsorganisationsplan aufzustellen, damit die Großaktionen am Wochenende etwas abnehmen.

Schrottige Raves

Eigentlich mag ich ja Techno und Trance, heute mehr partiell als Andenken an frühere Zeiten, aber was mich wirklich nervt, sind die Leute, die meinen, sie müßten unter einen Song nur ein paar stampfende Beats legen und schon hätten sie einen guten Dance-Track-Remix. Falsch! Ein guter Dance-Track zeichnet sich ebenso durch ein durchdachtes Arrangement aus wie jeder andere gute Song. Ein paar schnelle Beats im Hintergrund reichen da nicht. In solchen Fällen wähle ich grundsätzlich das Original.

Samstag, 22. November 2008

Halla Ballu

Tierisches Karma

Im Fernsehen lief gerade eine Doku, in welcher gezeigt wurde, wie eine Gottesanbeterin ihren Gatten aufknuspert. Das nenne ich mal ein effizientes Leben! Erst Samenspender und dann Nahrungsspender für die lieben Kleinen und die Mutter. Es gibt zwar Stimmen, die behaupten, daß es eine Wiedergeburt als Tier nicht gibt, aber falls doch, würde mich interessieren, was man verbrochen haben muß, um als männlicher Gottesanbeter(in?) wiedergeboren zu werden. Vielleicht ein Leben lang keinen Unterhalt gezahlt?

Salzkristalllampen

Ich liebe Salzkristalllampen. Ein Winter ohne diese ist für mich nicht mehr denkbar und wahrscheinlich auch nicht überlebbar. Das rotorangene Licht gibt mir mehr Energie und Wärme als jede Tageslichtlampe. Irgendwie muß sich da wer mit den Lichtspektren geirrt haben. Und angeblich sollen sie dabei auch noch das Raumklima regulieren.

Freitag, 21. November 2008

Beziehungsträume

Beim Lesen des Edgar Cayce-Buches "Du weisst, wer du warst" fiel mir heute ganz plötzlich ein uralter Traum ein, einer dieser Träume, die ich Beziehungsträume nenne. Das sind hauptsächlich solche Träume, die ich kurz nach dem Kennenlernen einer für mich wichtigen Person, bzw. eines Mannes habe. Innerhalb von zwei bis drei Wochen erhalte ich jeweils garantiert einen sehr klaren und beeindruckenden Traum mit dieser Person, den ich selten wieder vergesse. Ich weiß nicht, was diese Träume bezwecken - Initiationsträume, Vergangenheit, Zukunft? - aber sie kommen pünktlich wie die Maurer. Nach dem Kennenlernen von R. L. (damals führte ich noch kein Traumtagebuch) träumte mir:
Ich befinde mich halb sitzend, halb liegend auf einem quadratischen, offenen Platz, um mich herum viele andere Menschen. Das ganze ist ein Sklavenmarkt und wir warten darauf, an neue Besitzer verkauft zu werden. Ich kann mich nicht mehr sehr genau an meine emotionale Situation erinnern, glaube aber, daß diese ziemlich hoffnungslos war. Irgendwann taucht R. auf, wie, bzw. was er gesagt hat, weiß ich nicht mehr, und will mir helfen, indem er mich befreit und mit mir flieht. Ich lasse mich überreden und wir flüchten lange Zeit kriechend durch tunnelartiges Gestrüpp. Das Gestrüpp endet irgendwann, wie mir scheint nach Stunden, in einer sonnigen Lichtung, allerdings ist diese Lichtung durch eine hohe Mauer begrenzt. Wir stehen davor und wissen nicht, wie weiter, wie wir über die Mauer kommen sollen. In unserem Rücken die Verfolger, zu unseren Füßen Felssteine mit bunten Schlangen, welche nach uns schnappen. Wir hüpfen herum, um ihnen auszuweichen. Und dann, ich weiß nicht wie es geschah, dann schweben wir auf einmal Hand in Hand im Himmel, über die Mauer hinweg und immer höher hinaus.

R. war das, was man Liebe auf dem ersten Blick nennt, und zwar auf gegenseitiger Basis. Wir haben uns nur einmal angeschaut und uns danach stundenlang wie Kranke und völlig ohne Kontrolle angegrinst. Wenn mir heute jemand weismachen will, daß es Liebe auf den ersten Blick nicht gibt, fresse ich einen Besen. Er war übrigens Seemann und seitdem habe ich ein Faible für die Marine.

Donnerstag, 20. November 2008

Schreiben als Druckmittel

Heute sprach mich überraschend wieder eine Kollegin wegen einer veröffentlichten Geschichte an. Wenn sowas geschieht, was nicht all zu oft der Fall ist, stehe ich erst einmal wie bedeppert da und frage mich, was derjenige eigentlich von mir will. "Mich gelesen", wie jetzt? Meine Personalakte? Meinen Lebenslauf? Wenn ich gut bin, fällt mir dann langsam irgendwann ein, daß ich ja nebenbei schreibe und einiges davon für andere lesbar ist. Irgendwie vergesse ich das immer. Oder ist das Verdrängung? Ich mag diese Situationen nicht wirklich (obwohl man hinterher natürlich schon ein wenig erfreut ist), nicht nur wegen des schlechten Gedächtnisses, sondern auch, weil sich die Leute dabei so komisch benehmen. Sie grinsen die ganze Zeit und löchern einen plötzlich mit Fragen, selbst wenn sie einen vorher nicht mit dem A... angeschaut haben. Ich bin schon seit längerem zu der Feststellung gelangt, daß es am besten wäre, nur noch unter Pseudonym zu veröffentlichen, wenn ich dann doch immer wieder zu meinem richtigen Namen greife, liegt es vor allem daran, daß ich diese Sachen gerne als Überraschung zu Weihnachten o.ä. für meine Mutter und Familie mißbrauche und es dann merkwürdig fände, unter "falschem" Namen drinzustehen, falls man mir überhaupt glaubt, daß ich das bin. Bei diesem Gespräch mit der Kollegin habe ich aber festgestellt, daß es durchaus auch Vorteile hat, sich nicht zu verstecken. Kurzzeitig hatte ich, von ihren neugierigen Fragen inspiriert, die Anwandlung ihr scherzhaft zur antworten: "Wart nur ab bis du dich in einem Roman wiederfindest!" Eigentlich habe ich nicht vor, irgendwelche Büroromane zu schreiben, aber das muß ja niemand wissen - und wenn doch, wird es garantiert eine bitterböse Satire. Ich habe es nicht gesagt, denn Erpressung liegt mir nicht, allerdings konnte ich ein paar subtile Andeutungen nicht lassen, daß ich mir meine Ideen gerne bei Kollegen und aus der Bürokommunikation hole. Das stimmt zwar auch nicht, ich bin nämlich froh, wenn ich zuhause und beim Schreiben nicht mehr an das Büro denken muß, aber das muß ja ebenfalls niemand wissen, oder?

Das Schöpfen von Tieren

Ich forme Tiere aus Hackfleisch, zuerst einen Tiger, den ich zwar einen Tiger nenne, der aber mehr die Form eines Löwen hat. Und durch das Hackfleisch wirkt er außerdem als hätte er eine Hautkrankheit. Ich gebe ihm Leben, frage mich aber keiner wie, und nun lauert er aufgeregt an der geschlossenen Zimmertür. Vermutlich wittert er sein eigenes Hackfleisch, ein Geruch, der noch in der Luft liegt, und hat gewaltigen Hunger. Inzwischen habe ich ein zweites Tier geschaffen, einen harmlosen Pflanzenfresser, mit welchem ich mich sogar unterhalten kann. Eigentlich würde ich das Zimmer gerne verlassen, der Tiger ist gefährlich, aber da er genau an der Tür lauert, geht das nicht, zumal ich ja sicher noch nach Hackfleisch rieche. Also bleibe ich mit dem anderen Tier hinter einem Tisch hocken und spreche mit diesem: "Hör mal, hier kommen wir nie lebend raus!" Ich weiß aber nicht mehr, was es geantwortet hat.

Ein Treffen von Bloggern, eine Cocktailparty oder etwas in der Art in irgendeinem Schloß. Ich erinnere mich, in mit dem Wilden Kaiser und Elsa zusammengestanden zu haben. Der Kaiser trägt anscheinend seine Haare neuerdings halblang, glatt herunterfallend. Das steht ihm gut, wirkt aber auch sehr weiblich. Elsa dagegen trägt bauchfrei, nicht nur ein Stückchen. So jugendlich und schlank wie sie ist, kann sie das jedoch gut tragen.

Bemerkung: Nach dem Aufwachen fragte ich mich spontan, ob es Gott wohl so ähnlich gegangen sein könnte, als er Lebewesen geschaffen hat - daß er hinterher dachte "Oh, oh.....schnell weg hier!" *gg*